Forum: Wirtschaft
Arm gegen Reich: Schlimmer als in Amerika
Bloomberg via Getty Images

Von wegen Wohlstand für alle - das Gefälle zwischen Besserverdienern und Billigarbeitern erreicht im aktuellen Aufschwung einen Rekord. Und das Drama ist: Die Folgen werden bei uns immer weniger aufgefangen.

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Heiner Hannappel 18.05.2018, 23:24
190. Pfingsten

Pfingsten.
Im Ursprung dieses Festes soll der Mensch erkennen,
dass Ihn keine Sprache dürfe mehr trennen.
So erleuchtet zogen die Jünger in die Welt,
predigten Menschlichkeit und nicht dem Geld.
Sie predigten von Moral und menschlicher Güte,
auf das die Menschheit selbige auf ihrem Weg behüte.
Die so Erleuchteten wanderten durch ihre Zeit,
legten Grundsteine und waren zu vielen Opfern bereit.
Ihre Ehrlichkeit nach Moral und Anstand zu streben,
kostet vielen das Wichtigste, ihr einzigartiges Leben.
Pfingsten.
Diese Lehren, noch heute gepredigt,
haben sich in unserer Gesellschaft verewigt.
In Gesetzen diese Gedanken stehen.
denn jeder Bürger soll auf diesen Pfaden gehen.
Christlich sind wir in Europa geprägt,
doch wie schändlich wird an diesen Lehren nun gesägt.
Wo noch die Bürger sich an die Gesetzte halten,
andere "Bürger" diese für sich umgestalten.
Durch und durch zu unmoralischen Egoisten verkommen,
haben sie vielen Mitbürgern alles genommen.
Denn diese vertrauten ihren Demokratien, deren Gesetzen,
welche diese "Bürger" für sich interpretieren und verletzen.
Pfingsten.
Diese Gesetze zu hüten ist den Regierungen gesetzliche Pflicht,
weil sonst der Gesellschaft demokratischer Konsens zerbricht.
Laut und lauter man kann die Bürger nun hören,
da Regierungen wie Banken sich um Verträge und Gesetze nicht mehr scheren.
Im Schuldensumpf zu aller Qual,
versinken Anstand und Moral.
Pfingsten.
Sprachen uns heute wohl nicht mehr trennen,
da wir in jeder ihren eigenen Wert erkennen.
Dennoch wäre Erleuchtung angebracht,
indem man Heute hält,was man Gestern gesagt.
Indem man Verträge nicht nicht umfunktioniert,
weil man nur nach kurzfristigen Vorteilen giert.
Indem man nicht nur in Legislaturperioden trachtet,
sondern auf die nächsten Generationen achtet.
Pfingsten.
Erleuchtungen in diesem Sinne wären wünschenswert,
da man so auch wieder christliche Werte ehrt.
Die Ehrlichkeit, ein Menschheitstraum,
braucht in Europa wieder größeren Raum.
Jedoch die Politik wie auch die Banken,
sichtlich an chronischer Unehrlichkeit erkranken.
Möge das Pfingstfest diese endlich erleuchten,
da wir Europäer wieder Vorbilder bräuchten.
Hat uns die Vergangenheit denn nichts gelehrt,
als man Frieden und Recht entbehrt.
Pfingsten
Lernt in Regierungsetagen wieder die Sprache der Ehrlichkeit,
lasst Euch vom Pfingstgedanken erleuchtet einmal leiten,
dann sind wir Bürger auch zu Vielem bereit,
um so einem einigen Europa den Weg zu bereiten.
Hört auf uns einzureden, das der Islam zu Deutschland und Europa gehört, wenn dieser jetzt schon in europäischen Staaten den inneren Frieden stört.
Christlich geprägt ist unser Okzident,
deshalb wollen wir nicht, das man ihn bald islamisch nennt,
da uns allzuviel von islamischen Werten und Lebensweisen trennt!
Politiker, hört endlich auf der Bürger berechtigte Sorgen,
denn ihr braucht deren Quelle an Geduld auch morgen.
Unsere Kultur wie auch Geschichte lassen sich nicht verbiegen,
erkennt endlich, beides ist nicht mit dem Islam kompatibel!
Bewahrt also die christlichen Werte und Kultur auf unserem Kontinent,
bevor dieser in Unfrieden lichterloh brennt!
Heiner Hannappel

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matijas 18.05.2018, 23:30
191. Wirtschaft gut, alles gut?

Zitat von Leser161
Früher galt, geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut, die Kurven liefen parallel.
Woher kommen dann die schon seit Jahren armen Rentner?

