Forum: Wirtschaft
Arm und Reich: 58.000 Euro jährlich aufs Sparkonto - einige wenige können das
DPA

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird tiefer: Das zeigen Zahlen zu den Sparquoten. Spitzenverdiener legen im Schnitt 58.000 Euro pro Jahr zurück, die Haushalte mit den niedrigsten Einkommen verschulden sich.

Seite 8 von 20
cabeza_cuadrada 25.10.2016, 14:14
70. interessant

Zitat von vitalik
Und weil Sie keine Auto oder Smartphone haben bzw. brauchen, gilt das natürlich für alle anderen auch. Und bei der Schneiderei, die Sie erwähnen, arbeiten die Leute alle schwarz, denn sonst kann man locker mit 50 Euro pro Arbeitsstunde rechnen. Davon kann man sich bei Kik und Co. gleich 5 Pullover kaufen. Fehlende Selbstkontrolle? Es ist die banale Notwendigkeit. Jede Arbeitnehmer, der für den Mindestlohn arbeiten geht, kann einfach kaum etwas zurücklegen. Es kann immer mal passieren, dass Haushaltsgeräte kaputt gehen und dann? Mit der Hand waschen? Keine Lebensmittel kaufen, die gekühlt werden müssen? Ja, es gibt die Sparkünstler, die den Joghurtbecher auch noch auslecken und 1 Mal die Woche duschen. Es ist aber kein Lebensmodell, dass für jeden anwendbar ist.
Die berühmte Waschmaschine oder der Kühlschrank der kaputt gegangen ist hat den Niedriglohnempfänger in die Schulden geritten. Vielleicht sollten sie mal eine Schuldnerberatung aufsuchen und sich mal erzählen lassen was die Hauptgründe sind weshalb Menschen, teilweise hoch, verschuldet sind. Ihre Beispiele sind Härtfälle aber eher seltener. Hauptgrund Nummer 1 ist und bleibt ein Leben (weit) über den eigenen Verhältnissen.

Beitrag melden
paul_werner 25.10.2016, 14:14
71. Spitzenverdiener und Sparkonto?

Ersetzen Sie mal Sparkonto durch "Aktiendepot" oder "Bestandsimmobilien".

Beitrag melden
blaumupi 25.10.2016, 14:16
72. blauäugig

Zitat von currywurst_hans
Jedes Volk bekommt eben genau die Politik die es verdient. Alternativlos.
Na, dann gehen sie mal schön AfD wählen, dann wird alles ganz doll besser! *LOL*
Haben sie sich mal die Mühe gemacht zu schauen, welchen Wirtschaftskurs die AfD in Peto hat!? Lassen sie sich überraschen!

Beitrag melden
pressionist reloaded 25.10.2016, 14:16
73. Der Artikel ist ...

... symptomatisch für den Reflexionsgrad und das Agieren unserer Eliten in der Gesellschaft. Dinge die einfach ignoriert werden, sind nicht existent. Politiker und Gewerkschaftler können nichts machen, denn sie haben keine Macht. Vorstandsvorsitzende, Aufsichtsräte und Geschäftsführer werden nichts machen, denn sie haben alle Macht.

