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Arbeitsmarkt: Zahl der offenen Stellen erreicht Rekordniveau
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Handelsstreit mit den USA, Brexit und Autoindustrie in Aufruhr - kein Wunder, dass die Konjunktur leidet. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist aber sehr robust.

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christian-h 20.02.2019, 12:34
60. Angabe

Zitat von interessierter Laie
1)Wenn der AG keine Leute findet, was in vielen Fällen schon passiert, hat der AN die Auswahl. 2)Schauen Sie mal, was bspw. Handwerker inzwischen für Schwierigkeiten haben, Nachwuchs zu finden. 3)Und ich behaupte, es gibt (!!!) gar keinen Niedriglohnsektor! 4)Es gibt Leute, die für dieselbe Arbeit mehr Kohle kriegen. 5)Deren Arbeitgeber mehr drauflegen, weil deren Arbeit mehr wert ist, als 0815.
1) Wenn die AG alle im selben Gehaltssegment unterwegs sind, hat der potentielle AN genau welche Auswahl? Nehmen Sie Reinigungskräfte / Leiharbeiter / Wachschutz / Busfahrer etc. die Einkommenshöhe ist da eher vorgegeben, vor allem wenn es noch einen Tarif gibt.
Aktuelles Beispiel: In Berlin werden Fahrer für den ÖPNV knapp. Verdienst größtenteils 2.100 Euro brutto / Monat.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bvg-busfahrer-krank-zwoelfmal-mehr-ausgefallene-fahrten-a-1253424.html

2) Richtig, und woran liegt das? Haben die Unternehmen in der Industrie (Automobilindustrie / Maschinenbauindustrie / Chemische Industrie) die gleichen Probleme? Nein, weil dort eben besser bezahlt wird und die Arbeitsbedingungen zum Teil auch besser sind.

3) Aha, auf Grund welcher Datenlage? Offiziell liegt in Deutschland der Niedriglohnsektor vor, wenn weniger als 10 Euro/h bezahlt werden.
Können Sie sich ja ausrechnen, das dabei Vollzeit nur 1.680 Euro / Brutto bei rumkommen und Netto dann noch einiges weniger.

4) Richtig, nehmen Sie z.B. den Festangestellten und den Leih-/Zeitarbeiter. Gleiche Tätigkeit, unterschiedliches Gehalt.
Sie haben auch Unterschiede hinsichtlich der Unternehmensgröße.
Bei größeren Unternehmen verdient man i.d.R.mehr als bei kleinen Unternehmen.

5) Das können Sie gar nicht beurteilen, wenn Sie einen neuen MA einstellen. Desweiteren haben Sie immer noch den Denkfehler das Sie glauben es gäbe für jeden eine gutbezahlte Arbeitsstelle.
Wenn ein AG aus 10 potentiellen AN wählen kann, dann nimmt er eben den, der am besten zu den entsprechenden Vorstellungen passt. Das muss noch nicht mal zwangsweise der beruflich bessere sein. Das heißt dann auf der anderen Seite, das 9 pot.MA leer ausgehen, aus welchen Gründen auch immer.

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cave68 20.02.2019, 13:51
61.

