Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt: Deutschland braucht mehr Zuwanderung
DPA

CSU und CDU streiten erbittert um eine Obergrenze für Flüchtlinge. Der leidige Konflikt verschleiert, dass Deutschland eigentlich viel mehr Immigranten ins Land holen müsste als früher - aus eigenem Interesse.

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schlauchschelle 08.01.2017, 09:15
70. Nunja, solange es in D

für Menschen über 45 ~ 50 fast unmöglich wird, einen Job zu finden, junge Menschen, Akademiker und gut gebildete AN von einem Praktikum ins nächste laviert werden und man nur noch befristete Arbeitsverträge mit prekärem Salär bekommt, sehe ich Zuwanderung positiv wie negativ. Positiv ja, weil dadurch neue Impulse ins Land kommen, sozusagen frischer Wind. Negativ aber, wenn dann ein Verteilungskampf um Wohnraum und Arbeit entbrennen sollte. Zudem: Warum gehen wir immer davon aus, dass diese Menschen so gerne zu uns wollen, sich hier stark bilden um dann unsere Gesellschaft zu stützen? Vielleicht will das nur ein Bruchteil? Wie will man dann die herausfinden, die diese hehren Ziele auch haben? Tests vor Ort? Am besten online?
Selbst unter den Gastarbeitern, welche ab den 1960-Jahren zu uns kamen, waren sehr viele, welche dies nur des Geldes wegen taten und sich oft nach ihrer Kultur / Heimat / Gesellschaft sehnten. Die, welche geblieben sind, haben heute noch mit der Integration zu kämpfen, auch die hier geborenen (2. und 3. Generation).
Zuwanderung ja, aber bitte mit Herz UND Hirn sowie im Einklang mit allen Menschen, die es betrifft und nicht nur aus Sicht der Firmenbosse und Geldeliten...

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doc1234 08.01.2017, 09:16
71. Ja Ja,

Deutschland braucht Zuwanderung, ohne Frage. Aber Deutschland soll sich aussuchen wie Kanada und Austraslien wer wann kommt.
Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung von Menschen die mindestens die mittlere Reife haben, und anständige Löhne. Die Arbeitgeber sollen die Zuwanderung nicht weiter zu Lohndumping nutzen können. Ebenso sollte den Zeitarbeitsfirmen untersagt werden Zuwanderer einzustellen, es sei denn sie bekommen den gleichen Lohn am gleichen ort für die gleiche Arbeit und zwar sofort. Qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmark ja, sofort, Einwanderung in die Sozialsysteme auch aber nur wenn schon Ansprüche erworben wurden. Nur das wichtigste Zuwanderung für Lohndumping, und darauf läuft es heraus, nein.
Die andeer Frage ist auch ob Zuwanderung im Wandel mit der Digitalisierung überhaupt nur punktuell notwendig ist und nicht Subsahara und Arabien ihren Bevölkerungsüberschuss bei uns auf kosten der kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Intetegrität ausführen.

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Champagnerschorle 08.01.2017, 09:16
72. Allgemein und Informativ

Wir brauchen Zuwanderung, das war schon immer klar, nur wird es dem Volk offensichtlich nicht verständlich genug vermittelt.
Ich denke, die Medien sollten hier auch Ihren Teil zur Aufklärung beitragen.
Was ich allerdings als absolut hinderlich empfinde ist, daß das Thema oft im Zusammenhang mit Parteien diskutiert wird. Daraus ergibt sich dann schnell eine Diskussion pro/contra CSU/Seehofer bzw. CDU/Merkel etc. pp anstatt beim Thema zu bleiben.
Mir bleibt jetzt quasi auch nichts anderes übrig als noch hinzuzufügen, daß es, wenn es um Menschen und das Land geht vollkommen unerheblich ist, was ein rechter Sturschädel aus Bayern denkt.

