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Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
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Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

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talkpoint 04.08.2017, 15:37
120.

Zitat von giostamm11
18.000 Netto Median Lohn pro Jahr es ist natürlich klar, dass selbst im billigen Deutschland dies nicht reicht. Es ist peinlich für die deutsche Regierung, dass dieser Niedriglohnsektor missbraucht wird um die eigene Konkurrenzfähigkeit aufrecht zu erhalten. Das ist eine innere ABWERTUNG. Die Löhne sind auf Italienischem Niveau. Früher gab es diese Unterschiede im Vergleich zur Schweiz nicht in diesem Ausmass. Heute entspricht der deutsche Durchschnittslohn exakt 50% des Schweizer Durchschnittslohns und das bei doppelter Abgabenlast in Deutschland. Kein Wunder sind grosse Teile der Bevölkerung unzufrieden. Was erstaunt ist allerdings das Wahlverhalten der Deutschen. In jedem anderen Land hätten solche Bedingungen Regierungswechsel zur Folge. Oder reicht es dem deutschen Wähler dass man ihm sagt er sei Exportweltmeister und schon ist er zufrieden?
Wie kommen sie bei einem Median Brutto von 35.880€ p.A. auf ein Median Netto von 18.000€ p.A.?
Bei Steuerklasse 1 sind das ohne Kinderfreibeträge und Kirchensteuer ca. 23.138,32€.

Bitte belegen sie auch das die Abgabenlast in Deutschland doppelt so hoch ist wie in der Schweiz.

Ich habe das ungute Gefühl das sie mit ihren Zahlenspielereien nur Stimmung machen wollen.

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Crom 04.08.2017, 15:38
121.

Zitat von Georg_Alexander
Warum werden die 'Arbeitnehmer' mit 0 EUR Einkommen nicht in die Statistik und damit in den Durchschnittswert mit aufgenommen? Dann träte der von Ihnen beschriebene Fehler nicht auf. Interessant ist im Übrigen auch eine Statistik über die Einkommensverteilung ALLER Steuerpflichtigen - also nicht nur der AN. Ich weiß, die gibt es natürlich auch, aber vielleicht verlinkt mal jemand diese?
Weil's halt keine Arbeitnehmer sind sondern Arbeitlose oder andere, die nicht arbeiten, aber selbst die haben durch das soziale Netz mehr als 0 Euro oder beziehen Einkünfte aus anderen Quellen (z.B. Rente).

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Barças Superstar 04.08.2017, 15:41
122.

Zitat von Aquifex
... Es müssen mehr Leute in bessere Jobs, nicht mehr Geld in schlechte Jobs....
Ein kluger Satz. Es geht aber nicht nur die Schere zwischen reich und arm immer weiter auf, auch die zwischen "(aus)gebildet" und "un(aus)gebildet". Aber wenn das Smartphone wichtiger ist als das Mathebuch kann man einfach nur verzweifeln.

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Thomas Schnitzer 04.08.2017, 15:44
123.

Zitat von Achmuth_I
...allerdings stellt sich die Frage ob hier das System nicht passt. Wenn sich der Staat vom flüchtigen Kapital erpressen lässt, wird die Demokratie zur Farce! Wollen wir das so haben, oder wollen wir lieber ein System in welchem das nicht möglich ist?
Schon vergessen? Das Wirtschaftssystem das sie vorschlagen hat doch für die heutige Lage erst gesorgt. Der Sozialismus und die daraus resultierende ständige Knappheit einfachster Güter wie Butter war nämlich einer der Gründe für die Unzufriedenheit der Menschen in der DDR, was in der Wiedervereinigung mündete, und Gesamtdeutschland vor die Aufgabe stellte, 16 Millionen Menschen die aufgrund der sozialistischen Fehlplanung beim Arbeiten mehr oder weniger auf Freitag gewartet haben (vorwurfslos, denn dafür konnten sie nichts), irgendwie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, der aufgrund der völlig maroden und von sowjetischer Besatzung ausgelutschten Fabriken und Rohstoffen nicht mal existiert hat.

Insofern hat ihr Vorposter nämlich wie sie teilweise selbst bemerken tatsächlich recht - ohne damals im Osten einen Niedriglohnsektor aus dem Boden zu stampfen, hätten die meisten der sogenannten prekär Beschäftigten nämlich heute gar nichts.

Und da wollen sie jetzt ernsthaft erzählen, dass dieses gescheiterte sozialistische System irgendetwas retten soll? Klar doch. Dann wird einmal kräftig umverteilt, und für wenn es hochkommt ganze zwei Monate können sich endlich die, die im Leben noch keinen Handschlag getan haben auch mal so richtig was leisten, und dann ist Schluß und es wird wieder Mangel verteilt, wie im Sozialismus üblich.

Wie war das doch gleich? Was passiert, wenn man den Sozialismus in der Sahara einführt? Erstmal gar nichts, und nach ein paar Jahren wird der Sand knapp...

