Forum: Wirtschaft
Arcandor-Pleite: Schickedanz verliert auch Villen und Ferienhäuser

Die Angst vor der Armut war nicht unbegründet: Madeleine Schickedanz läuft Gefahr, ihren privaten Besitz verkaufen zu müssen. Denn die Großaktionärin des insolventen Arcandor-Konzerns hat auch ihr Privatvermögen für den Kauf von Arcandor-Aktien verpfändet.

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Despair 02.09.2009, 16:22
140. Indeed

Zitat von garfield
Sie meinen die Facharbeiter, Handwerker, Ärzte und andere Leistungsträger (denn DAS sind welche in meinen Augen), stimmt's? Richtig, die gehen in Länder, wo gute Arbeit noch honoriert wird.
Ja, und nicht deren erarbeitete Leistung nach Unten verteilt wird durch ein aufgeblähtest Sozialsystem ...

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garfield 02.09.2009, 16:33
141. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von Despair
Ich rede nicht von Spekulationen, sondern von Dienstleistungen (dem Großteil unserer Wirtschaftsleistungen). Die wenigsten Produkte werden aus Kostengründen noch hier in Deutschland hergestellt.
Na, dann können wir doch auf die Manager erst recht verzichten.
Zitat von Despair
Und wie gut das im Osten geklappt hat, haben wir ja gesehen. Wir zahlen ja immer noch dafür. Und Reparationen und Abbau hat es auch im Westen gegeben ...
Sie Oberschlauer! Vom Marshallplan haben Sie natürlich noch nie was gehört, stimmt's? Falls die Amis mal das eine oder andere haben mitgehen lassen, scheint Ihnen das Außmaß nicht klar zu sein, was im Osten alles waggonweise an die Russen ging, was nicht niet- und nagelfest war. Die DDR zahlte danach noch JAHRZEHNTELANG Reparationen in Form von Waren und Maschinen. Was da im Westen zu zahlen war, verdiente demgegenüber den Namen nicht. Unter diesen ungleichen Voraussetzungen ist es sogar erstaunlich, was die DDR daraus noch geschafft hatte. Das wird immer leicht vergessen, wenn man mal wieder auf dem hohen westdeutschen Ross sitzt.
Zitat von Despair
Es mag ja ein paar Beispiele geben, in denen Arbeiter eine Firma weitergeführt haben - aber das sind Einzefällte. Und Kapital benötigen auch diese Unternehmen.
Womit wir wieder am Anfang wären: WER schafft doch gleich noch mal das Kapital? Den Manager brauchen wir dazu nicht unbedingt, wie wir geklärt haben.
Zitat von Despair
Aber bei den meisten Unternehmen würde dies alleine schon aus Kapitalbedarfs- und Rechtegründen (Patente, etc.) nicht gehen.
Och, als nach dem Krieg im Osten die ganze Managerkaste verschwunden war, wisssen Sie, wie sich die DDR da um so was geschert hat?
Falls uns morgen die gesamten sogenannten "Eliten" mit ihrem Verschwinden beehren würden, müßte sich in der Tat das Land neu strukturieren. Ich glaube, die Arbeiter, ANgestellten und Fachkräfte müßten sich dann die wenigsten Sorgen machen. Die Geeigneten treten in die Führungsrolle, wodurch sogar "unten" sofort ein enormer Arbeitskräftebedarf herrscht. Und der HartzIV-Dreher hat wieder einen Job.

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Heiner Prahm 02.09.2009, 16:37
142. wie bei allen anderen Zockern oder eben Konkursgewinnern ...

... wie bei allen anderen Zockern oder eben Konkursgewinnern, ist alleine das der springende Punkt (oder das Schäfchen im Trockenen)

"Das größte Anwesen der Familie, eine Villa mit Park bei Fürth, übertrug Schickedanz demnach ihrem Sohn Matthias Bühler. Sie selbst genieße dort lebenslanges Nutzungsrecht."

Solange also solche "Übertragungen" nicht angetastet werden können, ist das alles nur mehr als armselige Jammerei und einfach nur erbärmlich ... (ein weiteres schönes Beispiel dafür ist der "arme" Utz Jürgen Schneider, der dann bei Günther Jauch sitzt und auf die Frage "Wo von leben Sie" antwortet: "Ich habe eine großzügige Tochter")

Aber so ist das halt, so sind die Gesetze (die von denen gemacht werden, die ihr da draußen wählt), nur das Jammern dieser Schmarotzer, die andere ausbeuten und in den Ruin treiben, ist wirklich mehr als unerträglich !!!

MFG Heiner Prahm

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garfield 02.09.2009, 16:37
143. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von Despair
Ja, und nicht deren erarbeitete Leistung nach Unten verteilt wird durch ein aufgeblähtest Sozialsystem ...
Sie scheinen doch tatsächlich die Richtung der Umverteilung in den letzten Jahren nicht mitbekommen zu haben. Und wenn man Ihresgleichen dann Ahnungslosigkeit vorwirft, sind Sie wieder beleidigt. Wie sagt Hilde: "Da kann ich nicht mehr schwätze."
Also machen Sie sich erst mal schlau, wie sich die Eigentumsverteilung in Deutschland die letzten Jahre entwickelte, dann können wir weiter diskutieren.

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kael 02.09.2009, 16:53
144. Was unsere wetdeutsche Arroganz so gern übersieht...

