Forum: Wirtschaft
Attacke gegen deutsche Krisenpolitik: Cameron schmäht Merkels Finanzsteuerplan als "W

David Cameron*wettert gegen Angela Merkels Krisenmanagement: "Da und dort rumzubasteln reicht nicht mehr", schimpft der britische Premier auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In einer so heiklen Lage über eine neue Finanzsteuer zu debattieren sei "einfach Wahnsinn".

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g.o. 26.01.2012, 16:52
120.

Na, anstatt die Klappe soweit aufzureissen wäre es doch einmal schön, wenn Herr Cameron einen Vorschlag hätte, wie die Finanzbranche die indirekten Subventionen, die sie durch ein "to big to fail" erhalten hat zurück zahlen soll das gleiche gilt für den volkswirtschaftlichen Schaden den sie angerichtet hat. Eine einmalige Vermögenssteuer mit der die weltweit um durchschnittlich 30%-50% gestiegenen Staatsverbindlichkeiten abgetragen würden wäre auch eine denkbare Alternative - oder? Und ausserdem würde sie nicht in den Markt eingreifen.

Zusätzlich wäre schön, wenn wir erfahren würden, wie die Rettung Griechenlands, die auch nur eine Subvention des Finanzsektors darstellt, von diesem getragen werden wird.
Und es wäre auch schön zu hören, wie denn überhaupt die Marktprinzipien im Finanzsektor wieder hergestellt werden sollen, war doch nicht das Problem das Versagen des Marktes sondern das Fehlen des Marktes im Finanzsektor.

Zitat von sysop
David Cameron*wettert gegen Angela Merkels Krisenmanagement: "Da und dort rumzubasteln reicht nicht mehr", schimpft der britische Premier auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In einer so heiklen Lage über eine neue Finanzsteuer zu debattieren sei "einfach Wahnsinn".

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levitian 26.01.2012, 17:03
121. Inseldenkel vojn Inselbewohner

Cameron, der selbsternannte Weltökonom, hat ja nun wirklich keine Ahnung von den Dingen, über die er spricht. "Die Wirtschaft oder Ökonomie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen." Da steht nichts von "einigen Menschen dienen". Die von ihm protegierten Hütchenspieler an den Börsen (und außerhalb) sind für die Wirtschaft völlig irrelevant. Insofern ist eine Besteuerung -besser als Glücksspielabgabe bezeichnet- dringend erforderlich. Je eher Cameron das begreift, desto besser für sein Land. In Europa hat seine Stimme ohnehin kein Gewicht.

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pwbaumann 26.01.2012, 17:06
122. ?

Zitat von Muha
Ich frage mich, warum ausgerechnet diejenigen, welche die Finanztransaktionssteuer überhaupt nicht einführen wollen, so dagegen schimpfen. Es wird doch immer gesagt, eine FTS würde den Effekt haben, dass die Geschäfte beispielsweise nach London verlagert werden. Cameron müsste sich doch dann eigentlich freuen, wenn die anderen europäischen Länder die Steuer einführen und GB nicht, oder? ;)
die briten haben doch schon lange eine börsensteuer.
nur eben keine fts - die dann jede(r) mit jeder überweisung, jedem paypal-geschäft oder ec-karten einkauf auch bezahlen muss.
merkel möchte genau das!

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kellitom 26.01.2012, 17:10
123. Großbritannien kein Vorbild

Großbritanien hat mit Thatcher den Sozialstaat zertrümmert.
Die Engländer sind kein Vorbild für Resteuropa!

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NOtU 26.01.2012, 17:11
124. Steuern

Zitat von Sapientia
Wofür dürfen wir noch Steuern zahlen?
Steuern fließen zu 99% zum Bürger zurück.

Mal davon abgesehen ist der Grundgedanke der Finanztransaktionssteuer richtig und wichtig.
Steuern sind nicht nur Einnahmequelle des Staates sondern dienen auch der Regulierung.
Als Beispiel:
Höhere Benzinsteuer -> weniger Benziner werden gekauft -> Wirtschaft
entwickelt mehr alternative Antriebe.

