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Arbeitsmarkt: Deutsche Betriebe bilden weniger aus
DPA

In Deutschland gibt es immer mehr Beschäftigte, die Zahl der Auszubildenden geht trotzdem zurück. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung. Ein Teil des Landes ist besonders betroffen.

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marathon9000 28.07.2017, 08:47
20.

Zitat von christian-h
Das kann natürlich möglich sein. Die Zahl der Abiturienten und Studienanfänger steigt und somit muss die Zahl der Auszubildenden sinken. Ein weiterer Punkt dürfte aber auch sein, das viele ausbildungsfähige in Übergangsmaßnahmen stecken.
Warum muss die Zahl der Auszubildenden sinken, wenn die Zahl der Abiturienten steigt? In meiner Lehre waren mehr als die Hälfte Abiturienten.

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zeisig 28.07.2017, 08:53
21. Missverständliche Überschrift.

Wenn man die Überschrift und den Anfang des Artikels liest könnte man zu dem Schluß kommen, es läge an den Betrieben, daß die Zahl der Auszubildenenden zurückgeht. Tatsächlich werden genügend Ausbildungsplätze angeboten, nur gibt es keine Bewerber !
Ich verstehe die Jugend von heute nicht. Ich sage "Wie man sich bettet, so lieht man". Hat man nichts Anständiges gelernt darf man sich später nicht über ein geringes Einkommen beschweren.

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unzensierbar 28.07.2017, 08:53
22. Hausgemacht!

Das hat nichts mit Bewerberzahlen, sondern mit den Unternehmen und deren Vorstellungen zu tun. Solange es noch Jugendarbeitslosigkeit gibt, haben diese Unternehmen kein Recht sich zu beschweren. Je nach Bundesland ist die Jugendarbeitslostigkeit 2% bis fast 10%.

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Zoltran 28.07.2017, 08:54
23. Ok

Wenn ich jetzt die Beiträge zusammen fasse, dann komme ich zu folgendem Ergebnis: Mit einem derzeitigen Schulabschluss ist man "geistig" nicht geeignet eine Lehre zu machen sondern kann nur studieren. Interessanter Gedanke, vor allem wenn man mal davon ausgeht, das die meisten Studiumfächer auf einem höheren Niveau liegen dürften als die meisten Ausbildungsberufe (Ausnahmen bestätigen die Regel):

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wahrsager26 28.07.2017, 09:07
24. An denkt mal selber nach Nr 18

Ich habe schon lange nachgedacht und sehe folgendes: Der Schulunterricht ist fordernder und frontaler zu gestalten( den Aufschrei höre ich) Es ist Leistung einzufordern-nicht Bequemlichkeit( die muss man sich erarbeiten und zwar selbst!) Ich sage Ihnen:Das altbewährte Schulsystem ist und war nie so schlecht , wie unsere Experimentierer vorgeben ! Danke

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dipl.inge83 28.07.2017, 09:10
25. Etliche Branchen

und Gewerke haben sich ihren eigenen Ruf über lange Zeit so nachhaltig ruiniert, dass es auch künftig kaum noch möglich ist dort eine ausreichende Zahl von Interessenten zu finden. Wundert das noch irgend jemand? Auf der anderen Seite stürzen sich die jungen Leute auf die wenigen Möglichkeiten die (zumindest aus heutiger Sicht) noch halbwegs Perspektiven (bzw. einfach nur Sicherheit) bieten, siehe Artikel zum ÖD. Oder natürlich ein Studium, dessen Wert aufgrund zu großem Angebots fällt und fällt.

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dingstabumsta 28.07.2017, 09:16
26. Warum selber Ausbilden...

...wenn man es auf kosten der allgemeinheit outsorcen kann?
Bei vielen Dingen soll sich der Staat haraushalten (Tarifautonomie zum Beispiel) jedoch wenn es darum geht, Fachkräfte selber auszubilden, wird ein Rückzieher gemacht, und vor allem gejammert, und soll durch Steuergelder finanziert werden.
So nicht liebe Arbeitgeber!
Ihr wollt Fachkräfte, dann Investiert in die Ausbildung...und sagt nicht, dass es auf Steuerkosten der Staat machen soll.
Ausserdem fehlt es den Betrieben nicht an Fachkräften weil sie niemanden "geeignetes" finden, sondern - wie man es derzeit in der Pflege Branche sehen kann - es fehlt an vernünftigen Löhnen die vor Erwerbs - und Altersarmut schützen!
Zitat: Außerdem solle der Staat künftig jedem Jugendlichem einen Ausbildungsplatz garantieren.
Jedoch nur, wenn die Wirtschaft gleichzeitig jeden Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz garantiert!

