Forum: Wirtschaft
Anzeigenkampagne: Konzernbosse trommeln für den Euro

Zaudern, zögern, hadern - die Bundesregierung hat sich in der Euro-Krise nicht gerade enthusiastisch für den Zusammenhalt der Währungsunion eingesetzt. Deutsche Top-Manager nehmen das nun selbst in die Hand: In großformatigen Anzeigen wollen sie für mehr Solidarität in Europa werben.

Seite 26 von 26
Eva B 18.06.2011, 11:34
250. ...

Zitat von Horatio Caine
Die Festangestellten dieser Unternehmen eventuell, wie schaut es bei den Leiharbeitern und den Subunternehmen dieser Unternehmen aus?
Beispiel Siemens: 2000 waren in Deutschland noch rund 175.000 Mitarbeiter beschäftigt, heute sind es mit 128.000 ein Viertel weniger.

Der eine oder andere Pförtner - früher Siemens-Mitarbeiter, heute in irgendeinen externen Sicherheitsdienst ausgegliedert - wird abwinken, wenn Sie ihn nach seiner Gehaltsentwicklung fragen. Aber freundlich lächeln wird er trotzdem, denn er hat ja brav gelernt, dass hinter ihm schon 20 andere auf seinen Job warten.

Ach ja, man kann so viel aus sich machen in diesem Land. Schön hier.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DHC2 18.06.2011, 13:24
251. Fiesta

Zitat von ubiorum
Doch, jeder Mitarbeiter der Ford Werke und jeder Mitarbeiter von Volkswagen und jeder Mitarbeiter von BMW usw. Ich schätze mal dass mehr als 80% der Fiestas die durch die Halle N der Ford-Werke laufen in die EU raus gehen. Als Käufer stehen da (die mann auf den Labels ersehen kann) Spanische, Portugisische, Französische, Griechische (haben stark nachgelassen) und vor allem Italienische Händler drauf ... Euer depressives Gelaber beruht auf die Tatsache das ihr frustriert seid und Schuldige sucht. ... Hier habe ich das Gefühl trifft sich eh der melancholische Part der Republik hahahahaa
ubiorum,

ich bin nicht depressiv und nur selten melancholisch.

Freut mich, dass Sie einen guten Job bei Ford machen. Aber Sie schreiben es doch selbst:

Gerade die in Südeuropa beliebten Kleinwagen (zB Fiesta) werden nicht wirklich komplett "bezahlt".

Der Händler kauft bei Ford auf Kredit, dessen Kunde kauft beim Händler auf Kredit, die Bank des Kunden leiht ihm Geld, das sie sich im Ausland gepumpt hat.

Und das Geld, dass Ihnen auf dem Lohnstreifen fehlt, bezahlt zum Teil diese europäischen Pleitebanken.

Wenn die Bank schlau ist, gibt sie vor dem Konkurs noch ein paar Schrottanleihen heraus (z.B. Pfändungsklagen gegen Fiesta-Besitzer). Wenn das auch nicht mehr hilft, geht sie als "Bad Bank" in die EZB. Und wird von den europäischen Steuerzahlern "entschuldet".

Stellen Sie sich vor: sie bezahlen also den Fiesta, den Sie selbst zusammengeschraubt haben, zum Teil selbst.

Im übrigen haben Sie recht:
Ich sollte mal wieder nach Köln fahren ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Emil Peisker 18.06.2011, 17:17
252. Vielleicht googlen Sie mal

Zitat von redwed09
Und woraus lässt sich ersehen, wieviel Steuern die Unternehmen gezahlt haben. Aus Ihrer Aufstellung kann man den Gewinn nach Steuern ersehen, aber nicht den Steueranteil. Kein konstruktiver Beitrag Ihrerseits, nur Bla, Bla.
Nun, ich unterstellte, dass Sie die Steuersätze für Aktiengesellschaften kennen würden.