[QUOTE=garfield;4244804]Na, dann können wir doch auf die Manager erst recht verzichten.
Sie Oberschlauer! Vom Marshallplan haben Sie natürlich noch nie was gehört, stimmt's? .... Die DDR zahlte danach noch JAHRZEHNTELANG Reparationen in Form von Waren und Maschinen. Was da im Westen zu zahlen war, verdiente demgegenüber den Namen nicht. Unter diesen ungleichen Voraussetzungen ist es sogar erstaunlich, was die DDR daraus noch geschafft hatte. Das wird immer leicht vergessen, wenn man mal wieder auf dem hohen westdeutschen Ross sitzt.

Diesem Statement ist nichts hinzuzufügen!

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Despair 02.09.2009, 16:57
145. Tragödie

Zitat von garfield
Na, dann können wir doch auf die Manager erst recht verzichten. Sie Oberschlauer! Vom haben Sie natürlich noch nie was gehört, stimmt's? Falls die Amis mal das eine oder andere haben mitgehen lassen, scheint Ihnen das Außmaß nicht klar zu sein, was....
Wow, so viel Naivität ist schon bemerkenswert. Naja, viel Spaß dann in ihrem "Arbeiter- und Bauernstaat". Wohlstand, technische Entwicklungen usw. werden sie dann zwar kaum erleben, aber das wollen sie scheinbar ja auch gar nicht.
Und mir ist sehr wohl bekannt, was der Marshallplan ist. Und? Genauso hat die DDR von Aufträgen aus dem Ostblock profitiert. Nur hat das bei fehlenden Leistungsanreizen wenig geholfen.

Und Kapital entsteht durch viele Faktoren, von denen geleistete Arbeitskraft nur einer ist. Und gelernt habe ich hier zumindest bisher nichts, außer, dass entsetzlich viele Leute tatsächlich an linke Denkmodelle zu glauben scheinen. Die wahre Tragödie...

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olivetti 02.09.2009, 16:58
146. Respekt Frau Schickedanz - meine Verachtung Herr Eick!

Zitat von DanielaMund
Tragisch nicht - aber wenn man sich ein paar Kommentare hier so anhört, hätte sie ihr Erbe doch am besten schon vor 20 Jahren verkauft (wie z.B. Gunther Sachs), und dann verprasst - mehr Häme hätte sie ja so nicht ernten können als mit dem Versuch das Unternehmen fortzuführen.
Guter Punkt! Als Gesellschafter bis zum bitteren Ende dabeizubleiben und noch mal gutes Geld nachzuwerfen, zu einem Zeitpunkt, wo schon einige hier im Forum ihren Lehmann Zertifikaten und Kaupting Bank Einlagen hinterhergeheult haben, halte ich für mehr als respektabel und zeigt mir, das Frau Schickedanz wahrlich wußte, woher ihr Vermögen kam und wem sie es zu verdanken hatte. Daß sie dabei wohl von den falschen Leuten beraten wurde und nun für ihre Loyalität offenbar einen so hohen Preis bezahlen muß, tut mir aufrichtig leid. Sehr viel weniger Mitleid habe ich dagegen mit Herrn Eick: 15 Mio Abfindung im Vorfelde auszuhandeln ist ja ok, aber das dann auch noch in aller Öffentlichkeit im Angesicht der verunsicherten Mitarbeiter für die lausigen paar Monate tatsächlich einzusacken, halte ich für moralisch total verwerflich - das gehört sich nicht!! 5 Mio Spende und Telekom Geschwafel machen das auch nicht besser.

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Despair 02.09.2009, 17:01
147. Diskussion? Lol

Zitat von garfield
Sie scheinen doch tatsächlich die Richtung der Umverteilung in den letzten Jahren nicht mitbekommen zu haben. Und wenn man Ihresgleichen dann Ahnungslosigkeit vorwirft, sind Sie wieder beleidigt. Wie sagt Hilde: "Da kann ich nicht mehr schwätze." Also machen Sie sich erst mal schlau, wie sich die Eigentumsverteilung in Deutschland die letzten Jahre entwickelte, dann können wir weiter diskutieren.
Sie diskutieren? Dazu müssten Sie doch erstmal ökonomische Grundzusammenhänge verstehen und sich richtig inforieren und nicht auf polemische Demagogen wie herrn Lafontaine oder die NPD Gesellen hören.

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Klaus-Otto 02.09.2009, 17:02
148. Märchen

Es war einmal eine ganz arme Familie. Der Vater war arm, die Mutter war arm, die Kinder waren arm, der Butler war arm, die Köchin war arm, das Kindermädchen war arm, der Gärtner war arm, der Chauffeur war arm, alle waren sie ganz schrecklich arm. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie nach dem Verlust ihrer Güter in Deutschland weiterhin glücklich und zufrieden in ihrer Luxusvila in St. Moritz.

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Callimero 02.09.2009, 17:05
149. Ahnungslos...

Zitat von Despair
Ja, und nicht deren erarbeitete Leistung nach Unten verteilt wird durch ein aufgeblähtest Sozialsystem ...
Die gehen in andere Länder nicht wegen unserem "aufgeblähten" Sozialsystem, sondern weil andere Länder noch bereit sind, vernünftige Löhne und Gehälter bei annehmbaren Arbeitszeiten und vergleichbaren Lebenshaltungskosten zu zahlen.

Im übrigen hat in unserem Land in den letzten Jahren (mittlerweile fast Jahrzehnt) eine beispiellose Unmverteilung des Geldes von unten nach oben statt gefunden. Allgemein bekannt, überall nachzulesen, falls man es nicht zufällig sogar am eigenen Leib spürt. Wo waren sie in den letzten Jahren? Im tiefen Tal der Ahnungslosen?

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