Forum: Wirtschaft
Auch ohne konkretes Jobangebot: Wirtschaft will Fachkräften Einreise erleichtern
DPA

Arbeitgeber fordern, die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte deutlich zu erleichtern. Sie wollen nach SPIEGEL-Informationen Fachkräften die Einreise auch ohne konkretes Arbeitsplatzangebot ermöglichen.

Seite 4 von 6
scgtef 20.07.2018, 23:43
30. Erst mal EU Zuwanderung besser regeln!

Bevor hier ein neues Fass auf Kosten der Allgemeinheit aufgemacht wird, sollte die EU Freizügigkeit verändert werden. Hier sollten Sprachkenntnisse und Berufsausbildung vor der Zuwanderung gefordert werden. Das ist bisher nicht so. Viele EU Zuwanderer kommen ohne beides und versuchen sich irgendwie durchzuschlagen. Oft mit 2 Hilfsjobs. Dann fehlt natürlich die Zeit, richtig Deutsch zu lernen. Die Kinder müssen sich auch irgendwie durchschlagen und verursachen einen enormen Aufwand im Schulsystem. Ich spreche aus 10 jähriger Erfahrung als Grundschullehrerin an einer Schule mit 95 Prozent Ausländeranteil. Die Hälfte der Leute bezieht Hartz4, meist aufstockend. Also wäre es besser, Sprache und Qualifikation vorher zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 21.07.2018, 00:24
31. Die Zukunft und die Automatisierung ...

Zitat von diplommaurer
ob die Arbeitgeber nur einfach viele Bewerber auf eine Stelle haben wollen, damit man nicht so viel Lohn zahlen muss. Neulich las ich in der Zeitung, dass es schon bei Gebäudereinigern und Busfahrern ein Fachkräftemangel gibt. Man sollte auch bedenken, dass in Zukunft viele Stellen durch Automatisierung wegfallen, z. B. der LKW-Fahrer. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html
In Zukunft fallen also viele Stellen durch Automatisierung weg. Soso ... Aber wen, glauben Sie, brauchen wir für diese Art von Zukunft? Durch Automatisierung fallen zwar einige Stellen in der Produktion und in "automatisierbaren Tätigkeiten" weg, das ist auch jetzt schon so. Um diesen Grad von Automatisierung überhaupt erreichen zu können, brauchen Sie jedoch viele hoch qualifizierte Ingenieure und Softwarespezialisten. Dann haben Sie noch damit zu kämpfen, dass die Systeme andauernd komplexer werden, es jetzt aber schon schwer ist, qualifiziertes Personal zu finden - und die große Welle derer, die uns demnächst in Richtung Rente verlassen werden, ist enorm. Anders als aus dem Ausland wird der Fachkräftebedarf in naher Zukunft nicht mehr zu decken sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 21.07.2018, 02:09
32. Warum nicht in Deutschland lebende Asylanten und Migranten?

Diese Arbeitskräfte gibt es mittlerweile schon. Unter den 69 Asylanten, die zu Seehofers Geburtstag abgeschoben wurden, gab es solche Fachkräfte oder solche, die es werden könnten. Ein Asylant wurde nach Afghanistan abgeschoben, obwohl ihn der Firmeninhaber als gute Fachkraft einstellen wollte. Nun dumm gelaufen für beide, den Firmenchef und den Asylanten. Ebenso gab es einen Schüler, der kurz vor seinem erfolgreichen Schulabschluss war und dann in eine Lehre wollte. Alles zu sehen in Panorama.

Die rechte Asylanten und Migranten Politik der jetzigen Regierung, insbesondere des Innenministers wirkt konterproduktiv.. Die Fachkräfte oder potentiellen Fachkräfte gibt es. Man darf sie 1. nicht abschieben und muss ihnen 2. die Möglichkeit geben zu arbeiten und zu lernen. Hier hat die Politik mittlerweile versagt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 21.07.2018, 04:10
33. Ständig höre ich von vielen jungen Männern

die hier nicht wissen, wie es weitergeht und in die Kriminalität abrutschen. Gleichzeitig klagen Handwerk und Gewerbe über Lehrlingsmangel. Und immer wird unsere gute duale Ausbildung betont. Nun nehmt endlich diejenigen an die Hand, die schon hier sind. Zeigt ihnen eine Bleibe Perspektive, wenn sie sich korrekt verhalten. Mit Jungs, die in einem Lehrlingswohnheim leben und morgens zur Arbeit gehen, gibt es bedeutend weniger Probleme, als mit Jungs, die in einem Heim für unbegleitete Flüchtlinge leben, die Zeit totschlagen und anfällig sind, für Menschen, die ihnen schnelles Geld versprechen mit Drogenhandel und anderen Formen der Kleinkriminalität. Bildet hier die aus, die schon da sind. Menschen sind nicht dazu da, von der Wirtschaft benutzt zu werden, solange sie arbeitsfähig sind, sie Arbeiten, um gemeinsam miteinander leben zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hutzel13 21.07.2018, 04:25
34. Facharbeiter

Wer ist den gemeint mit den fehlenden Facharbeitern.
Noch nie gab es so viele Abiturienten soviel Studien Abgänger wie Heute .
Wenn hier Handwerker oder Pflegekräfte gemeint sind , OK . Aber das liegt an den Löhnen .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tubolix 21.07.2018, 05:29
35. Gerd lässt grüßen.

