Forum: Wirtschaft
Audi im VW-Abgasskandal: Nachteil durch Technik
DPA

So hart Volkswagen vom Abgasskandal getroffen wurde - Audi stritt die Vorwürfe stets ab. Wegen neuer Erkenntnisse der Ermittler gerät diese Strategie nun ins Wanken. Firmenchef Stadler hat ein Problem.

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r-h-upmann 23.09.2016, 08:45
30. Der Hoffnungsträger

Ich habe gelesen, dass Hr. Kirsch eine eidesstattliche Aussage getätigt hat, nichts vom Betrug gewußt zu haben. Ich gehe davon aus, dass Audi diese haben wollte, bevor er Vorstand wurde, um sicher zu sein, sich nicht das nächste Problem einzuhandeln. Wenn dies stimmt, dann hoffe ich dass bei Audi, zumindest bei den internen Juristen noch ein paar Leute Anstand aber auch einen Hintern in der Hose haben und alle Hebel in Bewegung setzen, den Verstandsvertrag rückabwickeln. Wenn dies zutrifft, wäre der Werte Hr. Kirsch nur wg. einer Falschaussage Vorstand geworden. Der Vertrag wäre damit auf einer falschen Grundlage erstellt worden und dürfte somit nicht ausgezahlt werden. Der Mann muss die letzten Wochen innerlich gelacht haben: Er ist nur wegen des Skandals durch den Abgang der alten Entwicklungsvorstände überhaupt ins Amt gelangt. Wie sehr so ein Handeln dem Uternehmen schadet, wird hingenommen. Die eigene Karriere ist wichtiger. Da ist jeder Anstand, Selbstachtung und Ehre verloren gegangen. Aber für die Chance Vorstand zu werden, lassen viele dies offensichtlich hinter sich. Das sollte einem zu denken geben ...

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syt 23.09.2016, 08:52
31. Alle haben es gewusst,und stillschweigen vereinbart

Wenn z.B. VW ein neuen,sauberen Motor
raus bringt,werden sich alle anderen Hersteller ,die Technik an schauen,wie denn der Motor so sauber sein kann.Und da wurde schon früh erkannt,wie dieser Hersteller das so an stellt,Motoren sauber zu bekommen.Jeder macht es so,wie er es vor der Zulassungsbehörde vertreten zu kann.Hier geht so etwas,aber nicht in Kalifornien.

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martin58 23.09.2016, 09:04
32. Typisch deutsch

Die deutschen Staatsanwaelte finden nichts heraus. Es braucht US Kanzeleien wie Jones, Day und US Staatsanwaelte die einen VW Mann in den Schwitzkasten nehmen um an die Wahrheit zu kommen. Fuer mich passt das zusammen mit 94 jaehrigen Angeklagten in KZ Prozessen. Die Deutschen wollen so etwas nicht wissen. Die Wahrheit zerstoert das Selbstverstaendnis der Gesellschaft, die im Glauben belassen wird, dass das System gut ist. Leute wie Winterkorn gehoeren auf die Anklagebank, anstatt das sie Millionen abzocken, aber das wuerde die gesamte Fuehrung in Frage stellen, was nicht erlaubt ist.

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Luna-lucia 23.09.2016, 09:04
33. wir fragen uns schon

was weiß eigentlich der Datenkrake NSA? Wenn es denn stimmen sollte, dass dieser Spionageverein bei uns hunderte Millionen Daten "geklaut" hat, dann haben diese Superagenten wohl doch nur im "Trüben" gefischt. Dafür müsste man jetzt eigentlich dankbar sein! Zeigt es doch, wo die wirklichen Grenzen dieser "Datenfischer" liegen. Ob nun Audi, und sicherlich auch Porsche, nebst Bosch, groß belangt werden? Hinter den Kulissen wird man sicherlich das "Für" und "Wieder" genau abwägen! Vielleicht gibt's da ja noch Deals, die ganz andere Möglichkeiten aufzeigen? Was könnte dem Amiland wichtig sein, was wir haben, und von dem sie noch nix, oder nicht viel wissen? Der momentane "Dieselstreit" kann durchaus auf lang andauernde Verhandlungen hinauslaufen, und schließlich irgendwann als "verjährt", oder von neuer Technik, als "überholt" angesehen, und geschlossen werden. Fragt sich nur, wie hoch die Preise dafür währen ...

