Forum: Wirtschaft
Arbeiten im Schlachthof: Fleischkonzerne sollen für Subunternehmer haften
DPA

Die Arbeitsbedingungen in vielen deutschen Schlachthöfen grenzen an Ausbeutung. Überraschend hat die große Koalition nun ein Gesetz verabschiedet, das die Missstände eindämmen soll.

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uban1 02.06.2017, 09:53
30.

Brutale Gewinnmaximierung zu Lasten der Tiere und der Menschen, es osllte massiv öfentlich angeprangert werden.
Das Gesetz ist leider nur ein kleiner Anfang, jeder Auftraggeber sollte stärker Mt-Verantworttung übernhmen müssen, es reicht nicht aus einen Sub-Unternehmer dazwischen zu schalten um sich die Hände in Unschuld zu waschen.

Die Wirtschaft muss letztlich den Menschen und der Gesellschaft dienen, nicht dem Besitzer.
Wer anderer Meinung ist der sollte lieber gleich die Sklaverei einfphren und Demokratie abschaffen denn Freiheit ist mehr als nur zwischen Hartz-4 oder Mindestlohnausbeutung-Arbeitsstellen zu haben.

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OWL-Dirk 02.06.2017, 10:03
31.

Zitat von mr-mucki
Die Dienstleistung wird in Deutschland erbracht. Die Abrechnung erfolgt der Arbeitnehmer erfolgt im EU-Ausland. Woher und wie soll der Deutschestaat kontrollieren, ob die Arbeitnehmer korrekt verguetet worden sind? Wie soll er die Arbeitszeitenabrechnung kontrollieren? Der Fall ist doch so: Zerlegefirma X (Deutsch) kauft bei ......
Eine konsequente und zielführende Regelung wäre z.B. folgende:
Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer, die längere Zeit (z.B. mehr als vier Wochen) bei einem Unternehmen eingesetzt werden und dort Arbeiten verrichten, die im weitesten Sinne zu typischen Tätigkeiten dieses Unternehmens gehören oder ähnlich auch von regulären Mitarbeitern verrichtet werden, von diesem Unternehmen direkt eingestellt und entlohnt werden, mit allen dann zutreffenden tariflichen und arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Diese Regelung sollte sowohl für Werkverträge mit Subunternehmen, wie auch für Arbeitnehmerüberlassungen gelten. Bisherige Subunternehmer oder Leiharbeitsfirmen könnten in solchen Fällen maximal noch als Personalvermittler tätig werden und dafür ggf. eine einmalige Vermittlungsprovision berechnen. Eventuelle zusätzliche Geld(rück)flüsse vom Arbeitnehmer zum einstellenden Unternehmen, auch indirekter Art wie überteuerte Wohnungsmieten oder Werkzeugverkäufe u.Ä. gehören grundsätzlich bei hohen Strafen verboten und müssen streng kontrolliert werden.
Dann würde sich das asoziale Geschäftsmodell vieler Subunternehmen und "Personaldienstleister", die tatsächlich nichts anderes als Beihilfe zur Umgehung von Tarifbestimmungen und Arbeitsrecht leisten, hoffentlich schnell erledigen.

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Leser161 02.06.2017, 10:07
32. Finde das gut

Somit kann man den Gewinn nicht schlechter von der Verantwortung trennen für die Umstände die diese Gewinne erst möglich machen. Da das für die ganze Branche gilt, kann auch keiner mehr über Wettbewerbsnachteile klagen.

Das Ganze sollte auch vorteilhaft für den Verbraucher sein, denn superbilliges Fleisch ist oft von niederer Qualität. Und ich esse lieber ein halbes Pfund Fleisch das den Namen auch verdient statt ein Pfund Fleisch das nur geniessbar ist, wenn ich es in Ketchup ertränke. Dann könnt ich nämlich auch Tofu essen.

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outsider-realist 02.06.2017, 10:18
33. Arbeitsbedingungen

Es ist irgendwie obskur und paradox, das man sich über die Arbeitsbedingungen einer Branche Sorgen macht, in der des Profites wegen getötet wird und dafür Tiere ihr kurzes Leben lang in unwürdigen Bedingungen verbringen müssen. Falscher Ansatz!

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Braveheart Jr. 02.06.2017, 10:20
34. Vor zehn Jahren ...

... konnte ich die abgepackte grobe Bratwurst von Aldi aus dem Darm schneiden, auf's Brot schmieren und mit Genuß verspeisen; Hoher Fleischanteil, gut gewürzt. Was heute in den SB -Kühltruhen liegt, hat einen deutlich geringeren Fleischanteil (Fett ist weiß, Fleisch ist rot - je heller die Wurst, desto mehr Fett ist drin) und ich traue mich nicht, das Experiment zu wiederholen. So sehr ich den Fleischfließbandarbeitern ihren Lohn gönne, befürchte ich doch, daß jetzt noch mehr an der Qualitätsschraube gedreht wird.

