Forum: Wirtschaft
Arbeitsmarkt, Rente, Finanzen: Das haben Macron und Le Pen mit Frankreichs Wirtschaft
AFP

Wer wird Frankreichs nächster Präsident? Eine EU-Gegnerin, die das Land abschotten will? Oder ein Sozialliberaler, der umfassende Reformpläne für die marode Wirtschaft hat? Die wichtigsten Positionen im Vergleich.

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tomrobert 24.04.2017, 19:57
1. Wieder zu Lasten der kleinen Leute

Das Wort "Reform" bedeutet nichts anderes als Sozialabbau! Wer Reformen wirklich will muss die Besitzstaende der einfachen Buerger veraendern aber nicht abschaffen. Wer flexible Löhne will der soll ein bedingungses Grundeinkommen akzeptieren.Wer flexible Arbeitseiten fodert der soll die Flexibilität auch bezahlen.Ansonsten nimmt man den Leuten nur
die Markmacht und liefert sie der Willkür des Marktes aus.

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maggelan07 24.04.2017, 20:05
2. Brexit, Le Pen & Co

Traditionelles Handwerk, Fischerei, Landwirtschaft - alles kaputt wegen der EU-Politik ?
Nein ! Wer gibt den der Industrie und billigen MAssenproduktion und Leerfischung der Weltmeere die Macht ??
DER KONSUMENT ! Niemand sonst.
Die EU kann nur Rahmenbedingungen schaffen, die Wirtschaft eines Landes vorantreiben kann nur der Bürger selbst !
Ein weiteres Problem liegt in der konservativen und statischen Denkweise vieler klassischer Arbeitnehmer.
Leben und Beruf bedeuten gerade heutzutage: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, vielseitige Fähigkeiten. Das posaunen hierzulande alle Arbeitgeber in den Arbeitsmarkt.
Und warum hat Deutschland nicht die probleme wie Nordfrankreich, die provinz oder England?
Seit Jahrzehnten steuert der umweltbewusste Verbraucher die Wirtschaft: Heute gibt es keine Massen-Industrie mehr, die auch
Klasse statt MAsse herstellt: gerade im FOOD-Bereich, aber auch im Non-Food-Bereich. Nicht nur ALDI & Co haben ein Bio-Sortiment -
der deutsche Konsument denkt seit Jahrzehnten um und hat somit
das geschaffen, was wir heute bewundern: eine brummende, florierende deutsche Wirtschaft.
Warum ist das so ? Wegen der nationalen (deutschen) Politik und der Parteien-Landschaft. Die Grünen, damals auch noch die Alternative Liste ect & Co-KG haben seit Jahrzehnten mit dazu beigetragen, das deutsche Volk ethisch umweltbewust zu prägen. Das schlägt sich im Konsumverhalten nieder.
Diese Fähigkeitd er Flexibilität, des Umdenkens und der sozialen Gerechtigkeit fehlt den anderen Ländern, die rechts-konservativ wählen. Diese glauben immer noch, dass nicht sie selbst Schmied ihres Schicksals sind, sondern die Politiker an allem schuld sind.
Die Deutschen haben diesen Irrglauben durch den durchlebten Nationalsozialismus teuer bezahlen müssen und sind klüger geworden, die anderen EU Länder noch nicht, bis auf Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden...
Also die nationale Politik-Landschaft der Nationen und deren Bürger selber sind daran schuld, dass soviele ihr Heil im Rechtsextremismus sehen. Das müssen die Bürger dieser Nationen schnell lernen, dass sie irren, andernfalls zerstören sie die EU.
Nirgendwo wie in Deutschland gibt es den hohen Bildungsauftrag und die Aufklärung des Bürgers. Ich hoffe, die anderen EU-Länder lernen daraus.

