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Auf einen Blick - Löhne: So verdient Deutschland
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Wieso verdient nur jeder Dritte mehr als den Durchschnittslohn? Und wie hoch muss das Gehalt sein, um zum obersten Prozent zu gehören? Fakten zur Lohngerechtigkeit auf einen Blick - unsere Infografik.

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cosifantutte 06.08.2017, 17:34
220. Man muß den besser bezahlten Job auch machen wollen

In dem Moment, wo das Geld zum Leben reicht, hat kaum einer noch Lust, mehr zu leisten um brutto viel mehr und netto etwas mehr zu haben. Meine schlechter bezahlten Kollegen hatten einen wesentlich entspannteren Job als ich und meinesgleichen gehabt. Wo wir auch nachts und am Wochenende unentgeltlich auf der Matte standen, haben die anderen sich nur gewundert, wie man so blöd sein kann, am Wochenende unentgeltlich zu arbeiten. Insgesamt auf die Lebensleistung gesehen hat es doch etwas gebracht: Als Rentner ist die Sozialrente und Betriebsrente halt doch höher als bei den anderen.

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markus_wienken 06.08.2017, 18:10
221.

Zitat von hexenbesen.65
Und genau da beisst sich die Katze in den Schwanz. Ich zahle nicht einem gierigen Mieter, der alle Jahr die Mieten erhöht, Miete. (Ich müsste für meine Eigentumswohnung heute über 1000 Euro zahlen), zahle aber "nur" 640 Euro an die Bank. Und das nur noch für 3-4 Jahre. Dann bin ich ALLEN Ballast los. Klar, "damals" waren 640 Euro ne Menge Geld, und wir wurden auch für "verrückt" erklärt. Aber heute......? Und ich kann mir dann "besseren" Urlaub leisten...weil ich nicht auf jeden Cent achten muss (640 Euro haben oder nicht haben im Monat...die sparen wir dann auf ein Extra-Konto und können uns zu zweit einmal im Jahr nen geilen Urlaub leisten) Und mit Rente --kann man sich die "alte" Wohnung, die ich gemietet habe, überhaupt noch leisten ? Alles eine Frage der Überlegung. Klar wäre mir ein Urlaub in der Dom-Rep oder mal 2 Wochen Malle reingelaufen- ging aber nicht, also blieben wir mit den Kindern im Ländle. Dafür können wir jetzt alles genießen...UND brauchen keine Miete zahlen. Mir (uns) war es von anfang an wichtig,im Alter unabhängig zu sein- nicht auf Hatz4 oder Mitleidbonis der Kinder angwiesen zu sein. Sollte (wieder erwarten) die Rente nicht reichen, können wir die Wohnung gewinnbringend verkaufen (Top in schuß) und in eine kleinere ziehen..
Dafür haben Sie (und viele andere Häuslebauer) viele Jahre auf vieles verzichtet.
Je nach Einkommen mehr oder weniger viele Jahre.
Muss also jeder selbst wissen was sie/er möchte, jeder Lebensentwurf und die Bereitschaft zum Risiko ist individuell verschieden.
Ich habe in jungen Jahren viele tolle Urlaube gemacht, die ich heute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen kann, bzw. ich mich nicht mehr traue. Also aus meiner Sicht alles richtig gemacht...

Ich wollte mit meinen Posts nur klarstellen, dass es auch heute noch möglich ist ein Haus zu bauen und das die Unterschiede zu früher nicht so groß sind wie allgemein von vielen Foristen immer dargestellt. Denn auch früher war ein Hausbau kein Selbstläufer und auch damals mit immensen Einschränkungen und viel Verzicht verbunden.

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christian-h 07.08.2017, 12:47
222. Angabe

Zitat von Aquifex
1) Zeitarbeit ist anders gedacht als sie heute gelbt wird. Das liegt aber auch daran,. daß sich dort nicht die erste Wahl befindet. 2) Das gilt für andere "prekäre" Jobs auch. Das dürfen nicht zuviele machen (wollen), wiel sie sich für anderes nicht eignen. 3)Und was höherwertigfe Jobs angeht: Mechatroniker werden gesucht, Laboranten und Elektriker auch.
1) Angabe. Diese Aussage kann nicht stimmen, ansonsten würden Unternehmen sich dieser ja nicht bedienen oder meinen Sie die riskieren es Projekt oder Auftrag in den Sand zu setzen wegen schlechtem Personal?
Hierbei geht es eher um die Flexibilisierung des Mitarbeiterstammes.

2) Das gilt ja nicht nur für die "prekären" Jobs, für diverse Studiengänge kann man das gleiche sagen (BWL, Jura etc.).
Im Prinzip gilt das für jeden Beruf, ist die Menge an Absolventen größer wie der Bedarf wird das eben zum Problem.

