Forum: Wirtschaft
Apple-Produzent Foxconn: Eine Millionen Roboter für die iPhones der Zukunft

Blechgestelle statt Arbeitern aus Fleisch und Blut: Der Technikhersteller Foxconn will einen Teil seiner Belegschaft durch Roboter ersetzen. Auslöser für die teure Aufrüstung dürften Lohnerhöhungen sein, die der Konzern nach eine Selbstmordserie unter den Mitarbeitern einführte.

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frnzwltr 31.07.2011, 15:42
40. Wenn Löhne in China zu hoch sind...

...kann doch irgendwas nicht in Ordnung sein. Und das bei einem Produkt, das für über 400 Euro verkauft wird und offenbar 50% Marge für den Hersteller Apple abliefert!

Aber die gesamte Foxconn-Diskussion hat dem Image von Apple zumindest in Deutschland nicht geschadet:

http://www.brandigg.de/brand/Apple

Da kann man nur sagen: Jeder Verbraucher bekommt den Hersteller, den er verdient.

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inci 31.07.2011, 15:46
41. oooo

Zitat von semper fi
Sie belieben wohl zu scherzen. Machen Sie doch einfach 'mal die diversen Deckel Ihrem Laptop auf, und sehen Sie sich an, was darin verbaut ist. Wenn das alles in Europa und/oder USA hergestellt würde, dann würden sich die heutigen Preise mehr als verdoppeln.
ich halte dagegen und behaupte, daß es auch heute noch möglich sein kann, solche geräte in deutschland herzustellen.

geiz ist geil bezieht sich im grunde ja nicht auf die konsumenten, sondern ist eher eine geschicket verschleierungstaktik der hersteller, weil sie sich nicht 100% profit zufriedengeben wollen, sondern mindestens 300% erwirtschaften müssen. das geht nur, wenn man da produzieren lässt, wo es äußerst geringe löhne gibt.

es gab zeiten in deutschland, da wurden technische geräte und andere produkte hier produziert. und die geräte wurden auch verkauft, nicht nur hier, sondern auch in anderen ländern.

heimische produktion ist erst seit der zeit zu teuer, wo nicht mehr praktiker sondern controller das sagen haben. es soll mittlerweile in manchen unternehmen schon depressive verstimmungen geben, weil man gar nicht mehr genug restpersonal (ein wenig technik und service) hat, das man zur steigerung der gewinne entlassen könnte.

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hördochauf 31.07.2011, 15:48
42. was aber

garnicht zusammen passt ist das Investitionsvolumen und die Lohnkosten. Es ist doch total unwirtschaftlich jemanden , der 300€ verdient durch eine teure Maschine zu ersetzen...

oder hat da jemand gedacht: Bloß keine Anleihen kaufen - die Kohle muss raus?

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Sir_Batman 31.07.2011, 15:48
43. ...

Zitat von toledo
Interessant zu sehen, dass ein chinesischer Arbeiter also 2-3 Monatslöhne für eine Appelprodukt namens iPhone oder iPad hinlegen muss. Naja, irgendwoher müssen Apples Milliardengewinne ja kommen..
wie viele muss den ein VW-Angestellter für einen Golf hinlegen? Oder einen Passat?

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Zyklotron 31.07.2011, 15:49
44. Prophetie

Wie ich vor Jahren vorhergesagt habe, werden selbst die Arbeiter in China inzwischen zu teuer. Als nächstes folgt ein Bürgerkrieg. Wir werden wieder selbst produzieren müssen oder nach Afrika ausweichen müssen.

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Stefan_25 31.07.2011, 15:54
45. Nein, die Preise würden sich nicht verdoppeln!

Zitat von semper fi
Sie belieben wohl zu scherzen. Machen Sie doch einfach 'mal die diversen Deckel Ihrem Laptop auf, und sehen Sie sich an, was darin verbaut ist. Wenn das alles in Europa und/oder USA hergestellt würde, dann würden sich die heutigen Preise mehr als verdoppeln.
Nein das wäre definitiv nicht der Fall. Die Preise würden um nicht mehr als ca. 15-20% steigen. Die Lohnkosten bei elektronischen Massenartikel betragen <5%. Das heißt selbst wenn sich die Lohnkosten verdreifachen steigern sich die Produktkosten nicht entsprechend. Dazu arbeitet man in China mit mind. 2-4 mal so viel Mitarbeitern um die gleichen Aufgaben zu erledigen wie in Deutschland.
Ich kann das recht gut beurteilen da ich in der Elektronikindustrie arbeite (Zulieferer u.a. der genannten Unternehmen) und selbst schon mehr als 4 Jahre in China gearbeitet habe.

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citizen_kane 31.07.2011, 15:59
46. torsten79

Zitat von torsten79
Das mag man gut oder schlecht finden, aber DAS ist Globaliserung. Nur der Bessere gewinnt, alle anderen gucken in die Röhre...
Blödsinn. Das ist internationale Arbeitsteilung. Die Löhne werden auf lange Sicht in allen Ländern steigen. In China geht das jetzt schon los.

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molesman 31.07.2011, 16:05
47. Und wer kauft den Mist dann noch...

....wenn wir alle arbeitslos sind.
Oder erklärt man uns zur Besänftigung weiterhin, dass wir alle sozusagen die Hausmmeister dieser Roboter werden, man könnte auch sagen die Aufseher?

Es ist nur logisch dass dieses faszinierende Feld immer weiterentwickelt wird. Aber wehe wenn ich auf das Ende sehe. Wir kommen nicht dran vorbei aber es wird uns nicht zum guten gereichen.

