Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt: Deutschland braucht mehr Zuwanderung
DPA

CSU und CDU streiten erbittert um eine Obergrenze für Flüchtlinge. Der leidige Konflikt verschleiert, dass Deutschland eigentlich viel mehr Immigranten ins Land holen müsste als früher - aus eigenem Interesse.

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karljosef 08.01.2017, 14:24
550. Nicht nur das!

Zitat von BadTicket
Schon mal überlegt was das für die Länder bedeutet, wenn man ihnen nur "die besten" wegnimmt? So haben diese Länder noch weniger die Chance vorwärts zu kommen und das Gefälle und damit die Probleme werden noch grösser.
Nicht nur die politische "Elite" von Deutschland erwartet doch offensichtlich nicht nur, dass die Spitzenkräfte aus anderen Staaten abgeschöpft werden, man erwartet natürlich auch, dass diese Staaten diese Arbeitnehmer vorher ausbildet.

Damit diese Arbeitskräfte hier möglichst unter dem Mindestlohn Spitzenleistungen bringen.

Grüße aus einem der reichsten Länder weltweit!

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curiosus_ 08.01.2017, 14:29
551. Genauso wie heute?

Zitat von DonMcM
Wir hatten schon einmal die gleiche Situation: In den 60er Jahren rief die Wirtschaft nach (natürlich billigen) Arbeitskräften. Genauso wie heute. Als dann Anfang 70er Jahre, als Millionen von Türken unter der, die Deutschen, wie auch die türkischen Bürger komplett belügenden Bezeichnung "Gastarbeiter" eingewandert waren, stotterte die Wirtschaft, bis es 73 zur Wirtschaftskrise kam. Dann saßen Hunderttausende von "Gastarbeitern" wieder auf der Straße und wurden vom Sozialstaat unterhalten.
Ziemlich daneben.

Arbeitskräftemangel? Wenn eine Ware knapp ist steigt der Preis. Der Preis für Arbeitskräfte (Lohn, Gehalt) steigt nicht, von 1992 bis 2015 sind die Reallöhne um sage und schreibe 2,6% (in 23 Jahren!) gestiegen.

Arbeitskräftemangel hatten wir in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Da sind die Löhne real um 5% gestiegen. Pro Jahr! Macht 63% in 10 Jahren!

Arbeitskräftemangel, geht's noch?

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Ontologix II 08.01.2017, 14:38
552. Integrationsgeschwafel

Sprechen Sie mal mit einer verzweifelnden Lehrerin an einer großstädtischen Hauptschule und fragen sie, wie sie die Integrationsaussichten ihrer pubertierenden (männlichen) muslimischen Schüler beurteilt, die oft mehr als die Hälfte einer Klasse ausmachen.

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kaltwasser 08.01.2017, 14:39
553. Wer

angesichts der tatsächlich unlösbaren ethnischen und religiösen Konflikte, mit Hinweis auf Demographie und Arbeitskräfte, weiter Masseneinwanderung propagiert, meint es zweifellos nicht gut mit diesem Land. Der soll doch zugeben, dass er ein anderes Volk will. Im Endergebnis läuft es darauf ja hinaus. Jeder sieht das Ergebnis dieser multiethnischen Gesellschaften im Orient. Und bei uns, mitten in unseren Städten wird das dann besser laufen? Warum? Weil unsere Elite so unendlich klug ist?

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RieserMan 08.01.2017, 14:44
554. Kein Arbeitskräftemangel, Mangel an Weitsicht

Die am Shareholder Value orientierte deutsche Industrie hat ein Verhalten entwickelt, das reichlich vorhandene inländische Jobsuchende benachteiligt:
um den Profit ins Unermessliche zu steigern, werden wichtige Arbeitsprozesse ohne Not ins weit entfernte Ausland verlagert (z.B. Indien). Wenn das Ergebnis dann durch Kommunikationsschwierigkeiten nicht den hiesigen Qualitätsstandards entspricht, müssen die Stammbelegschaften der Firmen dies mühsam ausbügeln.
Fazit: statt einen gut ausgebildeten jungen Mann von einer örtlichen Hochschule einzustellen, verlagert man dessen Job ins Ausland;
qualifizierte Arbeitskräfte sind in Deutschland genügend vorhanden. Es fehlt allerdings an der Bereitschaft, diese gerecht zu entlohnen.

