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Arbeitsmarkt: Deutsche Betriebe bilden weniger aus
DPA

In Deutschland gibt es immer mehr Beschäftigte, die Zahl der Auszubildenden geht trotzdem zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung. Ein Teil des Landes ist besonders betroffen.

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sonnig 29.07.2017, 09:27
110. Abiturient, der bessere Azubi? Teil II

Bewerber mit mittlerer Reife werden mit einem Gesamtnotendurchschnitt von unter 2,5 kaum noch berücksichtigt. Ein Abischnitt aber von 3,0 wird mit einem Händeschlag begrüßt. Ganz speziell die großen Unternehmen picken sich die "Sahenstücke" heraus. Das macht aber auch schon längst der kleine Mittelstand mit schwachem internationalen Vetriebsnetz. Aber ein Notenschnitt von 1,... muss drin sein. Wenn eine Ausbildung oder ein Realschulabschluss heute fast nichts mehr wert ist, sollte Deutschland ein Bildungssystem konzipieren, dass ein ein gelernter Industriekauffmann ohne Abi, wieder Annerkennung gewinnt. Warum studieren wir einfach nicht alle? In Chile muss man, um Krankenschwester zu werden, auch einen Bachelor Abschluss in der Tasche haben. Das deutsche Schulsystem und die Bewerberauswahl-Kultur in Deutschland ist schlicht und ergreifend eine Katastrophe und schrecklich diskriminierend!

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Döark 02.04.2018, 11:42
111. Betriebe bilden nicht aus (kleinere ohne Betriebsrat)

Man sollte nicht nur die Qualität der Bewerber beurteilen, sondern auch die Qualität der Ausbildung. In meinem Fall ist es so, dass der Betrieb gar nichts ausgebildet hat und die IHK nach Meldung des Vorfalls lediglich versucht mich zu drängen einen wertlosen (weil nichts ausgebildet wurde) Abschluss irgendwie (mit 4.0) zu bestehen und den Betrieb weiter Menschen ausnutzen zu lassen.

Es ist damit so, dass nicht nur der Betrieb zur Gewinnmaximierung Azubis als billige Arbeitskräfte ausbildungsfern einsetzt, sondern die IHK das auch noch mitmacht und mich/den Azubi dazu drängt das unter den Teppich zu kehren.
Die Ausbildungsqualität und -attraktivität sinkt damit deutlich. Ohne Stärkung der Rechte des Azubis braucht man sich um den Schwund nicht zu wundern. Ich kann eine Ausbildung aus eigener Erfahrung nicht empfehlen, insbesondere wenn kein betrieblicher Ausbildungsplan überreicht wird. Siehe Ausbildungsreport des DGB. Dieser Report spiegelt auch nur einen Teil wider, denn ich wurde nicht befragt und der Betrieb behauptet unsubstantiiert, dass ausgebildet worden wäre.
Als Azubi habe ich keine Handhabe außer permament mich fristlos kündigen zu lassen unter einem Vorwand und immer wieder Kündigungsschutzklage einzureichen.
Das ist doch völlig hirnverbrannt. Wer macht denn sowas ohne masochistische Ader länger mit? Die Politik braucht sich nicht beschweren über den Azubischwund, wenn die Rechte der Azubis nicht deutlich gestärkt werden und die IHK als Kontrollorgan ersetzt oder überwacht wird. Diese hat in meinem Fall kein Interesse daran die Ausbildung auch wirklich zu überwachen.

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