Nun gut, ich antwortete auf einen Beitrag, der meinte, dass die Großen keine Steuern zahlen würden.

Mein Beitrag widerlegte das. Was Sie als Bla, Bla, bezeichnen, ist eigentlich eine ausreichende Antwort.

Vielleicht googlen Sie mal, wenn Sie es denn können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freierFranke59 18.06.2011, 18:46
253. nein

Zitat von Emil Peisker
Nun, ich unterstellte, dass Sie die Steuersätze für Aktiengesellschaften kennen würden. Nun gut, ich antwortete auf einen Beitrag, der meinte, dass die Großen keine Steuern zahlen würden. Mein Beitrag widerlegte das. Was Sie als Bla, Bla, bezeichnen, ist eigentlich eine ausreichende Antwort. Vielleicht googlen Sie mal, wenn Sie es denn können.
Ihr Beitrag widerlegt überhaupt nichts, sondern ist von wirtschaftlicher Ahnungslosigkeit geprägt.
Steuersätze sind Schall und Rauch, wenn man nicht weiß, was an Abschreibungen oder sogar staatlichen Förderungen dagegen steht.
Und sogar wenn man davon ausgeht, daß die genanten Großunternehmen es nicht ganz geschafft haben, sich um jegliche Steuerzahlung herum zu drücken, wissen Sie nicht einmal, wieviel der Steuern im In- oder im Ausland angefallen sind.

Achso, ich vergaß, für den überzeugten Kosmopoliten ist ja auch das egal ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amgitsnops 18.06.2011, 22:51
254. Okay

Zitat von koala 2
Bei aller berechtigten Kritik ist dieser Wunsch völlig inakzeptabel. Im Grunde genommen müsste ein neuer Gerichtshof in DenHaag für Wirtschaftsverbrechen, nicht erfüllter Wahlversprechen und Ausraubung der Völker Europas eingerichtet werden.
Bei aller Kritik nehme ich eher die Wiedergeburt des Herren an, denn einen schlagkräftigen Gerichtshof sonstwo. Die Entwicklung überholt selbst "gestandene" Wirtschaftsweise, auch Nachplärrer genannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
amgitsnops 18.06.2011, 22:51
255. Okay

Zitat von koala 2
Bei aller berechtigten Kritik ist dieser Wunsch völlig inakzeptabel. Im Grunde genommen müsste ein neuer Gerichtshof in DenHaag für Wirtschaftsverbrechen, nicht erfüllter Wahlversprechen und Ausraubung der Völker Europas eingerichtet werden.
Bei aller Kritik nehme ich eher die Wiedergeburt des Herren an, denn einen schlagkräftigen Gerichtshof sonstwo. Die Entwicklung überholt selbst "gestandene" Wirtschaftsweise, auch Nachplärrer genannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ubiorum 19.06.2011, 02:17
256. Euro oder kein Job

Zitat von DHC2
ubiorum, ich bin nicht depressiv und nur selten melancholisch. Freut mich, dass Sie einen guten Job bei Ford machen. Aber Sie schreiben es doch selbst: Gerade die in Südeuropa beliebten Kleinwagen (zB Fiesta) werden nicht wirklich komplett "bezahlt". Der Händler kauft bei Ford auf Kredit, dessen Kunde kauft beim Händler auf Kredit, die Bank des Kunden leiht ihm Geld, das sie sich im Ausland gepumpt hat. Und das Geld, dass Ihnen auf dem Lohnstreifen fehlt, bezahlt zum Teil diese europäischen Pleitebanken. Wenn die Bank schlau ist, gibt sie vor dem Konkurs noch ein paar Schrottanleihen heraus (z.B. Pfändungsklagen gegen Fiesta-Besitzer). Wenn das auch nicht mehr hilft, geht sie als "Bad Bank" in die EZB. Und wird von den europäischen Steuerzahlern "entschuldet".Stellen Sie sich vor: sie bezahlen also den Fiesta, den Sie selbst zusammengeschraubt haben, zum Teil selbst. Im übrigen haben Sie recht: Ich sollte mal wieder nach Köln fahren ;-)
Ganz ehrlich, mir ist es doch recht wenn von meiner Steuer der Käufer subventioniert wird denn bei 23€ Brutto kann ich damit leben.
Schwieriger wäre es doch wenn ich Steuern sparen wurde und keinen Job hätte, also geht das System doch sehr gut aus für mich !
Meine Kinder tragen vernünftige Kleidung, die Wohnung wird geheizt und der Kühlschrank hat genug für alle drin.
Ich bekomme mehr als 30 Tage Urlaub und Urlaubsgeld, genug Weihnachtsgeld und habe sehr nette Chefs.
Ich gehöre gern zum deutschen Michel und bin dankbar für das Leben was ich führen darf.

