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Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
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Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

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pom_muc 04.08.2017, 15:58
130. Zahlen aus 2014?

Sorry. Wer vor den Bundestagswahlen 2017 mit Zahlen aus 2014 kommt in denen Einflüsse wie Mindestlohn noch gar nicht abgebildet sind ist unseriös.

Wenn das DIW bis August keine Zeit hatte die Zahlen aus 2016 zu ermitteln sollte man dort weiter Urlaub machen bis die Wahl vorüber ist.

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maicher 04.08.2017, 15:58
131. Leidige Mathematik

Selbst wenn der Stundenlohn 1000 Euro waehre wuerden ein Drittel
mehr als den Durchschnitt verdienen, ein Drittel den Durchschnitt und ein Drittel weniger als der Durchschnitt

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steffen.mueller 04.08.2017, 16:01
132.

Zitat von janos71
Einige schreiben dass D, obwohl Exportweltmeister, viel zu geringe Löhne hat. Die Medien & Politik erzählen den Deutschen gerne das sie Exportweltmeister wären jedoch sollte man diese Zahlen mal relativ pro Einwohner betrachten. Natürlich exportieren 82 Mill. Deutsche mehr als 8 Mill. Schweizer, Österreicher & Co. Werden die Zahlen relativ pro Einwohner betrachtet steht D auf einem ganz anderen Niveau. Da sind die Schweizer, Österreicher, Iren, Belgier, Dänen, ... viel besser. Auch bei den relativen Ausgaben für Forschung & Bildung reiht sich D hinter vielen westeuropäischen Nationen ein. Die Löhne in D sind niedrig weil wir bei weitem nicht so produktiv wie die Schweizer, Skandinavier, Österreicher, Niederländer, Japaner ... sind. Einfach mal den eigenen Haushalt nach deutschen Produkten durchsuchen. Außer den Paar Low-Tech Produkten wie Staubsauger, Mixer, Besteck, ... wird man da nicht viel finden. Alles was höhere Komplexität besitzt kommt von Firmen wie Sony, Samsung, Canon, Nikon, Panasonic, Apple, Microsoft, ... Die deutsche Automobilindustrie bewegt sich so langsam auch dahin wo die deutsche Unterhaltungsindustrie (Telefunken, Nordmende, Grundig, Leica, ...) vor Jahrzenten verschwunden ist. Deutschland ist bei weitem nicht so stark wie einem die Politik & Medien gerne erzählen möchten. Geringes Lohnniveau, wenig Innovationskraft und in vielen Bereichen (IT-Hard/Software, Elektronik, Fotofgrafie, Internet...) hat D längst den Anschluss verloren. Deutschland lockt eher gering qualifizierte Arbeitskräfte an so dass sich die Probleme eher verschärfen.
DL ist Exportweltmeister (in absoluten Zahlen), weil es niedrige Löhne hat. Die Löhne könnten viel höher sein, dann müsste DL sich allerdings einem fairen internationalen Wettbewerb stellen. Das wollen u.a. Zetsche und Co. nicht.

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muellerthomas 04.08.2017, 16:02
133.

Zitat von marcustulliuscicero
Mag statistisch gut sein, auch dass ich mich um 1% vertan habe.... in der Realität erhalte ich aktuell 150 Euro mehr Nettigehalt wie ich 1995 verdiente, nur daß sich hier im Süden der Republik die Mieten und Immobilienpreise mehr wie verdoppelt haben. Zahlte ich früher 980.- DM Warmmiete sind es heute 1200 € für rin klirr 3-Zimmerwohnung und das auf dem Land. Als Alleinerziehender zahle ich ausserdem kaum weniger Steuern wie in Steuerklasse 1. Sie sehen, im Alltag nützt mir die beste Statistik nichts um über die Runden zu kommen.
SIE haben doch mit der Statistik argumentiert - und dann, wenn sich rausstellt, dass das falsch argumentiert war, wollen Sie davon nichts mehr wissen?

Also bei den Zalen, die Sie nun oben nennen, ist die Warmmiete dann um 5,3% pro Jahr gestiegen. Sicher nicht wenig, aber auch kaum repräsentativ für ganz Deutschland. VIelmehr gilt doch, dass die Mieten gerade im süddeutschen Raum so stark gestiegen sind, weil dort auch die Kaufkraft (nicht unbedingt des Einzelnen) stark gestiegen ist. Wenn Ihr Nettogehalt wiederum heute nur 150 Euro höher liegt als 1995, ist das bedauerlich, aber auch das nicht repräsentativ. Sie scheinen also beim Gehalt am unteren Ende, bei der Mietkostensteigerung am oberen Ende der Bandbreite zu liegen...

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steffen.mueller 04.08.2017, 16:05
134.

