Forum: Wirtschaft
Appell zu Reformen: Dijsselbloem lockt Griechen mit schnellem Geld
AFP

Fangt schnell mit den Reformen an, dann bekommt ihr noch im März das erste Geld: Mit diesem Appell wendet sich Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem an die Regierung in Athen. Die wiederum setzt vor allem auf die EZB.

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ClausWunderlich 02.03.2015, 12:59
1.

Griechenland braucht eine Agenda2010! Die Löhne müssen stark sinken und Unternehmen entlastet werden. Dann noch Leiharbeit in großem Maßstab einführen und nur noch Zeitverträge abschließen. DAS hat bei uns doch auch so geklappt!

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Teigkonaut 02.03.2015, 13:01
2. Mission Impossible

wie soll denn Griechenland wieder auf Wachstumskurs kommen so lange sie im EURO feststecken? So lange die EUROKRATEN nicht umdenken wird es wohl eine Endlos-Schleife der griechischen Tragödie geben.

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salkin 02.03.2015, 13:07
3.

Hatte nicht Herr Schäuble im Bundestag für die Verlängerung damit geworben, dass Gelder erst Ende April ausgezahlt werden sofern Griechenland bis dahin sein Reformpaket vorgelegt hat und dieses geprüft wurde. Wurde hier eventuell der Bundestag von Herrn Schäuble getäuscht oder war er nur falsch informiert?

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colonia2307 02.03.2015, 13:09
4. 100 % gegen jegliche Hilfe

Das Leid bzw. die Lebensumstände eines einzelnen Arbeitslosen oder Bedürftigen unterscheidet sich nur unwesentlich von dem eines in Griechenland, Deutschland, Holland....
Wenn ich diesen Kaper Tsirpas höre, wie er von humanitärer Katastrophe spricht, werde ich wütend. Die gab und gibt es in Afrika, Stichwort Ebola.
Mir ist es egal ob in Griechenland 50 % Arbeitslosenquote besteht oder nicht. Innerhalb der EU gibt es ärmere Menschen als die in Griechenland.

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Listkaefer 02.03.2015, 13:22
5. Wieso wird hier ...

... die griechische Misere ausschliesslich am Euro festgemacht? Auch nach Rückkehr zur Drachme bleibt die griechische Wirtschaft auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig. Das Agrarland GR muss sogar Lebensmittel einführen. Auch mit der Drachme ist das so. Der Königsweg sind mit und ohne Euro oder Drachme nur die seit Jahrzehnten überfälligen Reformen. Tsipras hat schon bald die ersten 100 Tage herum. Noch hat seine Regierung nichts in Angriff genommen ausser grossspuriger Versprechen zum Geldverteilen und Stapfen von einem Fettnapf in den anderen. Täglich wird mit EU-feindlichem Wortgetöse Vertrauen zerstört. Strukturreformen dauern, man muss sie aber mal anfangen.

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carahyba 02.03.2015, 13:29
6. genau ...

Zitat von ClausWunderlich
Griechenland braucht eine Agenda2010! Die Löhne müssen stark sinken und Unternehmen entlastet werden. Dann noch Leiharbeit in großem Maßstab einführen und nur noch Zeitverträge abschließen. DAS hat bei uns doch auch so geklappt!
Darauf läuft der Vorschlag Dijsselbloems Vorschalg hinaus.

Ansonsten Propaganda, da sich an den Abmachungen nichts ändert, wie vorgesehen werden die Restgelder ertst nach "Prüfung" durch die Euro-Gruppe freigegeben, wenn überhaupt.

Man will die Griechen zwingen Austertätspolitik Schäubelscher Prägung weiterhin umzusetzen. Das wollen die aber nicht. Entweder die Euro-Gruppe ändert ihre Politik oder es kommt zum Bruch mit unabsehbaren Folgen. Deshalb dieser Vorstoss von Dijsselbloem.

Was fliessen wird, sind die Rückzahlungen der EZB. Mit diesen Geldern und einem Nothaushalt wird Griechenland wahrscheinlich ins Moratorium gehen. Das ist schon abzusebar. Deshalb auch dieses verzweifelte Angebot Dijsselbloems. Die Griechen werden sich nicht auf die Strangulationspolitik der Euro-Gruppe einlassen, das haben sie klar und für jeden deutlich gesagt.