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steffen.mueller 04.08.2017, 15:49
124.

Zitat von Listerholm
Mir fällt auf, dass (bei Vollzeit) die Frauen in den unteren Einkommensgruppen überdurchschnittlich und in den höheren unterdurchschnittlich repräsentiert sind. Ist das die notorische Ungleichheit bei der Entlohnung, oder hat dies andere Ursachen? (Berufswahl, Führungspositionen?) Eine genauere Betrachtung dieses Aspektes würde ich mir wünschen.
Daher rührt der so genannte "pay gap". Die Berufswahl ist entscheidend. Alle anderen Faktoren eher vernachlässigbar. Diskriminierung ist es nicht.

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GoaSkin 04.08.2017, 15:52
125. Deutschland ist ein sehr solides Billiglohn-Land

Die Gehälter mögen in Deutschland niedriger sein, als in vielen anderen, entwickelten Industrieländern. Doch dank vergleichsweise ebenfalls niedriger Lebenshaltungskosten kann man sich dennoch mehr leisten, als es z.B. in den westlichen Nachbarländern der Fall ist. Gewiss verdient man als Durchschnitssverdiener in Frankreich, UK oder den Niederlanden mehr, als hierzulande, aber dort gibt man für einen Einkauf so viel tiefer in die Tasche greifen, dass die Menschen von ihrem höheren Einkommen im Endeffekt weniger haben. Aus keinem geringeren Grund können die Deutschen sich damit arrangieren, dass die Lohnzuwächse in den letzten Jahren eher niedrig ausfallen.

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talkpoint 04.08.2017, 15:53
126.

Zitat von Fink Hicks
Hätte man in dem Artikel ja mal erwähnen können. 65 % aller Rentner müssen also mit unter 1000 Euro netto im Monat auskommen. Denn es gehen ja noch mal ca. 7 % für die Krankenversicherung ab. Die Rentner in Österreich und in der Schweiz haben bei gleicher Lebensleistung das Doppelte. Ich glaube nicht, dass Deutschland sich noch von dieser Armutspolitik für´s Volk (Agenda 2010) erholt. Die hier beschriebenen Fakten über Statistik begründen sehr gut, warum man keiner offiziellen Statistik trauen darf. Sie werden nur noch dafür eingesetzt, das Volk dumm zu halten. Es wundert mich, dass der Spiegel dabei nicht mehr mitmachen will.
In der Praxis wird die Durchschnittsrente durch Rentenbezieher, die nur eine niedrige Altersrente erhalten, jedoch tendenziell nach unten korrigiert. Das bedeutet: Dank Minirenten steht die durchschnittliche Rente schlechter da. Beamte, Hausfrauen oder Selbstständige, die wenig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, erhalten auch nur eine magere gesetzliche Rente und korrigieren die Durchschnittswerte nach unten.

Das die Schweiz das Doppelte haben liegt wohl auch an den deutlich höheren Lebenserhaltungskosten!

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steffen.mueller 04.08.2017, 15:53
127.

Zitat von orakel200
Im Niedriglohnsektor arbeiten eben nicht die Leute in der Expotwirschaft, soner eher Leute im Direnstleistungsektor , die eben nicht für die Konkurenzfähigkeit der Exportwirtschaft stehen Und davon zu reden das es ausgerechnet in Deutschland.in Deutschland einen Regierungswechsel geben müüßte , das 2004 noch der kranke Mann Europas war , mit einer deutlich über dem Schnitt der EU liegenden Arbeitslosenzahl, und heute die niedrigste Arbeitslosenzahlen aller EU-Staaten , zeugt eher von völigem Realitätsverlust.
Die Exportwirtschaft bedient sich sehr wohl des Niedriglohnsektors; über Leiharbeiter. Aber Sie haben recht, es ist nicht die Masse. Es reicht aber, um den Export zu subventionieren.

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steffen.mueller 04.08.2017, 15:56
128.

Zitat von mostly_harmless
Wie hoch der Anteil unterhalb des Durchschnittslohnes ist, sagt etwas über die Struktur bzw. Verteilung aus . So schwierig ist das eigentlich nicht.
Eben. Wenn Median und Mittelwert stark voneinander abweichen, muss es Ausreißer geben, ansonsten kann man die Verteilung als normal ansehen. In unserem Beispiel gibt es Ausreißer nach oben, also extrem gut Verdienende.

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steffen.mueller 04.08.2017, 15:58
129.

Zitat von akerensky
Und was dann? Wo soll der Staat im Gegenzug Einsparungen machen oder Mehreinnahmen generieren um die Entlastungen gegenzufinanzieren? Konkrete Vorschläge bitte.
Konkret könnte man mal wieder die Besteuerung wie unter Kohl einführen. Dann müssen zwar die Autobauer etwas von ihrem Gewinn abgeben, aber so what. Außerdem wieder Löhne nach der goldenen Lohnregel.

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