Zitat von christian-h
1) Wenn die AG alle im selben Gehaltssegment unterwegs sind, hat der potentielle AN genau welche Auswahl? Nehmen Sie Reinigungskräfte / Leiharbeiter / Wachschutz / Busfahrer etc. die Einkommenshöhe ist da eher vorgegeben, vor allem wenn es noch einen Tarif gibt. Aktuelles Beispiel: In Berlin werden Fahrer für den ÖPNV knapp. Verdienst größtenteils 2.100 Euro brutto / Monat. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bvg-busfahrer-krank-zwoelfmal-mehr-ausgefallene-fahrten-a-1253424.html 2) Richtig, und woran liegt das? Haben die Unternehmen in der Industrie (Automobilindustrie / Maschinenbauindustrie / Chemische Industrie) die gleichen Probleme? Nein, weil dort eben besser bezahlt wird und die Arbeitsbedingungen zum Teil auch besser sind. 3) Aha, auf Grund welcher Datenlage? Offiziell liegt in Deutschland der Niedriglohnsektor vor, wenn weniger als 10 Euro/h bezahlt werden. Können Sie sich ja ausrechnen, das dabei Vollzeit nur 1.680 Euro / Brutto bei rumkommen und Netto dann noch einiges weniger. 4) Richtig, nehmen Sie z.B. den Festangestellten und den Leih-/Zeitarbeiter. Gleiche Tätigkeit, unterschiedliches Gehalt. Sie haben auch Unterschiede hinsichtlich der Unternehmensgröße. Bei größeren Unternehmen verdient man i.d.R.mehr als bei kleinen Unternehmen. 5) Das können Sie gar nicht beurteilen, wenn Sie einen neuen MA einstellen. Desweiteren haben Sie immer noch den Denkfehler das Sie glauben es gäbe für jeden eine gutbezahlte Arbeitsstelle. Wenn ein AG aus 10 potentiellen AN wählen kann, dann nimmt er eben den, der am besten zu den entsprechenden Vorstellungen passt. Das muss noch nicht mal zwangsweise der beruflich bessere sein. Das heißt dann auf der anderen Seite, das 9 pot.MA leer ausgehen, aus welchen Gründen auch immer.
zu 3)
wie oft habe ich sowie Forist markus-wienken letztens ihnen schon erklärt,dass die Bezahlung im Handwerk mittlerweile alles andere als schlecht ist...
Wie lange wollen sie das noch mit dem Gegenteil schlechtreden....
natürlich verdient so manch einer in der Industrie besser....ändert aber nichts an der Sache,dass es nicht sein kann,dass wir immer noch eine Riesenzahl Arbeitslose haben...davon auch genügend,die eine Handwerkerlehre absolvieren können.
Kommen sie jetzt bitte nicht wieder mit dem falschen Argument dass man von einem Handwerksjob nicht leben könnte....oder informieren sie sich mal besser bei Selbigen.
Mir kommt es langsam so vor, als hätten sie vor 7,8 Jahren (wenn überhaupt)zum letzten einen Handwerker nach seinem Verdienst gefragt....wenn ja dann äussern sie sich doch nicht zu Dingen von denen sie keinerlei aktuelle Daten und Zahlen kennen.

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interessierter Laie 20.02.2019, 13:52
62.

Zitat von christian-h
1) Wenn die AG alle im selben Gehaltssegment unterwegs sind, hat der potentielle AN genau welche Auswahl? Nehmen Sie Reinigungskräfte / Leiharbeiter / Wachschutz / Busfahrer etc. die Einkommenshöhe ist da eher vorgegeben, vor allem wenn es noch einen Tarif gibt. Aktuelles Beispiel: In Berlin werden Fahrer für den ÖPNV knapp. Verdienst größtenteils 2.100 Euro brutto / Monat. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bvg-busfahrer-krank-zwoelfmal-mehr-ausgefallene-fahrten-a-1253424.html 2) Richtig, und woran liegt das? Haben die Unternehmen in der Industrie (Automobilindustrie / Maschinenbauindustrie / Chemische Industrie) die gleichen Probleme? Nein, weil dort eben besser bezahlt wird und die Arbeitsbedingungen zum Teil auch besser sind. 3) Aha, auf Grund welcher Datenlage? Offiziell liegt in Deutschland der Niedriglohnsektor vor, wenn weniger als 10 Euro/h bezahlt werden. Können Sie sich ja ausrechnen, das dabei Vollzeit nur 1.680 Euro / Brutto bei rumkommen und Netto dann noch einiges weniger. 4) Richtig, nehmen Sie z.B. den Festangestellten und den Leih-/Zeitarbeiter. Gleiche Tätigkeit, unterschiedliches Gehalt. Sie haben auch Unterschiede hinsichtlich der Unternehmensgröße. Bei größeren Unternehmen verdient man i.d.R.mehr als bei kleinen Unternehmen. 5) Das können Sie gar nicht beurteilen, wenn Sie einen neuen MA einstellen. Desweiteren haben Sie immer noch den Denkfehler das Sie glauben es gäbe für jeden eine gutbezahlte Arbeitsstelle. Wenn ein AG aus 10 potentiellen AN wählen kann, dann nimmt er eben den, der am besten zu den entsprechenden Vorstellungen passt. Das muss noch nicht mal zwangsweise der beruflich bessere sein. Das heißt dann auf der anderen Seite, das 9 pot.MA leer ausgehen, aus welchen Gründen auch immer.
1) Es gibt Reinigungskräfte für 10 EUR und es gibt solche, die für mehr als 15 EUR arbeiten. Und wenn es einen Tarif gibt, und der AG niemanden findet, wird er wohl oder übel AT bezahlen müssen, denn er kann ja nicht alles allein machen. Berlin ist auch nicht der Nabel der Welt und die BVG dieser Pleitemetropole auch nicht der einzige AG - auch nicht für Busfahrer.
2) es gibt auch schlecht bezahlte Chemiker...
3) "Sektor" ist der falsche Begriff. Das klingt so, als sei man in einem räumlichen oder fachlichen Bereich gefangen. Das ist aber eben nicht so. Es gibt Leute, die schlecht bezahlt werden. Das ist aber kein "Sektor".
4) Wenn ein Unternehmen die Arbeit besser entlohnen kann als ein anderes, ist es offensichtlich besser darin, die Arbeitskräfte einzusetzen. Es zieht aus der Ressource mehr Ertrag. Also ist es nicht nur für den AN besser, zu dem besseren AG zu gehen. Es sorgt dafür, dass der bessere AG an die (knappe) Ressource kommt. Das nennt sich Steuerungsfunktion des Marktes.
5) Die 9 anderen kriegen sie als AG doch gar nicht. Wenn Sie einen interessierten und offenbar geeigeten Bewerber kriegen, sind sie in den meisten Bereichen froh. Allerdings spreche ich hier von Menschen, die einen einen Beruf ausüben wollen und nicht solchen, die Jobs machen.

