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Arbeitsmarkt: Mindestlohn-Tricks kosten Bürger und Staat Milliarden
AP

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland haben Anspruch auf Mindestlohn - bekommen aber keinen. Das kostet Beschäftigte und Sozialkassen laut einem Zeitungsbericht fast zehn Milliarden Euro pro Jahr.

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karlm99 23.03.2018, 13:13
50. Mittelfristig

werden im Rahmen der unvermeidlichen Digitalisierung ohnehin der größte Teil der Minijobs verschwinden. Damit löst sich das angesagte Problem von ganz allein. Der größte Abzocker ist doch der gegenwärtige Staat, der sich in immer neuen Rekordüberschüssen bei Steuern und Abgaben weidet. Seine eigenen Bürger nimmt er schlimmer aus als die einstigen Feudalherrn. Bietet aber im Gegensatz immer weniger Schutz und verdammt seine Gescheiterten zu armseliger Harz4-Existenz. Und wenn diese Pech haben auch zu einem Leben auf der Straße. Doch für immer weitere hochdotierte Stellen ist genug in der Kasse. Diese Liga spielt jenseits von Mindestlöhnen.

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discprojekt 23.03.2018, 13:16
51. Also,

Herr Schäuble und Herr Kauder haben viele Verwerfungen, neben Frau Merkel, in Europa und eben in Deutschland zu verantworten.

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thoms1957 23.03.2018, 13:22
52. Mindestlohn muss auch kontrolliert werden

Abgesehen von der Tatsache, dass der Mindestlohn unanständig niedrig ist, dass er von Politikern und Lobbyisten beschlossen wurde, die selbstverständlich nur für ein zigfaches arbeiten und dass er von Sozialdemokraten als auskömmlich betrachtet wird - abgesehen davon wird er noch nicht einmal halbwegs kontrolliert, schon wegen des Personalmangels beim Zoll. Im FDP - Sprech heißt das: Wirtschaftsförderung durch Entbürokratisierung.

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hevopi 23.03.2018, 13:28
53. Was soll denn ein Gesetz,

wenn es nicht eingehalten wird und wie immer die ehrlichen Steurzahler es finanzieren?

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markus_wienken 23.03.2018, 13:48
54.

Zitat von radius21
Unbezahlte Überstunden, nicht gezahlte Mindestlöhne. In welcher Bananrepublik leben wir hier eigentlich? Das sind keine Firmen sondern Kriminelle. Bosse die so etwas machen gehören in den Knast.
Dem stimme ich zu.
Wäre ich ein solcher Arbeitnehmer, so würde ich meinen Chef entsprechend verklagen.

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markus_wienken 23.03.2018, 13:52
55.

Zitat von hevopi
wenn es nicht eingehalten wird und wie immer die ehrlichen Steurzahler es finanzieren?
Es liegt an den betroffenen Arbeitnehmern (sich zu organisieren und) sich zu wehren und gegen derartige Praktiken zu klagen.

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Das Pferd 23.03.2018, 14:04
56.

Zitat von hevopi
wenn es nicht eingehalten wird und wie immer die ehrlichen Steurzahler es finanzieren?
da kann man sich den Mund fusslig erklären.....

1. Daten aus 2016, ein Jahr nach Einführung. Grade im Kleingewerbe oder bei bei der deutschen Sprache nicht mächtigen Unternehmern ist so was nicht in einem Jahr durchgesetzt. Bis heute hat sich das Problem mindestens halbiert.

2. Zahlen immer in Bezug zur Basisgröße setzten. Das waren 0,5% der gesamt Bruttolohnsumme. also heute 0,2...0,3%. Das ist immer noch Betrug. Aber allgemeines Nichteinhalten ist was anderes. Bei jeder Steuer, jeder Subvention und jeder gesetzlichen Vorschrift die Kosten verursacht fangen sofort alle Betroffenen an zu rechnen, ob man da nicht irgendwie daraus Nutzen ziehen kann. Ich finde die Quote eigentlich einen schönen Erfolg für den Mindestlohn.

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berlin-steffen 23.03.2018, 14:09
57. Da liegen Sie falsch.

Zitat von Mondlady
Die baldige SPD-Spitzenfrau hat sich doch den Mindestlohn ständig auf die Fahnen geschrieben als großen Erfolg ihrer Zeit als Arbeitsministerin. Da sieht man doch mal wieder, wie man die Realitäten verdrehen kann und trotzdem nicht zur Verantwortung gezogen wird!
Nur durch die SPD kam der Mindestlohn. Den Christen in der Regierung ist sowas etwas Teuflisches. Und wie schon andere Foristen schreiben, ohne strenge Kontrolle sparen sich viele Firmen den Mindestlohn. Und für die laxe Auslegung der Kontrollregeln war unsere "schwarze Null", der Herr Schäuble von den, ja, richtig, von den christlichen Parteien zuständig. Der gönnt uns einfachen Arbeitnehmern nicht mal den Mindestlohn, die Reichen und Superreichen hat er aber ordentlich gepampert. Mag Gott uns Arme nicht so?

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berlin-steffen 23.03.2018, 14:37
58. Nicht der Staat an sich ist der Blutsauger,

Zitat von karlm99
werden im Rahmen der unvermeidlichen Digitalisierung ohnehin der größte Teil der Minijobs verschwinden. Damit löst sich das angesagte Problem von ganz allein. Der größte Abzocker ist doch der gegenwärtige Staat, der sich in immer neuen Rekordüberschüssen bei Steuern und Abgaben weidet. Seine eigenen Bürger nimmt er schlimmer aus als die einstigen Feudalherrn. Bietet aber im Gegensatz immer weniger Schutz und verdammt seine Gescheiterten zu armseliger Harz4-Existenz. Und wenn diese Pech haben auch zu einem Leben auf der Straße. Doch für immer weitere hochdotierte Stellen ist genug in der Kasse. Diese Liga spielt jenseits von Mindestlöhnen.
sondern die, die die Gesetze machen oder anwenden (sollen). Da mangelt es den etablierten Regierungsparteien sehr an Elan. Allen voran die "schwarze Null" Schäuble. Die großen und mittelgroßen Konzerne und Firmen können Steuern sparen oder ganz vermeiden und Subventionen abgreifen. Alles tiefer und wir Arbeitnehmer sind die Doofen. Also nicht der kleine Hartzer ist der Sozialschmarotzer, sondern die globalen Firmen und ihre politischen Helfer.

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willi2004 23.03.2018, 14:45
59. Sie haben keine Ahnung von den Lebensverhältnissen ...

Zitat von christian-h
1) Dann müssen die eben zu machen, ansonsten ist es eben nur Ausbeutung der Arbeitskraft. 8,5 Euro Mindestlohn bei einer Vollzeitstelle ergibt rund 1.450 Euro brutto. Jetzt können Sie ausrechnen was davon noch netto bleibt und wie sich das auf eine spätere Rente auswirkt. 2) Ja und? So muss der AN noch .....
in manchen Regionen. In meiner Gegend kann man von 1450,00 Brutto sehr gut leben. Ich selber habe mit 1000,00 EUR Netto und 1.100,00 EUR meiner Frau ein Haus gekauft und mußte nur 10.000 EUR noch für Renovierung und Umbau reinstecken. 5 Jahre haben wir mit diesem Gehältern gut gelebt. Jetzt verdienen wir mehr, übrigens als Leiharbeiter weitervermittelt.

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