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Armutsmigration: Wie Wirtschaftsflüchtlinge Deutschland geprägt haben
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Sie kommen nach Deutschland, auf der Suche nach einem besseren Leben - und gelten doch als Flüchtlinge zweiter Klasse. Dabei sind es gerade die Arbeits- und Armutsmigranten, die für die Geschichte des Landes so wichtig waren.

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sepp08 13.09.2015, 08:35
1. Das mit dem Wirtschaftsflüchtling

kann man so stehen lassen, hat die FAZ diese Woche auch geschrieben, die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien haben wir schon seit dem Jugoslawienkrieg im Land und deren ihre Ausbildung entspricht fast unserem Standard, und haben sich in der Arbeitswelt integriert. Von dem ökomomischen Nutzen der Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien, Afghanistan usw. werden wir nicht viel haben, da der Standard fürs deutsche Handwerk bei weitem nicht erreicht wird. Frau Nahles gab ja die Zahlen bekannt.

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giespel 13.09.2015, 08:40
2. Der Artikelschreiber übersieht

... eine Sache. Als Polen und Türken in de Ruhrpott kamen brauchte man deren schiere Arbeitskraft als Masse. Heute werden eher qualifizierte Menschen gebraucht. Die Masse der unqualifizierten Menschen wird hier keine Anstellungen finden, und damit den erhofften Wohlstand nicht erreichen.

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freespeech1 13.09.2015, 08:42
3.

Dass es in D wie überall auf der Welt auf Wanderungsbewegungen gab und gibt, ist eine banale Erkenntnis.

Allerdings ist nicht alles, was hinkt, ein Vergleich.
So sind die Ruhrpolen nicht aus Polen zugewandert, sondern waren Bürger der preußischen Ostprovinz, sind also im Inland gewandert, wie von Niedersachsen nach Hamburg. Ein Großteil der als „Ruhrpolen“ bezeichneten Einwanderer sprachen Regionalsprachen wie Masurisch, Kaschubisch und Wasserpolnisch.

Gleiches gilt für DDR-Flüchtlinge und Vertriebene. Auch sie sind innerhalb Deutschlands gewandert.

Gastarbeiter durften nur kommen, wenn sie einen Arbeitsvertrag hatten.

All das hat nichts, aber auch gar nichts zu tun mit den hunderttausenden Menschen aus dem Nahen Osten und Afrika, die jetzt zuwandern.

Warum hat niemand den Mut, die Bürger darüber aufzuklären, wie viele der in den letzten Jahren auf diesem Weg Zugewanderten heute beruflich integriert ist, gar noch im erlernten Beruf arbeiten und normal bezahlt werden? Das ist Gegenwart. Was vor hundert Jahren passiert ist, ist Geschichte, sonst nichts.

Wo sind heute die Arbeitsplätze für Millionen Zuwanderer???

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horvat84 13.09.2015, 08:43
4. Wirtschaftswunder

Der Unterschied? Wir befinden uns momentan in keinem "Wirtschaftswunder" sondern in einer europaweiten Krise. Die Zuwanderung hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt beginnen können.
Nicht einmal jeder 10. Zuwanderer verfügt über eine ausreichende Schulbildung, wie Nahles letzte Woche mitteilte. Die aktuellen Zuwanderer werden DE mit Sicherheit prägen! Ob positiv oder negativ sollte jeder für sich selbst entscheiden...

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doc1234 13.09.2015, 08:43
5. Das ist eber eine andere Baustelle