Aber: dass die Verarmung weiter zunimmt, ist unstrittig. Schon Marx hat gezeigt, dass das für eine kapitalistische Entwicklung ganz normal ist. Aber daran will ja keiner wirklich was ändern, nur ein wenig mit "Umverteilung" herum murksen - natürlich nur, soweit die Wirtschaft das verträgt, sonst ist schnell Schluss mit lustig und alle müssen Opfer bringen für die Nation. Da wäre dann auch Frau Wagenknecht am Ende des Lateins.

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wburger271 18.05.2018, 23:41
192. Ein alter Hut!

Es wundert mich, dass Herr Fricke diese Erkenntnis als neu offeriert
Der Bezug zu Amerika hat wohl mehr Substanz als Herr Fricke selbst ahnt. Auch bei uns setzt sich allmählich das amerikanische Prinzip „jeder ist seines Glückes Schmied“ durch. Wer nicht genug verdient, hat eben nicht genug für seinen Wert auf dem Arbeitsmarkt getan. Man kann es wohl mit „sozialer Kälte“ umschreiben. Auch der Solidargedanke in unserer Gesellschaft war schon mal besser. Viele jahrzehntelang gewährte Leistungen für einfache Arbeitnehmer gibts heute nicht mehr: kaum mehr Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, keine betriebliche Altersvorsorge, dafür stattliche Essenspauschalen, die für die Verpflegung im Dienst entrichtet werden muß. Alle Singles an meiner Dienststelle als Erzieher brauchen zum Haupt- noch einen Nebenjob, um gerade so über die Runden zu kommen. Der Kontakt zur Politikerkaste ist noch geringer als in den 70-80ern, -in den Entscheidungen der Regierenden merkt man die enorme Distanz und das völlige Unverständnis zu denen, die sich entscheiden müssen ob sie lieber einen Ersatz für ihre kaputte Waschmaschine (auf Pump) anschaffen sollen oder doch lieber zuerst einen Ersatz für die abgefahrenen Reifen auf ihrem schrottreifen Oldtimer. Die Spaltung wirkt sich unmittelbar auf die gesellschaftliche Teilhabe aus. Kein Geld für Geld für teure Eintrittskarten, Vereinsmitgliedschaften, kein Geld für umweltbewußten Konsum.

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Miere 18.05.2018, 23:44
193. Sozialer Wohnungsbau

Einer der größten Fehler war es, den Sozialen Wohnungsbau praktisch abzuschaffen, und massenweise staatliche, kommunale, Bahn-eigene oder sonstwie öffentlich-rechtliche Wohnungen an Heuschrecken zu verkaufen. Man kann auch mit einem niedrigen Einkommen glücklich sein, wenn die Lebenshaltungskosten so niedrig sind, dass man davon anständig leben kann. Wenn aber nach Miete und Krankenversicherung nichts mehr für Heizung und Essen da ist, von schönen Sachen ganz zu schweigen, läuft das nicht mehr.

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Annabelle_ 19.05.2018, 01:21
194. Noch 'seziert' man Wohlstandsgefälle gemütlich aus Elfenbeintürmen,

geht's um scheinbar kleine Schichten von "Gering-Verdienern". Noch haben Arbeitsleistungsempfänger ('Arbeit-Geber') u. Besitzbürger Deutungshoheit, da die Masse ihre eigene Macht nicht begreift. Was sich ja bekanntlich schnell ändern kann..;)

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Reinhold Schramm 19.05.2018, 04:08
195. Soziale Apartheid in Deutschland 2018

An der Ungleichheit im bundesdeutschen Reichtumsland sind auch jene aktiv beteiligt, die seit Jahrzehnten von der ‘Sozialpartnerschaft’ zwischen Putzfrau und leistungsloser Erbschafts-Milliardärin schwadronieren. Das, sowohl in allen bürgerlichen, wirtschaftsliberalen und rechtskonservativen Parlamentsparteien, sozialdemokratischen und wirtschaftsliberalen Gewerkschaften. Dabei betreiben fast alle Gewerkschaften ausschließlich die Politik der Sozialarbeiter*innen, auf Kosten ihrer Mitglieder*innen, in den staatlichen und privaten Unternehmen, Konzernen und Verwaltungen. Sie sind hauptverantwortlich für die Kritikunfähigkeit und geistig-kämpferische Entmündigung ihrer Klientel. Die Macht und Herrschaft des von ihnen mit-organisierten Kapitals steht ihnen näher, als die von ihnen entmündigte und vorgebliche Basis. Dabei setzen sie die Unterwerfungspolitik von der ‘Volksgemeinschaft’, so im Kapitalfaschismus von vor 1945, ungebrochen und modifiziert nur fort.

