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Arbeitsmarkt in Deutschland: Zahl der freien Stellen auf Rekordhoch
ddp

Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern bereitet Unternehmen größere Sorgen als je zuvor. Im ersten Quartal 2018 erreichten die freien Arbeitsplätze Rekordwerte.

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dbeck90 30.04.2018, 21:19
10. In Frankfurt ganz schlimm

Kaum einer mit Ausbildung und wenn, dann mit wenig Qualifikation und Erfahrung. Leider studieren alle halbwegs intelligenten Menschen, und es mangelt an Facharbeitern. So werden Leute wie ich (elektroniker) in Frankfurt mit Gold aufgewogen, ich kenne noch ca. 20 Stellen nur im näheren Umkreis, die noch besetzt werden müssen - und den Internet Ausfall vor - ich glaub 2 Wochen bei De-Cix - Da waren wir einfach nicht genug Mitarbeiter ;)

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alfredo24 30.04.2018, 22:02
11. Die Chance, um unser Wirtschafssystem grundsätzlich zu reformieren.

Nun ist die beste Chance sich über die Auswirkungen ständigen Wachstums zu informieren. Vielleicht sollte unser Wirtschaftssystem ohne Wachstum oder mit negativem Wachstum konzipiert und installiert werden. Wo sind die ganzen Professoren und Wirtschaftswissenschaftler, die sich um längerfristige Zusammenleben von Gesellschaften Gedanken machen? Nun mal ran!

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Melissa85 30.04.2018, 22:20
12. Agenturen vs. Realität

Tja ich bin nun seid fast 6 Jahren "Arbeitsuchend" wie es ja genannt werden soll, in dieser Zeit musste ich ständig Jobangebote ablehnen (richtig gelesen) ABLEHNEN weil mir als Qualifikation nur der Abschluss meiner Ausbildungszeit fehlt und in einigen anderen Berufen eine Zusatzqualifikation.

Das Jobcenter meinte nur es währe nicht ihre Aufgabe mir den Abschluss zu ermöglichen oder Qualifizierungen zu bezahlen sondern nur mich zu vermitteln. Ok nach nun 1 1/2 BfD bin ich bei der Agentur für Arbeit die genau diese Methode einfach fortführt und mir angeraten hat einfach "Helferjobs" anzunehmen, wobei ich bitte beachten soll minimal 16 Wochenstunden zu Arbeiten damit ich aus der Bearbeitungspflicht der Agentur entfalle und ich als "Vermittelt" gelte.

Die erste Handlung war natürlich ein "Bewerbungstraining" das aus den Inhalten einer Gratiswebsite bestand und mir wertvolle Tipps gegeben hat wie "Wenn eine Frau auf dem Foto und bei einem Vorstellungsgespräch einen möglichst tiefen Ausschnitt zeigt, erhöht sich die Chance für eine Einstellung um ca. 68% wie Studien belegen." Mal abgesehen davon das solche Methoden in meinen Augen blanken Sexismus darstellen so ist es auch nicht gerade förderlich wenn solche "Lehrgänge" über Staatsmittel finanziert werden.

Ich für meinen Teil suche einfach weiterhin und hoffe das ich es auch irgendwann schaffe meine ehrenamtlichen Tätigkeiten im sozialen Bereich auch Hauptberuflich ausüben zu dürfen, denn wenn ich diese Ausbildung annehmen würde so wurde bereits angedroht sämtliche Leistungen einzustellen für die dauer der Ausbildung. Tja zum Glück braucht keiner mehr Sozialassistenten als Pflegekräfte oder in sonstigen Berufszeiten....

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pirx64 30.04.2018, 22:41
13.

