Forum: Wirtschaft
Atomausstieg: Konzerne können sich für 23 Milliarden Euro freikaufen
DPA

Im Poker um die Finanzierung des Atomausstiegs gibt es eine Entscheidung: Die Energiekonzerne können sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen für 23,3 Milliarden Euro von allen Risiken freikaufen.

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ke_karolus 27.04.2016, 16:20
370.

Zitat von Münchner MV
Was uns der Atomausstieg, die Bankenrettungen, die Lebenserhaltungsmaßnahmen Griechenlands und die Migratenkrise kosten werden überschreitet Herrn Kohls blühende Landschaften um ein vielfaches. Nun darf man wieder fleißig zensieren...
Was uns die Bankenrettungen, die Lebenserhaltungsmaßnahmen Griechenlands und die Migratenkrise kosten werden, überschreitet den Atomausstieg um ein vielfaches.

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Kater Bolle 27.04.2016, 16:23
371. 33 Mrd waren es mal.....

Wieder ein Kuhhandel zu Lasten der kleinen Steuerzahler..
Also alles wie immer.
Mit dem Deal werden die Atomkonzerne dann auch eine Klage bei einem Schiedsgericht auf Schadensersatz für den Atomausstieg verzichten.

Der ist ja bekanntlich von unserer Regierung rechtlich schlecht (umprofessionell) umgesetzt worden.
Da gibt es riesige Scheunentore die Luft für eine erfolgreiche Klage lassen.
Vor einem Schiedsgericht nicht ganz billig.
Aber der Steuerzahler zahlte ja wie immer.
Der muss ganz schön blöd sein.......

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affenstrasse44 27.04.2016, 16:24
372. Bravo Energiekonzerne

Das haben die Konzerne ja super schlau gemacht... voll und ganz den externen Effekt ausgenutzt und die sozialen Kosten schön abgewälzt. Damit haben wir die armen Energiekonzerne vor der Insolvenz geschützt... und dann hätte der Steuerzahlen alles tragen müssen... Mein Mitleid hält sich da wirklich in Grenzen... und wieder einmal hat die Politik versagt... indem Sie nicht rechtzeitig die sozialen Kosten in Rechnung gestellt haben... denn dann gäbe es den "günstigen Atomstrom" nicht... denn der Atomstrom ist nur günstig, wenn man die exorbitanten Folgekosten nicht tragen muss (so gesehen gab es den günstigen Atomstrom... aber eben nur für die Konzerne).

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ackergold 27.04.2016, 16:30
373. Immer noch grundgesetzlich garantierte freie Meinungsäußerung zum Thema:

Zitat von m.w.r.
Ob nun der Ausstieg, Endlagerung oder Vostandsgehälter bei EON. bezahlen tut letztendlich immer der Verbraucher. Entweder direkt über den Strompreis oder indrekt über Steuern. Wer soll es denn sonst bezahlen?
Steuern zahlen aber nicht nur die Verbraucher. Der Dumme ist also der Steuerzahler, denn der zahlt für die Misswirtschaft und die Geschenke der Politiker an deren Lobby auf jeden Fall und zwar ohne jedes Limit. Der Verbraucher dagegen zahlt nach Verbrauch, der Steuerzahler unbegrenzt.

Wenn man aber tatsächlich den Steuerzahler zahlen lässt, was liegt dann näher, als die Versorgung mit Strom, Wasser, Straßen etc. komplett zu verstaatlichen, damit wenigstens keine Gewinne mehr unberechtigt aus dem System abfließen. Bei einer staatlichen Versorgung zahlt der Bürger wenigstens nicht noch die Aktionärsgewinne obendrauf.

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53er 27.04.2016, 16:46
374. Hat schon jemand eine Stellungnahme

Zitat von darkace82
Wer in aller Welt schliesst so einen Kompromiss? die Konzerne kaufen sich für einen Apfel und ein Ei frei und wir sitzen für Hunderte Jahre auf den Kosten fest. Mal wieder stehlen sich Konzerne aus jeder Verantwortung. Krank dieses System.
von MdB Spahn oder Jungspund Linnemann gehört? Die geben sich ja bei jeder Gelegenheit als Beschützer kommender Generationen. Das was da beschlossen wurde, wird die Nachfolgegenerationen immens belasten, offensichtlich stört die Genannten aber nur der steigende Rentenbeitrag.

