Forum: Wirtschaft
Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
SPIEGEL ONLINE

Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

Seite 15 von 23
muellerthomas 04.08.2017, 16:12
140.

Zitat von steffen.mueller
DL ist Exportweltmeister (in absoluten Zahlen),
Nein, Deutschland ist schon lange kein Exportweltmeister mehr. Sowohl China als auch die USA (die ja angeblich gar keine Exportprodukte haben) exportieren absolut mehr als Deutschland.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 04.08.2017, 16:13
141.

Zitat von steffen.mueller
Eben. Wenn Median und Mittelwert stark voneinander abweichen, muss es Ausreißer geben, ansonsten kann man die Verteilung als normal ansehen. In unserem Beispiel gibt es Ausreißer nach oben, also extrem gut Verdienende.
Gleichzeitig fällt links der Bereich um 0 bis Mindestlohn weg. Damit haben wir also auch noch eine Verschiebung nach rechts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg_Alexander 04.08.2017, 16:13
142. Was gibt es daran nicht zu verstehen?

Zitat von Matttthias
seit den Steinschen Reformen 1806 darf man Beruf und Wohnort frei wählen. Wer als Gebäudereinigerin glaubt zu wenig zu verdienen kann auch Ärztin werden. Oder Elektroingenieurin für die Entwicklung von E-Autos. Seit Willy Brandt ist auch ein flächendeckender Zugang zu Gymnasium und Uni vorhanden. Vor 1969 wurden Menschen schon als Kinder auf schlechte Berufe festgelegt. Seit 1972 gibt es genug Schul und Hochschulplätze. Wer das Abitur nicht schafft ( wie z.B. der Kanzlerkandidat) hat durchaus meisten selbst Schuld. Zu faul und zu undiszipliniert. Anderen die Schuld geben für eigene Characterschwäche ? Ist das "gerecht" ? Zugegeben , manch Schüler ist unreif und realisiert später was er sich angetan hat. Eine 2te Chance wäre wichtig. Hier liegt Andrea Nahles richtig mit dem Bildungsguthabenkonto. Aber die 40igjährigen die ich kenne die sich "verstiefelt" haben sind eher lustlos was eine Zweitausbildung angeht. Von daher - wer glaubt zu kurz zu kommen - Zweitausbildung. Anstatt von Gerechtigkeit zu fabulieren. Anpacken statt Andere auspressen.
Die Gerechtigkeitslücke entsteht nicht durch unterschiedliche Löhne für unterschiedliche Ausbildungsniveaus. Mit Einkommensunterschieden auf Grund unterschiedlicher Bildungsabschlüsse, unter der Annahme, dass jeder die gleiche Chance auf Bildung hat, kann wohl jeder hier leben.

Die Diskussion dreht sich doch darum, ob die beschriebene Verteilung durch andere Faktoren als die objektive Leistung verursacht wir - und wie weit sind diese Unterschiede zu tolerieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 04.08.2017, 16:14
143.

Zitat von frodosix
Nein, das bedeutet, dass sie 5% mehr Mehrwertsteuer bezahlen,
Mal abgesehen daovn, dass die MwSt. 1995 bei 15% lag, nicht mal das:

119/115 => +3,5%

Beitrag melden Antworten / Zitieren
t.w.adorno 04.08.2017, 16:18
144. wo sind die Gewerkschaften

Eine sonderbare Diskussion hier. Die Tarifparteien handeln die Gehälter aus. So ist es hier. Aber nach 10 Seiten habe ich das entscheidende Wort “Gewerkschaft“ nicht lesen können. Wer zu wenig verdient, geht in den Arbeitskampf. Mit seinem Betriebsrat, mit seiner Gewerkschaft. Kein Mitglied, kein Mitleid.
Ein Selbstständiger

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg_Alexander 04.08.2017, 16:18
145. Um zu beantworten, wieviel Einkommen

Zitat von Crom
Weil's halt keine Arbeitnehmer sind sondern Arbeitlose oder andere, die nicht arbeiten, aber selbst die haben durch das soziale Netz mehr als 0 Euro oder beziehen Einkünfte aus anderen Quellen (z.B. Rente).
pro Kopf erwirtschaftet wird, muss ich seriöserweise alle Köpfe zählen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NewYork76 04.08.2017, 16:24
146. 3 Ergaenzungen

Zum Thema moechte ich 3 Ergaenzungen anfuegen:

1) Brutto-Loehne sind (wie schon von anderen Foristen bemerkt) nur ein verzerrter Blick auf das was die Deutschen tatsaechlich "verdienen" sprich: auf dem Konto haben.

2) Die Gehaltsstruktur beruecksichtigt natuerlich auch nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten, die zumeist mit den Gehaeltern verbunden sind. Bei gleicher Qualifikation und Taetigkeit bekommt eine Frau in Desslau weniger Gehalt als eine Frau in Muenchen. Und bei diesem Beispiel hat unter Umstaenden die Frau in Desslau mehr Geld zur Verfuegung als die Frau in Muenchen.

3) Die exklusive Betrachtung Deutscher Gehaelter verschleiert den Blick auf die Tatsache, dass im internationalen Vergleich selbst die niedrigen Gehaelter relative hoch sind. Die sozialen Strukturen in Deuschland (AG, Harz4, etc.) sind da noch gar nicht beruecksichtigt.

Ansonsten keine grossen Ueberraschungen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Schnitzer 04.08.2017, 16:26
147.

Zitat von PolitBarometer
[...] Das ist wie mit den in der c't veröffentlichten Gehaltsdaten der IT-Branche. Vollkommen unreal und nicht wirklich nachvollziehbar. Ich traue diesen Zahlen nicht und glaube auch nicht, dass das die Lebenswirklichkeit der deutschen "Einkommensbevölkerung" repräsentiert. Das sind bestenfalls Feigenblätter und Beruhigungspillen für das gemeine Volk.
Schönen Gruß aus der IT in NRW, die Zahlen der c't stimmen zumindest in meinem Unternehmen mit 300 ITlern ungefähr, lediglich die Anfänger liegen in den ersten 10 Jahren etwa 5 % darunter. Aufgrund der geringen Fluktuation bei uns gehe ich davon aus, dass die anderen in der Region etwa gleich zahlen, denn wir haben in beide Richtungen keine Schlangen an der Tür.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 04.08.2017, 16:33
148.

Zitat von Georg_Alexander
Um zu beantworten, wieviel Einkommen pro Kopf erwirtschaftet wird, muss ich seriöserweise alle Köpfe zählen.
Also auch Kinder und Rentner? Ansonsten, es gibt ja schon das BIP pro Kopf, da haben Sie Ihre Statistik, aber um die geht's nicht. Es geht um "Löhne im Üblick" (Titel des Artikels).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 04.08.2017, 16:35
149. Falsches Bild

Wer nur die Löhne und Gehälter in den Focus nimmt, zeichnet ein vollkommen falsches Einkommensbild.
Die wirklichen "Geldmacher" sind diejenigen, die gar nicht für ihr Geld arbeiten, dafür aber ihre Aktienpakete als Dukatenesel nutzen.
Denn die Multimillionäre (ab etwa 100 Mio. EURO) und Milliardäre kassieren Dividenden in Millionenhöhe. diese Superreichen arbeiten nicht, aber dürfen reichlich ernten.
Die "Löhne" dieser Gutbetuchten erscheinen in dem Beitrag an keiner Stelle. Und dadurch wird ein verfälschtes Bild gezeichnet - bewußt oder unbewußt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 23