Forum: Wirtschaft
Atomausstieg: Finanzspritze für die große Wind-Vision

Atomkraft ist plötzlich out, jetzt drückt die Regierung bei der Ökoenergie aufs Tempo. Laut einem internen Masterplan sollen Meereswindparks deutlich stärker*gefördert werden als bisher. Banken und Konzerne profitieren - der Verbraucher zahlt drauf.

Seite 1 von 18
schroeders_erben 21.03.2011, 17:59
1. für ein titelfreies Forum

Zitat von sysop
Atomkraft ist plötzlich out, jetzt drückt die Regierung bei der Ökoenergie aufs Tempo. Laut einem internen Masterplan sollen Meereswindparks deutlich stärker*gefördert werden als bisher. Banken und Konzerne profitieren - der Verbraucher zahlt drauf.
<ach>Der Verbraucher zahlt drauf?</ach>

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baloo55 21.03.2011, 18:01
2. Meine Frage:

haben wir noch eine parlamentarische Demokratie?

Oder hat IM Erika die CDU mit Material aus alten Zeiten so im Würgegriff, dass die CDU nicht mehr als politische Partei, die laut Art. 21 GG an der politischen Willensbildung gelten kann?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
VorwaertsImmer 21.03.2011, 18:03
3. Statt steuern rauf: Milliarden von den Steinkohlesubventionen umleiten...

Zitat von sysop
Atomkraft ist plötzlich out, jetzt drückt die Regierung bei der Ökoenergie aufs Tempo. Laut einem internen Masterplan sollen Meereswindparks deutlich stärker*gefördert werden als bisher. Banken und Konzerne profitieren - der Verbraucher zahlt drauf.
Die Grünen sollten in NRW ihre Regierungsverantwortung wahrnehmen und dafür sorgen das die 2 Milliarden für die Steinkohlesubvention in die schaffung ZUKUNFTSFÄHIGER ARBEITSPLÄTZE investiert wird.

In NRW wurde mittlerweile eine ganze Generation von Steinkohle-Arbeitern ausgebildet und bis zur Rente durchsubventioniert.

Wenn man diesen finanziellen und industriepolitischen Irrsinn beendet - dan hat man auch die Mittel um in die Zukunft zu investieren.

Doch rot-rot-grün in NRW finanziert mit den 2 Milliarden Steinkohlesubventionen den geplanten industriepolitischen Stillstannd

Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten:
1. Steuern rauf für den Atomausstieg - und wir verlieren Massenkaufkraft für den Aufschwung
2. oder man steigt aus den 2 Milliarden Steinkohlesubventionen aus und leitet dieses Geld um.
Klar gibt es auch Leute, die dann in den steinkohleindustrien arbeitslos werden. Aber es werden mit dem gleichen Geld MEHR Arbeitsplätze NEU geschaffen!
Deshalb ist eine solche Massnahme sozial gerecht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 21.03.2011, 18:07
4. Gesamtprogramm

Zitat von sysop
Atomkraft ist plötzlich out, jetzt drückt die Regierung bei der Ökoenergie aufs Tempo. Laut einem internen Masterplan sollen Meereswindparks deutlich stärker*gefördert werden als bisher. Banken und Konzerne profitieren - der Verbraucher zahlt drauf.
Es nichts dagegen einzuwenden, dass Verbraucher von Energie mehr bezahlen müssen, sie müssen begreifen, dass Energie etwas wertvolles, schwer erarbeitetes ist, und man sie nicht verschwenden sollte.

Sehr wohl ist aber etwas einzuwenden gegen ein kopfloses Hin- und-Her bei der Energiepolitik.

Es muss ein Gesamtprogramm her, das ALLE Aspekte von Energieverbrauch/produktion mit einbezieht. Nur mal so ein paar Bemerkungen (keine neuen, aber ständig vernachlässigte Ideen):
- "Intelligente" Verbraucher in Industrie, Haushalt müssen her -> der Verbrauch muss, wo immer es geht automatisch (nach Verbrauchervorgaben) an die Erzeugung angepasst werden. Dazu braucht man flexible Tarife, und Geräte, die das können. Nichts davon ist zur Marktreife eintwickelt.
- Forcierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Stromspeicherung
- Steuern für Energieverbrauch rauf, für Arbeit runter. Bürger sollen nicht mehr Steuern bezahlen, sondern für "schädliche" Aktivitäten (=Energieverbrauch, Umweltverschmutzung) und nicht für sinnvolle (=Arbeit)
- wir müssen zurück zu haltbaren Geräten (weniger Energie pro Gebrauchsjahr)

wäre schon mal ein guter Anfang, der innerhalb weniger Jahrzehnte gemacht werden könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dumme Fragen 21.03.2011, 18:09
5. Hört doch endlich mit dem "der Verbraucher zahlt drauf" auf!