Leider spielen bei uns Moral und Ethik, Nächstenliebe und Miteinander keine Rolle,. Wir sind alle aus demselben Teich tun aber als wären wir Konkurrenten und Feinde. Daran wid sich wohl nichts ändern.

Das Reich/Arm wird sich weiter verlagern. Am Ende bleiben ein paar wenige übrig die sich, wenn dann allüberall Roboter das Werk verrichten fragen wofür eigentlich noch die Normalsterblichen gut sein sollen. Diese stellen dann nur noch eine Bedrohung dar. Neid und Ungerechtigkeitsbewußtsein bedrohen dann die Superreichen.

Was für Roboter ann wohl zum Einsatz kommen um das "Problem zu lösen".

Scifi. Ja. Aber das war das Heute gestern auch noch.

Schwarzseherei? Ja. Aber auch der dramatische Appell an alle dem entgegen zu wirken. Denn keiner kann sich rausreden, jeder hat es in der Hand sein Schärflein zu geben. Und so dusselig das klingt, das beginnt schon mit einem Lächeln in der U-Bahn und dem die Tür aufhalten im Supermarkt.

Nur wenn wir wieder menschlich werden, werden unsere Alramglocken läuten wenn es zu unmenschlich wird. Und unser Wunsch nach Menschlichkeit wird dann hoffentlich groß und stark genug sein die Welt wirklich mal nach vorne zu bringen.

Wer unter Fortschritt nur technsichen Fortschritt versteht, hat bisher leider noch gar nichts kapiert. Aber Umdenken ist immer erlaubt. Und lebensnotwendig.

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semper fi 31.07.2011, 16:12
48. -

Zitat von Stefan_25
Nein das wäre definitiv nicht der Fall. Die Preise würden um nicht mehr als ca. 15-20% steigen. Die Lohnkosten bei elektronischen Massenartikel betragen <5%. Das heißt selbst wenn sich die Lohnkosten verdreifachen steigern sich die Produktkosten nicht entsprechend. Dazu arbeitet man in China mit mind. 2-4 mal so viel Mitarbeitern um die gleichen Aufgaben zu erledigen wie in Deutschland. Ich kann das recht gut beurteilen da ich in der Elektronikindustrie arbeite (Zulieferer u.a. der genannten Unternehmen) und selbst schon mehr als 4 Jahre in China gearbeitet habe.
Ja, auch ich habe knapp 10 Jahre in China gelebt und gearbeitet und weiss deshalb, wie gerne meine chinesischen Freunde uns tiefe Einblicke in ihre Strukturen gewährt haben ...
Und jetzt ernsthaft: Ein Arbeiter bei Foxconn in Shenzhen kommt mit Ach und Krach auf 15,000 EUR Lohnkosten im Jahr. In Deutschland wäre es etwa das drei- bis vierfache.
Wenn jetzt deutsche Arbeiter drei bis vier Mal produktiver sind, dann besteht doch überhaupt kein Grund, das Zeugs in China herzustellen.

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torsten79 31.07.2011, 16:13
49. Deshalb...

Zitat von mucki526
Wir Europäer sind im Bereich der Elektronik seit 40 Jahren abgehängt. Was hier verkauft wird, wird aus Einzelteilen zusammengebaut, die aus China, Japan, Taiwan, vielleicht noch USA kommen. Europäische Hersteller wie Philips bilden da keine Ausnahme. In den 1950/60iger Jahren war das anders. Nordmende, Grundig, AEG, Telefunken, Blaupunkt (Bosch), Dual, die Liste der untergegangenen Hersteller wird immer länger. Wenn heute ein 32iger Flachbildschirm komplett in Europa gefertigt werden müsste, bräuchte man erst mal 10 Jahre, um überhaupt die Produktionsstätten für die Einzelteile zu schaffen und dann wäre ein solches Gerät um ein vielfaches teurer, weil hier kein Arbeiter für 240 € im Monat nach Lohnerhöhung arbeitet und in einer Lehmhütte wohnen möchte. Im Moment wird die deutsche Industrie noch vom Maschinenbau und vom PKW-Absatz getragen und wir müssen den Anschluss halten in Öko-Energie-Erzeugung und Elektroautos, sonst wirds schwierig, weil die Qualität der Produkte aus Fernost von Jahr zu Jahr steigt. Ich sehe es im Bereich Telekope, vor 6 Jahren kamen schlechte Optiken aus China. Schlechte Qualität, hohe Qualitätsstreuung. Heute liefern die apochromatische Präzisionsoptiken, die sich hinter Zeiss in der Qualität nicht verstecken müssen zu einem Bruchteil des Preises und drücken sogar russische Anbieter aus dem Markt.
...haben wir auch nur eine Chance, wenn wir Produkte NEU entwickeln, die andere (noch) nicht kopieren können. Alles was kopiert werden kann wird auch kopiert werden und zwar günstiger und in viel größerer zahl als wir es jemals könnten. Wir sind daher auf Gedeih und Verderb auf unsere Innovationsfreudigkeit und eine starke Markenkompetenz angewiesen.

Denn: China kann zwar ALLES kopieren, nur nicht das Image. DEUTSCHE Produkte haben in China ein ganz besonderes Standing. Nicht, weil ihre Qualität besser wäre, nein, weil sie "Made in Germany" sind. Es ist in China ein Statussymbol sich mit deutschen Produkten "zu schmücken" und KEINE chinesischen Produkte zu kaufen. Chinesen hassen nichts mehr als chinesische Produkte. Sie lieben Luxury aus Europa und den Staaten. Der Witz ist nur, dass sie selbst die "Rohmaterialien" dafür bauen und herstellen, wir letztlich nur noch unser Etikett draufkleben - aber egal, es funktioniert wunderbar :-)

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