Es ist eine andere Baustelle ob Menschen mit dem absouten Willen kommen etwas zu erreichen, und das wichtigste aus dem gleichen oder verwandten Kulturkreis kommen.
Dann waren die Flüchtlinge nach dem 1. und 2. WK entweder vertriebene Deutsche, Polen oder Flüchtlinge oder Menschen die einfach vertrieben wurden aber eine in Deutschland anerkannte Ausbildung hatten und die Sprache kannten. Es gab damals und auch heute keine Paralelgesellschaften mit den europäischen Flüchtlingen, sie haben sich integriert, besser brauchten es nicht mehr wirklich.
Was soll denn ein Flüchtling mit einem syischem Jurastudium hier? Islamisches Recht einführen? Die Studienplätze hier in Europa sind begrenzt, und wer erkennt denn die Zugangsberechtigungen an? Was war mit den Zugangsberechtigungen der Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion? Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes gibt es da Probleme.
Natürlich hat Deutschland profitiert, und wir brauchen auch Zuwanderung, aber warum nicht aus Rumäninen und vom Rest des Balkans mit nicht so großen Kulturellen unterschieden. Warum sucht sich Deutschland nicht das an Menschen mit der Bildung heraus was benötigt wird? Einfach alle kommen lassen und den gutmenschen spielen? Ich hoffe es fällt der Politik vor die Füsse, jahzehntelang nichts getan zu haben. Mit Austrlien, kann ich auch einen syrischen Pass bekommen? und nach Australien fliehen? mit Familie, da ist es besser aus in der Bananenrepublik.

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thomas haupenthal 13.09.2015, 08:44
6. Es gab ja auch...

....daran sei erinnert, schon vor dem 19.Jahrhundert historisch bedeutende Einwanderungen nach Deutschland, etwa die niederlaendischen Exulanten oder die franzoesischen Hugenotten Das Phaenomen ist also nicht ganz neu.

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jus94 13.09.2015, 08:49
7.

Gäbe es in Deutschland hunderttausende offene Stellen für Menschen ohne Sprachkenntnisse, bestünde vielleicht eine Chance.
Das ist aber nicht die Realität. Die dt. Industrie und Wirtschaft hat sich in den letzten 50 Jahren dramatisch verändert und bietet eben kaum noch Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen ohne Sprachkenntnisse und Ausbildung. Oder möchte man das Rad der Zeit zurückdrehen, Arbeitsschutz, Mindestlohn, Kranken- und Rentenversicherung wieder abbauen?
Wer auf frühere Zeiten verweist, sollte sich auch diesen Fragen stellen.

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melmag 13.09.2015, 08:50
8. Is klar

zu allem lässt sich ein Gegengutachten erstellen. Sicher gibt es Beispiele wie Zuwanderer ein Land in Zeiten fehlender Arbeiter durchaus bereichert haben. Das ist aber nicht auf die heutige Situation übertragbar. Es liegen schon viel zu viele Osteuropäer ungehindert auf der öffentlichen Tasche. Und jetzt drängen hunderttausende illegal und unregistriert ins Land. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Also hören sie auf diese Katastrophe mit historischen Anekdoten schön zu reden.

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Consanesco 13.09.2015, 08:55
9. Dazu ein paar Worte

Mittlerweile werden (fast) alle Register gezogen und unsinnigen Vergleiche angestellt, um den unkontrollierten (!) Zustrom im genehmen Lichte darzustellen? Sind Sie, Herr Kaiser, auch vor Ort in München, Österreich oder Ungarn? Sehen Sie, was dort gerade - mit offenem Ende - abläuft? Dass man schon jetzt nicht mehr weiß, wie man der Lage dort Herr werden soll? Und dies ist erst der Anfang, denn diese Menschen wollen nach ihrer Aufnahme auch integriert und mit den Leistungen des Sozial- und Wohlfahrtsstaates versehen werden. Haben wir z.B. nicht in Deutschland bereits über 200.000 Obdachlose, die ohne Perspektive auf den Straßen vegetieren?

Zu welchen Problemen nicht integrierte Menschen aus anderen Kulturkreisen führen, dürfen Sie sich anschaulich in meiner Nachbarschaft anschauen, z.B. in Marxloh, Laar oder Hochfeld.

Ich bin diese oberflächliche Art zu argumentieren so leid. In vielen anderen Ländern wie den USA oder GB wird deutlich vernünftiger gedacht, aber dort wird das Meinungsbild auch nicht von einer linken Mainstreampresse gemacht.

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