Forum: Wirtschaft
Arbeitsministerin Nahles: "Der Staat garantiert allen Riester-Sparern ihr Geld"
DPA

Horst Seehofer hält die Riesterrente für gescheitert, Ökonomen fordern ihr Aus. Nun stellt Arbeitsministerin Nahles klar: Jeder Sparer behält sein Geld, "auch die Zulagen zahlt der Staat weiter".

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obreot 24.04.2016, 07:04
60. 1+1 ergibt endlich 2

Schön, dass die Riestersparer ihr Geld behalten....Und wieder wird unterschlagen , das die Riesterrente bei Fälligkeit voll versteuert wird, natürlich mit dem höheren persönlichen Steuersatz. Reicht die Riesterrente nicht wird sie vollständig mit der mageren Grundsicherung verrechnet. Viele Riestersparer müssen weit über 90 Jahre alt werden um ihr Eingezahltes Geld wieder zu haben......es wäre so einfach...die Niederländer haben eine Grundrente von 1100€, die bekommt jeder ohne Abzüge oder Verrechnungen. Steuerfinanzierung und unbürokratisch.

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dummmichel 24.04.2016, 07:05
61. Lebensfremd?

Auch eine Rente mit 67 oder 65 ist in der heutigen Arbeitwelt schon lebensfremd. Viele Arbeitnehmer scheiden heute mit ende 50 schon aus dem Arbeitsleben, weil die Arbeit sie einfach schon zu fertig gemacht hat. Das gilt auch nicht mehr für weniger hochqualifizierte Berufstätige, sondern auch immer mehr Akademiker fallen durch Krankheit etc. in diesem Alter bereits weg.

Lebensfremd sind höchstens solche Politiker, die regelmäßig über das Renteneintrittsalter entscheiden wollen aber dann doch nichts auf die Kette bringen.

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tobias_schneider 24.04.2016, 07:05
62. Die Renten sind sicher ...

... hat Norbert Blüm 1997 von sich gegeben. Jeder weiß, wie der Stand knapp 20 Jahre später ist. Und wie werden wir wohl in weiteren 20 Jahren auf die Riesterrente zurückschauen?

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awoth 24.04.2016, 07:06
63. Frau Ministerin Nahles!

Glauben Sie wirklich selber, was Sie da sagen? Wenn nicht, dann ist das einfach gemein den kleinen Leuten hehenüber. Wenn Sievescallerdings selber glauben, sei Hnen gedankt, aber auch ein anderer Job empfohlen....

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AxelSchudak 24.04.2016, 07:13
64. Selbstbestimmung?

>jeder sollte selbst bestimmen können, wann er in Rente geht

Aha. Wenn also jemand erst mit 70 mit der Arbeit aufhören WILL, dann geht das also auch?

Ich kenne diverse Lehrer, die gerne - meist mit reduzierter Stundenzahl - weiterunterrichten würden und dazu auch in der Lage wären, aber dennoch zwangsweise aufhören müssen. Ich vermute auch in anderen Berufen gibt es einen Anteil, die das gerne tun würden. "Selbstbestimmt" darf aber nicht nur in die Richtung gehen, die ideologisch gewünscht ist - dann lasst den Begriff lieber weg.

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jr125gr 24.04.2016, 07:18
65. Ich bin für allgemeinen Fond!

Um die Kranken- und Rentenversicherung zu stabilisieren würde ich einen Fond gründen und insgesamt die Rentenbeiträge um 0,1% heute erhöhen! Das Geld würde ich in Sozialwohnungen vor allen in Ballungsgebieten und Energiesparprojekten der Öffentlichen Hand stecken. Erst in 10 Jahren die Rendite aus den Projekten und in 15 Jahren das Kapital langsam über 20 Jahre (5%) in die Kranken- und Rentenversicherung stecken! Zum einem würde die heutige Wohnungsnot in den Ballungsgebieten gelindert werden als auch die Umwelt würde Profitieren.
Dieser Fond da er ja Öffentliche Aufgaben übernimmt würde ich durch den Staat Steuerfrei stellen! Er sollte auch von den Öffentlichen Subventionen für Sozialwohnungen profitieren dürfen!

