Forum: Wirtschaft
Atomwende in Deutschland: Turbo-Ausstieg würde 230 Milliarden Euro kosten

Die Fukushima-Katastrophe befeuert die deutsche Energiedebatte: Viele wollen nur noch raus aus der Atomkraft. Aber wie schnell geht das? Laut einem Szenario des IWES für SPIEGEL ONLINE*wäre der Turbo-Ausstieg bis 2020 möglich. Er wäre allerdings teuer - und würde die Landschaft total verändern.

Seite 31 von 103
leser_81 17.03.2011, 14:45
300. Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt.

Zitat von Kampfbuckler
Kein Siedewasserreaktor ist sicherer als die japanischen, auf der ganzen Welt nicht. Denn bei Katastrophen, wie Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbruch, Flugzeugabsturz, Bombenabwurf, Raketen- und Artillerie-Beschuss kann kein Siederwasserreaktor gefahrlos abgestellt werden. .
"Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbruch, Flugzeugabsturz, Bombenabwurf, Raketen- und Artillerie-Beschuss " genau ! Ach Sie haben vergessen zu schreiben: Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt, sind nicht nur alle Spatzen tod, sondern auch die AKW's beschädigt !

Aber Pssss.... nicht weitersagen, sonst gibt es auch über diese Möglichkeit bald eine Debatte !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ergoprox 17.03.2011, 14:46
301. Schwarzer Schwan

Zitat von Kaksonen
Mit dem gleichen Geld könnte man aber auch alle Kernkraftwerke zwischen der Waterkant und Bayern erdbeben- und tsunamifest nachrüsten!
Genau, wie die Japaner. Manche werden es nie begreifen, lesen Sie mal:

Nicholas Taleb, Der Schwarze Schwan.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ONI 17.03.2011, 14:46
302. ...bis 2020? Dann an besten jetzt anfangen!

Zitat von sysop
Die Fukushima-Katastrophe befeuert die deutsche Energiedebatte: Viele wollen nur noch raus aus der Atomkraft. Aber wie schnell geht das? Laut einem Szenario des IWES für SPIEGEL ONLINE*wäre der Turbo-Ausstieg bis 2020 möglich. Er wäre allerdings teuer - und würde die Landschaft total verändern.
Ein schlimmer Unfall in einem AKW wäre auch teuer und würde die Landschaft total verändern.
Man sollte wirklich aus der Atomenergie aussteigen - das Geld für diesen Ausstieg kann man an Rüstungshilfe für Drittländer, Einsatzkosten der Bundeswehr, Bankenrettung und ungeprüften EU-Transferleistungen locker zusammensparen, ohne die Steuerzahler noch wesentlich mehr zu belasten oder die Sozialsysteme weiter zu fleddern. Außerdem könnten Verwaltungen und Unternehmen Unmengen an Strom sparen, wenn sie nur alle EDV-Geräte, die nachts nicht benötigt werden ausschalten würden - und warum große Einkaufszentren und Ähnliches nachts riesige Leuchtreklamen anschalten, hat eh noch nie jemand so recht verstanden.
Da könnten die "VerantWORTlichen" in Politik und Wirtschaft endlich einmal etwas wirklich Vernünftiges tun und sich auch wieder etwas Respekt und Glaubwürdigkeit verdienen. Eins gemeinsame Anstrengung könnte auch das gesellschaftliche Klima in Deutschland aus Egosimus, Rücksichtslosigkeit und fortschreitender Vereinzelung verbessern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
korona 17.03.2011, 14:46
303. Konjunkturspritze

Eine sinnvolle Abwrackprämie für AKWs, die eine Menge Arbeitsplätze in mittelständischen Unternehmen schaffen würde.
Ein ähnlicher Betrag wurde schon mal in die Rettung abgebrannter Banken investiert, ohne Erfolg. Machen wir es diesmal richtig, denn viel kann man ja nicht mehr falsch machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Linus Haagedam 17.03.2011, 14:47
304. Zustimmung.

Zitat von jr16548
Die Japaner wären froh, wenn sie ihr Problem für 230 Mrd, verteilt über 1o Jahre, aus der Welt schaffen könnten.
...und sie hätten damit - vielleicht - gerade die direkten Folgen beseitigt aber noch nichts an zukunftsfähiger Energieerzeugung gewonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teekaysevenfive 17.03.2011, 14:48
305. Aha....