Zitat von Melissa85
Tja ich bin nun seid fast 6 Jahren "Arbeitsuchend" wie es ja genannt werden soll, in dieser Zeit musste ich ständig Jobangebote ablehnen (richtig gelesen) ABLEHNEN weil mir als Qualifikation nur der Abschluss meiner Ausbildungszeit fehlt und in einigen anderen Berufen eine Zusatzqualifikation. Das Jobcenter meinte nur es währe nicht ihre Aufgabe mir den Abschluss zu ermöglichen oder Qualifizierungen zu bezahlen sondern nur mich zu vermitteln. Ok nach nun 1 1/2 BfD bin ich bei der Agentur für Arbeit die genau diese Methode einfach fortführt und mir angeraten hat einfach "Helferjobs" anzunehmen, wobei ich bitte beachten soll minimal 16 Wochenstunden zu Arbeiten damit ich aus der Bearbeitungspflicht der Agentur entfalle und ich als "Vermittelt" gelte. Die erste Handlung war natürlich ein "Bewerbungstraining" das aus den Inhalten einer Gratiswebsite bestand und mir wertvolle Tipps gegeben hat wie "Wenn eine Frau auf dem Foto und bei einem Vorstellungsgespräch einen möglichst tiefen Ausschnitt zeigt, erhöht sich die Chance für eine Einstellung um ca. 68% wie Studien belegen." Mal abgesehen davon das solche Methoden in meinen Augen blanken Sexismus darstellen so ist es auch nicht gerade förderlich wenn solche "Lehrgänge" über Staatsmittel finanziert werden. Ich für meinen Teil suche einfach weiterhin und hoffe das ich es auch irgendwann schaffe meine ehrenamtlichen Tätigkeiten im sozialen Bereich auch Hauptberuflich ausüben zu dürfen, denn wenn ich diese Ausbildung annehmen würde so wurde bereits angedroht sämtliche Leistungen einzustellen für die dauer der Ausbildung. Tja zum Glück braucht keiner mehr Sozialassistenten als Pflegekräfte oder in sonstigen Berufszeiten....
Sorry, aber ich würde erst einmal an der Rechtschreibung feilen, dann klappt es auch mit dem Job

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karljosef 30.04.2018, 23:19
14. Dass ich nicht lache...

Zitat von pepe-b
Tja, dann schauen Sie sich doch mal die Tarifabschlüsse der letzten paar Jahre an. Die Statistiken sind da eindeutig - weshalb auch Renten und Mindestlohn stärker angehoben werden als die Jahre davor. Von Zurückhaltung kann ich da nichts mehr erkennen. Beispiel Metall: 4,3% dieses Jahr - wo sonst ca 2% üblich waren.
Die Tarifabschlüsse steigen also.

Auch die der Verleihfirmen?

Habe ich noch nie etwas von gehört!
Und die Anzahl der Arbeitnehmer in dieser Ganovenbranche steigt unenentwegt.

Die Anzahl der Firmen, die aus dem Arbeitgeberverband steigt außerdem auch noch.
_________________________________________
Nebenbei, wir erstreikten vor etlichen Jahren die 35-Stunden-Woche!

Hören Sie sich mal in Ihrer Bekanntschaft um, wer die hat.

Ausnahmen bei den Direktangestellten in den großen Firmen bestätigen die Regel...

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elli1965 01.05.2018, 00:09
15. Fachkräftemangel? Aber nicht in Deutschland!

Ich war von November bis März arbeitslos in Hamburg, aber als Fachinformatiker mit 52 gab es zu 50% der Bewerbungen keine Antwort, zu 40% Absagen und in den paar Vorstellungsgesprächen dann war auch Schluss. Am besten haben mir die Stellenanzeigen gefallen, bei denen man sich selbst möglichst niedrig anbieten darf. Ich habe in der ganzen Zeit genau eine Stellenanzeige gesehen, die mich auch ansprach. Diese Stelle war ausgeschrieben für Spanien; inklusive Gehaltsangabe, Umzugs- und Eingliederungshilfe sowie einer korrekten Beschreibung der Anforderungen und des Arbeitsplatzes. Was soll ich noch sagen außer Adios Deutschland. Es hat jedenfalls geklappt, der Job macht Spaß und die Qualifikation wird wirklich geschätzt. So eine Lebensqualität wie jetzt hatte ich in den letzten 20 Jahren jedenfalls nicht mehr. Es gibt eine Menge junger Spanier mit Hochschulabschluss ohne Job, aber deutsche Arbeitgeber sind wohl zu blöde und unflexibel sich diese zu holen. Dann muss halt weiter gejammert werden, obwohl es kaum jemand ernst nimmt.