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wally76 24.04.2016, 07:18
66. 35% Rendite

Ich zahle jährlich 2100 Euro ein und bekomme mit zwei Kindern 754 Euro Zulagen. Macht 35% Bruttorendite. Da interessiert mich die Vertriebsgebühr überhaupt nicht. Das Geld entnehme ich jährlich für eine Sondertilgung als Wohnriester. Ich bin zufrieden. Im Detail gibts natürlich noch Nebeneffekte wie z. B. die 2% Verzinsung bei Wohnriester aber insgesamt liegt die Nettorendite deutlich über 25%. Ich würde bei dieser Rendite auch 21000 jährlich einzahlen, ist aber eben leider begrenzt...

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macping 24.04.2016, 07:22
67. Illusion

Jedwede Form einer privaten Alterssicherung entlässt die zukünftigen Generationen nicht aus der Verantwortung für die nicht mehr Arbeitenden. Betriebsrenten werden von den dann im Betrieb Tätigen erwirtschaftet werden (müssen), Immobilienbesitzer, die ihren Besitz veräußern müssen, um eine magere Rente aufzustocken, brauchen jemanden, der ihr Eigentum kauft - üblicherweise einen, der dann noch im Arbeitsleben steht. Auch anderes Vermögen, seien es Aktien oder Sammeltassen müssen einen Käufer finden. Sowohl beim Ansparen eines im Alters "flüssig" zu machenden Kapitals, als auch bei der dann fällig werdenden Veräußerung fallen Kosten an, die sehr viel höher sind, als die Verwaltungskosten der gesetzlichen Rentenversicherung. Beamte und Politiker haben ihren Generationenvertrag. Ihre Altersbezüge werden aus Steueraufkommen beglichen und das wurde nicht Jahrzehnte vorher mit vager Hoffnung auf eine zukünftige finanzielle Verwertbarkeit angelegt. Na Hauptsache man garantiert Banken und Versicherungen kontinuierlich sprudelnde Prämien- und Provisionserlöse. Und hält die Umverteilungsmaschine von arm zu reich am laufen. Wenn in 30 oder 50 Jahren bei sinkenden Einwohnerzahlen ein Heer an Alten ihren Besitz veräußern muß, sind die Preise dank des Überangebots am Boden und die Einzigen, die sich dann wirklich freuen, sind die wirklich Wohlhabenden, die Aktien, Fondsanteile, Immobilien etc. dann für'n Appel un 'n Ei bekommen.

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neuronenschleuder 24.04.2016, 07:24
68. Schon vergessen?

Die diversen Rentenkürzungen, auch rückwirkend, Ausrufezeichen! Jämmerliche Rentenerhöhungen, im Pommesbereich, wenn überhaupt! Hartz 4 mit quasi Enteignung und der Gleichstellung von Migranten, schon vergessen? Verlust von Feiertagen, mit welchen Erfolgen? Schon vergessen. Lohnzurückhaltung und, aktuell, Zinsverluste, richtig? Die Folgen: Fatale zu erwartende Altersarmut. Der Ausweg, die Frage ob rot noch die richtige Farbe sein kann...

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Mister Stone 24.04.2016, 07:29
69. Gerechte Faustformel?

"die gerechte Faustformel lautet: Drei Monate zusätzlich Lebenserwartung bedeuten zwei Monate länger arbeiten."

Und was ist mit weniger Lebenserwartung? Dass die Versicherungen längst die persönlichen Lebenserwartungen ihrer "Kunden" bis ins Detail berechnen und kennen, ist kein Geheimnis. Sollten diese durch Fakten, Statistiken und Vergleiche ermittelten zuverlässigen Prognosen auch in diese "Rentenformel" mit einfließen? Wer aufgrund seiner Krankheitshistorie oder beruflicher Belastung (Schichtarbeit) eine nachweislich geringere Lebenserwartung hat, sollte der dann früher abzugsfrei (!) in Rente gehen dürfen? Oder hat der nur Pech gehabt? Und was ist mit den kürzlich veröffentlichten Fakten zu unterschiedlichen Lebenserwartungen von reichen und armen Bürgern?

Der Spiegel (38/1978) wusste längst:

Schichtarbeiter sterben weit vor der Zeit, im Durchschnitt mit 63 Jahren. Ihre Lebenserwartung ist damit um 14 Jahre geringer als die der evangelischen Pfarrer, der höheren Beamten und der Unternehmer.

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