Forum: Wirtschaft
Anwohnerproteste gegen Bauprojekte: Sozialwohnungen? Ja - aber bitte nicht hier
Tobias Lill

Viele Geringverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Endlich steuert die Politik um - doch ausgerechnet die Proteste von Anwohnern bremsen den sozialen Wohnungsbau vielerorts aus. Sie haben Angst vor Fremden.

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herbert 11.08.2018, 09:14
60. Die erbärmliche Politik hat tausende von Sozialwohnungen an Kraken

verkauft.
Um die Schulden zu bewätigen die durch Misswirtschaft entstanden sind, wurden Sozialwohnungen in gigantischer Höhe an sogenannte Kraken verakuft. Diese haben dann die Sozialwohnungen neu gestrichen und nehmen heute satte Mieten.

Die Politiker die das gemacht haben, müssen genannt werden und die Parteien abgewählt werden.

Auch hier zeigt sich, dass die SPD eine erbärmlich Partei ist, denn sie hätte als Sozialpartei aufschreien müssen !

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Teigkonaut 11.08.2018, 09:14
61. Egoismus und Widersprüche

Tja, die Geringverdiener möchte der saturierte Wohlstandsbuerger nicht in der Nachbarschaft haben und bitte auch keine Bushaltestelle oder S-Bahnstation. Aber Pflegepersonal, Arzthelfer, Polizisten soll es bitte in ausreichender Anzahl vor Ort geben. Und natürlich bitte auch eine gute Nahverkehrsanbindung. Bei so viel Egoismus bekomme ich einen Brechreiz.

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deftone23 11.08.2018, 09:17
62. Heuchelei der Anwohner

Diese Anwohner sind dieselben Leute, die sich dann am Stammtisch über Abschottung bestimmter Personengruppen beschweren.

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breguet 11.08.2018, 09:18
63. Verstehe ich nicht!

So lange noch ein Deutscher eine Sozialwohnung braucht, kann man sie nicht Flüchtlingen geben. Der deutsche Staat muss sich in erster Linie um seine Bürger sorgen, wenn dann noch Platz ist können auch Flüchtlinge eine Sozialwohnung bekommen. Es ist natürlich auch so, dass diese Leute mit andren Lebensgewohnheiten meist invasiv auftreten und den Deutschen das Leben schwer machen. Wir können das doch jeden Tag in der Presse lesen, was da abgeht. Warum darf man das nicht erwähnen? Auch der Wertverlust spielt eine große Rolle, man baut ein Haus auch als Kapitalanlage, die ist dann neben einem Sozialbau mit 1500 Wohnungen nichts mehr wert, weils keiner mehr kauft!

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Reinhold Schramm 11.08.2018, 09:19
64. Klassengesellschaft und ''Proteste gegen sozialen Wohnungsbau''

Vorsorglich wurden die Grundstückspreise in den Villenvierteln der Millionäre und Milliardäre so hochgetrieben, dass es hier zu keinen sozialen Wohnungsbau kommt und erst recht nicht zu einer Ansiedlung von Menschen mit Migrationshintergrund und der ihnen angeborenen unerwünschten Hautfarbe. Schon vor Jahren konnte man es lesen, wie z. B. in den Vereinigten Staaten ein Millionär, mit afroamerikanischen Hintergrund, in einem weißen Wohnviertel kein Eigenheim kaufen konnte, da die Gemeinde unter ihrer Hautfarbe bleiben wollte. In Deutschland spielt beides eine Rolle, die Hautfarbe und die Klassenzugehörigkeit. Nur die deutschen Medien trauen sich immer noch zu wenig, auch darüber ernsthaft zu berichten, würden sie doch damit die unbearbeitete historische Vergangenheit, aber auch die überkommene aktuelle Gegenwart, stets aufs neue ins allgemeine Bewusstsein tragen.

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heimatminister 11.08.2018, 09:19
65.

Zitat von aurichter
Typisch Deutsch da stehen die Einen auf der Sonnenseite des Lebens und können sich Eigenheime leisten, aber veranstalten Proteste und gönnen weniger begüterten keinen bezahlbaren Wohnraum. ...
Typisch Deutsch sind wohl eher die pauschalen Urteile und Schnellschüsse - ohne sich im Ansatz mit der Materie zu beschäftigen.

Es gibt nämlich auch die Mieter, die über viele Jahre (gar Jahrzehnte) in ihrer kleinen Mietwohnung wohnen und sich nun als Nachbarn eines riesigen Sozialbaukomplexes wiederfinden.
Deren Bewohner sie als, Zitat, "H4-Säuglinge" bezeichnen. Weil gefühlt ständig an der Flasche hängend und entsprechend alkoholisiert.
Mutter mit ihren Kindern sieht man dort nicht mehr auf dem Spielplatz.

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thunderstorm305 11.08.2018, 09:21
66. Ich kann die Anwohner verstehen!

