Forum: Wirtschaft
Arm und Reich: 58.000 Euro jährlich aufs Sparkonto - einige wenige können das
DPA

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird tiefer: Das zeigen Zahlen zu den Sparquoten. Spitzenverdiener legen im Schnitt 58.000 Euro pro Jahr zurück, die Haushalte mit den niedrigsten Einkommen verschulden sich.

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Michael200669 25.10.2016, 16:13
140.

Zitat von matimax
Wenn demnächst die deutsche Autoindustrie nebst Zulieferern durch die disruptive Innovation, dem Ersatz des Verbrennungs-- durch den Elektromotor, das Schicksal von Kodak oder Nokia ereilt, dann werden noch viel weniger Leute Kohle auf die hohe Kante legen können. Bin mal gespannt, woher die Einnahmen für dann explosionsartig steigende Sozialausgaben (Arbeitslose, Rentenaufstocker) herkommen sollen... .
Warum sollten sie. Die deutsche Autoindustrie fängt doch an, zwar spät, auf die neue Technologie zu setzen und umzubauen. Das heißt sie geht mit der Zukunft. Es ist eher das Problem, was in den 80er angefangen hat und ein wenig gestoppt wurde, immer mehr Roboter, Computer und Androiden einzusetzen. Der Mensch hat sich bis heute immer angepasst und dies wird er in der Zukunft weiterhin. Die Systeme werden sich wandeln. Es wird wohl für ein großen Teil der Bevölkerung schlechter werden.

Wer sagt, das es dabei bleiben wird. Es wird auch wieder besser werden. Es gab schon immer ein auf und ab.

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c.m.johannsen 25.10.2016, 16:14
141. @134

Es ging mir nicht um Neid, sondern um eine nüchterne Feststellung. Ich gönne Ihnen und Ihrer Frau dastehe gern, wirklich. Mein Kommentar soll nur eine Erklärungsquelle sein, woher die Vermögensbildung in diesem Land stammt. Also, bitte weitersparen.

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niska 25.10.2016, 16:14
142.

Zitat von theanalyzer
Der Eine geht Arbeiten, spart und hat was auf der Kante, der andere sitzt zu Hause beim hartzen, raucht Zigaretten und hat den dicksten Fernseher.
Für den Einen oder den Anderen mag das ja zutreffen, aber was ist mit allen anderen dazwischen?
Die gehen arbeiten, bekommen aber zuwenig zum sparen.

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ag999 25.10.2016, 16:15
143.

Zitat von Coldi
ich arbeite um zu leben und nicht umgekehrt!
Ob man lebt um zu arbeiten oder arbeitet um zu leben ist egal, in beiden Fällen MUSS man arbeiten. Das Geld muss arbeiten das ich lebe. Mit "normalen" Ansprüchen ist es nicht unrealistisch weit vor dem Rentenalter sein Leben genießen zu können und nur noch zu arbeiten wenn man Lust hat (ohne das Amt).
Wenn das Anhäufen von Geld keinem eigenen höheren Ziel dient wird man daran kein Spaß haben.

Das Problem der Geringverdiener ist ihre geringe oder nicht vorhandene finanzielle Bildung. Im Zeitalter des Internets ist es nie zu spät sich hier selbst weiterzubilden und bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.

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FIFA87 25.10.2016, 16:17
144.

"Die Ergebnisse ließen darauf schließen, dass eine finanzielle Entlastung von Reichen wenig bringe - dies dürfte die Sparquote bei den Besserverdienenden noch weiter erhöhen. "Die vielfach geforderten Steuersenkungen drohen so die ohnehin zunehmende Ungleichheit in Deutschland weiter zu verfestigen""

Hallo,
das ist ganz logisch. Steuersenkungen bei Leuten, die viel zuruecklegen koennen, bewirken, dass diese dann noch mehr zuruecklegen koennen (als Leute die generell kaum was sparen koennen). Das laesst sich nur verhindern, wenn es eine generelle Deckelung fuer Nettoeinkommen gibt. Will das jemand? Ich glaube eher nicht; man muss also die Chancen derjenigen verbessern, die aufsteigen wollen (und das auch koennen).

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KlausMeucht 25.10.2016, 16:17
145. Anerkennung

Zitat von ich2010
andererseits ist es nicht die verantwortung der regierung, dass sich jeder einzelne um eine gute ausbildung kümmert um später einen vernünftig bezahlten job zu bekommen.
Wären wir fast alle kleine Albert Einsteins würden die heutigen Nobelpreisträger in Physik maximal einen Ein Euro Job ergattern.

1. Im Kampf um die guten Ausbildungsplätze wird es immer Verlierer geben. Wettbewerb ohne Verlierer gibt es nun einmal nicht. Die Frage wie viel wir den Verlieren überlassen kann man nicht mit Bildung lösen.

2. Es verlieren teilweise auch Menschen mit hoher Bildung und hohem Engagement. Das Leben ist nicht berechenbar. Natürlich trifft es Menschen mit niedriger Bildung mit höherer Wahrscheinlichkeit.

3. Wir brauchen Menschen die auch einfache Tätigkeiten übernehmen. Die Reinigungskraft im Hotel trägt auch zu unserem Wohlstand bei. Sie ist zwar leichter ersetzbar durch eine andere Person, als ein Ingenieur, aber es gibt kein Grund warum man ihre Arbeit nicht anerkennen sollte

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kunibertus 25.10.2016, 16:19
146. Was soll das große Wundern?