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TheFrog 08.01.2017, 14:46
555. Das mit der ungesteuerten Auswanderung...

Zitat von karl-felix
Ihnen will und spricht auch keiner von ungesteuerter Masseneinwanderung . Das grosse Problem für uns ist eher die ungesteuerte Massenauswanderung. Im letzten Jahr (2015)verliessen uns 997000 Menschen zum grossen Teil völlig ungesteuert. Das macht uns zu schaffen . Dieses Problem können wir ohne Zuwanderung nicht beherrschen , denn zusätzlich verschwinden bei uns jedes Jahr 1 Million Menschen im Ruhestand/Altersheimen und es werden ca. 200.000 Menschen weniger geboren als versterben . Egal wie Sie es drehen oder wenden . Ohne Zuwanderung werden wir verelenden und niemand ist mehr da, der Ihnen im Alter den Hintern abwischt und Sie füttert. Und 4000 Euro jeden Monat fürs Pflegeheim , das ist dann Verelendung auch für Ihre Nachkommen .
Soll jetzt ein Deutscher, der ins Ausland will, erst einmal einen Antrag stellen ? Hatten wir schon mal.
Wer verlässt denn Deutschland (von den Auswanderern in den Trash Dokus mal abgesehen) ? In der Regel gut ausgebildete Menschen, die nicht weiter bereit sind, in Deutschland für einen Appel und ein Ei zu arbeiten oder eben 45 + sind, zu alt für den Deutschen Arbeitsmarkt oder mit Zeitarbeitsverträgen eingestellt werden.
Warum arbeiten wohl 350.000 Deutsche (mich eingeschlossen) z.b. in der Schweiz.
Zahlenmässig kann man das natürlich gegenrechnen und hat dann eine optisch ausgeglichene Bilanz.
Mit der Zuwanderung in der jetzigen Form wird Deutschland verelenden, weil immer Migranten und Flüchtlinge in einen Topf geworfen werden.
Im Gegensatz zur Schweiz wird in Deutschland jeder zunächst aufgenommen, alimentiert und verlässt oft das Land erst nach Jahren und hat die Allgemeinheit eine Menge Geld gekostet.
Als ich in die Schweiz gekommen bin, hätte ich keine Aufenthaltserlaubnis ohne Arbeitsvertrag bekommen. Eventuell, ohne Job, ein Visum für maximal 3 Monate. Bei einem befristeten Arbeitsvertrag wäre die Aufenthaltserlaubnis nach Ende des Vertrages erloschen und ich hätte das Land verlassen müssen.
Auch Sozialleistungen oder ähnliches gibt es für Migranten wie mich erst, nachdem ich mindestens 12 Monate in die Sozialkassen hier einbezahlt habe.
Und abschliessend verstehe ich das Gejammer nicht, da doch 2015 / 2016 Millionen von qualifizierten Arbeitnehmern nach Deutschland gekommen sind.
Dieses Beten der Mantra "wir brauchen Zuwanderung, um jeden Preis" ändert nichts an den Fakten. Solange sich Deutschland als Sozialamt der EU profiliert, wird da nicht viel dabei herauskommen (und das bezieht sich ausdrücklich nicht auf wirklich Asylsuchende !!!), aber die machen ca. 5 % der sogenannten Migranten aus.

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Mara Cash 08.01.2017, 14:49
556. Arbeitskräfte in Hülle und Fülle

In Deutschland gibt es bereits Millionen potentielle Arbeitskräfte in Hülle und Fülle. Das Millionenheer an geringfügig Beschäftigten, Arbeitslosen und H4-Empfängern, die längst aus der Arbeitslosenstatistik geflogen sind, einfach entsprechend schulen und einstellen. Dazu braucht es keine Millionen an neuen Migranten, teure Sprachkursn oder viele neue Sozialpädagogen, die -außer enormer Eigenkosten- nur höchst unzureichende Erfolge vorzuweisen haben.

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frankfurtbeat 08.01.2017, 14:51
557. Argumente wie ...

