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Atomausstieg: Konzerne können sich für 23 Milliarden Euro freikaufen
DPA

Im Poker um die Finanzierung des Atomausstiegs gibt es eine Entscheidung: Die Energiekonzerne können sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen für 23,3 Milliarden Euro von allen Risiken freikaufen.

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Wofgang 27.04.2016, 13:53
260.

Das wird deutlich mehr kosten und die Bürger werden dafür zahlen. So billig kann der Atomstrom schöngerechnet gar nicht sein, dass sich das in irgendeiner Weise rechnet.

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janhubig 27.04.2016, 13:54
261. Eine Schande

Meine frage wäre hier, warum entlässt man die Industrie überhaupt aus ihrer Verantwortung? Wir als Nation, die als Unternehmen haben von dieser Technik in irgend einer Form profitiert sei es Wirtschaftlich, Persönlich oder sonst wie. Also müssen wir alle jetzt für die Entsorgung bezahlen, auch wenn ich hier nicht verschweigen will das ich strickt gegen diese Industrie bin und sie in Gänze ablehne. Können wir uns jetzt nicht zurücklehnen und abwarten. Ich für meine Person gehe davon aus das 23 Milliarden ein Bruchteil der Kosten ist der auf uns alle zukommt, wenn es um die Entsorgung der Brennstäbe geht, oder später auch die Entsorgung der Atomkraftwerke. Hier werden die direkten Kosten, so wie die noch anfallenden indirekten Kosten zu Lasten der Steuerzahler gehen. So meine Einschätzung.

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bammy 27.04.2016, 13:54
262.

Zitat von tomxxx
aus den Bereichen Energie belegt. In der KKW-Vorlesung war immer die Rede über die Rückstellungen der Konzerne (und ob das sinnvoll ist diese auch in der Engergiewirtschaft zu investieren). Irgendwie haben diese Rückstellungen sich in Nichts aufgelöst... wo sind die hingekommen? Ab wann recherchiert sowas eigentlich mal ein Staatsanwalt?
Rückstellungen sind nur virtuelles Geld, das man abschreiben kann. Rücklagen legt man tatsächlich zurück.
Und so wie ich den Artikel verstanden habe, werden die Kosten gesplittet.
Der Rückbau wird komplett von den EVU bezahlt und die Endlagerungskosten durch den Fond. Ob da 23Mrd zuviel oder zuwenig sind, wird sich im Laufe der Jahre zeigen.

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herrwurlstein 27.04.2016, 13:55
263. Das ist Sittenwidrig

.....Für die Bevölkerung hat zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden und es werdenn auch keine weitere Kosten auf den Steuerzahler zukommen .....



Dieser Vertrag muß wegen Sittenwidrigkeit annulliert werden!

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bammy 27.04.2016, 13:55
264.

Zitat von altermann41
Die Übernahme der Kosten für die nächsten 2 000 Generationen für ein paar Milliarden . Da würde ich gerne den Kostenplan sehen !
DAzu müsste man den Menschen unterstellen, das der niemals Endlagermöglichkeiten entwickelt.

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gratiola 27.04.2016, 13:56
265. Zum wiederholten

Mal der Nachweis was die sogenannten Volksvertreter von ihrem Volk halten. Die Reichen werden immer reicher und Mittelstand bzw. Selbst die Minijobempfaenger zahlen. Ein typisches Sozialisierung von Kosten. Auch die "Dächersolarenergie" wird Stephan by Stephan den Konzern politisch zugeschanzt. Vielleicht hilft es aber die CDU auf 20% und die Sozis auf 15% zu drücken und Frau Petra ins Kanzleramt. Es ist eigentlich unstreitig, das die Industrie für Ihren Mist haften muß. Die Gewinne teilten die mit und auch nicht. Z.B. 3 Milliarden über die kommenden 100 Jahre, oder?

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BoMbY 27.04.2016, 13:56
266.

Noch eine Ergänzung: Wenn die Stromkonzerne nicht in der Lage sind die Zeche zu zahlen, müssen sie in Insolvenz gehen, und die Kraftwerke im Zweifel wieder verstaatlicht werden.

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waechstwiebloed 27.04.2016, 13:58
267.

Zitat von AbisZ
na ja, verstehe das Geheule nicht. 1. Wer hat denn wirklich etwas anderes erwartet? 2. Haben wir ja 40+ Jahre extrem billigen Strom bekommen und wissentlich jedes Risiko in Kauf genommen (spätestens nach Tchernobyl gibts keine Ausreden mehr), zumindest billiger als er hätte eigentlich sein sollen. Jetzt bekommen wir eben die Quittung in Form von höheren Steuerzahlungen. Energie kostet halt. Hätte man die ganzen Billionen an Fördermitteln, Nachlässen, Risiko- und Entsorgungskosten und Schmiergelder in dezentrale Lösungen zur Energieversorgung gesteckt, hätten wir heute alle eine PV-Anlage aufm Dach und den Energiespeicher im Keller und ein intelligentes Strom-Netz mit Lastenausgleich und so gut wie keine Stromkosten mehr. Aber das wäre ja zu einfach...
Was heißt hier 40 Jahre billigen Strom?
Vergessen Sie bitte nicht die enormen Subventionen aus dem Steuertopf. Wenn Sie die draufschlagen auf den Ihrer meinung nach billigen Strom, haben die Stromkunden im Schnitt nochmal 4 Cent auf die Kilowattstunde bezahlt.

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Markus Landgraf 27.04.2016, 13:58
268. Ich würd's nicht machen

Abgebrannte Brennstäbe können prima recycelt werden und wieder als Brennstoff für neue Kraftwerkstypen verwendet werden. Das Zeug ist Millionen wert, warum sollte man Milliarden bezahlen, um es los zu sein?

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chico 76 27.04.2016, 13:59
269. Kernkraft wurde

Zitat von polaris65428
spricht noch irgendjemand von der Unmenge an Geldern für die Förderung der Atomindustrie ? Ist man nicht immer noch dabei, auf Staatskosten "Endlager" zu suchen ?
mit knapp ca. 25 Milliarden gefördert, das jährliche der EEG.
Die bis zu 10-fach höheren Angaben (Greenpeace) wurden nie bewiesen, die nachfolgenden Angaben nie widerlegt.

http://www.energie-fakten.de/pdf/atw...aeger-weis.pdf

Das Atomgesetz schreibt vor, zurecht, dass die Suche und Genehmigung eines Endlagers der Staat zu machen hat.

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