Schon vor Einführung des Hartz-IV-Strafvollzugs, ab 1. Januar 2005, für Arbeitslose der deutschen Arbeiterklasse und Angestellte der Zeit- und Leiharbeit, sowohl in Privatbetrieben, Konzernen und staatlichen Einrichtungen, hätten die spezialdemokratischen und rechtssozialdemokratischen Gewerkschaften einen entschiedenen Kampf in den Betrieben und auf der Straße gegen die materielle und soziale Deklassierung großer Teile der Erwerbsbevölkerung führen müssen. Dabei hätten auch die rechtssozialdemokraten Gewerkschaftsführungen niemals, sowohl in der SPD und im DGB, eine kampflose Hinnahme der fortschreitenden Verarmung von Millionen Erwerbstätigen, Familien und ihren Kindern, hinnehmen dürfen.

Die Entmündigung und Entfremdung der Erwerbsbevölkerung im deutschen Kapitalismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und fortwährend im 21. Jahrhundert, ist vor allem ein Projekt aller bürgerlichen Parteien und insbesondere der rechtssozialdemokratischen Führer*innen in Parteien und Gewerkschaften. Von deren erfolgreichen Wirkung auf das werktätige Massenbewusstsein konnten selbst die deutschen NS-Kapitalfaschisten, von vor 1945, nur träumen. Was sie selbst in der Hochzeit des NS-Kapitalfaschismus nicht schafften, das haben die Sozialpartner und Sozialarbeiter der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie bis heute geschafft, die nahezu vollständige Kampfunfähigkeit, Entfremdung und Entmündigung der großen Mehrheit der Erwerbsbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland, so auch bis in das Jahr 2018.

So die reale soziale Apartheid für Millionen im Konsum- und Reichtumsland der BRD und EU-Europa im 21. Jahrhundert!

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Oberleerer 19.05.2018, 04:21
196.

Zitat von curiosus_
Der Gini-Koeffizient variiert nur zwischen 0 und 1, nicht zwischen 0 und 100. Das ergibt sich zwangsläufig aus seiner mathematischen Definition (Wikipedia):
Wie ändert sich das, wenn 30% der Leute an einem Ende der Skala Schulden haben, bei 5% der Leute vom anderen Ende? Sollte die 1 dann nicht überschritten werden?

Warum kommen solche Artikel erst jetzt, Monate nach der Wahl?

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thequickeningishappening 19.05.2018, 04:43
197. Die Rechnung für den Durchschnittsverdiener

Unter Berücksichtigung Der AG Beiträge = 50% Netto. Beim Einkauf 19% MwSt. Beim Tanken Die Mineralölsteuer. Bei 50 Beitragsjahren gibt es in Zukunft nur noch 50% Rente vom letzten Netto = 25% vom letzten Brutto. Nicht berücksichtigt sind Ausfallzeiten (Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit, Mindestlohn). Konzernbosse verdienen locker Das 100 fache des Median! Da ist Der Spagat in den letzten 50 Jahren um den Faktor 10 auseinander gegangen!

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agt69 19.05.2018, 06:37
198. Bei 50 Prozent sollte Schluss sein

Es widerstrebt mir, wenn der Staat seinen Bürgern mehr als die Hälfte des verdienten Geldes wieder abnimmt - egal wie hoch das Einkommen ist. Das sollte eine Grenze sein, die nicht überschritten werden sollte. Des weiteren sollte es keine Steuern geben, die statt Erträgen die Substanz besteuern - wie zum Beispiel Erbschafts oder Vermögenssteuer. Es sollten lieber mal endlich die Steuerschlupflöcher geschlossen werden, mit denen die Internationalen Konzerne ganz legal verhindern, in Deutschland Steuern zu zahlen. Wenn das alles gelingt und man es zusätzlich noch schaffen würde, milliardenschwere Steuerverschwendungen wie beim glorreichen BER Flughafen zu vermeiden, dann wäre auch locker genügend Geld für die sozial Schwachen in diesem Land vorhanden, ohne den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

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siryanow 19.05.2018, 07:08
199. Arm gegen Reich Schlimmer als in Amerika

In einem ihrer Artikel in diesen Tagen schrieben Sie "Mit Reichtum kommt immer auch Armut" wenn dem so ist , muessten wir beides verhindern und die Welt waere im Reinen.Da viele unserer korrupten Parlamentarier garnichts gegen das Auseinanderdriften von arm und reich tun ( siehe auch ihr Artikel zu Armutsgefaehrdung von Mieter) ,im Gegenteil ,dieses System leben wollen, müssen wir diese Volksvertreter kräftig in den "A...," treten und sie aus dem Parlament zum Teufel jagen.

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