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RalfHenrichs 24.04.2017, 20:13
3. Da die SPON-Diagnose falsch ist,

dass Frankreich unter einem starren Arbeitsmarkt leidet, ist klar, dass es keinen Sinn macht, zu überprüfen, ob Macrons oder Le Pens Therapie die bessere Antwort auf die Diagnose ist. Die beste Antwort, wie vor kurzem noch über 100 Ökonomen dargestellt haben, auf Frankreichs Wirtschaftsprobleme hatte Mechelon, aber der ist ja vor kurzem gescheitert. Le Pen kann es egal sein, ob sie die Stichwahl gewinnt oder nicht. Verliert sie, dürfte sie 2022 richtig gute Chancen haben, da Macron Frankreich mit seinem Wirtschaftsprogramm in ein wirtschaftliches Chaos führen wird.

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m.sielmann 24.04.2017, 20:16
4. Wirklich?

Sie meinen, wenn der Arbeitsmarkt flexibler wäre, wären Autos französischer Produktion attraktiver? Bitte untermauern Sie doch ihre Aussagen mit Fakten oder lassen Sie sie weg. Aber was haben denn Regeln auf dem Arbeitsmarkt mit BEschäftigung zu tun? Unternehmen stellen ein, weil Sie Leute brauchen, nicht weil die Leute möglichst wenig Rechte haben. Sonst müsste doch die Beschäftigung in Süd- und Osteuropa boomen und in Schweden die Arbeitslosigkeit hoch sein.

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frenchie3 24.04.2017, 20:16
5. Was die beiden machen wollen

ist das Eine. Was die machen können ist total entgegengesetzt, wir reden hier von Frankreich. Hier hält sich jede Gruppe für wichtiger als die andere und nutzt seine jeweilige Macht aus. Der Arbeiter über die Putzfrau, der Angestelle über den Arbeiter, die Chefsekretärin über das Personal usw usw. Und es wären die ersten französischen Politiker die aus einer guten Idee etwas sinnvolles machen würden. So richtig durchdacht und durchgerechnet. So etwas müssen wir bei beiden nicht befürchten.

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alice-b 24.04.2017, 20:21
6. Naja

so tolle wird es für Deutschland nicht werden wenn Macron die Stichwahl gewinnt.
Eurobonds, gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzminister für die Europäische Union, dass die Eurozone ein eigenes Budget für Investitionen erhält.
Und all das soll Deutschland finanzieren, nach seinen Vorstellungen. Also ich bin kein Rechter, aber was zu weit geht zu weit.
Betrachtet man sich nur, den bereits bestehen Beamtenapparat in Brüssel, mit seiner Effizienz an, was wird es erst dann.

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latimer 24.04.2017, 20:22
7. 35 Stunden Woche?

Genau diese Maßnahme ist es doch, die es für Frankreich so schwierig gemacht hat! Jede Überstunde wird kontrolliert, Mitarbeiter bespitzeln Mitarbeiter und ein konzentriertes Miteinander ist nicht mehr möglich. Auf der Strecke bleibt dann, zum Schaden aller: die gesamte Wirtschaft... Armes Frankreich.

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Atlantto 24.04.2017, 20:24
8. Etikettenschwindel

unglaublich für was heutzutage die Begriffe soziale Marktwirtschaft und sozialliberal verwendet werden. Nennt ihn liberal oder neoliberal - aber nicht sozialliberal.

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toskana2 24.04.2017, 20:28
9. schwacher Kandidat

Ich bin selbst ein überzeugter Europäer
und weiß auch, dass Le Pen,
würde sie gewählt werden,
das Land in die Isolation führen würde.

Meine Zweifel über den Kandidaten Macron:

Er ist schmächtig, hat annähernd null Charisma
und wird wahrscheinlich nicht den Durchsetzungswillen aufbringen,
wenn es gilt, Reformen durchzubringen.

Die, die ihn wählen werden,
sind wohl heute ahnungslos, was auf sie zukommt!
Der Euphorie, wird die Enttäuschung folgen
- wie es schon oft bei Wahlen geschieht.

Sein grösster Wahlunterstützer bleibt Marie Le Pen!

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