Das hat vielleicht auch etwas damit zu tun dass der Wert einer Wohnung oder eines Hauses automatisch fällt, wenn quasi nebenan Sozialwohnungen entstehen. Und da die Immobilienpreise in der letzten Zeit massiv gestiegen sind, kann ich die Argumente der Anwohner auch verstehen. Aus der Ferne lässt sich leicht über die Anwohner herziehen. Solange man selbst nicht in sozialen Brennpunkten wohnt wird man damit auch keine Probleme haben. Das trifft übrigens auch für viele Journalisten zu die so locker leicht hier ihre Berichte schreiben, aber selbst nie über Jahre in diesen Bereichen gewohnt haben.

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chimonanthus 11.08.2018, 09:22
67. Résumé

einer grossen Zahl der Kommentare:

Sozialwohnung = (ist gleich) a-soziale Bewohner, unsauber, Lärm, ja evtl. sogar Kriminalität, Einbrüche usw. usf. andere Menschen eben, nicht so wie wir!

Das ist dumm, borniert, ungehörig. Eine Verallgemeinerung, pauschale Vorverurteilung, wäre das etwa ein oder der Volkscharakter? Die Frage muss man sich schon stellen, denn mancher Kommentar sagt doch eindeutiig,, ja man versteht, dann aber kommt sfort das ganz grosse ABER.
Vieleicht kommt noch der eine oder andere in die Situation, wo auch er eine Sozialwohnung brauchen wird.
Das kann ganz schnell gehen! Runter geht es immer schneller als rauf, auch auf der sozialen Leiter. Denkt daran!

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Überfünfzig 11.08.2018, 09:23
68. Ja, es gibt eine Angst!

Und mal Klartext! Eine Angst davor vom Platz an der Sonne vertrieben zu werden. Opfer einer Entwicklung zu werden, die von den Politikern auch selbst initiiert worden ist. Der Mensch fühlt sich nun mal in einer Umgebung unter seinesgleichen viel wohler, als unter lauter Problemfälle, die anstrengend und stressig sind. Man muß es jetzt schon seit Jahrzehnten schlucken, dass unser Staat, sprich wir als Steuerzahler, Menschen dauerhaft alimentieren müssen, deren Hauptbeschäftigung darin besteht auf jede Art und Weise bezahlter Arbeit aus dem Weg zu gehen. Von Politiker belügen lassen, das deren Schicksal nur mangelnder Chancengleichheit geschuldet ist und deswegen in eine asoziale Lebensweise abgetrieben sind. Schnucklige Einfamilienhaussiedlungen sind nun mal der Ausdruck und Statement einer Lebenseinstellung, die aussagt, das man es mit seiner Hände und Kopfarbeit es zu etwas bringen kann, was den anderen völlig abgeht. Die wie ich froh sind, aufgewachsen in so einer Problemsiedlung, dem Elend entkommen zu sein, wo die nächste Generation an Hartz IV-Empfänger herangezogen wird, weil die Eltern Bildung für zu anstrengend halten und lieber den ganzen Tag Trash-TV gucken wollen, während ihre Kinder mit Graffitis, Kleinkriminalität, Drogenkonsum und schlechten Benehmen die Umgebung unsicher macht. Darum geht es im Kern! Haltet uns so eine Klientel vom Hals, es reicht schon, wenn wir das alles finanzieren dürfen und nicht gewollt ist, die soziale Frage an solchen Brennpunkten zu lösen, wie z.B. das es erst Kohle vom Staat und der Solidargemeinschaft gibt, wenn man als gesunder tatkräftiger Mann oder Frau erst das 27ste Lebensjahr erreicht hat. Dann doch lieber Streetworker und Kuscheljustiz und fortlaufend gewähren lassen.
Man ist bestimmt nicht gegen preisgünstige Wohnungen, wo junge Aufsteiger auf die Chance warten mit harter Arbeit und Weiterbildung es zu etwas bringen wollen, aber Mietskarsernen mit Sozialbindung, heißt nun mal Zuzug von sozialen Problemfällen in der unmittelbaren Nachbarschaft, der man entkommen zu glaubt und das produziert den Widerstand, trotz aller Träume unserer Sozialromantiker von sich gegenseitig befruchten etc. pp!

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scgtef 11.08.2018, 09:23
69. Das Problem sind die Löhne

Wenn man hundert Prozent arbeitet und dann noch Hartz4 Aufstockung braucht und eine Sozialwohnung, dann stimmt etwas nicht in unserem Land. Vielleicht sollten diese ganzen Sozialleistungen Mal für eine Weile wegfallen, wer weiß, vielleicht sinken dann die Mieten und die Löhne steigen? Außerdem brauchen wir mehr Infrastruktur, Arbeitsplätze , Unis und Behörden auf dem Land. In den Großstädten braucht man auch Grünflächen und Erholungsräume...

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