Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt: Handwerk fordert Abschaffung von Ein-Euro-Jobs

Für Handwerker sind Ein-Euro-Jobs seit langem ein Ärgernis - jetzt nutzen sie die aktuelle Debatte, um dagegen Stimmung zu machen: Sie fordern die komplette Abschaffung der Billigstellen. Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofs nehmen diese anderen Menschen den Arbeitsplatz weg.

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beobachter1960 16.11.2010, 07:42
1. kein Titel

Woher sollen die Gemeinden solche Jobs nehmen ohne feste Arbeitsstellen kaputt zu machen?

Im Prinzip sind fast alle Arbeiten die solche Leute machen auch von bezahlten Kräften zu erledigen. Eine Küchenhilfskraft für 3 Stunden täglich im Krankenhaus? Jemand der für die Gemeinde die Parkmarkierungen erneuert? Ein Straßenkehrer? Ein Hilfsarbeiter im Bauhof?

Das wären alles Arbeiten welche diesselben Leute gegen Bezahlung machen könnten. Schön versichert und ohne Zuschüsse aus den Sozialkassen.

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rodelaax 16.11.2010, 08:10
2. Nehmen Arbeitsplätze weg

War das nicht der eigentliche Sinn der 1 Euro-Jobs? Das Lohnniveau nach unten zu drücken?

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thana 16.11.2010, 08:10
3. ..

Zitat von sysop
Für Handwerker sind Ein-Euro-Jobs seit langem ein Ärgernis - jetzt nutzen sie die aktuelle Debatte, um dagegen Stimmung zu machen: Sie fordern die komplette Abschaffung der Billigstellen. Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofs nehmen diese anderen Menschen den Arbeitsplatz weg.
Beispiel nicht von 2008, sondern von heute: Im 1-Euro Job haben wir erst die Poller an einer vielbefahrenen Straße neu gestrichen (dafür gibt es garantiert ne Firma, die sich über den Auftrag gefreut hätte), dann waren 3! 2 1-Euro Jobber als Hilfshausmeister in einem städtischen Verwaltungsgebäude. Da waren schon 3 festangestellte Hausmeisterhelfer, die allerdings nicht bei der Stadt, sondern beim Träger des 1-Euro Jobs auf 2 Jahre befristet angestellt waren. Richtiger, bei der Stadt angestellter Hausmeister: 1.

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senfdazu 16.11.2010, 08:48
4. Als Handwerksmeister bin ich .....

...darüber hinaus für die Abschaffung der 400 Euro Jobs, welches aber eine grundlegende Einkommensteuerreform mit Abschaffung aller Steuerklassen, etc. erfordert !

Lasst doch die Leute max. 10 Stunden täglich arbeiten. In ein, zwei, oder drei Jobs, bei ein, zwei oder drei Arbeitgebern.
Versteuert, wird alles zusammen nach Einkommenshöhe + Sozialabgaben! - Fertig!
Kein Splitting, kein Kindergeld, keine Steuerschlupflöcher, etc. nur ein angemesssener Freibetrag pro Person.

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PECE 16.11.2010, 09:11
5. 1 € Job = Staatliches Lohndumping

1 € Jobs sind nichts anderes als staatliches Lohndumping. Widerspruch gegen die Abschaffung dieser Arbeitsförderungsmaßnahme kommt allein aus einer Ecke: Von den ABM Gesellschaften, die mit der Verwaltung dieser Maßnahmen sehr viel gutes Steuergeld verdienen und von den Kommunen, die 1 € Jobber als billigst Arbeitskräfte mißbrauchen.
Wenn der Staat verlangt, Gegenleistungen für Sozialleistungen zu erhalten, dann sollte für normale Arbeit auch ein normaler Lohn gezahlt werden, d.h. Tariflohn mit den dazugehörigen Versicherungen!
Ich habe noch keinen 1 € Jobber kennengelernt, der sich besser fühlt, weil er von Vater Staat ausgebeutet wird. Jedem ist bewußt, daß der 1 € Job eine befristete Maßnahme ist, die im Regelfall wieder in die Arbeitslosigkeit mündet.

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wolfgangl 16.11.2010, 09:20
6. Witz!

Die 1 Euro Jobs waren von Anfang an ein Witz! Wer glaubte, sie ersätzen keine normalen Jobs, hat noch nie gearbeitet. Schreibtischtäter! Die Anschaffung ist lange überfällig. Wir brauchen ordentlich bezahlte Jobs, von denen die Menschen leben können, keine Geschenke an die Arbeitgeber!

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k.koch 16.11.2010, 09:30
7. Zimmermänner

heißen Zimmerleute. Und das auf dem Bild sind doch wohl eher Dachdecker ;-))

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jdm11000 16.11.2010, 09:42
8. aber nur..

Zitat von senfdazu
...darüber hinaus für die Abschaffung der 400 Euro Jobs, welches aber eine grundlegende Einkommensteuerreform mit Abschaffung aller Steuerklassen, etc. erfordert ! Lasst doch die Leute max. 10 Stunden täglich arbeiten. In ein, zwei, oder drei Jobs, bei ein, zwei oder drei ......
... wenn der steuerfreie Betrag mindestens 12.000 Euro im Jahr beträgt und im übrigen die maximale Steuerlast nicht mehr als 30 % beträgt. Dann ist das fair - alles andere ist Neidpolitik.

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vHayekFan 16.11.2010, 09:44
9. schon, aber

Zitat von rodelaax
War das nicht der eigentliche Sinn der 1 Euro-Jobs? Das Lohnniveau nach unten zu drücken?
Die klugen Handwerker hatten nur nicht beachtet, dass dies natürlich auch auf mindestens zwei Wegen negativ auf ihre Aufträge wirkt und haben mit am lautesten gejubelt, als Schröder kräftig "reformiert" hat.
So'n Pech aber auch.

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