Beitrag melden
muunoy 25.10.2016, 14:16
74. Kleine Hilfe

Zitat von klyton68
sollte mal an der Definition Mittelschicht etwas geändert werden. Ich gehöre dazu, habe aber nicht einmal die Hälfte von dem, was Spitzenverdiener im Jahr zurücklegen. Und maloche auch weit über 40 h die Woche. Es wird mal wieder suggeriert, dass man sich nur genug anstrengen muss. Aber vielleicht bin ich auch tatsächlich zu blöd. Wäre auch interessant, wieviele das sind, die so viel verdienen? Abgesehen von evt Selbstständigen und etablierten Künstlern; auf welcher Etage der jeweiligen Hierarchiepyramide einer jeden Firma befinden sich denn die Spitzenverdiener ??? Eben ! Die dazwischen herumasten, befinden sich schon weit darunter. Die Anzahl derer weit unten, steigt rasant. Und das sind alles Menschen, die durch Ceta keinen Vorteil haben.
Ich bin inzwischen Selbständiger und verdiene in guten Jahren ganz gut. Erkenntnisreich sind aber eher schlechte Jahre. Bei mir 2009 so ein schlechtes Jahr, in dem ich von Rücklagen leben musste. Schön daran: Der Hauptkostenfaktor Staat sinkt in schlechten Jahren ganz gewaltig, wobei man das erst im Folgejahr merkt (unser Staat will das Geld ja, bevor es erwirtschaftet wurde). Da ich in sehr guten Jahren extrem viel arbeite, gebe ich kaum Geld aus. In schlechten Jahren aufgrund von mehr Freizeit daher mehr. Folglich muss ich laufend in meine Rücklagen sparen. Man weiß ja nie, was sich unser Staat (größtes Risiko für mich) noch einfallen lässt. Um also Ihre Frage zu beantworten: Wenn Sie als "Sparen" auch Rücklagen in die private Altersvorsorge sowie das Abbezahlen eines Eigenheims ansehen (ich nehme an, dass dies im Sinne des IMK auch Sparen ist), so kommt man recht schnell auf einen Sparbetrag von 58 tEUR im Jahr. In 2009 habe ich aufgrund der Misere mal gerechnet. Mein eigentliches Leben ist trotz guten Verdienstes recht günstig. 20 tEUR reichen eigentlich für ein sehr gutes Leben inkl. Miete und eigenem Auto. Wenn Sie dann noch berücksichtigen, dass man als Gutverdiener die Hälfte des Jahres nur für die Hauptkostenfaktoren Staat und soziale Absicherung arbeitet (es ist sogar etwas mehr), so kommt man zum Ergebnis, dass bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von 150 bis 160 tEUR (bei Doppelverdienern deutlich weniger) ein Sparbetrag von 58 tEUR problemlos möglich sind. In Konzernen bewegt man sich da der zweiten Management-Ebene (manchmal sogar in der dritten) in diesem Bereich. Bei manchen Fachkarrieren ist dies z. B. für Ingenieure auch ohne Aufstieg in der Hierarchie durchaus möglich. In der Regel handelt es sich aber ausnahmslos um Jobs mit leistungsabhängigen Vergütungskomponenten. Ohne die Übernahme von Risiken sind solche Gehälter nach meiner Erfahrung nicht zu erhalten.
Aber wie gesagt, das Sparen hängt gar nicht mal so vom Verdienst, sondern mehr vom Begrenzen der Konsumausgaben ab.

Beitrag melden
joomee 25.10.2016, 14:17
75. Ein sehr guter Punkt

Zitat von b_russel
Ich geh mal davon aus, dass in der Stichprobe Angestellte und Selbstständige dabei sind, und dass bei Selbstständigen natürlich Aktienfonds, Lebensversicherungen etc. als "Sparvermögen" gerechnet wird. Beim Angestellten werden die Einzahlungen ins staatliche Rentensystem sicher nicht gerechnet, sonst können die 800-1200/Jahr fast nicht stimmen. Heißt auf deutsch: Der Selbstständige und der Angestellte haben jetzt und später gleich viel Euro zum Ausgeben. Aber der Selbstständige hat in der Statistik garantiert 10x mehr "zurückgelegt". So entsteht auch Ungleichheit...
Das ist ein sehr guter Punkt.

Gerade bei Selbständigen und Freiberufler wird vergessen, dass die ein relativ hohes Vermögen brauchen, da sie daraus die Rente bestreiten müssen.

Die angenommen rund 1.200 Euro Rente die ein Arbeitnehmer im Schnitt erwarten kann, entspricht einige hunderttausend € an Barwert. Diese muss ein selbstständiger oder Freiberufler angesammelt haben, wenn er in die Rente geht.

