Forum: Wirtschaft
Atomausstieg: AKW Gundremmingen geht vom Netz
dpa

Im bayerischen Gundremmingen wird am Nachmittag ein weiteres AKW endgültig abgeschaltet. Der deutsche Atomausstieg kommt damit einen wichtigen Schritt voran.

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leidernein 31.12.2017, 13:54
1. Sehr gut!

Dann brauchen wir nur noch mehr Elektroautos und weniger Braunkohle, da der Ökostrom emmissionsfrei aus der Steckdose kommt.

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Holledauer 31.12.2017, 14:14
2. Wieder wird ein deutsches Spitzentechnologie-Kraftwerk abgeschaltet!

Und dieses nur, weil Frau Merkel nach dem Fukushima-Desaster den Verlust der Landtagswahl in Baden-Württemberg befürchtete!
Frau Merkel ist es nämlich ziemlich egal, welche Strompreise insbesondere die privaten Stromverbraucher zu bezahlen haben!
Sicher, die Technologie der Kernkraftwerke ist keine Zukunftstechnologie! Da sie nun einmal installiert war, hätte man sie ruhig noch einige Jahre weiter betreiben können. Auch das Atommüll-Problem ist in Deutschland noch nicht gelöst. Dies jedoch nicht primär aus technischen, sondern aus politischen Gründen: Welch ein Landespolitiker hat den Mut, der Einlagerung von Atommüll in einer Kaverne zuzustimmen, die in einem Urgebirge (z.B. Schwarzwald, Bayrischer Wald) errichtet wird? Ob nun noch einige tausend Tonnen hinzukämen, welche bei einem Weiterbetrieb der AKWs anfielen, bis sie aus technischen Gründen abgeschaltet werden müssen, das würde diese Problematik nur sehr unwesentlich verschärfen.
Und nochmals zu Fukushima: In Deutschland hätte solch ein Kernkraftwerk nie in Betrieb gehen dürfen, da offensichtlich sehr viele Gesichtspunkte, die für einen sicheren Betrieb solch einer Anlage wichtig sind, nicht berücksichtigt wurden. Wie kann man z.B. ein AKW In ein von Tsunami bedrohtes Gebiet bauen. Und dann noch die Notstromaggregate im Untergeschoss der Anlage, und, und, und.
Wenn dann auch noch die deutschen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden (was aus Klima-Gründen wesentlich wichtiger wäre, als die AKWs abzuschalten), dann werden wir also in Spitzenverbrauchzeiten „sauberen“ Kohlestrom aus Polen und sehr „sauberen“ Atomstrom aus anderen Nachbarländern beziehen. Zum Ausgleich bezahlen wir dann unseren Nachbarn Geld, wenn sie uns überschüssigen Solarstrom und Windstrom abnehmen.
Man kann nur feststellen: Toll, diese deutsche Energiepolitik.

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haro 31.12.2017, 14:32
3. Postkritsches Medium

"Bundesumweltministerium Barbara Hendricks zeigte sich zuletzt "froh" über das Abschalten von Gundremmingen B".
Umgekehrt wäre es höchste Zeit, dass die Ministerien wieder von Personen besetzt werden, die mit Sachverstand die Lage der Republik im Jahre 17 der Energiewende beurteilen und daraus die richtigen politschen Schlüsse ziehen würden.
Dazu 2 Zitate von berufener Stelle: "Die Energiewende steht vor ihrem Scheitern (Sigmar Gabruiel, Dezember 2013)" oder Otto Schliy vom gestrigen Tag "... dass die horrenden negativen Folgen der von Frau Merkel herbeigeführten Energiewende in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht überhaupt nicht mehr öffentlich diskutiert wird“. Er empfindet es als „ebenso seltsam wie die Tatsache, dass das Thema Atomenergie unter Missachtung neuer technischer Entwicklungen vollständig tabuisiert wird. Stattdessen setzt man auf Windkrafträder, obwohl diese „inzwischen weitflächig gewachsene Kulturlandschaften zerstören, ökologisch“.

