Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt: 15 Millionen Beschäftigte arbeiten in Teilzeit
DPA

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten in Teilzeit, in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl fast verdoppelt. Mittlerweile haben vier von zehn Arbeitnehmern keine Vollzeitstelle mehr.

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jetzttexteich 28.04.2017, 10:44
130. Den Stempel *Sozialschm.....*will niemand auf sich sitzen lassen...

.......... deshalb arbeiten so viele Menschen lieber in Teilzeit! Von allein einer Teilzeitstelle lässt sich aber auch heute noch nicht leben! Noch schlimmer wird es, wenn die kommende Rentnergeneration zum Aufstocken ihrer Renten ebenfalls um diese Stellen buhlen MUSS!

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citizen_k 28.04.2017, 10:45
131. Die Agenda 2010 schafft eine Kaste der Unberührbaren

Dieser Kaste wird die Mehrheitsbevölkerung angehören. Um monatlich 1370 Euro Rente (abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung, ggfs. abzüglich Steuern) zu erhalten, muss über fünfundvierzig Jahre ein Bruttoentgelt von rund 37000 Euro (Stand 2017) verdient werden. Jetzt haben wir nicht nur ein Heer von Teilzeitbeschäftigten, die diesen Wert niemals erreichen können, sondern auch eine Million Menschen in Leiharbeit, die um die auskömmlichen Früchte ihrer Arbeit betrogen werden. Diese Menschen müssen für etwa 20000 Euro Brutto den Job leisten, der eigentlich 37000 Euro im Jahr wert ist, und den die Verleiher auch so in Rechnung stellen. Das ergibt dann auch einen niedrigeren Rentenanspruch, nämlich rund 740 Euro statt 1370 Euro. Jetzt sehen wir auch, warum der inszenierte Schulz-Hype vorbei ist. Rot-Grün, in Sonderheit die SPD, hat es sich zur historischen Aufgabe gemacht, vermeintliche bzw. selbsternannte Eliten, materiell zu bedienen, während für andere gilt „Arbeit bringt Würde“.

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schnabelnase 28.04.2017, 10:46
132. Typisch...

Wenn die Grünen nichts unterstellen, dann ist es die Linke. Als ob niemand freiwillig in Teilzeitarbeit geht. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige, die nur nach so etwas suchen, weil sie mehr Freizeit für ihre Hobbys wollen. Von wegen prekär.

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vonschnitzler 28.04.2017, 10:48
133. noch zu wenig

gerade hoch qualifizierte, die gerne in Teilzeit arbeiten würden finden trotz grundsätzlich großer Nachfrage keinen Job. Dieses Potenzial schöpfen die über 'Fachkräftemangel' klagenden Arbeitgeber viel zu wenig aus.

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romeo_mike 28.04.2017, 10:48
134.

Zitat von Subco1979
Um diese Zahlen interpretieren zu können, sind u.a. folgende Infos sinnvoll: Wie viele von den Teilzeitkräften arbeiten freiwillig in Teilzeit? Wie viele arbeiten unfreiwillig in Teilzeit? Wie viele würden gerne in ......
Und eine weitere wichtige Frage wäre:

Wie viele Teilzeitarbeitskräfte müssen Tag für Tag MEHR ALS EINEN Teilzeitjob bewältigen, damit sie am Monatsende über die Runden kommen?

PS Wenn ich daran denke mit welcher Überheblichkeit in Deutschland oft auf die franz. 35 Stunden-Woche heruntergeschaut wird, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Club-med-Verhalten nun also auch bei bald 50% der deutschen Arbeitskräfte? Oder bittere Wahrheit in bezug auf das effektive Arbeits- und damit Stellenangebot? ;-)

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romeo_mike 28.04.2017, 10:54
135. Kaum zu glauben!

Zitat von elibobo
In Teilzeit sind Familie und Beruf besser vereinbar. Und da heute ein Einkommen nicht mehr reicht, arbeiten wesentlich mehr Elternteile in Teilzeit. Vielleicht auch mal beide. Oder um Angehörige pflegen zu können. Ich halte das alles für positiv.
Dass heute ein Einkommen nicht mehr reicht um eine Familie zu ernähren halten Sie tatsächlich für positiv?

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hotgorn 28.04.2017, 10:56
136. @der neoliberale ökonom #107

Es gibt quasi vollbeschäftigung es ist wichtig Arbeit für menschen anzubieten die eingeschränkt arbeitsfähig sind und da ist die Teilzeit ein gutes Mittel nur braucht es eben Leistungen die die geringen verdiensrmöglichkeiten und das Existenzminimum ausgleichen und erhöhen. Neuliberaler Ökonom? eher feudale Dumpfheit.

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christian-h 28.04.2017, 11:00
137. Angabe

Zitat von mmcontrol
Die Zahl der Erwerbstätigen ist gestiegen, aber wird auch zeitmäßig mehr gearbeitet?
Das kann man an der Zahl des Jahresarbeitsvolumen ablesen.
1991 waren es 60.261 mio Stunden bei 38,79mio Erwerbstätigen und 2016 waren es 59.281 mio Stunden bei 43,486mio Erwerbstätigen.

Die jährlichen Arbeitsstunden pro Erwerbstätigen sanken dabei von 1.554 Stunden auf 1.363 Stunden.
Ergo das Arbeitsvolumen ist geringer bei einer höheren Anzahl von Erwerbstätigen.

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Reiner Weint 28.04.2017, 11:02
138. Ihre Zahlen stimmen nicht

Zitat von merapi22
Rekorde werden vermeldet, die im Rückschluss zu der Einschätzung kommen: Es geht den Deutschen so gut wie noch nie. Aber vor 30 Jahren war es möglich, dass einer von der Arbeit nicht nur leben, sondern auch ein Haus abbezahlen, die Frau sich um die Kinder als Hausfrau kümmern und man somit sehr gut vom Verdienst leben konnte. Dazu sind heute 2 Niedriglohnarbeiten nötig und beide müssen arbeiten. .........
Ihre Zahlen von vor 30 Jahren "jeder kann ein Haus abbezahlen" sind einfach Unsinn. Die Wohneigentumsquote in Deutschland ist von 29% 1957, 35% 1968, 36% 1978, 38,8% 1993 auf 50,4% in 2014 kontinuierlich angestiegen. Und das bei in dieser Zeit massiv gestiegenen Immobilienpreisen. Für ein Land mit "typischem 3. Welt Niveau" reichlich viel!

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observerlbg 28.04.2017, 11:17
139. Selbstverständlich....

Zitat von marina.smirnoff
Meinen Sie wirklich, dass jemand freiwillig in Teilzeit arbeitet?
Meine Liebste arbeitet freiwillig Teilzeit, wie viele andere Frauen auch. Oft, wie in diesem Fall, wird Teilzeit mit höherem Stundenlohn vergütet als viele Vollzeitjobs im Handel, der Logistik oder Pflege. Aber natürlich gibt es auch viele Arbeitnehmer, die lieber in Vollzeit arbeiten würden. Dieser Artikel gibt schließlich keine Bewertung her. Aber grundsätzlich gilt für immer mehr Deutsche, Arbeit ist nicht alles. Man/frau kann sich auch ohne Vollzeitjob als vollständer Mensch definieren.

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