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christian-h 20.02.2019, 14:13
63. Angabe

Zitat von cave68
1)wie oft habe ich sowie Forist markus-wienken letztens ihnen schon erklärt,dass die Bezahlung im Handwerk mittlerweile alles andere als schlecht ist... 2)Mir kommt es langsam so vor, als hätten sie vor 7,8 Jahren (wenn überhaupt)zum letzten einen Handwerker nach seinem Verdienst gefragt...
1) Sie können erklären was Sie wollen, die Realität sieht nunmal anders aus, siehe diverse Übersichten zu Gehältern.
Desweiteren müssen Sie eben auch differenzieren zwischen Meister / Geselle, großen und kleinen Unternehmen, Unternehmen mit Tarifbindung und ohne, Arbeitsort.

2) Ich hatte es Ihnen schon in den anderen Beiträgen dieser Art versucht zu erklären. Ich kann auf tagesaktuell Einkommen diverser Handwerker zurückgreifen die sowohl in großen wie auch kleinen Unternehmen tätig sind, aber auch in der Leih- und Zeitarbeit.
Inkl. der körperlichen Abnutzungserscheinungen bei einem Alter von 55+ (Knie / Rücken / Gelenke).

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christian-h 20.02.2019, 14:35
64. Angabe

Zitat von interessierter Laie
1) Es gibt Reinigungskräfte für 10 EUR und es gibt solche, die für mehr als 15 EUR arbeiten. 2)Und wenn es einen Tarif gibt, und der AG niemanden findet, wird er wohl oder übel AT bezahlen müssen, 3)Berlin ist auch nicht der Nabel der Welt ... 4) es gibt auch schlecht bezahlte Chemiker... 5) "Sektor" ist der falsche Begriff. 6) Wenn ein Unternehmen die Arbeit besser entlohnen kann als ein anderes, ist es offensichtlich besser darin, die Arbeitskräfte einzusetzen. 7) Die 9 anderen kriegen sie als AG doch gar nicht.
1) Das wird es geben, nur dürfte der größte Teil eher für 10 Euro arbeiten als für 15 Euro. Nicht umsonst arbeiten mehr wie 20% aller Beschäftigten für 10 Euro und weniger die Stunde.

2) Sie haben es leider immer noch nicht verstanden. Der AG muss gar nichts. Wenn der AN zu hohe Gehaltsforderungen stellt wird entweder gar nicht eingestellt, auf andere AN verteilt oder auf Leih-/Zeitarbeiter umgestellt. Schauen Sie sich doch diverse Berichte und Artikel darüber im Internet an.

3) Das ist richtig, nur Berlin ist überall. Es fehlt an Lokführern, Busfahrern etc. nicht nur in Berlin.

4) Das kann durchaus sein, nur ist der IGBCE Tarifvertrag besser ebenso wie der IG Metall Tarifvertrag. Und die MA die danach vergütet werden können sicher nicht klagen.

5) Was soll diese Kleingeistigkeit. "Sektor" ist der richtige Begriff, denn dieser definiert einen "Bereich" / "[Sach]gebiet. Schauen Sie im Duden nach. Und es gibt nunmal einen Bereich (Sektor) wo laut Definition nun mal nur ein Niedriglohn gezahlt wird, welcher mit 10 Euro/h definiert wird.

6) Das ist Unsinn, denn dann würden Sie festlegen, das die AN die nur wenig verdienen eben auch nur schlechte Arbeitskräfte sind.
Ein Unternehmen agiert ja nicht im freien Raum sondern muss eben auch beachten was der Kunde zahlen kann/möchte.

7) Richtig, daher können Sie auch nicht beurteilen ob ein andere besser wäre. Die anderen 9 gehen eben leer aus, daher hat der AN keinen Einfluss darauf ob er genommen wird oder nicht.

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