Forum: Wirtschaft
Atommülllagerung: Konzerne überweisen 24 Milliarden Euro - und kaufen sich frei
DPA

Deutschlands Atomkonzerne haben sich von den künftigen Risiken der Atommüllentsorgung freigekauft. Ob mit dem Geld das geplante Endlager finanziert werden kann, ist ungewiss.

Seite 22 von 22
zensurgegner2017 04.07.2017, 15:32
210.

Zitat von karl-felix
2) Die steuerliche Absetzung von Rückstellungen erhöht die Gewinne und damit die Ausschüttungen an die Aktionäre. Vielen Dank für die Bestätigung. Das hat nichts mit behaupten zu tun sondern ist die Realität. Die Rückstellungen verbleiben im Unternehmen und somit erzielt das Unternehmen mit diesen Rückstellungen wiederum Gewinne, die den Aktionären zu Gute kommen . Das ist schlicht die Realität.
Sie haben den Unternehmen unterstellt, die würden Rückstellungen von der Steuer absetzen, UM die Ausschüttungen an die AKtionäre zu erhöhen.

Das ist billigste, unsachliche Polemik, eigentlich sogar ein unwürdger Diskussionsstil

Der Gesetzgeber verlangte Rückstellungen
Der Gesetzgeber zwingt Unternehmen, Rückstellungen zu verbuchen, logischerweise Gewinnsenkend
AUs dem komletten Jahresgewinn kann der EVU dann Ausschüttungen festlegen.
Fakt ist: OHNE Rückstellungen hätten die Aktionäre mehr bekommen

Das bedeutet: Der EVU at sich gemäß Gesetzeslage korrekt verhalten, und die Ausschüttung an die Aktionäre fiel wegen Rückstellungen GERINGER us als ohne Rückstellungen.

Dass der EVU die Gewinne aus den Rükstellungen steuerfrei verbuchen konnte ist zuletzt Trittin zu verdanken, der das unter anderem den Konzernen als Goodie gegen wenig Widerstand beim Ausstieg schenkte.

Grundsätzlich finde ich es einen schlechten Diskussionsstil, wenn man jedes gesetzeskonforme Verhalten eines Konzerns als "Aktionäre langen zu" verunglimpft.

Beitrag melden
knuty 04.07.2017, 15:33
211.

Zitat von ir²
Ich weiß, es ist ein komplizierter Artikel. Ich schreibe es Ihnen noch einmal heraus: http://nuklearia.de/2016/12/09/strom-aus-atommuell-schneller-reaktor-bn-800-im-kommerziellen-leistungsbetrieb/ .... Die Plutoniumqualität verschlechtert sich im Schnellen Reaktor nicht weiter, sondern verbessert sich sogar. Im Idealfall kann man auf diese Weise das gesamte anfallende Plutonium verwerten, sodass am Ende kein Plutonium übrigbleibt, das endgelagert werden müsste. ..... Also nicht mehr Pu wie Sie fälschlicherweise ständig wiederholen.
Weia. Wie kann kein Pu mehr übrig bleiben, wenn für ein gespaltenes Pu-Atom zwei neue Pu-Atome beim Einfang von Neutronen durch 238U entstehen? Und dazu noch mindestens zwei neue Atome von Spaltprodukten, wie z.B. Strontium und Technetium, in die ein Pu-Atom gespalten wird und ebenso endgelagert werden müssen?

Man kann zwar die Brutrate von Pu verkleinern oder auch erhöhen, aber man kann sie nicht vollständig ausschließen und unter 1 drücken. Denn dann gäbe es nämlich viel zu wenig Neutronen um eine Kettenreaktion aufrecht zu erhalten und der Reaktor bliebe kalt.
Für einen Schnellen Brüter gilt das sogar noch mehr als bei einem Leichtwasserreaktor, denn die Wahrscheinlichkeit eines Neutroneneinfangs von 238U ist bei Schnellen Neutronen viel größer.

Beitrag melden
tatsache2011 04.07.2017, 15:35
212. Ihre Unterstellung

Zitat von ir²
Auch Sie verstehen nicht was ein Sv bedeutet. Ich kann es nur immer wieder erklären: https://www.leifiphysik.de/kern-teilchenphysik/radioaktivitaet-einfuehrung/ausblick/dosiseinheiten Es gibt kein "natürliches" Sv oder ein "künstliches" Sv. ...
*Es gibt kein "natürliches" Sv oder ein "künstliches" Sv.*
Richtig, aber
Zitat von tatsache2011
"Der prinzipielle Unterschied besteht im Stoffwechsel. Jod, Cäsium, Strontium, usw. werden vom Körper eingebaut.
Radioaktives Jod für die Schilddrüse ist besonders für Kinder gefährlich.
Strontium wird als Calcium in die Knochen eingebaut und bestrahlt das blutbildende Knochenmark, usw.

Nach Ihrer These müssten sich Atom-Experten nicht mit Schutzkleidung vermummen; ist ja nicht mehr als eine Banane essen."

Beitrag melden
zensurgegner2017 04.07.2017, 15:37
213.

Zitat von knuty
Nochmals: Von einem schnellen Endlager war nie die Rede, kann garnicht sein. Die Zeitpläne für ein Endlager gehen über Jahrzehnte, in jedem Land der Welt. Selbst wenn heute ein Endlager in Betrieb gehen würde, würde es noch etwa weitere 70 Jahre dauern bis das Endlager verschlossen werden könnte. Aber auch nur dann, wenn kein neuer Atommüll durch laufende AKW dazu kommt. Für die Einrichtung bis zum ersten Atommüllbehälter werden mindestens 15 bis 30 Jahre, je nach geologischen Bedingungen, veranschlagt. Und: Je länger die Endlagersuche andauert, desto mehr verdienen die AKW-Betreiber über ihre Tochterfirmen an der Suche, da diese die Endlagersuche durchführen und vom Staat dafür beauftragt und bezahlt werden. Das Geld geht bloß von der rechten in die linke Tasche. Der Staat hat bis vor kurzem nicht nur gesagt, dass AKW Betreiber mit allem Vermögen für die Endlagerung haften, es stand so explizit im Atomgesetz. Das Atomgesetz wurde extra für diesen Deal erst dieses Jahr geändert.
Ich weiß gar nicht worüber Sie reden.
ich sprach von DAMALIGEM Wissensstand, nicht vom HEUTIGEN Wissensstand

Die Politik verkaufte direkt oder indirekt seit den 70er Jahren
ein Teil nach dem anderen an den EVUs.
Und Endlagerkosten sielten damals eine geringe Rolle

Und zweitens:
Ja, bis vor kurzem hafteten die AKW Konzerne vollumfänglich.
Dazu die Expertenkommision sinngemäß: Bleibt es so, gehen diese Konzerne pleite

Daher erschöpfend noch einmal die Frage:
Was hat der Wutbürger Michel davon, wenn man die Konzerne vollumfänglich haftbar macht, diese deswegen hops gehen (lt Experten) und dann der Steuerzahler auch noch die 24 MRD und die Abbaukosten zahlen muss?

Beitrag melden
Seite 22 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!