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Armutsmigration: Wie Wirtschaftsflüchtlinge Deutschland geprägt haben
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Sie kommen nach Deutschland, auf der Suche nach einem besseren Leben - und gelten doch als Flüchtlinge zweiter Klasse. Dabei sind es gerade die Arbeits- und Armutsmigranten, die für die Geschichte des Landes so wichtig waren.

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Sikozu 13.09.2015, 10:34
90. Mal...

...eine wichtige Klarstellung - viele scheinen das nicht zu begreifen:

Die vielen Asylsuchenden sind nicht mit Umsiedlern oder Einwanderern gleichzusetzen. Wer nicht gerade aus einem Bürgerkriegsland kommt, wird ohnehin nicht dauerhaft bleiben dürfen. Nichtsdestotrotz müssen wir den Leuten erstmal ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit anbieten. Das gebietet allein schon die Menschlichkeit.

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udo.sowade 13.09.2015, 10:35
91. Was verstehen Sie unter

Zitat von usa911
wenn Duisburg schon als Beispiel herangezogen wird, dann sollte man auch alle Fakten und Probleme auf den Tisch liegen und nicht nur die positiven Fakten. Denn wenn der gleiche Verteilungschlüssel wieder angelegt wird, dann wird die Ghettoresierung in Duisburg und anderen Großstädten weitergetrieben... In Duisburg hat sich zum Beispiel eine komplette Nebenkultur entwickelt, die nicht Integrationswillig ist. Es ist sehr schade, da beide Kulturkreise von einander profitieren können, aber das ist nicht gewollt... Solange dies nicht geändert wird, wird es Konflikte geben, allerdings benötigt es dafür beide Seiten...
das würde mich sehr interessieren, denn erst dann kann man Ansätze zur Lösung finden.

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LouisWu 13.09.2015, 10:36
92. ...

Die Intention des Artikels ist sehr durchschaubar, zumindest für Menschen, die sich über die Erfahrungen mit Migranten aus dem nahöstlichen/nordafrikanischen Kulturkreis in anderen Ländern informiert haben. Und zwar in Ländern, die schon länger Erfahrungen damit haben als wir.
Zum Beispiel hat Dänemark (und auch Schweden) weder finanziell noch kulturell von der - teils massiven - Einwanderung der letzten Jahre profitiert:

http://www.welt.de/politik/ausland/article13288724/Daenemark-rechnet-vor-was-Auslaender-den-Staat-kosten.html

Es verwundert, warum viele Journalisten und Politiker davon ausgehen, dass das hier in D anders verlaufen wird. Glaubt jemand, dass wir besser integrieren können als z.B. die Schweden, die da enorme Leistungen vollbringen, mit magerem Erfolg?

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reiisa 13.09.2015, 10:37
93. Suggestion

Hier soll dem Leser eingetrichtert werden, das es gerade jetzt für D gut ist, täglich Tausende Arbeitsmigranten aufzunehmen. Bei 3 Mio. Arbeitslosen (wieso hat Politik/Wirtschaft nicht in den vergangenen 20 Jahren die Qualifizierung dieser Menschen zur Nationalen Kraftanstrengung erklärt?) und nur 500 Tsd. offenen Stellen werden diese Tausendfach-Hochqualifizierten und Hochmotivierten Flüchtlingen leider nicht alle einen adäquaten Job finden. Selbst Frau Nahles spricht schon von zusätzlich 400 Tsd HartzIV-Empfängern. Bitte hier um Aufklärung, Frau Merkel.

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nordschaf 13.09.2015, 10:38
94.

Zitat von finchen0598
Alle regen sich auf, dass diese Menschen jetzt kommen. Was wäre denn die Alternative? Massenerschiessungen an der Grenze??? Doch wohl bestimmt nicht. Die Menschen sind jetzt da, also kann es jetzt nur noch darum gehen das Beste aus der Situation zu machen.
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Allerdings scheinen sich derzeit über die sozialen Medien Märchen über die Aufnahme in Deutschland zu verbreiten, die die Wanderungsbewegungen massiv steigern. Es macht wenig Sinn, dass Menschen, die in Nachbarländern von Syrien relativ gut untergebracht sind, sich unter Gefahr für Leib und Leben auf den Weg machen. Hier muss meines Erachtens nach durch Hilfe in der Region gegengesteuert werden. Und zwar fix.