Was ist eigentlich aus Schröders "Gteencard" geworden ? Ich glaube nicht, daß sich qualifiziertes Personal heute anders verhält als damals. Sie werden den deutschen Billiglohnsektor meiden und ihr Heil auch weiterhin dort suchen, wo sich Leistung noch lohnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.ecker 21.07.2018, 08:32
36. @ le.toubib

Es gibt in Deutschland "reglementierte" Berufe. Dazu gehören ua. die medizinischen Berufe. Im Rahmen des Anerkennungsverfahrens wird hier sehr genau geprüft ob die Ausbildung mit der hiesigen vergleichbar ist und ohne Anerkennung darf der Beruf nicht ausgeübt werden. Das ist auch gut so. In jedem Fall gibt es Möglichkeiten die ggf. fehlenden Qualifikationen nachzuholen und somit eine Anerkennung zu bekommen. Das gilt für alle nicht EU - Staaten in gleichem Masse. Ausserdem darf man sich wundern, wenn man sich die Bildungsysteme vieler aussereuropäischer Staaten betrachtet. Wir sollten nicht zu hochnäsig sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.ecker 21.07.2018, 08:46
37. Fachkräftemangel oder Entscheidungsschwäche?

Die Anforderungsprofile für die Besetzung offener Stellen verkörpern i.d.R. das überzogene Idealbild eines Bewerbers. Heute mehr denn je. Man hat jedoch das Gefühl, dass Eindtellungen nur noch nach Checkliste funktionieren. Wer nicht alle Anforderungen erfüllt, wird nicht berücksichtigt. Welcher Recuiter will denn heute noch persönlich Verantwortung für seine Entscheidung übernehmen. Hinter der Checklist lebt es sich sicherer Bevor man jemanden einarbeitet und aufbaut wartet man lieber auf den "Traumprinzen" und beklagt lautstark den Fachkräftemangel. Ich befürchte es stehen jede Menge erfahrene und qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung, die jedoch nicht ausreichend viele Zertifikate gesammelt haben um brücksichtigt zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 21.07.2018, 08:46
38.

Eingeladen ist schnell, aber wieder ausladen gelingt leider der Regierung Merkel fast nie.

Wenn schon die Behörden Schwierigkeiten haben bei Einreise Papiere auf Fälschungen etc. zu prüfen, wie soll das erst mit Diplomen und anderen Dokumenten gehen, die die Fachkraft als Fachkraft ausweisen und nicht als Analphabet mit gefälschten Dokumenten.

Die Industrie wird es freuen, dann werden die Arbeitskräfte noch billiger als bisher schon.
Armes, naives Deutschland! So wirtschaftet man sich ohne Not ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
petrik1603 21.07.2018, 09:28
39. Märchenstunde?

Es gibt keinen Fachkräftemangel. Es gibt einen Mangel der Arbeitgeber an Bereitschaft, einem Menschen fehlende (Detail-) Qualifikationen zu vermitteln.
Lesen Sie doch mal Stellenanzeigen! Genau jenes Studium, exakt die IT-Kenntnisse, Erfahrung in genau der Projektmanagementmethode, usw. Ja, dann steht manchmal „oder Vergleichbar“ dabei. Ist schon klar, oder? Tja, und wenn es diesen „Traumprinzen/Traumprinzessin“ nicht zu dem gewünschten Gehaltsrahmen an dem Ort zu dem Zeitpunkt gibt, dann wird das von der Industrie „Fachkräftemangel“ genannt. Oder wir reden über Berufsgruppen (Pflege, Kindergarten und weitere), die bei hohen Anforderungen einfach nur lächerlich entlohnt werden. Und dann wundern sich die Verantwortlichen, dass sie nicht von Bewerbern überrannt werden.
Wir sollten aufhören, das Märchen vom Mangel an Fachkräften zu glauben. Unwahrheiten werden durch Wiederholen nicht zur Wahrheit. Es geht um Lohndumping, darum Kosten (für Aus- u. Weiterbildung) zu sparen. Es geht um Gewinnmaximierung. Im Mittelstand wie in den Dax-Konzernen. Und die regierenden Parteien spielen das Spiel willfähig mit und schaffen Regeln (Arbeitnehmerüberlassung) und das Klima dafür. Ich kann nur dazu raten, das beim nächsten Urnengang, egal auf welcher Ebene, im Hinterkopf zu haben. Ein „weiter so!“ wird der Mehrheit in Deutschland nicht gut bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6