Forum: Wirtschaft
Appell von US-Milliardären an die Politik: "Besteuert uns stärker!"
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Für den Kampf gegen den Klimawandel oder zur Stärkung der Wirtschaft: In den USA haben ausgerechnet Milliardäre höhere Steuern für Superreiche gefordert. Welche Motive hat ihr Vorstoß?

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Kasob 24.06.2019, 21:47
1. Es geht ums verdienen

Geld verdienen kann man nur in stabilen Verhältnisssen. Und da kommt ne Revolution immer ungelesen. Vielleicht verhindert man mit solchen Aktionen auch soziale Bewerber. Seht mal wir zählen mehr, ihr brauch den nicht zu wählen.

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Lesenkönner 24.06.2019, 21:47
2. Unverständlich

Der Artikel ist unverständlich! Es heißt, es werde eine Erhöhung der Steuern für diejenigen gefordert, die mehr als 50 Mio an Abgaben zahlen. Herrn Soros würde es dann - wie viele andere - gerade nicht treffen. Denn ich glaube nicht, dass Soros‘ Sekretärin, die ja mehr zahlt als er selbst, 50 Mio Abgaben zahlt.

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petitchoux 24.06.2019, 22:01
3. Klassenverrat...

...heisst das bei traditionellen Marxisten und darf eigentlich nicht passieren, weil das Sein das Bewusstsein bestimmt. Wie schön, dass es doch passiert und es reiche Menschen gibt, die nicht vor Selbstgerechtigkeit platzen und Ungerechtigkeit auch Ungerechtigkeit nennen. Und bereit sind, für diese Einsicht persönliche Vermögenseinbußen hinzunehmen.

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quark2@mailinator.com 24.06.2019, 22:16
4.

Völlig lugisch. Welches Interesse sollten Menschen haben, die ihr Geld eh nicht mehr ausgeben können, in einer Umgebung zu wohnen, wo alle anderen arm sind ? Sie müßten sich zum eigenen Schutz verkriechen, könnten nirgends sicher sein und hätten ewige moralische Komplexe am Hals. Selbstverständlich ist es im Interesse der besitzenden Klasse, daß die Lage stabil bleibt, d.h. das maximal 30% der Leute sauarm sind. Denn zu meiner immerwährenden Verwunderung ist es ja völlig OK, wenn demokratisch legitimiert, 70% der Leute so wählen, daß die unteren 30% gerade so eben nicht auf der Straße verhungern. Völlig unsinniges Prinzip, aber das ist es, was wir machen. Und wir hören bei 30% nicht auf. Es wundert mich immer wieder, daß die Marktwirtschaft es eben nicht schafft, sozial zu bleiben, sondern immer weiter umverteilt auf immer weniger % der Leute. Wäre das ein Auto, hätte man es schon längst umdesigned.

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quark2@mailinator.com 24.06.2019, 22:21
5.

Zitat von petitchoux
Klassenverrat...heisst das bei traditionellen Marxisten und darf eigentlich nicht passieren, weil das Sein das Bewusstsein bestimmt. Wie schön, dass es doch passiert und es reiche Menschen gibt, die nicht vor Selbstgerechtigkeit platzen und Ungerechtigkeit auch Ungerechtigkeit nennen. Und bereit sind, für diese Einsicht persönliche Vermögenseinbußen hinzunehmen.
Da haben Sie aber Ihre Klassiker nicht richtig verstanden :-) ... Man spricht von den sog. Utopischen Sozialisten, von englischen Tuchfabrikanten des 18. oder 19. Jhd., welche versuchten, einen Teil des Ertrags zur Verbesserung der Lebensverhältnisse ihrer Arbeiter auszugeben. Diese Fabrikanten sind am Ende der Konkurenz wirtschaftlich zum Opfer gefallen. Diese Geschichte diente der Untermauerung der Behauptung, daß die Marktwirtschaft nicht durch guten Willen von innen heraus zu heilen wäre, sondern daß man das Wirtschaftssystem ändern müsse, um soziale Gerechtigkeit zu bekommen. Naja, wie das dann in der Bundesrepublik und der DDR lief, konnten wir uns ja ansehen. Allerdings sieht man auch, wie es jetzt läuft, wo das Konkurenzsystem nicht mehr da ist. Es bleibt spannend.

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go-west 24.06.2019, 23:45
6. Es gibt da einen Milliardär,

er ist mittlerweile sogar trotz Scheidung der reichste Mann der Welt, und ich kaufe sogar regelmäßig bei ihm. Und dieser Mann hält sich auffallend zurück mit Spenden oder Aufrufen zur Reichensteuer. Seine zukünftige Ex-Gattin will fast alles spenden, er aber will wohl alles für sich behalten. Dabei kann er es gar nicht alles selbst ausgeben. Ich kann sagen, daß es mich befremdet und als Kunde seines Unternehmens stört.

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spon-facebook-10000523851 25.06.2019, 00:05
7. Aha, die Guten.

Wenn's dann zum Aufstand kommt, dann kann man sich als Retter der Armen und des Klimas darstellen.

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ulrich.schlagwein 25.06.2019, 00:07
8. Besteuerung

ist so ein schoenes Wort; Steuern zu bezahlen waere doch mal was, z. B. durch das Abschaffen von Steuer - Schlupfloechern... Uebrigens, siehe Frankreich: die vesprochenen Spenden fuer den Wiederaufbau von Notre Dame troepfeln bestenfalls in die Kasse und geraten in Vergessenheit. Es waere doch ein Anfang, zunaechst die bestehenden Steuerschulden zu bezahlen, anstatt goennerhafte Vorschlaege zu aeussern. Vielleicht kann die SPON Wirtschaftsredaktion herausfinden, wie hoch den so die aktuellen Steuerverbindlichkeiten sind?

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Mancomb 25.06.2019, 00:23
9.

Zitat von Kasob
Geld verdienen kann man nur in stabilen Verhältnisssen. Und da kommt ne Revolution immer ungelesen. Vielleicht verhindert man mit solchen Aktionen auch soziale Bewerber. Seht mal wir zählen mehr, ihr brauch den nicht zu wählen.
Es gibt einen Unterschied zwischen Geld "verdienen" und Geld "bekommen". Habe ich leider auch erst sehr spät kapiert.

Eine Krankenschwester beispielsweise verdient eigentlich viel mehr, als sie eigentlich bekommt. Ein zockender Banker bekommt deutlich mehr, als er verdient.

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