Seit nunmehr rund 2000 Jahren gilt das Matthäus-Prinzip: "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen". (Ev. Matthäi 25.29). Karl Marx hat das als "relative Verelendung des Proletariats" ausgedrückt. Hier hat er aber offensichtlich geirrt - aus der relativen ist so langsam eine absolute geworden. Aber das Volk wird - wie schon im alten Rom - mit panem (Hartz 4) et circenses (Bundesliga und Privatfernsehen) ruhig gestellt. Alle paar Jahre darf es dann mal wählen und hoffen, dass die im Vorfeld gemachten Wahlversprechen auch eingehalten werden. Aber leider, leider, in den Koalitionsverhandlungen haben wir es entweder nicht geschafft oder es ist keine Finanzierung der Versprechen möglich. Das konnten wir natürlich vorher nicht wissen. Aber trösten wir uns mit Bismarck: ". Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."

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Malto Cortese 25.10.2016, 16:20
147. Ihr Kleingläubigen!

Was hadert Ihr mit den Verheißungen von New Labour und der Schröderschen Sozialdemokratie? Der nach oben wegverteilte Wohlstand wird doch irgendwann ganz von selbst wieder heruntertröpfeln. Nur wenn wir die Unternehmer und Besserverdiener entlasten wird die Konjunktur anziehen, die Investitionsquote steigen und die Staatsverschuldung endlich sinken. Bis zum nächsten Rettungspaket, versteht sich.

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ich2010 25.10.2016, 16:25
148.

also wenn ich mir das so ansehe - uns geht es allen furchtbar schlecht und der staat hat gefälligst dafür zu sorgen, dass der mindestlohn auf mindestens 10 eur angehoben wird. gleichzeitig hat er auch dafür zu sorgen, dass jeder, der "zu viel" verdient entsprechend noch mehr steuern zahlt. je nachdem wen man fragt ist das "zu viel" mal höher mal niedriger, also subjektiv. familien müssen insbesondere gesponsort werden.

ich lese hier nur gejammer und gemecker. aber keinen einzigen praktikablen (!!!) kompromiss der uns tatsächlich weiterbringt. wobei ein kompromiss auch alle beteiligte einschließt. d.h. der fordernde bürger muss seinen teil dazu beitragen in form von schulabschluss, ausbildung etc. es ist nicht nur der staat allein, der "geben" muss.

ich habe nichts gegen staatliche unterstützung und familienförderung. überhaupt nicht. aber es kann ja wohl nicht sein, dass diejenigen, die sich weigern oder keinen bock auf schule und ausbildung haben im nachhinein die hand aufhalten und jammern sie werden nicht angemessen bezahlt. nichts dagegen, dass berufe, die eine ausbildung erfordern, oder weiterbildende maßnahmen im job entsprechend honoriert werden. aber jemanden geld nachzuwerfen der keine lust auf schule, ausbildung etc. hat, das kann nicht sein.

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Michael200669 25.10.2016, 16:29
149.

Zitat von Sibylle1969
Ich kann fast 50% meines Nettogehalts pro Monat sparen. Ich habe meinen Lebensstandard immer langsamer gesteigert als mein Einkommen und bin in Sachen Unterhaltungselektronik, Smartphone usw sicher deutlich schlechter ausgestattet als die meisten Hartz-4-Empfänger. ZB haben wir noch einen Röhrenfernseher, der einfach nicht kaputt gehen will. Lediglich für Reisen und unsere Hobbys geben wir viel aus. Da ich zudem so schlau bin, nicht in so einen Quatsch wie Kapitallebensversicherungen, Riester oä, sondern in Aktien und ETFs zu investieren, freue ich mich mit Mitte 40 über ein schon recht ansehnliches Vermögen, welches mir und meinem Mann erlauben wird, einige Jahre früher in einen sorgenfreien Ruhestand zu gehen.
Es ist ein Märchen, das der Großteil der Hartz IV Empfänger High End Geräte haben. Oft bekommen sie sie ausrangierte Gerätschaften geschenkt, zu günstigen Konditionen gekauft oder können sich bei den Discounter einen billigen abstauben. Die kosten heute oft weniger, als die damaligen kleinen transportablen Röhrenfernseher.

Wer heute noch glaubt, das die Geldelite es zulässt, das die Untere- wie Mittelschicht sich nach oben arbeiten kann. Der irrt sich. Es wird der Minuszins kommen, wie das Amen in der Kirche. Des weiteren wird es weitere Steuern und Abgaben kommen, wovon wir heute noch nichts wissen oder Träumen.

Wer sich über seine Rücklagen freut, mag sich darüber freuen, aber nie sicher sein, das er sie behält. Das musste vor Jahren ein Bekannter selber schmerzhaft erleben, als er vor mit tönte, er habe ein schönes Haus und tolle Rücklagen. Er wollte es nicht glauben, als ich ihn warnte, das er sich nicht zu sehr darüber freuen sollte.

Denn die Kommune entschied, die Grundsteuer zu erhöhen und die Straßen und Kanalisation zu erneuern. Da es sich um zwei Nebenstraßen handelte und sein Haus genau an diesen beiden lag, wurde es richtig teuer. Danach stand er kurz davor, sein Haus verkaufen zu müssen. Da seine Rücklagen schlagartig zusammengebrochen und weg waren. Er hat es mit hängen und würgen halten können.

So schnell kann man in Deutschland arm werden, ohne es selber verursacht zu haben.

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