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ariston666 27.04.2016, 16:57
375. Erbärmlich

Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Wahlen und die Worthülsen der Lobbyistenpolitiker Merkel,Gabriel,Seehofer,Schäuble etc...Die Kosten können wieder die Steuerzahler zahlen, für einen missratenen Deal.Das ist erbärmlich und skandalös.

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Sumerer 27.04.2016, 16:58
376.

"Im Poker um die Finanzierung des Atomausstiegs gibt es eine Entscheidung: Die Energiekonzerne können sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen für 23,3 Milliarden Euro von allen Risiken freikaufen."

Letztendlich geht es hier nur um ein vernichtend kleinen Bruchteil dessen, was uns der Atomausstieg wirklich kosten wird.

Überhaupt einzusteigen, war schon "Russisches Roulette". Das Risiko kann man schwerlich den Energieversorgern alleine aufbürden. Die wären dann alle jetzt ausnahmslos pleite.

Insofern sind die 23,3 Milliarden schon als herzlich willkommenes Geschenk des Himmels zu betrachten. Ein Ablasshandel der besonderen Art.

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RioTokio 27.04.2016, 17:08
377.

Zitat von karl-felix
Unterschied ist nur, dass zu der Förderung noch die Leistungen des Staates kamen ( Schadensübernahme,Versicherung) die Steuervergünstigungen ( die 40 Milliarden Rückstellungen wurden von der Steuer abgesetzt ) die Stromkunden den hohen Strompreis zahlten und jetzt noch einmal der Steuerzahler und die nachfolgenden Generationen zur Kasse gebeten werden . Die dümmste( Gundremmingen) und gefährlichste(Tschernobyl, Fukushima) und wie wir jetzt nach und nach erfahren auch die mit Abstand teuerste( Rückbau+Endlagerung) Art der Warmwasserzubereitung, die sich der Mensch jemals hat einfallen lassen . Gut dass das bald vorbei ist .
Nichts ist vorbei - fast alle AKWs in Europa und der Welt laufen weiter, viele werden neu gebaut oder sind in Planung.

Übrigens war Tschernobyl ein maroder UDSSR Reaktor aus der Vor-Computer Zeit und Fukushima ein alter Reaktor auf einer Erdbebenspalte am tsunamigefährdeten Meer.
Das hat wenig mit der heute verfügbaren Technologie zu tun.

Bei uns wird Atomkraft seit 40 klimafreundlich und sicher betrieben. Und ausgerechnet wir hören auf.
Die Franzosen können darüber nur lachen.

Die Energiepreise bei uns sind die teuersten der Welt weil EEG zu bezahlen ist - also die bei Sonne- und Windmangel nicht verfügbare Ökoenergie.

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karljosef 27.04.2016, 17:16
378. Frage: Es kann doch nicht sein,

Zitat von mueller23
Das Grosskapital lag bei den Kommunen und Städten, also eigentlich beim Steuerzahler. Heute noch halten deutsche Städte und Gemeinden 23% an RWE. Der grundsätzliche Fehler liegt bei der Politik, nicht bei den Energieversorgern. Die wurden in den 60er Jahren gepampert, damit sie endlich Atomkraftwerke bauen. Wir reden hier über Fehler, die vor 50 Jahren gemacht wurden.
dass nebem dem Kapital aus Städten und Gemeinden auch noch völlig (un)fähige Politiker nach ihrer politischen Laufbahn in die Elektriziätsindustrie abgegeben wurden.

Ob dort, genau wie bei den Landesbanken, die (In)Kompetenz dieser Herr/Frauschaften weiterhin wohl in voller ungebremster Herrlichkeit erstrahlte?

SARKASMUS OFF

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