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j.cotton 08.01.2017, 09:16
73. Nicht nachvollziehbar

Die verbogene Denke einiger Pseudowirtschaftler und - journalisten.
In Anbetracht der Tatsache, dass es in der EU ca 20Mio (meist junger) Arbeitssuchender gibt, und Diese (die EU) sich zudem in wirtschaftlicher Schief(st)lage befindet, das ganze Sytsm nahe am Abgrund steht.
UND (!!) in den nächsten Jahren eine digitale Revolte 4.0 naht, die GERADE in unserer Schlüsselindustrie (siehe Bild!) viele Arbeitsplätze überflüssig machen wird.
Im Einzelhandel und in der Logistik genau so.
Aber dafür werden wir ja viele neue (Mindestlohn)- Arbeitsplätze in Security und Überwachung benötigen. (Mehr Bademeister wohl auch)
Ein schöner Ausgleich!
Und eine Presse, die diese Tatrsachen (aus "political correctness" oder ?) verschweigt, ist was?
Bzw empört sich, wenn...?
Armes, "ach so reiches" Deutschkland.

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Tr1ple 08.01.2017, 09:17
74. Zuwanderung , darüber sollte man Nachdenken

Vielleicht ist es besser unsere ich 10% Schulabbrecher richtig auszubilden. Vielleicht ist es besser die, die in dem Berufsschulsystem festhängen an Berufe heran zu führen. Man sollte sich ein beispiel and Skandinavien nehmen und Schule effizienter machen und somit verhindern das Versager(unseres jetztigen Systems) hängen bleiben. Zuwanderung nur wenn vorher sehr gut ausgebildet. Problem ist das diese Menschen dann in ihrem eigenen Land fehlen. Siehe Italien und Griechenland.

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vulcan 08.01.2017, 09:18
75.

Zum einen halte ich die grundlegende Behauptung für ein Märchen und eine Erfindung, um Stimmung für die planlose Massenzuwanderung zu machen.
Und selbst wenn nicht, haben wir ja genug Menschen in Europa, die Deutschland 'auffüllen' können - tun sie ja schon: Auf bestimmten Autobahnen ist schon jedes dritte Auto aus PL (und das nicht in neuen BL)
Weiterhin kann es nicht schaden, wenn die Bevölkerung zumindest leicht abnimmt - Deutschland ist ohnehin schon viel zu vollgestopft - zumindest die alten BL.
Nichts gegen qualifizierte und kontrollierte Einwanderung von wo auch immer - nur halt auf besagte Art und Weise, wie es jedes vernünftige Land praktiziert und nicht per "Wir-schaffen-das" - Idiotie. Da kommen zu viele, die man hier einfach nicht braucht. Beispiele muss ich da ja wohl nicht geben. Zig hunderttausende, die hier niemals einen Beitrag leisten werden, sondern ausschließlich Kosten verursachen (im besten Falle).

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pykomat 08.01.2017, 09:18
76. Was mich an dieser Art Artikel stört

Ja geradezu nervt, ist das immer gleiche wiederkäuen bekannter Positionen. Die Kommentare werden dann wieder - ob zurecht weiß ich nicht - auf Industrie 4.0, schwindende Arbeitsplätze, höhere Produktivität und verminderte Umweltbelastung etc. hinweisen, um zu "beweisen", dass wir eben keine Zuwanderung brauchen. Der Verfasser macht sich also für meinen Begriff einen schlanken Fuß und stößt keine Debatte an, bei der man die Wertigkeit der einzelnen pro- und contra Argumente diskutieren könnte, sondern wirft nur die bekannten und einseitigen Ich-bin-so-weltoffen-kommt-nur-alle den Lesern vor und trägt so zu einer polarisierenden nicht-Diskussion bei, die eigentlich keiner braucht. Also, wozu das ganze? Um Klicks zu erzeugen? Oder hat man am Wochenende als Kolumneschreiber keine Zeit/Lust, ein Thema vollständig zu durchdringen? Ich verstehe es einfach nicht....

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daiquiri_flip 08.01.2017, 09:19
77. Absolventen und Azubis finden keinen Job ...

Solange wie Absolventen technischer Fächer monatelang keinen Job finden, obwohl sie hochqualifiziert, umzugswillig und angeblich händeringend gesucht werden, solange brauchen wir auch nicht dringend Zuwanderung. Weis der Autor eigentlich wieviele Absolventen in präkeren Leiharbeitsverhältnissen arbeiten, um nicht ganz auf der Straße zu stehen? Mangel sieht anders aus!
Selbes Beispiel bei den Lehrstellen: Trotz angeblichen Mangels, 2er Abi, und doppelt gegengelesenen Anschreiben finden etliche junge Menschen nicht den gewünschten Ausbildungsplatz. Dann wäre da noch die digitale Revolution, die ohnehin den Bedarf an Arbeitskräften senken wird, weil viele Routineaufgaben automatisiert werden.