Wie eine ehedem kritische Zeitschrift wie der SPIEGEL dazu kommt, all diese Themen schlicht zu ignorieren und sich dem mainstream anpassend Bilder von GAU-Kontaminationsausbreitungen - wie schön gruselig! - statt von den realen Verwüstungen, die die Energiewende in den von Schily benannten Bereichen gebracht hat, zu berichten und sie zu diskutieren, bleibt wohl immer ein Geheimnis den journalistischen Nachfolgeneration eines Rudolf Augstein. Das oft und unpassend zitierte Wort von einem, der sich im Grabe umdreht - hier trifft es den Nagel auf den Kopf.

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gxiii 31.12.2017, 14:37
4. Wunderbar!

Jetzt können wir die Kohlekraft noch mehr hochdrehen.

Dass Kernkraft laut NASA 1.8 Millionen leben gerettet hat, weil man zum Beispiel auf die Umwelt und Klima verpestende Kohlekraftwerke verzichten konnte, interessiert ja sowieso keinen.

Da heucheln sich SPD und Grüne lieber vor, dass sie was gutes tun, während sie indirekt Leute vergasen - was nur noch ironischer wird, weil zB in Kohle enthaltene Uran-Isotope ebenfalls bei der Verbrennung in die Luft geblasen werden. Sprich, Kohlkraftwerke verstrahlen die Umwelt deutlich mehr als versagende Kernkraftwerke. Und wenn die Filter 99% des Schmutzes aus den Abgasen ziehen, dann produzieren sie auch tausende Tonnen Abfall für die Sicherheitsunterbringung, mehr noch als die tausend mal effizienteren Kernkraftwerke. Aber hey, es gibt ja Grüne Energie - das die immer noch nicht ein Land tragen kann, interessiert bei all der Heuchelei auch nicht mehr.

Naja, und die CDU interessiert sich ja sowieso nur für die Kohlelobby. Das ist der Grund, warum Merkel die Kernkraftwerke abschalten ließ, dort gibts es keine Lobby, die stark genug wäre sie zu beschützen. Stattdessen zerstören wir schön weiter ganze Dörfer und Ländereien, damit wir wirtschaftlich unrentable, subventionierte Kohlekraft weiter nutzen können.

Ist wie ein Irrenhaus, wenn man sich die tatsächlichen Hintergründe mal anschaut.

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M. Michaelis 31.12.2017, 14:48
5.

Und so befördert sich Deutschland Stück für Stück ins technologische Abseits. Wieder wird wertvolles Know-How vernichtet.

Statt die Nukleartechnik weiterzuentwickeln und zu verbessern steigt man ohne jede Not als fast einziges Land aus dieser Technologie aus.

Irgendwann wird das ein ganz böses Erwachen geben. Mit unserer Ökotechnoestherik und der latenten Technlogiefeindlichkeit und Bedenkenhuberei in unserem Land ist auf Dauer das hohe Wohlstandsniveau und der allgemein gute Lebensstandard nicht zu halten.

Wir leiten hier gerade aus idelogisch politisch getriebenen Strukturwandel ein der am Ende viel mehr Verlierer als Gewinner produzieren wird.

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ImZweifel 31.12.2017, 14:49
6. Alles auf einmal

Umweltphantasten, die sowohl Kernkraftwerke als auch Kohlekraftwerke abschalten wollen, dafür aber durch eMobilität zusätzlichen Bedarf generieren werden, steuern in einem Noch-Industrieland auf das zu, was sie am besten beherrschen: Mangelverwaltung.
Mit der planwirtschaftlichen Zuteilung der dann raren und volatilen Ressource „elektrische Energie“, sind sie dann in ihrem Element. Dabei bringen Sie es noch nicht einmal fertig, ihre eigene Anhängerschaft von der Notwendigkeit neuer Stromtrassen zu überzeugen um nachhaltig erzeugte „elektrische Energie“ zum Verbraucher zu bringen.
Eine todsichere Methode, eigentlich sinnvolle Ziele durch Symbolpolitik und Dilettantismus zu diskreditieren