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gradtke 02.03.2015, 13:32
7. System 40:40:20

FOCUS-online titelt heute: „Marode Zahlungsmoral in Griechenland / 74 Milliarden Steuerschulden! Hier liegt das Geld, das Tsipras so dringend braucht“ und weist auf das griechische Steuerbetrugssystem ‚Alisverisi‘ mit der ‚Formel 40/40/20‘ hin, das der wegen Steuerbetrugs zu 600 (!) Jahren Haft verurteilte Unternehmer Nikos Kasimatis wie folgt erläutert: Bei einer Steuerschuld von 100.000 Euro „bekamen die Steuerbeamten 40.000 Euro und der Fiskus 20.000 Euro. Die Firma hatte 40.000 Euro an Steuern gespart.“ – Soviel zum griechischen Steuersparmodell, das der europäische Steuerzahler, auch der ganz kleine, dank der irren Europa-Visionen seiner Politiker via Hilfspakete finanziert, auf daß in GR alles bleibe, wie es ist. Zweck der von Tsipras/Varoufakis favorisierten Schuldenschnitte: Rest-Euroland verzichtet auf Forderungen aus 74-Mrd-Hilfspaketen, GR wird im selben Umfang schuldenfrei und nach nationalem Ermessen einen Teil der Steuerschulden eintreiben, die in neue Sozialprogramme/Wohltaten ‚investiert‘ werden können. - Wenn Dijsselbloem jetzt schon das bloße 'Anfangen' von 'Reformen' honorieren will, ist er immer noch nicht auf der Höhe der griechischen (Orts-) Zeit.

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carahyba 02.03.2015, 13:32
8. genau ...

Darauf läuft der Vorschlag Dijsselbloems Vorschalg hinaus.

Ansonsten Propaganda, da sich an den Abmachungen nichts ändert, wie vorgesehen werden die Restgelder ertst nach "Prüfung" durch die Euro-Gruppe freigegeben, wenn überhaupt.

Man will die Griechen zwingen Austertätspolitik Schäubelscher Prägung weiterhin umzusetzen. Das wollen die aber nicht. Entweder die Euro-Gruppe ändert ihre Politik oder es kommt zum Bruch mit unabsehbaren Folgen. Deshalb dieser Vorstoss von Dijsselbloem.

Was fliessen wird, sind die Rückzahlungen der EZB. Mit diesen Geldern und einem Nothaushalt wird Griechenland wahrscheinlich ins Moratorium gehen. Das ist schon abzusebar. Deshalb auch dieses verzweifelte Angebot Dijsselbloems. Die Griechen werden sich nicht auf die Strangulationspolitik der Euro-Gruppe einlassen, das haben sie klar und für jeden deutlich gesagt.

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ClausWunderlich 02.03.2015, 13:33
9.

Zitat von Listkaefer
... die griechische Misere ausschliesslich am Euro festgemacht? Auch nach Rückkehr zur Drachme bleibt die griechische Wirtschaft auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig. Das Agrarland GR muss sogar Lebensmittel einführen. Auch mit der Drachme ist das so. Der Königsweg sind mit und ohne Euro oder Drachme nur die seit Jahrzehnten überfälligen Reformen. Tsipras hat schon bald die ersten 100 Tage herum. Noch hat seine Regierung nichts in Angriff genommen ausser grossspuriger Versprechen zum Geldverteilen und Stapfen von einem Fettnapf in den anderen. Täglich wird mit EU-feindlichem Wortgetöse Vertrauen zerstört. Strukturreformen dauern, man muss sie aber mal anfangen.
Seh ich auch so!

Und WO wäre Griechenland heute ohne den Euro. Erstens hätte Griechenland nie so hohe Schulden machen können und zweitens wäre der Lebensstandart in Griechenland viel tiefer. Hier würdeichmir mal einen Artikel zu wünschen wo das Vergleichen wird. Es wird ja immer so getan als wenn es den Griechen ohne den Euro besser oder gleich gut gehen würde. DAS glaube ich aber nicht außer das Griechenland heute weniger Euro Schulden hätte.

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