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jjcamera 23.09.2016, 09:05
34. Trabi

Zitat von erst nachdenken
Ist doch völlig klar, dass Audi mit drin hängt, die Technik der Autos ist bekanntlich gleich. Nur komisch, dass es bis heute keine Vorwürfe gegen BMW gibt. Was können die in München, was man in Wolfsburg nicht kann?
Die Münchner bauen Modelle, bei denen die Abgaswerte nicht vordergründig die Kaufentscheidung beeinflussen. Entscheidend sind eher die Leistung, das Fahrverhalten und das sportliche Image. Partikelausstoß ist dabei kein Thema, eher ein erwünschter Nebeneffekt. Die Messwerte müssen deshalb auch nicht auf der Versuchsstrecke manipuliert werden. Und dass Herstellerangaben zum Verbrauch nicht dem realen Fahrbetrieb entsprechen, weiß doch nun wirklich ein jeder.
Wenn der Staat vorschreiben will, welche Technik in Autos verbaut wird, kann er ja gleich die Unternehmen verstaatlichen. So wie beim Trabi. Übrigens wurde uns allen in den 80er und 90er Jahren von Umweltaktivsten und -verbänden nahegelegt, auf Dieselautos mit geringerem Verbrauch umzusteigen. Wurde sogar steuerlich heftig gefördert. Habe ich meine Autos auf Grund eines Irrtums der Umweltaktivisten und der Bundesregierung gekauft? Dann bitte Geld zurück.

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Stefan_G 23.09.2016, 09:11
35. zu #16

Zitat von missourians
"ganz ohne bescheißen", werde man es nicht schaffen" Dieses Zitat des Entwicklungsingenieur von Audi von 2007 zur Problematik, die US Emissionswerte ein zu halten, sagt doch schon alles! Es ist nicht mit normalen Mitteln zu schaffen! Oder weshalb sollten es die VW, Audi, Porsche und sogar Bosch Entwicklungsingenieure ......
Man sieht heute (2016) sehr wohl, dass es mit ganz normalen Mitteln ziemlich leicht zu schaffen ist.
Man braucht
- einen SCR-Katalysator
- ein Dosiersystem für AdBlue
- einen durch den Kunden auffüllbaren Tank dafür
Die Mehrkosten von vielleicht 200-300 Euro in der Großserie schlägt man auf den Verkaufspreis drauf, ein Kunde, der im Monat 200 Euro für Diesel ausgibt muss zusätzlich noch 6 Euro für AdBlue ausgeben.
Da gibt es weder Schwierigkeiten technischer noch wirtschaftlicher noch organisatorischer Art.
Aber weil VW 2006 nicht bereit waren, das zu machen, haben sie jetzt Kosten in unbekannter Höhe (mutmaßlich in einem mittleren 2stelligen Milliardenbereich) am Hals.

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Leibdschor 23.09.2016, 09:11
36. Also mal ehrlich,

wer glaubt das AUDI/Porsche/Skoda nichts von der Schummelei wussten, der glaubt auch das Flugzeuge rückwärts fliegen können. Bei AUDI, SKODA/VW werden die gleichen Motoren eingebaut, die Entwicklungsabteilungen arbeiten zusammen, alle bekommen die gleichen Teile von Bosch und keiner will was gewusst haben, seit Jahren? Das schließt schon der gesunde Menschenverstand aus. Und die Chefs wissen natürlich erst recht nicht's? Klar, irgend ein kleiner Ingenieur hat im stillen Kämmerlein für sich getüfftelt und dann ganz böse seinen Chefs was heimlich untergeschoben. Mann oh Mann, für wie blöd halten die uns eigentlich? Die Startegie ist immer die gleiche: einige wenige übernehmen den Part des schwarzen Schafes, damit sich die anderen retten können auf ihren Posten. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache: ALLE in den Vorständen haben es gewusst und billigend in Kauf genommen. Anders wäre so eine zentrale technische Entscheidung garnicht genehmigt worden. Alle wussten, dass Dieselautos nie die geforderten Abgaswerte in der Realität einhalten können, schon garnicht in den USA, und dies nur über Tricks realisierbar ist. Dann heißt es von Oben: Macht was, ob halblegal oder illegal, aber ich will davon nichts wissen wenn es schief geht. So läuft das immer in jeder Firma die tricksen will oder muss. Und damit das auch funktioniert gibt es ja auch noch die Lobbyisten der Verbände die die Regierung mit Lügen bearbeiten und schmieren z.B. gegen Abgastests die der Realität entsprechen. Deshalb stimmen ja auch immer weniger die Verbrauchsangaben in den Hochglanzprospekten der heutigen Autos. Eigentlich alles ganz einfach und durchschaubar.

