Forum: Wirtschaft
Atomausstieg: Konzerne können sich für 23 Milliarden Euro freikaufen
DPA

Im Poker um die Finanzierung des Atomausstiegs gibt es eine Entscheidung: Die Energiekonzerne können sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen für 23,3 Milliarden Euro von allen Risiken freikaufen.

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rolarndt 27.04.2016, 12:23
30. phantastische Rendite

Das hat sich wieder mal gelohnt. Erst die exorbitanten Gewinne aus dem Atomstrom jahrzentelang abgegriffen. Die milliardenschweren Restrisiken darf der Steuerzahler tragen. Da kaufen die sich mit einem Taschengeld frei.

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Gungnir von Wodan 27.04.2016, 12:24
31. Freikauf oder Spende

Es handelt sich wohl eher um einen freiwilligen Beitrag, also eine Spende an den Bund.

Die Beseitigung radioaktiver Abfälle und deren Kosten wurden bewusst im AtG 1956 ausgeklammert, weil die Energieunternehmen der Stromerzeugung durch Kernenergie wegen der zu erwartenden hohen Entsorgungskosten äußerst skeptisch gegenüberstanden und damit zur Anwendung der Kernenergie überredet werden mussten.

Im Plan war damals, dass die PTB Braunschweig die Endlagerung finanziell und technisch bewerkstelligen sollte.

Das wird gern vergessen zu erwähnen.

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wo_st 27.04.2016, 12:24
32. Ruhe!

Es zahlt doch nur der kleine Kunde - nicht die großen Verbraucher - bei den Energieunternehmen, oder aber wir zahlen das über die Steuer. Ob ihr das wollt oder nicht.

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rockwater 27.04.2016, 12:24
33. Für den Preis...

eines Stuttgarter Hauptbahnhofs?

Ein Schnapper.

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Knacker54 27.04.2016, 12:25
34. Billige Atomenergie

Und wieder wird der Steuerzahler 100te von Mrd. €
"zubuttern". Die Steuerzahler wohlgemerkt! Die Atom-Energiekonzerne, die jahrelang Milliardengewinne eingestrichen haben (und das bis heute tut), lachen sich ins Fäustchen.
Für wen wird hier eigentlich Politik gemacht? Gewinne werden privatisiert, Kosten und Verluste (wie immer) sozialisiert! Das ist sozial!
Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

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watch15 27.04.2016, 12:25
35. Ziel Konsens?

"einen Konsens finden, der von möglichst vielen Gesellschaftsschichten als tragfähig angesehen wird" Welche Gesellschaftsschicht spricht sich denn bitte dafür aus dafür zu bezahlen, dass der Dreck der Energiekonzerne weggeräumt wird? Die 23 Mrd. EUR sind doch nur Peanuts! Eon und RWE hatten beispielsweise in 2013 zusammen schon einen Konzerngewinn von rund 8,5 Mrd. EUR. Hat sich einer der politischen Vertreter eigentlich mal vorher die Bilanzen angesehen und die Gewinne der letzten 20 Jahre hochgerechnet? Für mich ein typischer wahrlich "schmutziger" Deal bei dem unsere anscheinend inkompetenten Politiker wieder voll mitspielen ... oder sich über den Tisch ziehen lassen.

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censored 27.04.2016, 12:25
36.

Selbst die 23,3Mrd werden aus der Geldbörse vom normalen Bürger kommen und der Rest auch über Steuern.Wir sind zwar schon Weltspitze beim Strompreis,aber es ist eben noch Luft nach oben.

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rockwater 27.04.2016, 12:26
37. Tja

Wer gut schmiert, der gut fährt.
Alles für die Konzerne, Krieg den Hütten.

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Emderfriese 27.04.2016, 12:27
38. Nachgefragt

Es muss doch eigentlich eine kaufmännische Berechnung der Folgekosten für Abbau, Einlagerung und Entsorgung aller verstrahlten Teile sowie des Atommülls geben. Die Bundesregierung hat doch ganz sicher Ausrechnen lassen, wie hoch diese Kosten sind. Dann möchte ich doch gerne diese Rechnung veröffentlicht wissen.
Oder wie? Hat sie nicht gemacht, die Bundesregierung? Wie kommt man dann auf 22 Milliarden für den Fonds, der alles regeln soll?

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resistbln 27.04.2016, 12:27
39.

Also im März hieß es noch, die Konzerne hatten Rückstellungen in Höhe von 38 Milliarden in ihren Bilanzen und der Ausstieg würde mindestens 47 Milliarden kosten. Nun sollen sie 23 Milliarden zahlen? Kann mir da mal jemand die Rechnung erklären? Haben die Konzerne dann einen Gewinn in Höhe von 15 Milliarden? Und für den Rest führen wir eine Atomausstiegssondersteuer ein - natürlich befristet auf wenige Jahre (wie beim Solidaritätszuschlag). Das ist alles so lächerlich.

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