Forum: Wirtschaft
Anzeigenkampagne: Konzernbosse trommeln für den Euro

Zaudern, zögern, hadern - die Bundesregierung hat sich in der Euro-Krise nicht gerade enthusiastisch für den Zusammenhalt der Währungsunion eingesetzt. Deutsche Top-Manager nehmen das nun selbst in die Hand: In großformatigen Anzeigen wollen sie für mehr Solidarität in Europa werben.

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lateral 17.06.2011, 16:15
100. Gegen Titelzwang!

Zitat von CyberDyne
Schäubles Plan zur Beteiligung der banken an der Rettung stammt eins zu eins aus der Feder der deutschen Bank! ...
Hier die Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=WjbRmWaWFGw

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vok 17.06.2011, 16:15
101. für uns natürlich...

Zitat von Baikal
.. ja, ihr lieben Europa-Visionäre mit dem Hirn voller Ideale und der Sehnsucht im Herzen: der Euro hat eben die Profite ermöglicht die Löscher und Cromme so gern sehen. Dafür ist die Lohnquote seit 2000 um rund 5 Prozentpunkte abgesackt. Also: für wen trommeln die Konzernbosse?
Ich verstehe sie meisten Euro-kritiker nicht.
Sollen wir etwa mit der D-Mark gegen die Amerikaner und den Giganten China antreten? Wie lange würde eine Exportnation wie Deutschland wohl noch erfolgreich bleiben?

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Glasperlenspiel 17.06.2011, 16:16
102. Durch den Euro ...

... fallen im Euro-Raum die Wechselkurs-Kosten und die Risiken der Wechselkursschwankungen weg.

Die Kosten dafür, die nun immer gigantischer werden, trägt der Steuerzahler.

Das ist eine Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Kosten.

Die Konzerne haben wie die Gesteskranken selbst in Länder wie Griechenlad exportiert. Die Exportüberschüsse (und nicht nur die) wurde direkt (durch Kredite) oder indirekt (durch den Ankauf von Staatsanleihen) finanziert.

Wenn es hier einen Ausfall gibt, greifen Rettungsschirme u.a. - wieder Finanzierung durch den Steuerzahler.

Wenn die Hauptprofiteure dieses Systems angemessen an die Kosten beteiligt wären, würden Löscher und Konsorten auf einmal feststellen, dass es sich garnicht mehr so lohnt.

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Volker Gretz 17.06.2011, 16:16
103. -

[QUOTE=inqui;8079395]Das ist ein geschickter Schachzug von den Bossen. Die
Zeitungen lechzen nach Einnahmen von Werbeanzeigen.
Die Zeitungen, die mit dem Auftrag bedacht worden sind
sei damit auch gesagt worden, dass sie sich dann auch
gewogener in der Berichterstattung des Kapitals gegenüber
zeigen möchten. Als positiver Nebeneffekt springt aus
der Aktion noch heraus, dass der ein oder andere
Bildzeitungsleser sich jetzt wohler fühlt.

Mit dem ersten haben sie Recht. Die "Comdirect" "präsentiert" ja auch nicht umsonst das Wetter bei den ZDF-Nachrichten und dem Heute-jounal. (ich muss "präsentiert" schreiben, da zu dieser Zeit Werbung nicht erlaubt ist)

Zitat von inqui
Als positiver Nebeneffekt springt aus der Aktion noch heraus, dass der ein oder andere Bildzeitungsleser sich jetzt wohler fühlt.
Nein. Das zeugt eher von vollständigen Realitätsverlust der Protagonisten und deren Beraterarmeen. Es ist der Versuch Stierangriffe mit einem roten Tuch abzuwehren.

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promedico 17.06.2011, 16:17
104. Schämen?

Zitat von clme
Schämen Sie sich! Was Europa und der Euro in den letzten 60 Jahren geleistet haben, dazu waren unsere Vorfahren Jahrhunderte lang nicht in der Lage. Von Frieden und Wohlstand profitieren alle, nicht nur die Wirtschaft.
Das mit dem Schämen ist so eine Sache:

"Frieden" haben uns Nato und Warschauer Pakt beschert, "Wohlstand" zu einem Gutteil die EWG (EG).
Ü b e r 50 Jahre o h n e Euro!

Der Euro beschert seit seiner Einführung genau das Gegenteil: Unfrieden mit beginnender Gewalt in Griechenland und Unsicherheit durch die "Euro-Bonzen".

Also: wofür bitteschön schämen?

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diabolos 17.06.2011, 16:17
105. Die Scham.

Zitat von clme
Schämen Sie sich! Was Europa und der Euro in den letzten 60 Jahren geleistet haben, dazu waren unsere Vorfahren Jahrhunderte lang nicht in der Lage. Von Frieden und Wohlstand profitieren alle, nicht nur die Wirtschaft. Wenn wir unseren Wohlstand beibehalten wollen, müssen wir uns gegen China, Indien, Russland und die USA behaupten können. Die Zukunft unserer Kultur, unseres Wohlstands und unserer Werte liegt in einem vereinigten Europa und Griechenland ist der Scheideweg...
Schämen sollten sich allenfalls diejenigen, die andere auffordern, sich für ihre Meinung zu schämen oder mit Worthülsen und Absurditäten Behauptungen aufstellen, die sich durch nichts verifizieren lassen. Ich fühle mich zur Zeit weder von China oder Indien, geschweige denn Russland oder den USA so sehr bedroht wie von Griechenland und unseren Volksvertretern in Berlin.

