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Arbeitsmarkt: Deutsche Betriebe bilden weniger aus
DPA

In Deutschland gibt es immer mehr Beschäftigte, die Zahl der Auszubildenden geht trotzdem zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung. Ein Teil des Landes ist besonders betroffen.

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susuki 28.07.2017, 07:26
1. Überschrift

Wenn 5% reichen dann muss die Zahl auch umgesetzt werden.

Oder?

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ruku 28.07.2017, 07:27
2. wieder einmal

populistische Unternehmerschelte. Erst am Ende des Artikels kommt die Ursache der sinkenden Ausbildungsquote - es mangelt an Bewerbern bzw. an Befähigungen der Bewerber. Miserable Schulnoten und / oder fehlender Schulabschluss sind schlechte Voraussetzungen, einen Ausbildungsplan zu bekommen.
Die Betriebe tragen dafür keine Verantwortung wie dieser Artikel zunächst suggeriert.

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niresellegeips 28.07.2017, 07:42
3. Seufz...

Leider wird immer nur davon gesprochen, dass die Betriebe sich darauf einstellen müssen, auch Auszubildende mit Lernschwierigkeiten etc. einzustellen. Nach meiner Auffassung besteht ein wesentliches Problem im nicht an die jungen Leute vermittelten Durchhaltevermögen. Zumindest in unserem Fall entstand nach mittlerweile vier Versuchen innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre die Erkenntnis, dass die jungen Leute schlicht und ergreifend psychosozial nicht mehr in der Lage sind, durchzuhalten, sobald es im Ausbildungsverlauf anstrengend wird. Wir haben einen mittelständischen Einzelhandelsbetrieb und bilden seit annähernd zwanzig Jahren aus, die fehlenden "soft skills" waren aber noch nie so ausgeprägt, wie das heute der Fall ist. Und da kommt man gar nicht mehr dazu, sich den Problemen des Azubis zu widmen und gemeinsam nach Wegen und Lösungen zu suchen - weil die Herrschaften zum Arzt rennen und sich einen Krankenschein nach dem anderen holen, um den Problemen aus dem Weg zu gehen. Das halte ich in höchstem Maße für alarmierend, denn natürlich kommt so keiner der Beteiligten vorwärts. In unserem Fall ist es nun so, dass wir in diesem Jahr nur noch einen Azubi statt bisher vier eingestellt haben. Es macht einfach keinen Spaß mehr...

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berlin63 28.07.2017, 07:43
4.

Ich bin Handwerksmeister und habe einen Betrieb mit 6 Mitarbeitern in Berlin. Ich suche seit Januar einen Auszubildenden- Maler u. Lackierer- . Bisher ist nicht eine! Bewerbung eingegangen! Trotz Ausschreibung beim Arbeitsamt, Innung sowie der Handwerkskammer!!
Soviel dazu!!

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observerlbg 28.07.2017, 07:44
5. Die Hochschulen platze aus allen Nähten...

...und das bei zurückgehenden Schülerzahlen. Und da wundern sich die Forscher über weniger Ausbildungsplätze? Ich habe 17 Jahre ausgebildet. Zum einen wurden es immer weniger Bewerbungen. Darunter immer weniger geeignete Kandidaten. Und zum Anderen wurden die Ausbildungsbedingungen immer weniger Arbeitgebergerecht. In vorletzter Konsequenz unterlässt man dann die Ausbildung. Und in letzter schließt man den Betrieb. Und so ist es gekommen. Eine Allianz aus Internethandel und "Smartkäufern" und der Ausrichtung zur Wegwirfgesellschaft führen dazu, dass ganze Berufsgruppen mit dreijähriger Ausbildung verschwunden oder zumindest deutlich geschrumpft sind. Nicht die Aufrechterhaltung des Status Quo ist hier nun gefragt, sondern die Neuorientierung an die realen Bedingungen. Also an alle Verantwortlichen: UMDENKEN.

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AxelSchudak 28.07.2017, 07:55
6. Gründe

Ich vermisse die Suche nach dem Grund für den Rückgang. Sind weniger Bewerber da, oder möglicherweise zu wenig Bewerber, die von den Betrieben als ausbildungsbefähigt gelten?
"Hausgemacht" ist ein billiger Vorwurf, wenn man die Ursachen nicht untersucht.

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Loulani 28.07.2017, 08:03
7.

Es wäre ja schön gewesen, wenn hier aufgeführt wäre, in welchen Bereichen die Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten und in welchen Bereichen betriebliche Anforderungen und Schulabsolventen nicht mehr zusammen passen. Dann könnte man nämlich auch sehen, ob es vorrangig um solche Branchen geht, die 1. schlechte Ausbildungsvergütungen und 2. danach auch schlechte Löhne zahlen = Pflege, Gastronomie, Friseur etc. Das stand nämlich in einem anderen Artikel, der vor mehreren Monaten erschien. Das Problem ist also mal wieder hausgemacht. Mal davon abgesehen, dass die Betriebe ja oft mindestens den erweiterten Realschulabschluss, wenn nicht gar das Abitur voraussetzen - und dann auch noch mit mindestens Durchschnitt 2.x. Alle Faktoren zusammen genommen - da kann das vor allem auf dem Land nichts werden.

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geirröd 28.07.2017, 08:12
8. Ein mir bekannter...

...Ausbildungsmeister läßt seit 30 Jahren den gleichen Einstellungstest schreiben. Die statistische Auswertung der Testergebnisse sind erschreckend! Im Vergleich zu den 80er und frühen 90er Jahren sind die Ergebnisse aus den jüngeren Jahren unterirdisch! Grundkentnisse nicht mehr vorhanden - Schüler fast nicht ausbildbar. Da muss unbedingt etwas passieren.

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spon_3627094 28.07.2017, 08:13
9. . . . aus gutem Grund!

Aus gutem Grund geht die Zahl der Auszubildenden zurück: Es gibt immer weniger junge Menschen, die überhaupt ausbildungsfähig sind. Und wenn sie es nach ihrer Vorbildung vielleicht wären, dann halten sie eine Ausbildung gar nicht durch. Zugespitzt formuliert: Zu dumm oder zu undiszipliniert. Selbst erlebt. Ausbilder, die so etwas erleben, verlieren auch irgendwann die Motivation zur Ausbildung. Und lassen es.

Der Mangel an Fachkräften ist die Chance für ältere Arbeitnehmer, wenn sie wollen (und können) auch über die Rentengrenze hinaus.

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