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jjcamera 23.09.2016, 09:18
37. falsche Gesetze

Zitat von syt
ein Problem.Wenn alle Fahrzeuge mit mehr Abgas still gelegt würden,gäbe es ein Aufstand in der Bevölkerung.Wie sollen denn die Menschen zu ihrer Arbeit kommen ? Wo sollen denn die sauberen Fahrzeuge her kommen ? Diese gibt es nicht ! Ein paar Fahrzeuge kann man still legen,aber nicht Millionen ! Es helfen auch keine Strafzahlung von Milliarden Euros. Es müssen die Verantwortlichen aus diesen Unternehmen gefunden,und vor Gericht gestellt werden.
Der Witz ist doch, dass ein Kleinwagen mit 4 Liter Diesel Verbrauch stillgelegt werden muss, während ein Hummer-Jeep mit 30 Liter Verbrauch völlig gesetzeskonform auf unseren Straßen geistert.
Der Irrsinn sind doch Gesetze, die unter Druck der Umweltschützer von Politikern gemacht werden, die von dem Thema "Reduktion von Schadstoffausstoß im Automobilbau" keine Ahnung haben und politische populäre Entscheidungen treffen, die die Automobilhersteller gar nicht einhalten können, wenn sie auf dem Markt bestehen wollen.
Man könnte auch ein Gesetz machen, dass die Leistung von Flugzeugen derart reduziert, dass sie nur noch auf dem Flughafen-Vorfeld herum fahren können, das aber umweltfreundlich.

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hellmut1 23.09.2016, 09:27
38. von einem Extrem ins andere

Wir Deutschen sind schon ein eigentümliches Volk, egal ob Ausstieg aus der Kernenergie, der am Besten von jetzt bis gleich ausgeführt werden sollte. Die Flüchtlingskrise, in der jeder der auch nur annähernd Zweifel an der Bewältigung dieser Riesenaufgabe zweifelte als Rechtsextremist abgestempelt wurde. Nun VW und Audi, am besten die Firmen auflösen und und ... . Völlig vergessen wird, oder wissen es die wenigsten, dass es in Jahren von etwa 1990 - 2000 in Amerika bereits ähnlich gelagerte Fälle, vor allem bei Nutzfahrzeugen, japanischen und amerikanischen PKW´s, gab. Damals wurden Strafen von ca. 1% zu den für VW (und evtl Audi)
erwarteten Strafen ausgesprochen. Sieht man sich an was mit der Deutschen Bank passiert, wobei natürlich die Vergehen der Bank in keinster Weise verniedlicht werden sollen. Bisher hat das amerikanische Justizministerium bei keiner anderen Bank eine Ankündigung über die Strafe (14 Milliarden $) veröffentlicht.
Was ist passiert, die Aktien der Bank fielen massivst. Warum wird eigentlich nicht Goldman-Sachs, wegen deren "Hilfestellung" bei dem Beitritt Griechenlands zu EU verklagt, soll ja auch nicht alles "astrein" gewesen sein.
Wer böses denkt, könnte tatsächlich vermuten, hier soll eine erfolgreiche Volkswirtschaft geschädigt werden.
Oder sind es die zu erwartenden Steuerrückzahlungen, oder TTIPP. Das eine soll verhindert, das andere durchgedrückt werden.

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scotty_mueller 23.09.2016, 09:27
39.

Zitat von dvo-han
stimmt, die Kunden sind nicht blöd,.... .... und deshalb werden sie weiter VW und Audi kaufen, weil die nämlich immer noch technisch gut bis sehr gut sind, während die Konkurrenz nicht mal zugibt auch gemauschelt zu haben. Schon vergessen: Die Franzosen z.B. haben weder aktuelle Modelle ohne problematische Motoren noch irgendwas zugegeben. Und auch Opel als Tochter eines amerikanischen Konzerns hat mächtig Dreck am Stecken. Warum schreit SPON darüber eigentlich nichts?
.....weil Daimler französische Motoren(Renault) einbaut.

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