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Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
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Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

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dennis x 04.08.2017, 11:27
10.

Schade, das all die Niedriglöhner nicht an der Wahl teilnehmen. Die, die viel verdienen tun dies regelmäßig. Daher verwundert es auch nicht, wenn die Poltitik sich nicht für Niedriglöhner interessiert.

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post.scriptum 04.08.2017, 11:32
11. Trotz aller Zuwächse ...

... kommt man nicht umhin zu konstatieren, dass im untersten Einkommensbereich das Arbeiten sich kaum mehr lohnt, wenn die Einkommen dort mit den sozialstaatlichen Leistungen konkurrieren. Angesichts der in Kürze zu wartenden 1 Billion Euro jährlich (!) an Sozialleistungen, die der Steuerzahler zu schultern hat und die noch weiter steigen werden, gehört zwangsläufig ein Umsteuern zur staatlichen Räson, und zwar zu mehr Entlastung für die arbeitenden und steuerzahlenden Menschen.

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Gruuber 04.08.2017, 11:35
12. Dass in Deutschland,

das unter Merkel/CDU/CSU angeblich zum Wirtschaftswunderland bzw. Sensationsexporteur aufgestiegen ist, mindestens die Hälfte der Bevölkerung direkt von der Arbeitswelt in die Altersarmut gelangen wird, scheint Merkel & Co keinen Kommentar oder gar ein Wort der Bekümmernis wert zu sein.

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Listerholm 04.08.2017, 11:37
13. Frauen

Mir fällt auf, dass (bei Vollzeit) die Frauen in den unteren Einkommensgruppen überdurchschnittlich und in den höheren unterdurchschnittlich repräsentiert sind. Ist das die notorische Ungleichheit bei der Entlohnung, oder hat dies andere Ursachen? (Berufswahl, Führungspositionen?) Eine genauere Betrachtung dieses Aspektes würde ich mir wünschen.

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robien 04.08.2017, 11:42
14. Ingenieure als Putzkräfte

Zitat von cabarrus
Ein anderer Blickwinkel könnte sein, diese Menschen nicht um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurden, sondern nur aus diesem Grund überhaupt noch einen Job haben. Wir können natürlich höhere Löhne für alle herbeiwünschen, die Volksseele ist beruhigt und 2tage später haben wir ein ähnliches Thema mit Arbeitslosen wie im Rest Europas.
Aber klar doch, z. B. Reinigungskräfte sind doch sowas von überschätzt. Aber Hoppla, was sehe ich da in meiner Glaskugel ... Ich sehe Heerscharen von Ingenieuren die ihren Arbeitsplatz und die Toilettenräume reinigen ... Na, das wird ein Spaß ...

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der_glückliche 04.08.2017, 11:43
15. Verdienst und Einkommen

...werden in diesem tollen Artikel mal wieder grandios durcheinander geworfen, da wird mir übel. Einkommen ist immer eine NETTO-Größe. Wäre gut, wenn man zumindest die Terminologie korrekt hinbekäme.

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inmado 04.08.2017, 11:43
16. Thema verfehlt: Nicht Löhne, sondern Einkommen vergleichen!

Wie in der Politik, so auch hier: Bei der Gerechtigkeitsdebatte geht es immer nur um Verteilungsgerechtigkeit bei den Löhnen und Gehältern von Arbeitnehmern. Selbstständige, sowie Einnahmen aus Kapital oder Vermietung und Verpachtung bleiben unberücksichtigt. So geht es in der Debatte immer nur darum, wie das Geld zwischen den Arbeitnehmern hin- und herverteilt werden soll. Eine gut verdienende Fachkraft erscheint dann schon als reich. Menschen mit wirklich hohen Einkommen beliben außen vor.

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dasistdasende 04.08.2017, 11:47
17. Sieht nicht gut aus

Die niedrigen Lohngruppen entwickeln sich immer noch langsamer als die oberen. Und das sogar prozentual, was absolut bedeutet, dass der Abstand immer noch schneller wächst und größer und größer wird. Hinzu kommt, dass Teilzeitbeschäftigte etc. hier gar nicht aufgeführt sind. Kann mir nicht vorstellen, dass deren Lohnentwicklung besser aussieht. Läuft für mich alles weiter auf eine gespaltene Gesellschaft raus. Wir brauchen eine starke Mittelschicht, und keine starke Unter- (nach Anzahl) und Oberschicht (nach Vermögen).

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Aquifex 04.08.2017, 11:51
18.

Zitat von n.wemhoener
Die Darstellung der Lohnentwicklung von 1995 bis 2015 zeigt deutlich, dass die Hälfte der Beschäftigten in den letzten 20 Jahren um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurden. Im Exportweltmeisterland kommt das Wachstum schon lange nicht mehr bei der arbeitenden Bevölkerung an. Der Reichtum verschwindet woanders. Was unsere Kanzlerin gern mit ihrem Lieblingssatz "Deutschland geht es gut" vertuscht.
Schaut man sich die Jobs in der Automobil-, Chemie- oder Metall-Branche an, also exportorientierte Jobs, sieht man auch hohe Lohnzahlungen. Daß Exporterlöse nicht bei den Mitarbeitern ankommen, stimmt schlicht nicht. Sie kommen nicht bei jedem Arbeitnehmer an, klar.

Das hängt ja alles sehr vom Job und von der Branche ab.
Natürlich soll jeder von seiner Arbeit leben können. Aber nicht jede Arbeitet erwirtschaftet die dafür nötigen Werte. Das ist ein Problem, daß sehr gerne unter den Tisch fällt. Wenn mein Job daraus besteht, Türklinken zu säubern und ich nichts anderes tue, dann kann ich nicht erwarten, daß ich dafür 20,- pro Stunde bekomme. Das gibt der Job schlicht nicht her, weil niemandem diese Tätigkeit soviel Geld wert ist.

Und da ist dann auch irgendwann die Frage zu stellen, ob bestimmte Jobs überhaupt noch "angeboten" werden sollten, weil der Arbeitnehmer davon eben nicht leben kann, der Jobs das aber auch nicht hergibt, und der Kollege damit dann arbeitslos wird, wenn er keinen höherwertigen Job machen kann. Da liegt nämlich die eigentlich Krux. Der Entwicklungsgrad unserer Gesellschaft ist so hoch, daß man als Ungelernter oder Minder- bis Kaumqualifizierter unten durch das Raster fällt. Wer seinen Anteil am gesellschaftlichen Leben haben will, kann das heute mit Hilfsarbeiten nicht mehr. Dafür sind die Ansprüche an das Leben schlicht zu hoch, während der Anspruch des Jobs viel zu niedrig ist.

DAS ist das Problem in Deutschland. Es müssen mehr Leute in bessere Jobs, nicht mehr Geld in schlechte Jobs....wenn wir unseren Entwicklungsstandard halten wollen. DIE Entscheidung ist zu treffen.

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boba 04.08.2017, 11:52
19. verwunderlich

bei dem ganzen zahlensalat verwunderlich: seit einführung des (t)euro und erst recht seit den schröder'schen "sozial"reformen kennt mein einkommen - sowohl real als auch im hinblick auf die kaufkraft - nur eine richtung: abwärts! und das, obwohl ich zu den angeblich doch so gefragten "facharbeitern" gehöre. gleichzeitig gehen die einnahmen des oberen drittels ab wie schmidt's katze.
und ich denke, das geht nicht nur mir so - die absonderlichen statistiken haben offenbar nur die funktion, die tatsächlichen verhältnisse zu verschleiern: "uns geht's gut" - offen bleibt die frage, wer da mit "uns" gemeint ist.

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