Ich kann es wirklich nicht mehr hören! Was mich allein die letzte Woche wieder an Nerven gekostet hat - wer kommt für den seelischen Schaden auf? Niemand! Wieso überhaupt muß eine kWh 18 Cent kosten? Warum nicht 28 Cent? Ist doch schnurz! Guckt euch doch mal die Preise beim Benzin an! Vor nicht allzulanger Zeit hat der Liter 1 DM gekostet (kann ich mich noch gut dran erinnern). Heute kostet der gleiche Liter umgerechnet 3 DM, manchmal sogar mehr. Haben wir uns doch auch dran gewöhnt, ohne dass jetzt wirklich weniger Verkehr auf den Straßen wäre - leider, füge ich hinzu! Ich sehe doch hier in HH jeden Tag den Stau (an dem ich dann mit dem Fahrrad genüßlich vorbeiradle).

Um eine aktuelle Alkoholwerbung zu zitieren: Deine Offline-Freunde vermissen dich! Das Leben hat soviel zu bieten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
serottner 21.03.2011, 18:11
6. Der Verbraucher...

Zitat von schroeders_erben
Der Verbraucher zahlt drauf?
...zahlt immer drauf. Es ist also nie die Frage ob, sondern wofür!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trevis 21.03.2011, 18:17
7. Planlose Regierung

Typisch Kamikaze-Politiker in Schwarz-Gelb:

- Keinen Plan
- Inkonsequent
- Entscheidungen nach Tagesform
- Im Zweifel für die großen Konzerne

War nicht das Hauptproblem die fehlenden Stromtrassen? Jetzt soll die kapitalintensivste und fragwürdigste Form der Erneuerbaren stärker gefördert werden - natürlich nicht dezentral, nicht kleinteilig und nur für die großen EVUs zu stemmen - Selbstbedienungsladen Atomkonzerne: Off-Shor-WKA benötgen wohl wirklich neue Stromtrassen.

Hat das Winzerkönig Brüderle nicht als Haupthindernis für den Übergang zu den Erneuerbaren identifiziert?

Na da meinte er wohl, leicht angetüdelt, eher die PV-Anlagen. Aber die brauchen selbstverständlich keine Stromtrassen.

Gaga-Typen regieren uns - puh...

Es wird Zeit für einen Regierungswechsel - bleibt die Hoffnung auf Rot-Grün 2013.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gorge11 21.03.2011, 18:18
8. Atomkraft ist schon lange out

Zitat von sysop
Atomkraft ist plötzlich out, jetzt drückt die Regierung bei der Ökoenergie aufs Tempo. Laut einem internen Masterplan sollen Meereswindparks deutlich stärker*gefördert werden als bisher. Banken und Konzerne profitieren - der Verbraucher zahlt drauf.
Nur die Synergieeffekte mit der
Nuklearwaffenwirtschaft hielt sie
über die 70er hinaus am Leben.
Eigentlich gäb es sie gar nicht mehr,
aber der Waffensprengstoff lässt sich
in Kraftwerksbrennstoff zurückverwandlen,
dafür wurde der Reaktor 3 in Fukischima umgerüstet.
Den Reaktor 1 wollte man stilllegen, oder
nur pausieren lassen, darum hat man die Randaggregate
(Kühlung) nicht mehr kontrolliert.
Da hatts hat's eben rums gemacht, und den Reaktor 3
mitgerissen.

Bei grosstiligem einsatz von windkraft auf See,
sollte man mit rund 2000-3000€/Kw rechnen.
Macht 6000€, wenn man es mit einem AKW vergleicht,
(5000€).
Der Abgebildtete Windpark hat 4000 gekostet.
Macht 9000€, wenn man es mit einem AKW vergleicht,
(5000€).
Dazu kämen im abgebildeten Fall noch die Austauschkosten
für die Gondeln, die direkt kaputt gingen.
Aber nur die, die der französiche Atomkraftwerks
hersteller AREVA geliefert hatte.
der wollte sich ein wenig in Windkraft
profilieren wollte, wo er nicht mal
Atomkraftwerke termingetreu und zu den
veranschlagten Kosten liefern kann.

Die finaziellen Risiken sind enorm,
wegen des unberechenbaren Seegangs,
aber nur bei Kleinauflage.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kornfehlt 21.03.2011, 18:19
9. @TheBear

"Es nichts dagegen einzuwenden, dass Verbraucher von Energie mehr bezahlen müssen, sie müssen begreifen, dass Energie etwas wertvolles, schwer erarbeitetes ist, und man sie nicht verschwenden sollte."

Jaja, und das sagen Sie mir. Dass ich nicht lache. Ihr ökogrünes Sozialistengehabe funktioniert nur schmerzfrei in der Anonymität des Internets!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 18