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Arbeitskampf in der Metallindustrie: Industrie drohen 24-Stunden-Streiks
DPA

Die IG Metall will erstmals Tages-Warnstreiks einsetzen. Dafür hat die Gewerkschaft zu Abstimmungen in rund 250 Betrieben aufgerufen. Arbeitgeber rechnen mit Umsatzeinbußen in dreistelliger Millionenhöhe.

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rad_thom 29.01.2018, 18:37
10. Ihr täuscht euch

ganz gewaltig.

Die Erhöhungen führen nur dazu, dass noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen. Am Ende werden alle verlieren und in Deutschland kein Span mehr fallen.

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andneu 29.01.2018, 18:43
11. @rad_thom

Zitat von rad_thom
Die Erhöhungen führen nur dazu, dass noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen. Am Ende werden alle verlieren und in Deutschland kein Span mehr fallen.
Richtig. Am sichersten sind übrigens die Arbeitsplätze, an denen die Angestellten kostenlos arbeiten. Wird jeder Ökonom bestätigen.

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Thunder79 29.01.2018, 18:52
12.

Ich bin zwar selbst in der Metallbranche tätig, sehe der hohen Lohnsteigerung aber skeptisch entegen. Uns geht es so schon perfekt, 35h -Woche, 30Tage Urlaub, sehr gute Bezahlung. Und jetzt noch 8% zu fordern ist schon maßlos, irgendwann wird unsere Branche vielleicht nicht mehr so gut laufen und dann geht die Schiene nur noch über Leiharbeit, Subfirmen und billigen Neuanstellungen während die alten (gut)-Verdiener abgebaut werden.

Alles in Maßen sage ich da nur.....

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andneu 29.01.2018, 19:01
13. @Thunder79

Zitat von Thunder79
Alles in Maßen sage ich da nur.....
Mit dem Argument werden Sie beim Vorstand und dessen Gehältern nicht punkten können.

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odenkirchener 29.01.2018, 19:07
14. Maßhalten

Was das alles für Vorteile gebracht hat, kann ich täglich sehen. [Ironie Off]

Im Gegensatz zu den Jahren zuvor, soll Deutschland doch angeblich endlich die Binnennachfrage fördern. Und da sind höhere Löhne doch ein probates Mittel. Viel Hoffnung hab ich ja nicht . . .

P.S.: Wenn meine Bude zumachen muß, lag‘s nicht an zu hohen Löhnen.

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missourians 29.01.2018, 20:00
15.

"...und Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden."

Mehr Gehalt, angepasst an die sehr gute Wirtschaftslage, ok, aber 28 Stunden Woche?!?!?!?
Sowas nenne ich Halbtagsjob und den gibt es doch schon! :-)

Unglaublich! Das erinnert mich an die unverfrohrennen Verhandlungen mit den LH Piloten, die immer mehr Gehlat wollten aber schon mit 55 in Rente gehen.

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aktiverbeobachter 29.01.2018, 20:18
16. Unglaublich

Die IG Metall überspannt deutlich den Bogen und hat jegliche Bodenhaftung verloren. In einem Tarifgefüge in dem der am schlecht verdienenste (angelernte Tätigkeit, Hauptschüler ohne Berufsausbildung) bereits 35k Euro Jahresgehalt bekommt noch solche Forderungen zu stellen, finde ich nicht mehr angemessen. Gerade diese einfachen Tätigkeiten sind im IG Metall Tarif viel zu hoch bezahlt und das ist dauerhaft ausländischen Investoren nicht mehr zu erklären. Geschweige denn : Zuschläge 25 bzw. 50 Prozent, 30 Tage Urlaub, Sonderurlaubsansprüche, Bildungsurlaubansprüche, VWL, Altersvorsorge. etc.

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mcace 30.01.2018, 02:25
17. @aktiverbeobachter

Woher nehmen Sie die Zahlen? Laut aktueller Tabelle liegt das Jahresgehalt dieser Arbeiter bei 27,6k Euro.
Ausländische Investoren könnten außerdem immer auf China zurück greifen, dort ist Arbeit nämlich sehr günstig, tun sie aber nicht grundsätzlich. Irgendwas muss die Industrie hierzulande doch zu bieten haben.

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aktiverbeobachter 30.01.2018, 07:34
18. aktuelle Tabelle?

Zitat von mcace
Woher nehmen Sie die Zahlen? Laut aktueller Tabelle liegt das Jahresgehalt dieser Arbeiter bei 27,6k Euro. Ausländische Investoren könnten außerdem immer auf China zurück greifen, dort ist Arbeit nämlich sehr günstig, tun sie aber nicht grundsätzlich. Irgendwas muss die Industrie hierzulande doch zu bieten haben.
Ich habe keine Ahnung von welcher Tabelle Sie sprechen. definitiv nicht vom IG Metall Tarif Bayern ! Ich rechne Ihnen das gerne vor : . Im IG Metall Tarif Bayern bekommt ein ungelernter Hauptschüler, der eine in 3 Wochen anlernbare Tätigkeit ausübt bereits am ersten Tag 2.680 Euro im Monat (EG2A, Vollzeit 40h, das entspricht eben einem Jahreseinkommen von 35k). Nach 6 Monaten dann tariflich garantierte 2.725 Euro (EG2B) plus eine Leistungszulage. Gehen wir bei der Leistungszulage vom tariflich vorgegebenen Schnitt von 14 Prozent aus, ergibt das ein monatliches Gehalt von 3.106 Euro. Wohlgemerkt für einen Produktionshelfer an der Produktionslinie. Darüber hinaus bekommt dieser natürlich auch Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld (sprich das Monatseinkommen von 3.106 entspricht bereits einem Jahreseinkommen von 41k), jede Überstunde mit 25 bzw. 50 Prozent bezuschlagt usw. Die IG Metall hat es einfach über die Jahre hinweg übertrieben und die Gehaltskosten (den Arbeitgeber kostet dieser Produktionshelfer monatlich 3.789 Euro) in eine Höhe getrieben, die in keinem Verhältnis zur Tätigkeit steht. Und gerade solche einfachen Tätigkeiten kann ein Konzern eben auch zu einem Bruchteil der Kosten in einem Niedriglohnland zu gleicher Qualität ausführen lassen. Können Sie alles im Internet nachlesen und nachrechnen, falls Sie das wollen und bitte nicht wieder irgendwelche Fake News mit 27k Jahreseinkommen diesbezüglich verbreiten. Besten Dank.

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