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Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
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Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

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Aquifex 04.08.2017, 22:55
180.

Zitat von plutinowski
Na, da wär ich vorsichtig. In dem Moment, wo sich niemand mehr fände, der Türklinken oder Toiletten putzt, würden wir alle ganz schön alt aussehen.
In der ersten Firma, in der ich gearbeitet habe, gab es dafür auch niemanden. Das mußte halt jeder reih um mal machen.

Haben Sie eine Idee, woher das Geld kommen soll, jeden nach "Ermöglichung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben " zu bezahlen und nicht nach dem, was er erwirtschaftet?

Mich itnerssiert da eine tragfähige Lösung ernsthaft sehr.

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Rodion67 04.08.2017, 23:01
181.

Zitat von muellerthomas
Nein, Deutschland ist schon lange kein Exportweltmeister mehr. Sowohl China als auch die USA (die ja angeblich gar keine Exportprodukte haben) exportieren absolut mehr als Deutschland.
Ah wieder ein faktenbefreiter thomasmueller Kommentar. Deutschland lag 2016 mit 297 Milliarden Dollar wieder auf Platz 1 vor China mit 245 Milliarden Dollar. Die USA haben ein Defizit von 478 Milliarden Dollar. Aber gut vielleicht hat sich das Ifo Institut verrechnet und Herr Müller hat recht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-hat-wieder-den-groessten-exportueberschuss-der-welt-a-1132312.html

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r-bolter 04.08.2017, 23:08
182. Riesige Lücke

Der größte Arbeitgeber Deuschlands ist der Staat, der "öffentliche Dienst", der zweitgrößte die Kirchen! Die hat man wohl statistisch ausgeklammert, denn beide zahlen immer weniger!? Als einer der gesuchten Gymnasiallehrer mit Vollstudium in Mathematik und Physik hatte ich jetzt 30 Jahre lang "Nullrunden", also IMMER weniger Lohnzuwachs als die Inflation. Real sind das inzwischen ca. 20 % weniger Gehalt und entsprechend weniger Pension. Das steht nicht in der Statistik ... Besserung ist nicht in Sicht, Lehrernachwuchs auch nicht. Trotz Lehrermangels wird der Lehrerberuf von den Medien kaum beachtet, schon gar nicht posiiv - daher werden wir naturwiss. Lehrer wohl demnächst aussterben ...

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Rooo 04.08.2017, 23:10
183. An alle, die meinen...

An alle, die meinen, dass sie wegen ihrer tollen Qualifikation so toll verdienen sei mal folgendes gesagt: Ich wette, dass ich innerhalb kürzester Zeit einen Überflieger-Germanisten, -Psychologen oder sonst wen mit angeblich sinnlosem Studium (dafür mit IQ 130) finde, der Ihren Job entweder direkt (bei einigen Wirtschaftsjobs) oder mit gewisser Anlernzeit besser machen könnte, als Sie. Folglich müsste man Sie eigentlich direkt oder in absehbarer Zeit aus Ihrem Job schmeißen und die oben genannten Leute einstellen oder anlernen. Bevor das nicht passiert (und in Deutschland passiert das viel seltener als bspw. in den USA), braucht mir hier niemand mit Meritokratie, "Leistung lohnt sich" oder ähnlichem Bullshit kommen.

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harryklein 04.08.2017, 23:11
184. Preisgestaltung

Zitat von Aquifex
Wenn diese Arbeiten von genau den Leuten gemacht würden, die dafür gebraucht würden, wäre das ganze auch kein Problem. Da es aber viel zuviele gibt, die die Arbeiten machen woll/müssen, die Sie aufzählen, funktioniert die Sache nicht. Wie Sie sagen, ahben all diese Tätigkeiten ihren Wert, aber wie hoch ist dieser Wert und woran bemißt sich das? Sicher nicht an dem,. was der Arbeitnehmer gerne hätte, sondern an dem, was er erwirtschaftet. Ich kann für einen Job nur das bezahlen, was ich damit verdiene. Anders geht es schlicht nicht. Das soll dann aber auch gerne bezahlt werden. Einen anderen Zusammenhang kenne ich nicht. Ich kann mir auch keinen anderen vorstellen. Aber wenn Sie etwas wissen, bin ich interssiert.
Der Lohn bemisst sich ja nicht in erster Linie daran, was der "Arbeitnehmer" erwirtschaftet, sondern wird im "freien Spiel der Kräfte auf einem freien Markt" ermittelt. Nehmen wir einmal die Reinigung von Maschinen in der Produktion eines Maschinenbaubetriebs, etwa KFZ. Diese Arbeit ist sicher wichtig, denn verdreckte Maschinen können nicht produzieren. Da aber der Facharbeiter, der die Arbeit früher am Schichtende erledigt hat, 40 Euro pro Stunde kostet, wird sie seit Jahrzehnten outgesourct an Subunternehmer, die ihrerseits den Reinigungskräften Dumpinglöhne bezahlen. "Erwirtschaftet" wurde und wird dabei immer gleich viel beziehungsweise aufgrund der höheren Produktivität neuer Maschinengenerationen sogar noch mehr, aber da es, wie Sie feststellen, ein Überangebot an ausbeutungswilligen (auch ausländischen) Hilfsarbeitern gibt, werden diese Jobs dennoch schlecht bezahlt, zugunsten der Maximierung von Profit.

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avision 04.08.2017, 23:11
185.