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martin.schuster 08.01.2017, 09:19
78. Zuwanderung ist nicht die Antwort auf die Demografische Entwicklung

Liebe SPIEGEL-Redakteure: Ihre Logik beim Thema Zuwanderung folgt der der viel kritisierten (weil kurzfristig ausgelegten) griechischen Finanzpolitik: "wenn ich kein Geld habe, drucke ich mir eben Neues, und alles ist wieder in Ordnung". Sollten wir heute nicht etwas schlauer sein?

Es ist schon bemerkenswert, wie immer wieder ganz selbstverständlich behauptet wird, auf die derzeitige Demografische Entwicklung in Deutschland (verkürzt: die Deutschen bekommen immer weniger Kinder) könne es nur eine Antwort geben, nämlich mehr Zuwanderung.

Aber: eine Bevölkerung, die es nicht schafft, sich selbst langfristig zu erhalten, hat Probleme, die innerhalb des Systems und nicht von außen gelöst werden müssen.

Zur Antwort gehört daher eine andere Lohn- und Familienpolitik, die es jungen Familien in Deutschland wieder erlaubt, mehr Kinder in die Welt zu setzen und auch für sie da zu sein. Die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben ist da nur ein Teil und viel zu kurz gegriffen.

Es liegt doch nicht an der plötzlichen Karrierewut der jungen Familien, dass sie heute nicht mehr 3, sondern in der Regel 1 Kind bekommen. Tatsächlich ist es heute für viele nicht mehr möglich, eine Familie mit nur einem erwerbstätigen Elternteil zu führen, wie es vor 50 Jahren noch der Standard und anscheinend ohne größeren Verzicht bei der Lebensqualität möglich war.

Wenn dieser Entwicklung, die anscheinend von vielen als etwas Gott-Gegebenes ungefragt hingenommen wird, mal etwas entgegen gesetzt würde, wäre das eine bessere, weil "nachhaltige" Lösung. Ihr Vorschlag, Millionen von Menschen aus anderen Kulturkreisen zu uns zu holen, denen Sie anscheinend eine andere Mentalität unterstellen, also 2-3 schlecht bezahlte Jobs zu übernehmen und dann in der 1. Generation auch noch 2-3 Kinder pro Familie zu bekommen, ist absolut kurzfristig gedacht. Spätestens in der 2. Generation sind diese Familien so weit angepasst, dass sie zu denselben Schlüssen kommen wie junge "Einheimische" auch.

Schade, dass ein Medium mit Ihrer Reichweite so starke Verkürzungen ungestraft in die Welt hinausblasen darf. Die Alternativlosigkeit, in der Sie das Thema Zuwanderung darstellen, hat schon etwas von "Fake News".

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secret.007 08.01.2017, 09:19
79. Die Aussage, ...

... dass wir mehr Zuwanderung benötigen um angeblich die Arbeitsplätze zu erhalten, halte ich für falsch. Fakt ist, dass wir nicht immer und ewig "Exportweltmeister" sein können. China und Co. werden u.a. dafür sorgen, dass dies nicht länger so bleiben wird. Das ist auch gesund. Gesund deshalb, weil ein Handel immer zwischen geben und nehmen stattfinden soll. Dazu muss es erst einmal kommen. Und dann sieht es doch etwas anders aus. Länder die einen ausgeglichenen Handel haben und betreiben, reden eben nicht von Zuwanderung. Es sollte in unserem Interesse sein, dass wir z.B. Technik nach XY verkaufen und dafür z.B. Rohstoffe von XY erhalten. Wir bauen die Technik und XY baut die Rohstoffe ab. Fazit: In XY werden Arbeitsplätze geschaffen, dafür braucht es Personal. Es ist besser, das Personal bleibt in XY, anstatt bei uns Hartz IV zu bekommen ...

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