Zitat von Maxom
Da passiert was und plötzlich müssen wir Deutschen die Vorreiter in Sachen Atomausstieg sein. Das ganze ist viel zu teuer und bringt rein gar nichts wenn der Atomausstieg nicht weltweit statt findet. Unser Wohlstand gründet sich darauf solche Technologien zu exportieren...wie soll das gehen wenn wir diese Technologien selbst nicht anwenden? Man muss auch ans heute denken! Ich will HEUTE bezahlbaren Strom und einen gewissen Lebensstandard. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist mir persönlich zu teuer!
Ein Egozentriker, wie er im Buche steht. Was nach Ihnen kommt ist Ihnen egal, hauptsache, die Urlaubsreise ist nicht gefährdet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ash26e 17.03.2011, 14:49
306. quantensprung

Zitat von endbenutzer
Zitat aus dem Artikel: „...Und das ohne große Quantensprünge...“ Hat sich denn in der SPON Redaktion immer noch nicht herumgesprochen, was ein Quantensprung ist?
Doch doch doch lieber Endbenutzer.Aber Sie müssen doch bedenken : Wenn Kleinsthirne wie beim Spiegel sich bewegen können halt nur solche Größen (Quantensprünge) herauskommen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
molinero 17.03.2011, 14:49
307. Nach mir die Tzunami

Zitat von sysop
Die Fukushima-Katastrophe befeuert die deutsche Energiedebatte: Viele wollen nur noch raus aus der Atomkraft. Aber wie schnell geht das? Laut einem Szenario des IWES für SPIEGEL ONLINE*wäre der Turbo-Ausstieg bis 2020 möglich. Er wäre allerdings teuer - und würde die Landschaft total verändern.
Turbo-Ausstieg würde 230 Milliarden Euro kosten. Ist doch Kleingeld. Lässt sich in ein paar Jahren bei sinnlosen Subventionen einsparen.
Aber was hat eigentlich Tschenobil gekostet? Und kostet es noch. Was wird die atomare Endlagerung kosten, in den nächsten 50.000 (fünfzigtausend) Jahren, und das ist erst ein Teil der Halbwertzeit.
Unter den Arschkriechern der Atomenergie scheint die Losung zu kreisen "nach mir die Tzunami". Interessant zu wissen, wird man sich merken müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
waldschrat72 17.03.2011, 14:49
308. Kasperle aus der Kiste

Die im vergangenen Herbst formulierten neuen energiepolitischen Richtlinien der Regierung Merkel betrafen und betreffen alle Branchen von Energieerzeugern und -anbietern, also "Konventionelle" wie "Regenerative", gleichermassen.
Alle Akteure zusammengenommen sind nicht irgendwer, und ihr Produkt "Energie" ist, -ganz gleich ob nun auf regenerativer oder konventioneller Trägerbasis produziert-, für eine hochindustrialisierte Volkswirtschaft wie die unsere, vergleichsweise wichtig, um es vorsichtig auszudrücken.

Da kann man nun aus wahlkampftaktischen Gründen nicht einfach mal wie das Kasperle aus der Kiste springen, "Ätsch" rufen und nebenher so tun, als stünde hier nicht mehr zur Debatte als eine Schubkarre gegerbter Ziegenhäute.

Also bitte, was denn nun, Frau Bundeskanzlerin ?
Atomstrom, Ja oder nun doch eher Nein ? Darf es ein etwas höherer GuD-Kraftwerksanteil sein oder vielleicht noch etwas mehr Biogas- und Windstrom ?

Ich bin sicher, Windkraftler, Gaser, Stromer, Kernspalter und natürlich besonders die Endverbraucher wüßten es nur einfach zu gerne, bitte verbindlich und dann auch mit einer Mindesthaltbarkeit, die größer ist als eine achtel Wahlperiode.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcshit 17.03.2011, 14:49
309. ..ist schon geil

...da wird eine sache, die eigentlich kostenlos geplant war (stufenweise abschaltung der akw ab 2012), nun den steuerzahler (ja, so wird es wegen vertragswidriger änderungen kommen) mit 230 milliarden belasten. weiterhin kündigte merkel im tv an, dass die strompreise wohl steigen werden, da verbliebene akw jetzt sicherer gemacht werden müssen...was es uns wohl wert sein sollte, so ihre worte...

hier wird seitens der atomindustrie noch richtig abgesahnt!
danke cdu, danke frau merkel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 31 von 103