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Stadtguerilla 02.06.2017, 10:24
35. ...

Zitat von herr_jaspers
jetzt fehlt lediglich die Ausweitung auf ALLE Branchen, ein exclusives Gesetz für die Fleischverarbeitung ist lediglich ein Mäntelchen. Fragen Sie mal die Sprinterfahrer mit den Logos der diversen Zusteller, angefangen bei DHL und Co., `tschuldigung, natürlich deren Sub-Sub-Sub-Arbeitgeber. Die möglichen .....
Das stimmt, es müssten alle Branchen sein.
Ich kenne das Problem persönlich(als Ex-Werksvertragler), neben den niedrigeren Tarifen zerreibt man die Arbeitnehmer zwischen der Mutter und den Scheinfirmen, da wird bei Ruhe und Arbeitszeitmurks auf der einen seite gesagt - muss deine Firma(Sub) machen - und auf der anderen - der Auftraggeber(Mutter) verlangt das so, so das garnichts passiert. Das selbe gilt für notwendige Schulungen und Ausrüstung(nicht unserere Tarifpflicht, nicht unsere Aufgabe).

Allerdings sind meine erfahrungen aus einem Uniklinikum(...) sodas ich davon ausgehen das der Staat ohnehin selbst der größte Nutznießer aus der Ausbeutung ist.
Fleischereien sind nun hlat so eine kleine verschmerzbare Nebelkerze, den an die Kliniken, Post, Bahn uvm. WILL man ganrnicht dran gehen...

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Shoxus 02.06.2017, 10:26
36. Gar kein Fleisch

Zitat von Tom97
wird mir echt schlecht. Jeder, der in so einer Branche arbeitet, sollte gar nichts verdienen. Die Tiere dort werden täglich gequält, in einem 2qm Käfig gehalten (Für ihr ganzes Leben). Nebenbei wird noch die Umwelt zerstört .......
In den sogenannten Bio-Höfen siehts auch nicht besser aus. Gab ja erst die letzten Wochen einen Skandal um einen Bio-Hof der die Tiere miserabelst behandelt hat. Der Hof hat mittlerweile dicht gemacht. Das traurige daran ist, das es eben keine Einzelfälle sind sondern dem gängigen Standard entsprechen. So wie der Mensch, hat auch das Tier ein recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit.

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spiegelleser987 02.06.2017, 10:29
38.

Müsste man da nicht andere Gesetze an erster Stelle festlegen?

Die Discounter drücken die Preise bei den jeweiligen Herstellern. Danach verkaufen sie die Produkte zu "fairen" Preisen. Sagen die Hersteller zu den Verkäufern, dass sie die Produkte zum Preis von mindestens xx,yy verkaufen sollen, greift das Bundeskartellamt ein und bestraft die Hersteller und fordert die Einkaufspreise zu drücken. Dabei haben nicht die Hersteller die Preise abgesprochen. Wenn die Hersteller die Verkaufspreise nicht senken, fliegen die Produkte aus den Regalen der Supermärkte. Erst wenn die Hersteller die Preise senken oder Billigprodukte daraus machen, sind de Produkte wieder im Laden. Niedrige Preise gelten heute als sozial, vernünftige Preise werden als kapitalistich und profitgierig bezeichnet.

Werden die Einkaufspreise gedrückt, müssen die Löhne sinken. Warum wird das immer weggelassen?

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InesH 02.06.2017, 10:32
39. Wenn ich sowas lese

Zitat von Tom97
wird mir echt schlecht. Jeder, der in so einer Branche arbeitet, sollte gar nichts verdienen. Die Tiere dort werden täglich gequält, in einem 2qm Käfig gehalten (Für ihr ganzes Leben). Nebenbei wird noch die Umwelt zerstört durch die Massentierhaltung... Bitte kauft gutes Bio-Fleisch, esst Wildtiere oder am besten gar kein Fleisch, aber bitte unterstützt diese Branche nicht!
Also das ist sehr dünnes Eis.
WER da arbeitet, sollte GAR NICHTS verdienen.
Keine Ahnung, ob Sie schon mal daran gedacht haben, dass die hauptsächlich osteuropäischen Arbeiter gar keine andere Wahl haben?
Ach ja, stimmt, die könnten für Sie unter den selben Bedingungen, zum selben Lohn selbstverständlich Ihr Biogemüse in China oder Südamerika anbauen, pflegen und ernten. Nä, da wird ja noch weniger gezahlt, doch es ist wenigstens BIO.
Wachen Sie auf!
Welchen Stundenlohn bekommt Ihr Bio-Spargelstecher?

Weniger Fleisch, völlig richtig. und wenn schon, dann bitte nachsehen, woher es kommt und vielleicht auch, wie die Tiere (sogar Bio hat so seine dunkelschwarzen Schafe) leben.
Selbiges gilt aber auch für Obst und Gemüse! Sogar wenn Bio draufsteht.

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