Forum: Wirtschaft
Atomausstieg: Konzerne können sich für 23 Milliarden Euro freikaufen
DPA

Im Poker um die Finanzierung des Atomausstiegs gibt es eine Entscheidung: Die Energiekonzerne können sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen für 23,3 Milliarden Euro von allen Risiken freikaufen.

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MartinWSaarbrücken 27.04.2016, 12:56
150.

schon traurig, aber wer durchschaut schon, was hinter den Türen verhandelt wird und was tatsächlich die konsequenzen anderer entscheidungen gewesen wären ...
bleibt nur zu hoffen, daß die endrechnung keine allzu schmerzhafte überraschung bereithält...

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Crom 27.04.2016, 12:56
151.

Zitat von Poco Loco
...der Konzerne soll also jetzt der Rückbau der Meiler und die Endlagerung der zigtausend, tonnenschweren Abfälle finanziert werden?
Um den Rückbau geht's gar nicht, wie man auch im Artikel lesen kann: "Den Rückbau der Atomkraftwerke und den Transport der nuklearen Abfälle sollen die Unternehmen weiterhin selbst bezahlen."

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torn.scell 27.04.2016, 12:57
152. Irgend wie

tut mir die Merkel schon leid. Wenn die nächstes Jahr in die Altkanzlertonne kommt, wird sie tief fallen. Erst dann werden sich viele trauen das zusagen, was ihnen auf der Seele brennt; aber im Moment "essen Angst Seele auf".

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hmueller0 27.04.2016, 12:57
153. ich dachte 23 Mrd pro Konzern...

... aber NEIN, für alle zusammen. Dabei wären schon 23 Mrd pro Konzern lächerlich wenig um nicht zu sagen grotesk - wenn man hier von "Alle Kosten der Endlagerung" liest. Soso - und wie hat man die ermittelt? Bisher gibt es noch nicht einmal ein "sicheres Endlager" (und wird es auch nicht geben).
Ganz im Ernst - da könne man auch einfach direkt 100% den Steuerzahler bezahlen lassen - auf die 20 Mrd mehr kommts dann auch nicht mehr an.

Evtl. ist der Gedanke aber auch so: Wir benötigen im Moment ja viel Geld für div. andere Projekte ... auf der anderen Seite will man ja immer "ohne Neuschulden" auskommen ... da könnte man sich doch jetzt schon mal an den Mrd bedienen, bevor die gesamten Kosten zu Tragen kommen. Und hinterher wirds schon keiner so genau nachrechnen ... und selbst wenn ... dann ist's schon zu spät.

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Crom 27.04.2016, 12:57
154.

Zitat von waechstwiebloed
Die Konzerne haben bereits Rückstellungen in Höhe von 38,5 Milliarden. Nicht mal die brauchen sie jetzt komplett um sich freizukaufen, sondern sparen nochmal 15,2 Milliarden, angesichts der lächerlichen Summe von 23,3 Milliarden, auf die man sich geeinigt hat. Kosten für Stilllegung, Rückbau sowie Entsorgung werden aber auf mindestens 49 Milliarden geschätzt!
Stilllegung und Rückbau sind von diesem Kompromiss gar nicht betroffen, denn wer lesen kann: "Den Rückbau der Atomkraftwerke und den Transport der nuklearen Abfälle sollen die Unternehmen weiterhin selbst bezahlen."

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sekundo 27.04.2016, 12:57
155. Was halten Sie denn

Zitat von kuac
Das nennt man freie Marktwirtschaft.
von der viel treffenderen Bezeichnung
"Turbokapitalismus".

Das ist klingt längst nicht so verharmlosend
und beschwichtigend wie Ihr Vorschlag.

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tsnre11 27.04.2016, 12:58
156.

Der Steuerzahler war ja auch so blöd und hat diese Regierungen gewählt, die die Mahner als weltfremd (bei Euch kommt der Strom ja aus der Steckdose!) tituliert haben. Nun bekommt der Steuerzahler seine Quittung - TTIP lässt grüßen!

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dereuropaeer 27.04.2016, 12:58
157.

Und wieder zahlt am Ende die Rechnung der Steuerzahler. Aber wir haben's ja. Unglaublich. Die Konzerne haben sich Jahrzehnte die Taschen vollgesteckt und die Endrechnung bezahlt der kleine Mann

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reznikoff2 27.04.2016, 12:58
158. Hm

Der Staat kauft CDs mit Steuerdaten von Hehlern. Der Staat dealt mit Konzernen, wie sie sich freikaufen können. Der Staat bestimmt, wie viele Windräder hier stehen und wie viele Elektroautos wir fahren sollen. Was macht der Staat eigentlich heute nicht? Und warum beschweren sich alle über Brüssel?

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e.b123 27.04.2016, 12:59
159. Ausstieg

Sollte die Regierung diesen faulen Kompromiss in Gesetzesform gießen, kann getrost davon ausgegangen werden, dass diese wie üblich nicht die Interessen des Volkes vertritt

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