Forum: Wirtschaft
Arbeitslosigkeit in Spanien: Absturz mit Ansage
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Informatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.

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sagmalwasdazu 20.02.2012, 15:15
1. Welcome !

Herzlich Willkommen im Paradies des Niedriglohnes, die Verleihfirmen kriegen Euch schon in einen Job.
Die Jobcenter brauchen keine Mitarbeiter abbauen, denn Aufstocker benötigt die Wirtschaft ganz dringend.
Frau von Verleihen schlägt Purzelbäume.

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Progressor 20.02.2012, 15:25
2. Tja

So ist das halt, wenn man einer nicht konkurrenzfähigen Volkswirtschaft eine Gemeinschaftswährung aufdrückt.

Es war auch vorher bekannt, dass diese Probleme auftreten würden. Politische Idee versus Makroökonomie, mal sehen wer gewinnt ;-)

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Diskutant_EF 20.02.2012, 15:25
3.

Zitat von sagmalwasdazu
Herzlich Willkommen im Paradies des Niedriglohnes, die Verleihfirmen kriegen Euch schon in einen Job.
Haben Sie den Beitrag nicht gelesen? Verglichen mit dem, was die im Beitrag genannten jungen Menschen in Spanien verdienen, ist Deutschland sicher kein Niedriglohnland.

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semaphil 20.02.2012, 15:26
4. neue Völkerwanderung?

Zitat von sysop
Informatiker und Putzfrauen, Aushilfskellner und Flugzeugmechaniker: Spanier aller Schichten wollen weg, weil sie keine Aussicht auf einen Job haben. Hochqualifizierte streben nach Deutschland - von ihrer kriselnden Heimat verabschieden sie sich ohne schlechtes Gewissen.
Wäre schon erstaunlich, wenn sie hier - außer von den Arbeitgebern auf der ewigen Suche nach Billigstkräften - von irgendjemandem willkommen geheißen würden. Konkurrieren sie doch mit einer Armada bestausgebildeter Akademiker, die trotz hoher Qualifikation keinen Job finden.

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dendrocopos 20.02.2012, 15:26
5. Immer gern genommen!

Zitat von sagmalwasdazu
Herzlich Willkommen im Paradies des Niedriglohnes, die Verleihfirmen kriegen Euch schon in einen Job. Die Jobcenter brauchen keine Mitarbeiter abbauen, denn Aufstocker benötigt die Wirtschaft ganz dringend. Frau von Verleihen schlägt Purzelbäume.
Die Spanier kommen gerne und sind sehr willkommen. Und während ein studierter Informatiker in Spanien kaum mehr als 1.000€ / Monat netto bekommt, raschelt in Deutschland gerne das doppelte und mehr im Portemonnaie. Wäre schön, wenn wir Gegenzug ein paar arbeitsunwillige Hartzer exportieren könnten - aber wer will die schon haben...

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dendrocopos 20.02.2012, 15:27
6.

Zitat von semaphil
Wäre schon erstaunlich, wenn sie hier - außer von den Arbeitgebern auf der ewigen Suche nach Billigstkräften - von irgendjemandem willkommen geheißen würden. Konkurrieren sie doch mit einer Armada bestausgebildeter Akademiker, die trotz hoher Qualifikation keinen Job finden.
Ihre Akademiker sind aber sicherlich Soziologen, Pädagogen und Geschichtswissenschaftler, oder? Alle ernsthaft qualifizierten Leute werden z.Zt doch vom Arbeitsmarkt geradezu aufgefressen!

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ladywanda 20.02.2012, 15:30
7. Ham wa auch, ham wa auch....

Die lieben KollegInnen aus Spanien sollen mal aufpassen, dass sie nicht vom Regen in die Traufe kommen! Das was in dem o.g. Artikel über Spanien berichtet wird, kommt mir nämlich merkwürdig bekannt vor.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Deutschland zwar (NOCH) nicht ganz so hoch wie in Spanien - aber die Tendenz ist die gleiche. Auch bei uns wird - allen Schön-Redereien unserer Politclowns zum Trotz - auch ein Universitätsabschluss immer weniger wert - dafür gibt es jede Menge junge hochqualifizierte die sich seit Jahren durchlavieren und sich ausbeuten lassen - immer mit der vagen Hoffnung, vielleicht DOCH noch eine Festanstellung zu ergattern ( ich sage nur "Generation Praktikum") - und DANN gibts da noch die so genannte "Generation Gold" - und von DER redet eigentlich KEINER mehr: hoch qualifiziert, hoch motiviert -und aufs Abstellgleis abgeschoben weil "zu alt"....
Faktum ist: die Vollbeschäftigung ist eine Fiktion, von allen Gebrauchsartikeln ist der Mensch am leichtesten zu ersetzen und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum es kein bedingungsloses Grundeinkommen geben sollte....

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Markus Landgraf 20.02.2012, 15:31
8. Keine Zukunft in D

Zitat von sysop
Flugzeugmechaniker... streben nach Deutschland
Also Flugzeugmechaniker haben in D auch keine Zukunft, da die Fliegerei hier von Grundstücksspekulanten systematisch bekämpft wird.

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loky mcqueen 20.02.2012, 15:42
9. Tragisch und bitter

Aber Deutschland ist nicht die Lösung! Meinetwegen sollen sie kommen, in Deutschland geht das Hauen und Stechen aber ebenfalls schon um; die Arbeitsverträge werden immer schlechter und auch wenn es ein bestehendes Arbeitsrecht gibt, auch hier halten die Leute die Klappe, lassen viel über sich ergehen und machen gute Miene zu bösem Spiel.
Tatsache ist auch bei uns gibt es so gut wie nur noch Zeitverträge, oder Firmen retten sich, indem sie Arbeitnehmerüberlassungsverträge haben, statt richtiger und fairer Arbeitsverträge.
"Humankapital" scheint wohl der treffende Ausdruck zu sein. Die Wirtschaft und Branchen denken, dass sie Akademiker brauchen, denn dann bekommen sie das Beste vom Besten - fair bezahlen, entlohnen, geschweige denn Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die in einem Unternehmen arbeiten und die Kernarbeit, die eigentliche Substanz eines Unternehmens, erarbeiten und darstellen.

In Deutschland geht die Situation auch schonlängst den Weg, den Spanien wohl schon vor einigen Jahren gegangen ist.
Vielleicht sollten die Spanier lieber das Problem zu Hause angehen, ihre selbstsüchtige politische Kaste loswerden und die systemischen Probleme lösen, anstatt vor ihnen davon zu laufen!

Das Geliche erwartet Deutschland meiner Meinung übrigens ebenfalls noch! Auch wenn jeder sagt, Deutschland sei das geheiligte Land, weit gefehlt. Denn wenn es uns ebenfalls schlechter geht, und den Weg gehen wir schon, dann werden ganz andere gesellschaftliche Probleme auf uns zukommen.

Vielleicht sollten wir in unserer Zeit, in jedem Land, erstmal schauen das man den eigenen Bürgern Arbeit, faire Gehälter und Sicherheit bietet, bevor man diesem Profitfaschismus weiter Tür und Tor öffnet!
Denn das ist doch das eigentliche Problem. Der Mensch, die Gesellschaft, Nationen passen einfach nicht mehr in die Art von Statistiken, die sich Profitfaschisten und Rating-Agenturen wünschen - auch wenn sie alles daran setzen den Menschen mit Gewalt in diese neue Ideologie zu pressen und ihn auch mit Gewalt da reinpassen!

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