Forum: Wirtschaft
Armut von Alleinerziehenden: "Ich habe mich so sehr geschämt"
Getty Images/ Photothek/ Inga Kjer

Mit 40 wird Jessica Brenner noch mal Mutter - ohne Job, ohne Geld. Zwei Tage nach der Geburt verliert sie ihre Wohnung, aber nicht ihren Mut. Eine Geschichte über Armut und Hoffnung.

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cobaea 24.12.2018, 12:53
140.

Zitat von hohnspiegel
habe ich für den Werdegang dieser Frau, dies kann ich auch in meiner Heimatstadt beobachten, in den Hartz 4 Wohngebieten schieben Frauen die keine 20 sind Kinderwagen durch die Gegend mit zwei Kindern und noch eins läuft hinterher, geschminkt wie Prostituierte , kettenrauchend und ewig aufs Smartphone schauend oder chattend, einen männlichen Begleiter oft im Schlepptau der angemault wird und der meistens nur für eins der Blagen verantwortlich zeichnet.Wenn man dann den Gesprächen oft unfreiwillig lauscht geht es nur ums Amüsement , selbst die türkischen Händler und Gastronomen rollen mit den Augen wenn sie sowas sehen. Die Kinder können einem leid tun , aber man ist meistens das Produkt seiner Entscheidungen und wenn Arbeit nicht dazu gehört und man in der mageren Sozialhängematte landet und das ignoriert , aber drüber lamentiert ,ist man selber schuld.
Und was hat das mit der im Artikel geschilderten Frau zu tun? Sie ist über 40 und hat, bis sie schwanger wurde, gearbeitet. Auch für alles andere, was Sie hier erzählen, gibt es im Text keine Anhaltspunkte. Aber Hauptsache, man kann mal stellvertretend jemanden anmeckern.

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cobaea 24.12.2018, 13:07
141.

Zitat von regelaltersrentner
In wie fern entziehen die Herren Friedrich Merz und Carsten Maschmeyer Milliarden von Euros der Realwirtschaft? Warum reihen sie sich nicht in die Gilde der Leistungsträger, bzw. der Großverdiener ein?
Bei Herrn Merz ist die Frage einfach zu beantworten: Die Firma, deren Aufsichtsratsvorsitznder er in Deutschland ist, hat dem Staat mit CumEx und CumCumEx-Geschäften über 30 Milliarden Steuern vorenthalten. Dafür muss eine alte Frau ziemlich lange stricken. Ganz nebenbei ist diese Firma auch noch einer der grössten Wohnungseigentümer der Republik und als Mietpreistreiber bekannt, der gerne auch mal bei Nebenkostenabrechnungen und Renovierungen - sagen wir's mal dezent - zu Ungunsten der Mieter nicht so ganz genau rechnet. Dadurch entzieht diese Firma - und damit auch der Herr Aufsichtsratsvorsitzende - ganz zweifellos der Realwirtschaft Euros.

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cobaea 24.12.2018, 13:18
142.

Zitat von GyrosPita
Zum 5878965. mal: Sie hat die Lehre aus freien Stücken abgebrochen. Weil ihr Saufen und Feiern wichtiger war. Nicht etwa wegen Krankheit oder sonstiger Schicksalsschläge. Warum soll man da noch helfen? Im übrigen, der Frau gehts gut, sie trinkt Becks Bier anstatt der Kopfschmerzplörre von Ötti... Dann lieber nen ehrlich arbeitenden Syrer der die Chancen die sich ihm hier bieten dankbar annimmt.
Zum 5878965. Mal: Die Lehre wurde abgebrochen als die Protagonistin Teenager war. Jetzt ist sie über 40. Wegen eines vor über 20 Jahren begangenen Fehlers, soll man heute nicht helfen? Inzwischen hatte sie Familie, verlor diese, hat bis zur Schwangerschaft gearbeitet. Und dann diese Aufrechnung wegen zweier Bierbüchsen zu 85 Cent statt was? 35? Sie selbst haben wohl in Ihren Jugendjahren nie unbedachte Entscheidungen gefällt? Und wenn doch, hält sie Ihnen über 20 Jahre später niemand mehr vor...

