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Arbeitsmarkt: Deutschland braucht mehr Zuwanderung
DPA

CSU und CDU streiten erbittert um eine Obergrenze für Flüchtlinge. Der leidige Konflikt verschleiert, dass Deutschland eigentlich viel mehr Immigranten ins Land holen müsste als früher - aus eigenem Interesse.

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PolitBarometer 08.01.2017, 09:26
100.

Keine Ahnung, warum Herr Müller diese These immer wieder aufstellt, aber wir brauchen eben genau keine Zuwanderung. Was wir hier brauchen sind idealerweise mehr Kinder Deutscher Familien und strukturelle Veränderungen im Rentensystem, sowie die Generierung geeigneter finanzieller Zuträger.

Zunächst müssen erst einmal sinnvolle Anreize auf den Tisch, die dem heutigen Lebensentwurf der meisten Familien entgegenkommen. Und das bedeutet oft, dass Kinder erst spät (>35 Jahre) geplant werden, was im Grunde genommen auch gar nicht mal so verkehrt ist. Denn so lässt sich genügend Kapital ansparen, und für die beruflich noch nicht gefestigten und erfahrenen Frauen entstehen nicht gleich schon zu Beginn ihrer Karriere Ausfallzeiten durch Familienplanung.

Mit Immigranten aus anderen Kulturkreisen holen wir uns nur noch mehr Probleme ins Land. Die Vergangenheit hat uns wohl genügend Negativbeispiele hierzu aufgezeigt.
Und eine Langfristgarantie auf einen Verbleib gibt es nämlich auch bei dieser Klientel nicht, da es gerade bei den gut ausgebildeten Immigranten tendenziell so ist, dass sie in Ihre Heimatstaaten, nach einer gewissen Zeit im Ausland, zurückkehren. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten spricht auch die traditionelle Familienallimentierung dieser Volksgruppen, denn nicht unerheblicheTeile des hier erwirtschafteten Geldes fliessen direkt wieder zu den Familien in ihre Heimatländer.

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utfcmac 08.01.2017, 09:26
101.

Zitat von tanee
Es ist einfach laecherlich, dass Einwanderung von Arbeitskraeften mit der Anerkennung von Fluechtlingen in einen Topf zu werfen. Die Diffusion geht einzig und allein darauf zurueck, dass man Anfangs behauptet hatte, die Fluechtlinge wuerden den sogenannten "Fachkraeftemangel" beseitigen. Es ist schoen, dass der Artikel endlich diese Differenzierung aufgreift, die vier Gruppen kennen sollte: (1) Kriegsfluechtlinge, (2) politisch Verfolgte, (3) Einwanderer, die echte Fachkraefte sind und (4) Wirtschafts- bzw. Sozialfluechtlinge. Jede dieser Gruppen benoetigt ihre eigene Gesetzgebung und Vorgehensweise.
Besser kann man es nicht formulieren. Ich frage mich leider immer noch, warum es dafür keine sichtbare Handlung der Regierung gibt.

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dulcineadeltoboso 08.01.2017, 09:26
102.

Es ist natürlich recht einfach zu berechnen, wieviel Immigration notwendig ist, um die Zahl der Erwerbstätigen oder genauer, die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zu halten. Nun mag es aber sein, dass durch die angekündigte Industrie x.0 (wie groß ist x nochmal?) die Zahl der Erwerbstätigen nicht mehr viel mit der Wirtschaftsleistung zu tun hat.

Die Idee, in Bildungseinrichtungen vor Ort zu investieren, ist natürlich eine gute. Generell ist es vernünftig, die Ausbildung Jugendlicher aus Entwicklungsländern zu fördern; ob hier oder vor Ort ist dabei zweitrangig. Die aktuelle Immegrationspolitik folgt dagegen zwei ganz anderen Prinzipien: 1.) Die Grenze zu öffnen und jeden, der es bis zu uns schafft, als Fachkraft zu deklarieren. 2.) Gezielt gut ausgebildete Menschen aus Entwicklungsländern abzuwerben. Dies nützt uns nur relativ wenig. Der Schaden für die Entwicklungländer ist aber enorm.

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hassowa 08.01.2017, 09:26
103. Hätte Herr Müller den folgenden SPIEGEL-Artikel vom 02.08.16 gelesen

würde er nicht solche unsinnigen Dinge behaupten: "Roboter, Automatisierung, künstliche Intelligenz: Maschinen werden Millionen unserer Jobs übernehmen. Fluch oder Segen?"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsmarkt-der-zukunft-die-jobfresser-kommen-a-1105032.html

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radioactiveman80 08.01.2017, 09:27
104. Die Zahlen klingen zwar plausibel...

...aber unterm Strich wirkt der Artikel doch wie eine Nebelkerze. Die Negativen Effekte der weitestgehend unkontrollierten Migration beginnen uns um die Ohren zu fliegen (Amris Anschlag, seine Scheinidentitäten und dessen Flucht / Köln / Ansbach etc.), und schon wird "Fachkräftemigration" wieder gebetsmühlenartig runtergeleiert. Wenn wir schon Zahlenspiele betreiben und das statistische Bundesamt bemühen: wie hoch ist der Bildungsstand der Migranten, wieviele sind z.B. Analphabeten? Was kostet der Ausgleich dieser Bildungsdefizite, bevor hier überhaupt Wirtschaftskraft produziert werden kann? Was kostet es die Sozialsysteme bei denen die es nicht schaffen können (oder wollen) auf Dauer? Wenn über eine Obergrenze 200.000 qualifizierte Micranten kämen, wäre das nicht besser als 1 Million teilweise unqualifizierte? Einwanderungsbedarf und Einwanderer gibt es wirklich genug - aber wir sollten mit einer gesteuerten Einwanderung ganz genau hinschauen wen wir gebrauchen können. Das Asylrecht für politisch Verfolgte im Einklang mit Dublin ist eine andere Sache. Wenn das nicht mehr zeitgemäss erscheint: eine geregelte Verteilung der Flüchtlinge unter Einführung verbindlicher Quoten für ALLE EU-Länder - unter dem Druckmittel zu streichender Fördergelder. So wie jetzt kann es nicht weitergehen.