Beitrag melden
max-mustermann 25.10.2016, 14:17
76.

Zitat von neutron76
Keiner wird gezwungen ein teures Auto zu fahren oder in der Ferne Urlaub zu machen. Jeder kann sich Kenntnisse aneignen und Möbel selbst bauen, seine Waschmaschine reparieren etc. und damit Geld sparen. Wer es macht, ist in der dieser Interpretation der Statistik der Böse.
Natürlich die ganzen Reichen (also die die jährlich 50K und mehr auf die hohe Kante legen) sind natürlich nur deshalb reich weil sie ihre Möbel selber bauen und ihre Waschmaschine selber reparieren. Während die ganzen armen Schlucker und Harzer selber Schuld sind weil sie ihr Geld schließlich mit vollen Händen für Luxusautos und teure Fernreisen auf den Kopf hauen.
Bei manchen Kommentaren weiß mann wirklich nicht mehr ob mann lachen oder weinen soll.

Beitrag melden
BurgRitter 25.10.2016, 14:17
77. Denkfehler,

Mitbürger, mit hoher Sparquote, gehen halt in der Regel schlicht und einfach in allen Lebenslagen verantwortlicher mit ihren Möglichkeiten um. Beim Normal-Besserverdiener steht halt kein Zweit-Porsche in der Garage, auch wenn der vom laufenden Konto bezahlt werden könnte.

Beitrag melden
divStar 25.10.2016, 14:21
78. Bemerkenswert...

Einige Kommentare hier sind wirklich bemerkenswert. Zum Beispiel Kommentar #7.
Wenn 2% der Weltbevölkerung ("die Reichen") über 50% des weltweiten Vermögens "besitzen" (siehe http://wer-ist-reich.de/) dann KANN da etwas nicht stimmen. Nicht nur, dass die Armen dauernd von der Werbeindustrie angestachelt werden Zeug (auch auf Pump) zu kaufen; als Erwachsener kann man sich damit abfinden, dass man eben nicht "in" ist weil man Filme nicht kennt, Musicals nicht besucht, sich nicht einigermaßen gut kleidet usw - aber bring das mal einem Kind bei.

Wenn ich den Reichen (2%) ihr Vermögen stehlen könnte, um es auf die unteren 50% zu verteilen (auf die derzeit weniger als 1% des weltweiten Vermögens entfällt), dann würde ich das ohne eine Wimper zu zucken tun, denn die reichsten 2% interessieren mich nicht (außerdem wären sie nicht bankrott, sondern "normal").

In unserer modernen Gesellschaft ist ein Menschenleben leider nicht viel wert - das sieht man auch daran, dass z.B. Straftaten mit finanziellem Schaden oftmals viel schlimmer bestraft werden als Mord / Totschlag / Vergewaltigung. DAS ist es was falsch läuft - aber solange die Banken uns alle in der Hand haben, wird sich das niemals ändern. Insofern glaube ich nicht, dass es in nächster Zeit besser wird. Wenn aber alles digitalisiert ist, wird es vielleicht eine echte Chance geben den Reichen ihr Reichtum zu entziehen - weinen werde ich deswegen nämlich sicherlich nicht. Mag sein, dass einige der Reichen sich ihren Reichtum erarbeitet haben; das gilt aber mit 100%er Sicherheit nicht für alle. Und gerade letztere sollte man ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.

Beitrag melden
Analog 25.10.2016, 14:21
79. Hallo Herr Lehrer:

Zitat von jhea
Hinsetzen, Matheaufgabe: 50 Reiche haben je 1 Million Euro zur Verfügung. 1.000.000 Arme haben je ......
Die "Armen" sind die "wirklich "Reichen", Richtig?
Warum regen die sich dann auch immer so auf?

Beitrag melden
Seite 8 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!