Zitat von shab_nas
Lass uns doch mit konkreten Zahlen argumentieren! Wie definiert sich der Durchschnittslohn im Land des Exportweltmeisters? was soll damit möglich sein? Was ist die Bemessungsgrundlagen für Wohlstand? ich versuche es für eine Familie mit 2,3 Kindern :) (Bitte ergänzt die Liste, bin sicher ich habe einiges vergessen:)) -...
Da gäbe es einiges zu korrigieren. Zunächst mal Lebensmittekosten: Alles Bio oder was? Dann Studium: Für Alle? Urlaub: okay. Reihenhaus: Für Alle? Auto: 40000? Im Ernst. Sie scheinen eher von Besserverdienern, als Normalverdienern zu reden.

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Thomas Schnitzer 04.08.2017, 16:06
135.

Zitat von shab_nas
[...] (Bitte ergänzt die liste, bin sicher ich habe einiges vergessen:)) [...]- mind. 1 Mal für 15 Urlaube für die ganze Familie [...]- Einmal im Monat Restaurantbesuch für die ganze Familie (100). [...]- Alle Zehn Jahr sich ein neues Familien Auto leisten können. [...]Bitte korrigieren.
Gerne, denn sie haben nicht zuwenige sondern zu viele Punkte auf der Liste. Auto, Urlaubsreisen und Restaurantbesuche sind Luxusgüter.

Was sie da ausrechnen ist daher der Betrag, den man braucht, wenn man Luxus haben will. Das aber ist mit "sozialer Gerechtigkeit" nicht gemeint.

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alph 04.08.2017, 16:07
136.

Wer als dreiköpfige Familie mit 2.000 Euro nicht über die Runden kommt, sollte sich mal überlegen für was er Geld ausgibt. Wir kamen nun ein Jahr lang mit 1350 Euro plus Kindergeld, also rund 1550 Euro im Monat aus. Davon waren 550 Euro Miete. Somit reichen uns fast exakt 1.000 Euro nach Abzug der Miete zum Leben, davon bezahle ich noch monatlich meinen Studienkredit mit 100 Euro zurück und am Monatsende bleibt sogar noch was übrig. Wir leben gut, uns fehlt es weder an Lebensqualität noch Essen wir billig und ungesund. Natürlich kann man sich nicht jeden Tag Pizza bestellen oder jede Woche ins Kino, aber das erwarte ich bei diesem niedrigen Einkommen auch nicht und wer das tut sollte sich nicht wundern.

Ich weiß gar nicht wohin mit dem Geld wenn wir beide nächstes Jahr zusammen ein Nettoeinkommen von 3.500 bis 4.000 Euro haben werden...

Vielleicht sollte man sich mal an die eigene Nase fassen wenn man mit einem (vertretbar) niedrigen Einkommen nicht auskommt.

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muellerthomas 04.08.2017, 16:08
137.

Zitat von steffen.mueller
Eben. Wenn Median und Mittelwert stark voneinander abweichen, muss es Ausreißer geben, ansonsten kann man die Verteilung als normal ansehen. In unserem Beispiel gibt es Ausreißer nach oben, also extrem gut Verdienende.
Eine Normalverteilung wäre bei den Löhnen aber eher seltsam, alleine schon, weil es eine absolute Untergrenze gibt.

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shab_nas 04.08.2017, 16:09
138.

Zitat von irobot
Dann ist Ihre Vorstellung von Gerechtigkeit völlig überzogen. Wenn man ein Haus baut oder kauft, muss man auf etwas verzichten, es sei denn man ist extrem vermögend. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Meine Eltern haben 1976 gebaut. Ihren ersten Urlaub konnten sie sich 1988 leisten. Meine Schwester und ich haben im selben Zeitraum drei Mal Urlaub mit der Caritas gemacht. Und das waren ja angeblich goldene Zeiten.
Wie ist ihre Vorstellung von Wohlstand?
Es geht schon die 15 % die das können und darüber hin aus.
Ich höre auch davon, dass zu der Zeit möglich war. Ihre Eltern würden das sicher jetzt nicht mehr bewerkstelligen können.

Ist doch konsequent, dass Leute keine Kinder mehr zeugen wollen.Leiden für ein Haus, muss nicht sein.

Was die Zukunft betrifft, kleine Bemerkung: Die Glühlampe entstand nicht durch konsequente Weiterentwicklung von Kerze......

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frodosix 04.08.2017, 16:11
139.

Zitat von marcustulliuscicero
Irgendwie hab ich auch in Erinnerung, dass ich 1995 auch nur 14% Märchensteuer auf alles zahlen musste, was zusätzlich einem Reallohnverlust von 5% entspricht...
Nein, das bedeutet, dass sie 5% mehr Mehrwertsteuer bezahlen, nicht Reallohnverlust, es sei denn Sie kaufen für ihr gesamtes Gehalt ausschließlich Konsumgüter und Dienstleistungen aus, auf die MwSt gezahlt, wird und geben es nicht für so etwas wie Miete/Immobiliendarlehen oder Versicherungen aus.

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