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peter-mueller-68 31.12.2017, 14:50
7. Der Atomausstieg war ein historischer Fehler

Der Atomausstieg in Deutschland fing eigentlich bereits in den 80er Jahren an, als man aufgrund massiver ziviler Gegenwehr, nach und nach beschloss, die Weiterentwicklung der zivilen Nukleartechnik einzustellen. Diese Gegenwehr war einerseits mangelnder Aufklärung geschuldet, andererseits politischem Monopolismus, Zentralismus und daraus resultierender mangelnder Transparenz. Mit einer gefestigteren Basis der Nukleartechnik, wie in anderen Ländern, auf kleinen und mittelständischen Betrieben basierend, und breiterer Aufklärung (Stichwort Angst vor Strahlung) wäre das wohl so nicht passiert. Einst besaßen wir in Deutschland die fortschrittlichste zivile Nukleartechnik mit den höchsten Sicherheitsstandards. Auf allen Gebieten der atomaren Forschung hat man uns überholt. In anderen Ländern wie zum Beispiel Japan halten die Leistungsreaktoren mittlerweile Tsunamis stand und besitzen inhärente, passive Sicherheitssysteme, die Kernschmelzen auch beim Ausfall sämtlicher aktiver Regler und Stellglieder sicher unter den Schmelzpunkt herab kühlen. Dies ist eine große technische Leistung, für die ich die Ingenieure dort und an den Orten ihrer Zulieferer-Betriebe (nicht Deutschland) bewundere. Unsere Reaktoren könnten das eher nicht. Bei uns wird dieser Fortschritt im Ausland aber ignoriert und alles verteufelt, was irgendwie strahlt - obwohl alles in der Natur strahlt. Ansonsten stünden wir auch ziemlich rückständig und unwissend da - was wir dann wohl auch eher sind. Wir werden einen Neueinstieg in die Nukleartechnik ziemlich schnell benötigen. Dies muss in Verbindung mit einer breiten Aufklärung geschehen. Transparenz und eine breite gesellschaftliche Basis muss von Anfang an einhergehen. Warum? Aus folgendem Grund: Der Mond, die Asteroiden, der Mars und die Jupitermonde können nur mit Hilfe des massiven Einsatzes von Nukleartechnik für Jedermann nutzbar und das Leben und Arbeiten dort für Alle bezahlbar gemacht werden. Dies wird zusätzlich eine gewisse Emanzipation Deutschlands außerhalb der zivilen Nukleartechnik benötigen, die wir bisher nie wagten. Es öffnet sich nun ein kurzes Zeitfenster von vielleicht 20 Jahren, bevor ausländische Milliardäre aus dem Westen und dem Nahen Osten dort die Claims abstecken und mit Hilfe ihrer Regierungen die notwendigen großen, atomaren Transportmittel zur Besiedelung des Sonnensystems bauen. Wir können uns es nicht leisten, hier den Anschluss zu verlieren. Im Gegenteil, wir müssen hier eine führende Nation werden. Denn wenn wir hier nicht führen, dann werden es andere tun. Deutschland wird den Anschluss an die Eroberung der Energie- und Rohstoffquellen der Zukunft verpassen und damit in endgültiger Bedeutungslosigkeit versinken. Nur wer dies aktiv anstrebt, kann gegen Atomkraft sein. Deutschland braucht dringend seine Nukleartechnik zurück und darüber hinaus! Zum besseren Verständnis, hier: https://monstermaschine.wordpress.com/nuclear-fusion-energy/

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peter-mueller-68 31.12.2017, 14:53
8. Ein Fehler von historischem Ausmaß