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hansriedl 01.05.2018, 00:09
16. Hart aber Fair

In der Sendung" Hart aber Fair" im ARD wurden Praktiken von Firmen aufgezeigt um Mindestlöhne zu unterlaufen.
Beispiel Baufirmen, mit sechs Subunternehmen wo jede Firma an Aufträgen wie Arbeitsvermittlung Mitnascht.
Für den letzten im Glied langt es nicht mal zum Mindestlohn. Obwohl Mindestlöhne Gesetzlich verankert sind
kann nicht Geklagt werden da Subunternehmer sich in Luft auflösen. Es gibt zu wenig Kontrollen, auch fehlen
harte Strafen die abschrecken.
Nicht anders ist es bei der D. Post, ein Staatsunternehmen mit Prekären Arbeitsvertägen von sechs Monatlicher Bindung. Wer sich beschwert wird gegangen, es gibt genug andere die von Arbeits Agenturen in
solche Jobs gedrängt werden.
Derartige Sklavenlöhne in Deutschland bringen alle Firmen im EU Raum in Schwierigkeiten, so werden sie gezwungen nachzuziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Ein Teufelskreis, aus dem es kein entrinnen gibt.

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GoaSkin 01.05.2018, 02:25
17.

Die Arbeitsagentur sollte Arbeitslosen lieber berufliche Weiterbildungsmaßnahmen anbieten, statt ein sinnloses Bewerbungstraining nach dem Nächsten. Die meisten offenen Stellen bleiben unbesetzt, weil es zu wenige Bewerber mit dem notwendigen beruflichen Know-How gibt - und nicht deshalb, weil Bewerbungen eher schlecht formuliert sind.

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nite_fly 01.05.2018, 04:55
18. Wen wundert das denn????

Die Arbeitgeber suchen Mitarbeiter im Alter von um die 20 Jahren, mit Doktortitel und mindestens 30-jähriger Berufserfahrung, bei minimalster Bezahlung!!
Ich bin ein erfahrener IT-Dienstleister, aber leider schon 55 Jahre alt...
Noch habe ich einen Job, doch ich muss aufgrund meines Alters täglich darum bangen!
Sollte ich heute arbeitslos werden, stecke ich nach einem Jahr in Hartz-IV!!!
Denn den Yuppies in den Personalabteilungen ist keiner mehr gut genug: Jemand wie ich würde da schon, aufgrund meines Alters, durchs Raster fallen und gar nicht mehr zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden...
Wir haben definitiv keinen Fachkräftemangel in Deutschland, sondern eher eine inzwischen vollkommen überzogene Vorstellung der Unternehmen dessen, welche Mitarbeiter die sich vorstellen...
Die sollen am besten 7/24 arbeiten, dabei aber nur 8 Stunden bezahlt werden, und das zum Lohn einer Reinigungskraft.
Dabei sollen sie natürlich jung, ungebunden, und maximal leidensfähig sein.
Aber die Berufserfahrung von 30 Jahren in ihrem Job sollen sie dann auch noch haben...

Naja, wenn das die Fachkräfte sind, die die suchen, dann kann ich das Thema Fachkräfte-Mangel sehr gut verstehen! Doch solche Fachkräfte werden sie nur schwer finden, und die, die wirklich ansatzweise diesen vollkommen überzogenen Anforderungen entsprechen, werden sie auch nicht halten können...
Wir haben keinen Fachkräftemangel in Deutschland, sondern nur vollkommen überzogene Vorstellungen dessen, was sich die Arbeitgeber großer Firmen unter einer Fachkraft vorstellt...

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blödbacke 01.05.2018, 06:03
19. Diskrepanz

Auch in meiner Firma suchen wir ständig neue MitarbeiterInnen. "Mit Berufserfahrung" ist gar keine Voraussetzung mehr, wir "bilden" unsere Leute selbst aus (Hochschulabsolventen). Die verdienen aber auch am Anfang dementsprechend wenig. Die Gehälter steigen dann aber auch mehr als um 4%. Wir sind ein ziemlich kleines Unternehmen. Die große Konkurrenz sucht immer die genau passenden Leute. Nur, die gibt der Markt nicht her. Es gibt in unserer Branche keine passenden Ausbildungsberufe oder Studiengänge. Viele meiner Kollegen, mich eingeschlossen, hatten sich bei größeren Firmen beworben und wurden nicht mal zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Jetzt, nachdem wir tw. 3-4 Jahre Training on the Job hatten, werden wir von deren Headhuntern belästigt. Die zahlen viel mehr, machen aber sich nicht die Mühe, die Leute auszubilden. Und zum Kommentar der seit 6 Jahren einen Job suchenden: Hätten Die sich vor 5,5 Jahren einen neuen Ausbildungsplatz gesucht, würden Sie seit 3 Jahren normal verdienen!

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