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hohnspiegel 24.12.2018, 13:30
143. Grundstein gelegt

keine Ähnlichkeiten mit der geschilderten Situation ?
Sie hat ihre Lehre abgebrochen, um zu feiern, ihr Partner ist mit 2 Kindern gegangen, das sind so die Karrieren die ähnlich verlaufen wie ich sie geschildert habe.
Wenn man 25 Jahre angrenzend an sozial schwache Wohngebiete lebt bekommt man so einiges mit , Verantwortungslosigkeit, Verweigern von Hilfe und jammern über die Verhältnisse in denen man lebt und das scheint mir hier genau dasselbe zu sein

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kunibertus 24.12.2018, 13:39
144. Hier und auch in anderen Beiträgen

Zitat von odapiel
Was diese Frau und ihr Problem betrifft, so ist es ... zuvorderst die mangelnde Kenntnis dessen, was ihr seitens des Jobcenters zusteht, übrigens von Anfang an, und eine ebenfalls schwer mangelnde Unterstützung des Mutter-Kind-Heims. Sie hätte sofort einen Antrag auf ALGII abgeben sollen, mit dem Moment ihrer Kündigung, zusammen mit einem Eilantrag beim Sozialgericht. Bei Gefahr in Verzug, wie bei ihr, hat das Jobcenter umgehend zu bescheiden. Höchstmaß sind 7-10 Tage, und das bei Mitgabe eines saftigen Vorschusses. Als nächstes ist bei Wohnungsverlust vom Jobcenter auch Umzugshilfe zu gewähren, zB auch die eines Maklers und der Umzugskosten, notfalls quer durch die Republik. Statt passiv abzuwarten, hätte sie oder ggfs. ein Helfer einer Arbeitsloseninitiative dem Jobcenter so lange Beine machen müssen (dort wird nämlich erst wirklich geholfen, wenn unumgänglich), bis die auch tätig werden. So hätte sie frühzeitiger eine Wohnung gehabt, und sicherlich auch genügend Geld für Weihnachten, und definitiv weniger Existenzstress.
werden gute Ratschläge gegeben, was ihr alles zusteht, was sie fordern kann und soll. ALG II sind aber nicht nur Rechte, sondern umfassen auch Pflichten. Eine erstrangige Pflicht ist es z. B. jede vermittelte zumutbare Arbeit anzunehmen, vielleicht sogar als Erntehelfer. Da hat sie immerhin Anspruch auf den Mindestlohn von aktuell 8,84 €/h. Das ergibt im Monat 1532 € brutto und bei der Steuerklasse 1 1130 € netto. Damit und dem Kindergeld müsste man eigentlich auskommen können. Das Problem scheint mir aber mehr zu sein, dass vom Staat und seinen Behörden immer nur gefordert wird, aber die eigenen Anstrengungen klein gehalten werden. Hier sollte die Erziehung ansetzen, so wie sie noch unsere Eltern und Großeltern praktiziert haben. Da sind Fähigkeiten und Fertigkeiten anerzogen worden, um dem Kind ein selbst bestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Diese, heute auch als soft skills bezeichneten Eigenschaften werden bei Azubis und auch Studienanfängern schmerzlichst vermisst. Es ist aber nicht die Aufgabe eines Betriebes oder einer Hochschule, Erziehungsdefizite der Eltern zu korrigieren. Ich habe in einem anderen Zusammenhang schon mal das Beispiel mit einem Studenten gebracht, der nur äußert selten Vorlesungen und Seminare besucht hat. Sein Kommentar: Wenn ich nicht studieren würde, müsste ich ja arbeiten gehen und da müsste ich jeden Tag früh aufstehen, das ist doch wirklich unzumutbar. Nun gut, lange ist der Herr nicht Student gewesen.

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chocolatefactory 24.12.2018, 13:45
145. Zwanzig Jahre

Zitat von cobaea
Statt zu verurteilen, sollten Sie den Text nochmal lesen: Die Frau ist inzwischen über 40. Die Lehre hat sie als Teenager abgebrochen. Bis sie mit ihrer jetzigen Tochter schwanger wurde, hat sie a) bereits eine mehrjährige Beziehung mit einem Mann geführt, aus der zwei Kinder hervorgingen. Es gibt keinen Anhaltspunkt im Text dafür, dass sie diesen Kindern keine gute Mutter gewesen wäre. b) hat sie bis zur Schwangerschaft mit ihrer jetzigen Tochter als Sicherheitskraft gearbeitet. Sie hat also das getan, was die von Ihnen ins Feld geführten Nachkriegsfrauen auch getan haben: Sie hat ihr Leben mit den vorhandenen Mitteln organisiert und geführt.
Sie hätte zum Beispiel die zwanzig Jahre nutzen können, um im zweiten Anlauf eine Ausbildung zu machen. Erscheint mir machbar. Fehler macht jeder im Leben, hinfallen kann passieren. Man sollte nur nicht liegenbleiben...

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markus_wienken 24.12.2018, 13:54
146.