Zitat von alph
Wer als dreiköpfige Familie mit 2.000 Euro nicht über die Runden kommt, sollte sich mal überlegen für was er Geld ausgibt. Wir kamen nun ein Jahr lang mit 1350 Euro plus Kindergeld, also rund 1550 Euro im Monat aus. Davon waren 550 Euro Miete. Somit reichen uns fast exakt 1.000 Euro nach Abzug der Miete zum Leben, davon bezahle ich noch monatlich meinen Studienkredit mit 100 Euro zurück und am Monatsende bleibt sogar noch was übrig. Wir leben gut, uns fehlt es weder an Lebensqualität noch Essen wir billig und ungesund. Natürlich kann man sich nicht jeden Tag Pizza bestellen oder jede Woche ins Kino, aber das erwarte ich bei diesem niedrigen Einkommen auch nicht und wer das tut sollte sich nicht wundern. Ich weiß gar nicht wohin mit dem Geld wenn wir beide nächstes Jahr zusammen ein Nettoeinkommen von 3.500 bis 4.000 Euro haben werden... Vielleicht sollte man sich mal an die eigene Nase fassen wenn man mit einem (vertretbar) niedrigen Einkommen nicht auskommt.
Und in 4 Jahren ist ein Kind da, aber die Branche liegt flach und ihr schaut blöd.

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beckmesser2828 05.08.2017, 00:32
186. total ungerecht

Die Politiker sollten endlich daran arbeiten, dass nicht mehr nur jeder dritte mehr als den Durchschnittslohn verdient, sondern wirklich alle Arbeitnehmer- und alle anderen auch!

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Mr. Kant 05.08.2017, 01:18
187. Sapere aude

Ich habe mir tatsächlich die Mühe gegeben alle Kommentare zu lesen. Was in Summe auffällt, dass die Schuld immer andere haben, nur ich armer Wurm muss alles ausbaden. Der Staat ist schuld, weil die Schule zu weit weg vom Sofa war. Der Lehrer, weil Nazi und keine langen Haare bei einem Kerl mag. Der Chef, weil ich keinen Minirock trage. und, und...
Meine Eltern hatten quasi nichts (monetär), aber Bildung war wichtig und so wurde ich zur Schule, an den Schreibtisch und zur Uni geprügelt. Jetzt bekomme ich ein Gehalt im oberen Drittel (laut Statistik). Gut, dafür musste ich auch zum Studieren umziehen, ins Ausland gehen, was cool war (Erasmus) und auch 500km zum Job ziehen. Alles halb so wild. Kommt drauf an was man will und bereit ist zu geben. Somit kann aus mein Sicht sich jeder in Deutschland was aufbauen und gut leben. Im Vergleich zu den 95% der anderen Ländern diskutieren wir hier auf der Basis spätrömischer Dekadenz (bin kein FDPler). Leider gibt es die totale Gerechtigkeit per se nicht. Ungerechter-weise ist Usain Bolt schneller als ich. Und warum verdient ein Frisör so wenig? Na, weil ich nicht bereit bin mehr zu zahlen. Zur Not bestelle ich den Frisör per Amazon aus Polen oder so, da sollen die noch günstiger sein. Eine Frechheit, warum unsere Frisöre so wenig verdienen... Moment mal.. ach egal. Was stört mich noch so an Deutschland???
Das größte Problem ist:
„Viele Menschen sterben weniger an Krankheiten als an dem unstillbaren, sie verzehrenden leidenschaftlichen Wunsch, mehr zu sein, als sie sind."T. Aitmatow

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brasshead 05.08.2017, 02:01
188.

Zitat von Aquifex
Wenn diese Arbeiten von genau den Leuten gemacht würden, die dafür gebraucht würden, wäre das ganze auch kein Problem. Da es aber viel zuviele gibt, die die Arbeiten machen woll/müssen, die Sie aufzählen, funktioniert die Sache nicht. Wie Sie sagen, ahben all diese Tätigkeiten ihren Wert, aber wie hoch ist dieser Wert und woran bemißt sich das? Sicher nicht an dem,. was der Arbeitnehmer gerne hätte, sondern an dem, was er erwirtschaftet. Ich kann für einen Job nur das bezahlen, was ich damit verdiene. Anders geht es schlicht nicht. Das soll dann aber auch gerne bezahlt werden. Einen anderen Zusammenhang kenne ich nicht. Ich kann mir auch keinen anderen vorstellen. Aber wenn Sie etwas wissen, bin ich interssiert.
Sie sagen es ja, wie soll man schon bemessen, wie hoch die Wertschöpfung einer Tätigkeit ist. Wenn Sie jemandem die Haare schneiden, könnte man vielleicht noch sagen, die Wertschöpfung entspräche der Zahlungsbereitschaft des Kunden, aber auch das wäre schon nicht realistisch. Der Preis ergibt sich ja irgendwo und irgendwie aus den laufenden Kosten des Friseurladens, der Zahlungsbereitschaft und dem Konkurrenzangebot.

Sagen wir, Sie haben eine Fabrik und produzieren irgendein Produkt, mit dem Sie am Ende Erlöse erzielen. Dann waren möglicherweise Fließband- und Lagerarbeiter, Designer, Techniker, Ingenieure, Manager, Werbefuzzis, LKW-Fahrer und IT-Spezialisten im Gesamtprozess beteiligt. Selbst bei den unmittelbar am Produktionsprozess Beteiligten sind die einzelnen Teile der Wertschöpfung unmöglich auch nur annähernd präzise zu ermitteln. Wie genau stellen Sie sich das denn vor?

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viwaldi 05.08.2017, 02:09
189. Spannend, kein Putin Troll traut sich aus der Deckung

Russische Arbeitnehmer können von solchen Zahlen nur träumen, und das bei Lebenshaltungskosten in Moskau oder Petersburg die ganz ähnlich wie in Deutschland sind. Aber Putin führt ja Krieg auf der Krim. Da muss ein Lehrer schon mal mit 250€ nach Hause gehen. Meckern kann man immer, aber soooo schlecht geht es den Deutschen nun wirklich nicht.

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