Argumente wie Fachkräftemangel und Deutschland braucht dringend Zuwandwanderung sind Beruhigungspillen und lediglich positive Argumente um das komplette Versagen der Politik in der Flüchtlingspolitik dem breiten Volk damit schmackhaft und verständlich machen zu wollen!
Merkel samt Kollegen haben absolut versagt. Was sie damit fördern ist eine Entfremdung unserer Kultur und Werte. Persönlich habe ich kein Interesse, die Regeln der Steinzeit wieder einzuführen! Auch möchte ich leben wie es mir beliebt und weder von Religion oder Politik darin gehindert werden.
Irgendwie denke ich wird das entweder alles fremdgesteuert oder wir haben Amöben in der Regierung?!
Kann man denn nicht auf drei zählen und verstehen was mit diesem Land passieren wird?
Unsere europäischen Partner haben hohe Jugendarbeitslosigkeitsraten. Diese Jugendlichen können zumindest lesen, schreiben, rechnen und anerkennen die Werte unserer Gesellschaft. Weder sind mir bisher irgendwelche Griechen, Italiener, Franzosen, Portugiesen negativ aufgefallen - Integrationsbemühungen sind überhaupt nicht nötig! Dagegen sind die Integrationsbemühungen für "fremde" Kulturen derart deplatziert und letztendlich Geld das man sinnvoller andersweitig einsetzen könnte!
Hallo, ein Jugendlicher der seit seinem 1. Lebenstag Frauen als Mensch zweiter Klasse sieht wird sich kaum ändern zumal die familiären Strukturen diese "Werte" erhalten. Auch werden religiös verankerte Feindbilder weiter existieren da dies von den Hasspredigern - übrigens ist diese Spezies anscheinend in Deutschland willkommen - permanent im Namen der Religion in die Köpfe der Menschen gemeißelt wird.
Wünscht sich die Politik eine Radikalisierung der europäischen Völker? Das wird kommen wenn sich nichts verändert ... wenn der Staat versagt.
Wetten, das es erste Veränderungen geben wird, wenn die Familie eines wohlgenährten Politikers einem Anschlag zum Opfer fallen würde. Die Kolleratalschäden am gemeinen Volk "interessieren" nicht.

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jose_gros 08.01.2017, 14:57
558. Eben ein Zuwanderungskonzept vermisse ich bei jeder Partei

Die Flüchtlingskrise hat wie im Artikel zurecht beschrieben wird, den Mangel an qualifizierten Arbeitskräfte völlig überdeckt. Nicht in 5, 10 oder 20 Jahre, schon Jetzt beklagen die Firma einen akuten Personalmangel, er bremst jährlich das Wirtschaftswachstum und wenn in weniger als 10 Jahre tatsächlich noch die Geburtenstarken Generationen in Rente gehen, wird die Wirtschafts ohne eine starke Zuwanderung zumindest zum Teil gebildeter Arbeitnehmer kaum wachsen können. Die Parteien seine sehr beschäftigt, die Flüchtlings zahlen zu kritisieren, in den Griff zu bekommen oder die Integration der Flüchtlingen zu fordern aber die Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer wird in den nächsten Jahren mindestens so wichtig wie die Flüchtlingsproblematik sein, und ein schlüssiges Konzept vermisse ich derzeit bei jeder Partei

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FrauTrallala 08.01.2017, 15:00
559. ich würde ja gerne zum Bevölkerungswachstum beitragen

ich würde ja gerne die Rentenkassen mit ein bis drei Kindern beglücken, aber nach Abi, 5 Jahren Studium und 3.5 Jahren Promotion (in einem ach so vom Fachkräftemangel bedrohten MINT-Fach) hatte ich keine Lust diverse auf 1-2 Jahre befristete Vollzeit-Angebote von Universitäten mit 65%-Bezahlung anzunehmen. Nun bin ich als Leiharbeiter bei einem großen Pharmaunternehmen gelandet (mit einer Bezahlung auf einem ähnlichen Niveau wie die 65% Stellen an der Uni), wo ich, wenn die Dauer der Leiharbeit ausgereizt ist, aller Voraussicht nach erst mal einen befristeten Vertrag bekommen werde. Wann werde ich denn bitte meinen ersten festen Job haben? mit 40?!? Mein Freund verdient sogar noch schlechter. Wir können in München gerade die Miete für eine kleine Wohnung bezahlen, wie sollten wir da auch noch Kinder durchfüttern können? Ganz genau so geht es auch fast allen meiner ehemaligen Kommilitoninnen im gebährfähigen Alter. Mal ein ganz absurder Vorschlag: Vielleicht könnte sich die Politik erst einmal um die bestens ausgebildeten, bestens integrierten Menschen kümmern die schon hier sind und sich gerne vermehren würden wenn es die Umstände zulassen würden?

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