Und besuchen Sie die wunderschöne Millionenmetropole Köln.
Ein paar Reisetipps finden Sie auf der Seite: www.Cologne-Guide.com (hab mir sehr viel Mühe gegeben nur die Rechtschreibung muss ich noch korrigieren)

P.S. bringen Sie Zeit mit, es lohnt sich :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
britta 19.06.2011, 08:50
257. Top-Manager-Solidarität

Zitat von sysop
Zaudern, zögern, hadern - die Bundesregierung hat sich in der Euro-Krise nicht gerade enthusiastisch für den Zusammenhalt der Währungsunion eingesetzt. Deutsche Top-Manager nehmen das nun selbst in die Hand: In großformatigen Anzeigen wollen sie für mehr Solidarität in Europa werben.
Natürlich werden in einer florierenden Wirtschaft Arbeitsplätze geschaffen, aber welche? Gut bezahlte für das "Führungspersonal", schlecht bezahlte und befristete für das Fussvolk. Profitiert haben vom Euro auch nur die Besitzstandswahrer wie Großgrund-,Kapital-, Anteils-, und andere an wichtigen Schaltstellenbesitzer, klar, daß sie dafür werben, weiter "Butter bei die Fische" zu geben.

Es wird behauptet, der Steuerzahler habe bisher noch keinen Euro abdrücken müssen, im Gegenteil, er habe sogar am Euro verdient.

An den bankrotten Kommunen, an der Infrastruktur, am fehlenden Geld für breite Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, für Zukunftsinvestitionen, kann man studieren, wo die Gewinne hängengeblieben sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Emil Peisker 19.06.2011, 15:39
258. keine Angestellten?

Zitat von freierFranke59
Unter leitenden Angestellten versteht man etwas anderes. Segmentleiter, Abteilungsdirektoren oder wie das jeweilige Unternehmen es nennt. Vorstände sind aus meiner Sicht gar keine Angestellten, sie haben auch keine angestelltentypischen Arbeitsvereträge.
Es sind leitende Angestellte. Und wenn solche dann eine Kündigung bekommen, ohne goldenen Handschlag, sieht man solche "Angestellte" vor Gericht schon wie Angestellte, denn die Kündigung kam vom "Arbeitgeber", oder dem Vertreter des Arbeitgebers, dem Aufsichtsrat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci 26.06.2011, 10:22
259. oooo

Zitat von sysop
Zaudern, zögern, hadern - die Bundesregierung hat sich in der Euro-Krise nicht gerade enthusiastisch für den Zusammenhalt der Währungsunion eingesetzt. Deutsche Top-Manager nehmen das nun selbst in die Hand: In großformatigen Anzeigen wollen sie für mehr Solidarität in Europa werben.
und hier haben wir vielleicht die motivation für das engagement des "who is who" der deutschen wirtschaft:

Firmenvertreter klagen: Immer häufiger zahlen Griechenlands Finanzämter deutschen Unternehmen Steuern nicht zurück. Das sorgt für Verstimmung.

http://www.welt.de/wirtschaft/articl...tattungen.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 26 von 26