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serafino 13.09.2015, 10:38
95.

Zitat von Grönhall
"Vor allem im 19. Jahrhundert hätten Millionen Menschen ihr Glück in Übersee gesucht" Ja das stimmt - aber dies Menschen bekamen z.B. in dem unendlichen grossen Amerika ein Stueck Land zugewiesen und dann mussten sie selbst mit harter Arbeit und vielen Entbehrungen ihr Leben selbst aufbauen. Da gabs keine Willkommenskultur. [...] ALLE die nach Deutschland eingewandert sind hatten entweder die gleiche Sprache oder den gleichen Kulturkreis. Die Integration von u.a. Italienern, Spaniern und Jugoslawen war verhälnismässig einfach. Von den eingewanderten Tuerken sind inzwischen sehr viele integriert in unsre Gesellschaft, doch immer noch und lange noch nicht alle. [...]
Wenn man ein Stück Land zugeteilt bekommt, von dem man sich selber ernähren kann, ist das auch ein Stück Willkommenskultur. Natürlich mit einem anderen Hintergrund.

Alle bisherigen Einwanderer kamen aus dem gleichen Kulturkreis? Auch die muslimischen und orthodoxen Jugoslawen? Und auch die deutschstämmigen Russen haben sich einfach integriert? Obwohl viele von ihnen immer noch nicht gutes Deutsch sprechen? Obwohl viele sich trotz Deutschem Pass eher als Russen denn als Deutsche fühlen?

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säkularist 13.09.2015, 10:39
96.

Erstmal vorweg, die Aufnahme einer großen Zahl von ungebildeten kulturfremden Moslems hatten wir bereits. Das war alles in allem nun wirklich keine Erfolgsstory, obwohl die Industrie damals allen sofort einen einfachen Job in der Produktion geben konnte. Wir haben heute noch mit den Folgen zu kämpfen.

Nun kommen noch wesentlich mehr in wesentlich kürzerer Zeit und das noch vollkommen unkontrolliert.

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LouisWu 13.09.2015, 10:41
97.

Zitat von andreu66
Und während sich die meisten Menschen mit europäisch-christlichem Hintergrund nach ein bis zwei Generationen vermischen, bilden viele Moslems eben Parallelgesellschaften, die sich durch die modernen Kommunikationsmittel noch mehr abschotten können.
Das ist wohl der entscheidende Punkt. Polen, Spanier oder Portugiesen haben zum großen Teil Deutsche geheiratet und sind im "Genpool" aufgegangen. Ein Muslim wird fast immer nur eine Muslimin heiraten, am liebsten aus dem Heimatland. Schaut in andere Länder, die diese Erfahrungen schon gemacht haben. Leider führen Parallelgesellschaften aber immer zu Bürgerkrieg, irgendwann.

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erba.act 13.09.2015, 10:41
98. 5 Millionen Arbeitssuchende sind genug!

„Im Grunde genommen ging es ihm [dem damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard] darum, durch Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte das Lohnniveau niedrig zu halten. Mir wäre stattdessen lieber gewesen, die deutschen Löhne wären gestiegen.“ Zitat Helmut Schmidt

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nordschaf 13.09.2015, 10:42
99.

Zitat von RaM the Man
(2) Einbürgerung aus wirtschaftlichen Gründen sollte jeder über all auf der Welt beantragen dürfen (z. B. in der dt. Botschaft seines Landes). [...] Lässt man letztere Gruppe unkontrolliert ins Land, dann kommen eben auch einige, die sich nur in die sozialen Hängematte legen wollen.
Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass Wirtschaftsmigranten ausschliesslich kommen, um hier von Hartz IV in Saus und Braus zu leben. Wahrscheinlicher ist, dass diese Leute hier arbeiten und Geld nach Hause schicken wollen. Und so lange wir z.B. Mangel bei Pflegekräften haben und das Interesse ungelernter deutscher Arbeitsloser an Tätigkeiten wie z.B. Erntehelfer gegen Null geht, spricht da auch nichts gegen.

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