Zitat von charlybird
aber zu welchem Preis ? Im übrigen wissen wir beide, dass das was die Chinesen dort als Gesellschaftssystem betreiben mit Kommunismus so viel zu tun hat, wie ein Kuhfladen mit einer Schallplatte. Es würde sogar Ihrem Statement widersprechen, ( Quote: ''Die Kommunisten glaubten, dass wenn es keine Reichen gäbe, würde es auch keine Armen geben. Die Reichen wurden enteignet, aber die Armen blieben arm. Allerdings waren sie glücklicher, denn sie hatten keinen, dem sie beneiden könnten.'' Ende) Und genau das machen sie, die Chinesen, nun alles gerade nicht. Aber Sie wissen auch, wie Wirtschaftsvergehen dort bestraft werden können, wenn dort ein Kapitalgenosse mit Steuern jongliert ? Ich behaupte mal ein Herr Ackermann und ähnliche Koryphäen dürften dort für sehr lange Zeit mit karger Kost rechnen.
/einmisch
Zu welchem Preis?
Zu dem Preis, dass in China (im Vergleich zu Indien, das wohl einzige Vergleichbare Land aufgrund der Bevölkerungsanzahl) nicht mehr 1 Millionen (oder gar mehr) Kinder an Unterernährung sterben.
Und nein, solange ein Kapilatgenosse es nicht übertreibt, parteiintern auf Linie bleibt und er/seine Familie in der Öffentlichkeit nicht allzusehr negativ auffällt passiert ihm dort so gut wie gar nichts.

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KlausMeucht 24.12.2018, 15:05
147. Leistungsträger

Zitat von regelaltersrentner
In wie fern entziehen die Herren Friedrich Merz und Carsten Maschmeyer Milliarden von Euros der Realwirtschaft? Warum reihen sie sich nicht in die Gilde der Leistungsträger, bzw. der Großverdiener ein?
BlackRock ist einer der Haupttreiber der Mieten in Großstädten.Die Finanzwirtschaft entzieht der Realwirtschaft die finanziellen Mittel.

Für mich sind die meisten Niedriglohnverdiener die wahren Leistungsträger. Ich habe extrem in den letzten Monaten von Pfleger profitiert.

Ein Maschmeyer erschleicht sich durch Cum Ex Millionen im zweistelligen Bereich und lässt sich durch Spenden im einstelligen Bereich als Wohltäter feièrn.

Ich koste zur Zeit aufgrund einer Gehirnblutung deutlich der Gemeinschaft mehr als ich in die Sozialkassen einzahle. Ich hoffe ich werde wieder zum Leistungsträger. Meine Gesamtbilanz am Ende des Lebens wird aber Negativ sein. Das was mir bezahlt wurde, kann ich nicht mehr aufholen.

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Einhorn 24.12.2018, 15:16
148.

Zitat von GyrosPita
Zum 5878965. mal: Sie hat die Lehre aus freien Stücken abgebrochen. Weil ihr Saufen und Feiern wichtiger war. Nicht etwa wegen Krankheit oder sonstiger Schicksalsschläge. Warum soll man da noch helfen? Im übrigen, der Frau gehts gut, sie trinkt Becks Bier anstatt der Kopfschmerzplörre von Ötti... Dann lieber nen ehrlich arbeitenden Syrer der die Chancen die sich ihm hier bieten dankbar annimmt.
Genau. Hätte sie ihre Lehre beendet stünde sie heute ganz bestimmt wahnsinnig viel besser da. Glauben Sie das wirklich? Oder wollen Sie nur ein bisschen hassen und hetzen? Die ewigen Hinweise auf den wahnsinnnigen Luxus von 2 Dosen Bier lassen genau darauf schließen.

Mindestlohn bleibt Mindestlohn, egal ob Sie einen Beruf gelernt haben oder nicht. Als Alleinerziehende bleibt Ihnen der Aushilfsjob - egal ob im Friseursalon oder in der Kettenfiliale von sonstwem. Wo man Sie übrigens außerhalb der "Standardbürozeiten" am ehesten beschäftigt. Also genau dann, wenn die Kita auch geschlossen hat. Fallen Sie bloß niemals von ihrem hohen Ross, der Kontakt mit der Realität kann sehr sehr schmerzhaft sein!

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johannes48 24.12.2018, 15:18
149. Wieder so eine "Spiegelgeschichte"!

Sicherlich gibt es Armut in Deutschland. Aber diese Frau hat sich doch selbst in die Armut gebracht! Für sie kann ich kein Mitleid empfinden, aber für das Kind, was sie bekommen hat! Seine Aussichten auf ein einigermaßen würdiges Dasein, sind sehr gering! Aber Kinder können sich ihre Eltern ja nicht aussuchen!
Ich bin seit 3 Jahren in Nicaragua, wer mal richtige Armut sehen will, der soll sich mal hier hin begeben! Hier gibt es viele "alleinerziehende Mütter", die keine staatliche Unterstützung bekommen! Wenn sie Glück haben, leben sie bei ihrer Familie.
Während dessen lebt die Familie des kommunistischen Tyrannen und Despoten, Ortega, königlich!
Wie wäre es, wenn jemand vom "Spiegel", über die Armut von alleinerziehenden Müttern, in diesem kommunistisch regiertem Land, schreiben würde?

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