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philister 17.06.2011, 16:18
106. Konzernbosse

Das ist an Zynismus kaum zu überbieten: Nachdem der Staatsbankrott Griechenlands seit nunmehr einem Jahr seitens der Bundesregierung zu Lasten der Bürger/Steuerzahler und damit im Interesse der Finanzindustrie in fahrlässiger Weise verschleppt wird und somit quasi eine Umschuldung weg von den Investoren und Nutznießern hin zum Steuerzahler stattfindet, kommen jetzt doch tatsächlich noch einige nimmersatte "Bosse" aus ihren Löchern, um uns dummen Jungen/ Mädchen gönnerhaft weisszumachen, nicht Sie die Profiteure, sondern wir, die Steuerzahler sollen uns einen Ruck geben und endlich die Profite der Investoren (=Griechenlandverblindlichkeiten) zahlen. Alles für höhere Ziele, die es nicht zu erklären braucht und nicht in Frage gestellt werden darf.


Es ist unglaublich, dass es organisatorisch nicht möglich erscheint, einen Kontrapunkt dieser Zwangsenteignung entgegenzusetzen.

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Emil Peisker 17.06.2011, 16:19
107. ideologieinfinziert...

Zitat von Cordelia
Die Bosse sind schon Schätzchen. "Soldidarität" der Löscher & Co. folgt der einfachsten aller Formeln: - EUR ist Geld-Druckmaschine für die deutsche Exportwirtschaft, da geringe Stücklohnkosten (hohe Produktivität, wenig Knete für's Malochen) - damit geht vergleichbare Industrie in "Rest-Euroland" in die Knie, mit den bekannten und nun sichtbaren Folgen (ist das solidarisch ?), - also steuerfinanzierte Hilfen, zu bezahlen von den Massen, - der Gewinn der Konzerne geht dann an die Shareholder und nicht zu vergessen die Manager Bei soviel Unverfrorenheit bleibt der Mund doch recht trocken.
Sie behaupten da etwas, das nicht zutrifft.

Gerade die Unternehmen der Exportwirtschaft - Siemens - Daimler - VW - Chemie - Pharma - zahlen die höchsten Löhne und Gehälter. Durchschnittsgehalt in der exportierenden Industrie > 3.700€/mtl.

Nix steuerfinanziert, nur Ihre Behauptungen sind ideologieinfinziert.

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Paul-Merlin 17.06.2011, 16:19
108. Kein Wunder,

Zitat von sysop
Zaudern, zögern, hadern - die Bundesregierung hat sich in der Euro-Krise nicht gerade enthusiastisch für den Zusammenhalt der Währungsunion eingesetzt. Deutsche Top-Manager nehmen das nun selbst in die Hand: In großformatigen Anzeigen wollen sie für mehr Solidarität in Europa werben.
dieser kleine Personenkreis gehört zu den Profiteuren der EUR-Einführung. Die Konzernlenker der DAX-Unternehmen haben ihre bereits sehr hohen Ausgangsgehälter im Vergleich zur Ausgangsbasis 1999 vielfach Verdrei- oder gar Vervierfacht. Das Auslandsgeschäft ihrer Unternehmen hat von der Subventionierung des Exportgeschäfts durch die einseitige Außenhandelsorientierung profitiert. Für die Mehrheit der Deutschen sieht die Rechnung ganz anders aus. Bei gegenüber DM-Zeiten praktisch verdoppeltem Preisniveau sind die verfügbaren Einkommen mehr oder weniger konstant geblieben, vielfach deutlich gesunken. Das inzwischen fast ein Viertel der Arbeitnehmer mit Hungerlöhnen im Niedriglohnsektor oder gar als Hartz IV-Aufstocker ihr Dasein fristen müssen sagt alles. Hier hat sich eine Oberschicht, unterstützt von ihren Erfüllungsgehilfen im Bundestag, zu Lasten der Bevölkerungsmehrheit in unverschämter Weise die "Taschen gefüllt" und will in dieser Weise weitermachen.

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wibo2 17.06.2011, 16:19
109. Nee, so funktioniert das nicht!

Zitat von redkiller
..............Wenn Banken keine Zinsen von den Staaten verlagen können sie auch selber keine Zinsen zahlen. ..............Die Banken handeln ja nicht mit eigenem Geld , sondern das Geld was sie verleihen, ..............sind die Schulden der Bank gegenüber den Sparern. ..............Wenn Banken also keine Zinsen verlangen , können sie auch keine Zinsen zahlen
Werter Forist redkiller ,
Sie sind mir ein rechter Scherzkeks!
So funktioniert das Bankgeschäft der Großbanken nicht!
Die leihen sich von der EZB für 1% das Geld, das sie dann für 6% weiterverleihen an Griechenland.
Das Risiko müssen die Steuerzahler tragen!
MfG

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