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schwerpunkt 28.07.2017, 09:17
27.

Zitat von unzensierbar
Das hat nichts mit Bewerberzahlen, sondern mit den Unternehmen und deren Vorstellungen zu tun. Solange es noch Jugendarbeitslosigkeit gibt, haben diese Unternehmen kein Recht sich zu beschweren. Je nach Bundesland ist die Jugendarbeitslostigkeit 2% bis fast 10%.
Und was wollen Sie tun, wenn diese sich nicht auf die offenen Stellen bewerben? Oder von der Eignung dermaßen ungeeignet für die offenen Ausbildungsstellen sind, dass diese nicht mal die entsprechende Ausbildung auch nur einige Monate durchstehen können?

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wiedumirsoichdir 28.07.2017, 09:17
28. Schulniveau

Ist es nicht so, dass eine Lehre zu wenig Wertschätzung erfährt? Im Volksschulalter müssen die Kinder für den Übertritt in die höhere Stufe oft von der Elternschaft aus büffeln und nochmals büffeln, anstatt dass das Kind ohne Druck die Schule absolvieren kann und dem Wesen und Können entsprechend die Ausbildung in Angriff nimmt. Eine Lehre ist oftmals der bessere Start in eine höhere, weiter führende Ausbildung mittels Fachhochschule und wenn geeignet und gewünscht, ein Uni-Studium dran zu hängen. Der Zug ist nie nach einer Lehre abgefahren, im Gegenteil, die Basisausbildung öffnet das Tor. Hat ein Kind ohne Druck die Schule absolvieren können, wird es sich wissbegierig von selbst weiterbilden!

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joey55 28.07.2017, 09:17
29.

Als Geschäftsführer eines Arbeitgeberverbandes in Berlin-Brandenburg kann ich die Grundaussage des Artikels nicht teilen. Es liegt nicht an der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe, sondern an fehlenden Ausbildungsinteressierten.
Das hat wie so so oft unterschiedliche Gründe.
Bevor man die Ursachen bei Anderen sucht, sollte man zunächst darauf schauen, was in der eigenen Branche schief läuft und was man selbst tun kann. Wir sind uns einig, dass unsere Branche nicht die höchste Strahlkraft hat und versuchen dem auf verschiedene Weisen entgegenzuwirken. Da wird selbstverständlich sowohl die Ausbildungs- als auch die Facharbeitervergütung regelmäßig und überdurchschnittlich erhöht. Daneben arbeiten wir auch an der inhaltlichen Attraktivität des Berufs und zeigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, also eine Perspektive auf. Und natürlich wird auch die Außendarstellung aufpoliert und neue Auszubildenengruppen, und hier sind wir auf Flüchtlinge angewiesen, erschlossen. Dass auch schwache Schüler eine Chance bekommen, ist in unserer Branche selbstverständlich.
Dann gibt es aber auch eine Menge Faktoren, die man als Branche nur schwerlich beeinflußen kann. Dazu gehört das Bildungssystem. Nicht nur, dass man heute eine deutlich höhere Abiturientenanteile pro Jahrgang hat und man Abiturienten den Eindruck vermittelt, dass Abitur ohne Studium vergebene Zeit ist, sondern auch die Kenntnisse der Haupt- und Realschüler läßt nach. Wenn ein junger Mensch nicht mal mehr das kleine Einmaleins beherrscht, ist er nicht ausbildungsfähig. Wie ich oben schrieb, hat unsere Branche schon immer auch lernschwachen Menschen eine Möglichkeit geboten, aber auch das hat seine Grenzen.
Daneben ist es für junge Menschen heute nicht mehr selbstverständlich, dass sie sich ausbilden lassen oder überhaupt arbeiten gehen. Da fällt uns zum Einen der Mindestlohn auf die Füße (Warum soll ich denn für die Ausbildungsvergütung arbeiten gehen, wenn ich 8,84€/h erhalten kann?) und zum anderen die Sozialgesetzbung (Ich bekomme doch auch Geld ohne Arbeit und Anrechnung von Ausbildungsvergütungen auf das Einkommen der "Familien-Bedarfsgemeinschaft").
Das sind nur ein paar Gedanken zu dem Thema, das die Branche in der ich tätig bin und mich persönlich täglich bewegt.

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