Der Atomausstieg in Deutschland fing eigentlich bereits in den 80er Jahren an, als man aufgrund massiver ziviler Gegenwehr, nach und nach beschloss, die Weiterentwicklung der zivilen Nukleartechnik einzustellen. Diese Gegenwehr war einerseits mangelnder Aufklärung geschuldet, andererseits politischem Monopolismus, Zentralismus und daraus resultierender mangelnder Transparenz. Mit einer gefestigteren Basis der Nukleartechnik, wie in anderen Ländern, auf kleinen und mittelständischen Betrieben basierend, und breiterer Aufklärung (Stichwort Angst vor Strahlung) wäre das wohl so nicht passiert. Einst besaßen wir in Deutschland die fortschrittlichste zivile Nukleartechnik mit den höchsten Sicherheitsstandards. Auf allen Gebieten der atomaren Forschung hat man uns überholt. In anderen Ländern wie zum Beispiel Japan halten die Leistungsreaktoren mittlerweile Tsunamis stand und besitzen inhärente, passive Sicherheitssysteme, die Kernschmelzen auch beim Ausfall sämtlicher aktiver Regler und Stellglieder sicher unter den Schmelzpunkt herab kühlen. Dies ist eine große technische Leistung, für die ich die Ingenieure dort und an den Orten ihrer Zulieferer-Betriebe (nicht Deutschland) bewundere. Unsere Reaktoren könnten das eher nicht. Bei uns wird dieser Fortschritt im Ausland aber ignoriert und alles verteufelt, was irgendwie strahlt - obwohl alles in der Natur strahlt. Ansonsten stünden wir auch ziemlich rückständig und unwissend da - was wir dann wohl auch eher sind. Wir werden einen Neueinstieg in die Nukleartechnik ziemlich schnell benötigen. Dies muss in Verbindung mit einer breiten Aufklärung geschehen. Transparenz und eine breite gesellschaftliche Basis muss von Anfang an einhergehen. Warum? Aus folgendem Grund: Der Mond, die Asteroiden, der Mars und die Jupitermonde können nur mit Hilfe des massiven Einsatzes von Nukleartechnik für Jedermann nutzbar und das Leben und Arbeiten dort für Alle bezahlbar gemacht werden. Dies wird zusätzlich eine gewisse Emanzipation Deutschlands außerhalb der zivilen Nukleartechnik benötigen, die wir bisher nie wagten. Es öffnet sich nun ein kurzes Zeitfenster von vielleicht 20 Jahren, bevor ausländische Milliardäre aus dem Westen und dem Nahen Osten dort die Claims abstecken und mit Hilfe ihrer Regierungen die notwendigen großen, atomaren Transportmittel zur Besiedelung des Sonnensystems bauen. Wir können uns es nicht leisten, hier den Anschluss zu verlieren. Im Gegenteil, wir müssen hier eine führende Nation werden. Denn wenn wir hier nicht führen, dann werden es andere tun. Deutschland wird den Anschluss an die Eroberung der Energie- und Rohstoffquellen der Zukunft verpassen und damit in endgültiger Bedeutungslosigkeit versinken. Nur wer dies aktiv anstrebt, kann gegen Atomkraft sein. Deutschland braucht dringend seine Nukleartechnik zurück und darüber hinaus! Zum besseren Verständnis, hier: https://monstermaschine.wordpress.com/nuclear-fusion-energy/

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Klaus Woll 31.12.2017, 14:55
9. Es ist zum verzweifeln

wie in Deutschland die Energiewende durchgeführt wird. Zu diesem Zeitpunkt Großkraftwerke wie Gundremmingen abzuschalten, ist unvernünftig und wird sich in Form weiter steigender Strompreise rächen. Es wird höchste Zeit, dass Frau Merkel verabschiedet wird und dann muss dieser ganze Irrsinn endlich aufhören.

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