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Fleckensalz 08.01.2017, 09:27
105. Auseinanderhalten !

Mir geht diese permanente Vermischung von Flüchtlingen, Immigranten, Asylbewerbern und Wirtschaftsflüchtlingen immer mehr auf die Nerven.
Wenn die Deutsche Wirtschaft und auch das Allgemeinesen ZUWANDERUNG von QUALIFIZIERTEN FACHKRÄFTEN braucht, dann soll der deutsche Gesetzgeber gefälligst z.B. nach dem australischen oder amerikanischen Einwanderungssystem vorgehen. Das ist das eine...Kriegsflüchtlinge aufzunehmen ist etwas anderes...und die "Zuwanderung" von Wirtschaftsflüchtlingen ist etwas ganz anderes. Die chaotischen Folgen der irrwitzigen Grenzöffnung haben sich immer noch nicht gelegt oder beruhigt. Bestehendes Recht wird nicht konsequent angewendet und eine Infrastruktur die benötigt wird um Kriegs- flüchtlinge in größerer Anzahl mit allem menschenwürdig zu versorgen / unterzubringen fehlt faktisch nach wie vor, obwohl sich da schon was getan hat. Bei Kriegsflüchtlingen ist davon auszugehen, dass nach Beruhigung der Lage in ihren Herkunftsländern wieder mit einer "Rückwanderung" zu rechnen ist und diese Menschen sowieso eher nicht als "Einwanderer" zu betrachten sind. Deutschland leidet erheblich darunter, das die Exekutive einfach nicht funktioniert, obwohl die Gesetzeslage klar ist...woran das wohl liegt ?

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StefanieTolop 08.01.2017, 09:28
106. Ist das ihr Ernst?

Wir hatten in den letzten beiden Jahren eine Zuwanderung von ca 2 Millionen Menschen in unser Sozialsystem. Lauter Fachkräfte. Das soll jetzt nicht reichen? Wieviel wollen Sie denn noch? 5 Millionen pro Jahr? Oder 10 Millionen? Wer soll die finanzieren? Arbeiten tun die nämlich nicht. Sie leben von Sozialleistungen. Zudem brauchen sie Wohnraum, der jetzt schon für die Einheimischen knapp ist. Und wie wir gesehen haben, treten viele der Einwanderer einfach in einen Hungerstreik, wenn sie nicht in schönen Wohnungen in Ballungsgebieten unterkommen - finanziert von der arbeitenden einheimischen Bevölkerung (zu der genauso die arbeitenden Ausländer gehören!). Das Einzige was wirklich helfen kann, ist ein vernünftiges Einwanderungsgesetz, das ganz strenge Vorgaben an eine Einwanderung stellt. Sowohl was die Qualifikation, als auch die Arbeitsbereitschaft und das Sozialverhalten anbelangt. Kanada, die USA und Australien machen das genau so - und zwar erfolgreich.

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lynx999 08.01.2017, 09:28
107. Einwanderungsstrategie?!

Die Einwanderungsstrategie der hochgebildeten und fleißigen will doch jedes Land haben - auch Deutschland hat diese Einwanderung - verliert diese aber immer wieder. Jedes Jahr kommen tausende hochintelligente junge Menschen zu uns in die BRD, um an den Hochschulen zu studieren. Dies sind die "1 von 100" die intelligent genug sind für die Hochschulauswahltests und auch den Mut haben in ein fremdes Land zu gehen. Warum binden wir diese Leute nicht? Warum machen wir den Arbeitseinstieg so schwer und belegen die Hochschule mit Studiengebühren? Dieser Personenkreis vornehmlich aus dem asiatischen Bereich hat keine Probleme mit der Integration oder auch kulturelle Konflikte. Ich will hier nocht in gute oder schlechte Zuwanderung unterscheiden, die Diskussion dazu ist aber zu führen...

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gg aus s 08.01.2017, 09:28
108. einerseits

Hören wir ständig dass wir bald nichts mehr zum arbeiten haben, weil alles die Roboter übernehmen. .... andererseits brauchen wir massive Zuwanderung. Mir fehlt ein Gegenrechnen der wegfallenden Stellen.

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roland_springer 08.01.2017, 09:29
109. Push oder Pull

Bei der Forderung nach einer Obergrenze geht es nicht nur um die Frage, wieviele Flüchtlinge/Migranten jährlich ins Land kommen, sondern vor allem auch darum, wer den Zustrom kontrolliert und steuert. Die Befürworter eines grenzenlosen Zustroms befürworten eine Zuwanderung nach dem "Push-Prinzip". Die Zuwanderer selbst (bzw. deren Schleuser) definieren, wieviele Menschen aus anderen Ländern in ein anderes Land einströmen. Die Befürworter einer Obergrenze wollen hingegen ein Vorgehen nach dem Pull-Prinzip", bei dem das Aufnahmeland festlegt, wieviele Migranten es benötigt und den Zustrom nach Quantität und Qualität entsprechend steuert. So verfährt normalerweise auch jedes Unternehmen bei der Beschaffung seines Personals. Niemand würde dort auf die absurde Idee kommen, dass die Bewerber selbst festlegen, wieviele von ihnen Zugang zu einem Unternehmen erhalten.

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