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Meshada 26.01.2012, 17:13
125. m

Zitat von sysop
"Wir müssen kühn und mutig sein und nicht ängstlich und zögerlich."
Ah, gut, also warum nicht eine Finanztransaktionssteuer?

Zitat von
"einfach Wahnsinn", wetterte er. "Das sollte man nicht weiter verfolgen."
Wie bitte? Wer ist hier eigentlich ängstlich und zögerlich, Herr Cameron? Doch wohl Sie.

Zitat von
Haben "Spekulanten" die Krise ausgelöst? Nein!
Err, doch. Das haben sie. Sagt Ihnen das Wort "Derivat" etwas? Europa steht finanziell lange nicht so schlecht wie zum Beispiel die USA, nur durch die Krise durch die Derivate haben wir überhaupt erst die Situation geschaffen, durch welche Europa per Zins angreifbar wurde.

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mauskeu 26.01.2012, 17:13
126. Weitsicht ?

Zitat von sysop
David Cameron*wettert gegen Angela Merkels Krisenmanagement: "Da und dort rumzubasteln reicht nicht mehr", schimpft der britische Premier auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In einer so heiklen Lage über eine neue Finanzsteuer zu debattieren sei "einfach Wahnsinn".
Als in Heiligendamm 2007 Merkel beim G8 Gipfel vorschlug
das Finanzsystem an die Leine zu legen waren GB und die USA
dagegen und sahen keinen Handlungsbedarf, weil die Märkte
sich selber besser regulieren könnten. Ein Jahr später hatten
wir die Finanzkrise, die dann schnell im Euroraum zu 30-40%
höhere Staatsschluden führten. Also GB hat durch seine
"Weitsicht" bewiesen, dass sie die Materie sicher nicht besser
verstehen als wir selber und nur nach einer Lösung suchen die
ihnen passt, aber nicht für uns optimal sein muss.

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BBTurpin 26.01.2012, 17:13
127. GB hat schon lange die Transaktionssteuer ...

Sie heißt dort nur anders: Stempelsteuer.

Sie wird erhoben auf alle Verkäufe von Aktien und Finanzmarktprodukten und ist damit eine Umsatzsteuer, wie moderne Volkswirtschaften sie auf praktisch alles erheben - außer Finanzmarktprodukte.

Was soll also das Gejammere? Die Stempelsteuer, sprich Finanzstransaktionssteuer, hat Großbritannien als Finanzstandort offenbar bisher nicht geschadet, oder?

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wernerHW 26.01.2012, 17:14
128. Casino

500.000 Jobs werden also verloren gehen. Laut Herrn Cameron. So weit haben sie das Casino ausgedehnt. Sekundenhandel im Internet mit keinem wirtschaftlichen Wert beschaeftigt so viele Menschen. Wie waere es wenn man das stoppt und diese Leute einer anstaendigen, wertschoepfenden Taetigkeit zufuehrt. Irgandwann muss man doch mal anfangen. Naechstesmal werden es sonst 1.000.000 sein. Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen.

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intenso1 26.01.2012, 17:16
129. Richtige Reaktion...

Zitat von kb26919
frei sich aktiv an der Eurorettung zu beteiligen indem Grossbritannien Geld zur Verfuegung stellt um es zu bewerkstelligen.Doch die Briten behalten ihre eigne Waehrung und sollten sich aus dieser Debatte raushalten.
Richtige Reaktion von Herrn Cameron. Schützt er doch nur eine der wichtigsten Einnahmequellen seines Haushaltes.

Ansonsten trägt er zur Rettung nichts bei, muss er ja auch nicht, sollte sich dann aber auch nicht weiter dazu äußern. Es fehlt von ihm nur noch der Vorwurf ... gegen über Deutschland. In den Medien seines Herrschaftsbereiches war es in letzter Zeit häufig zu lesen und zu hören.

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