3) Das kann sein, nur heißt das nicht, das die auch besser bezahlt werden. Gerade bei Ihren Elektrikern, da kenne ich gute die aber nur bei der Zeitarbeit eine Anstellung finden.
Das Baunebengewerbe wird eben nicht so gut bezahlt wie das Bauhauptgewerbe.

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katja78 15.08.2017, 12:41
223.

Zitat von shab_nas
- Lebensmittelkosten, die 400 euro pro Person berechne pro Monat (Taschengeld, Schulgeld - Reihenhaus - Urlaube - Studiums Finanzierung- ......
Das Zauberwort heißt hier "ODER". Reihenhaus oder Urlaub oder teuren Neuwagen (welche Familie mit 2,3 Kindern kauft bitte einen 40K Neuwagen?) oder Sparen...
Sie haben die Kitakosten und die Alternsvorsorge vergessen. Die würden die Summe bei uns z.B. noch einmal um schlappe 1000,- erhöhen.

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katja78 15.08.2017, 13:00
224.

Zitat von marcustulliuscicero
Bitte beachten Sie, dass die Statistik von einem Bruttolohn ausgeht, da hat man nach Steuer keine 2.500 - 3.000 Euro im Geldbeutel, real beweget man sich eher bei 1.800 - 2000 Euro. Abzüglich Miete, KFZ, .....
Ihr Beitrag steht stellvertretend für einige dieser Art.
Ich frage mich, was die Leute mit ihrem Geld machen? OK, wenn Sie in München wohnen, ist das wirklich knapp. Nun wohnen aber nicht alle 80 Mio Menschen in M, sondern ein Großteil in völlig durchschnittlichen Gegenden.

Da kommen sie alleine mit 1.800 oder als Familie mit 1,5 - 2 Nettoeinkommen dieser Höhe + Kindergeld doch prima zurecht?

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katja78 15.08.2017, 13:31
225.

Zitat von shab_nas
Bitte arbeiten mit Zahlen, wenn sie weiter diskutieren wollen. Stellen eine Gegenrechnung ansonsten kann ich es nicht erst nehmen.
Hier mal monatliche Zahlen wie sie bei Akademikerpärchen mit zwei Kindern (westdeutsche Großstadt) vorkommen:

- 1200 Wohnen (große 4-Zimmerwohnung in guter Lage, Miete oder Finanzierung inkl. Nebenkosten, im Vorort Haus für ähnlichen Preis möglich)
- 270 Altersvorsorge
- 1200 Lebenshaltung (Essen, Kleidung, Unterhaltung, Drogerie, Sprit, Spielkram, Schulsachen, usw.)
- 170 Autorücklage (Abschreibung, TÜV, Inspektion, Reparaturen)
- 50 sonstiges (Versicherungen, Weiterbildung, Spenden, Büchereigebühren, Musikschule)
- 100 Urlaub
Rest: (Ausbildungs-)Sparen, Kita (einkommensabhängig)
Und das ist jetzt kein besonders sparsamer Haushalt....

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katja78 15.08.2017, 13:40
226.

Zitat von nic
Erklärt nicht, warum es immer mehr Superreiche gibt. Irgendetwas kann ja nicht stimmen. Mag bei dem Bäcker um die Ecke noch vertändlich sein aber bei Aldi, Lidl, Kaufland, BMW uva. Unternehmern nicht, da könnten die Löhne wesentlich höher sein, wenn sich der Unternehmer nicht seine eigenen Taschen übervollst stopfen würde.
Ich befürchte allerdings, dass Aldi, Lidl und BMW wesentlich höhere Löhne zahlen als der Bäcker um die Ecke.

Geht es den Beschäftigten besser, weil der Chef weniger verdient?

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opinio... 01.09.2017, 12:22
227. der Wirtschaft geht es gut!

Und deshalb wählen wir Merkel wieder?
Unglaublich, wie leicht man Wähler beeinflussen kann, bei der Wahl nicht an den eigenen Wohlstand zu denken.
Share-holder-value ist nicht das, was Menschen Glücklich macht, sondern investoren reicher.
Diese Investoren sind jedoch weniger Individuen, es sind Funds, die von hoch bezahlten Managern geführt werden um Rendite zu machen. Ackermann, z.B. hat es überzogen und sich mit vielen Millionen in den Ruhestand verzogen. Aber, Leute: "Weiter so", wir kennen sie, unsere Kanzlerin aus der deutschen Ost-Provinz mit ihren schwarzen Nullen.
Schulz, mach sie verbal nieder am Sonntag!

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kmb41259 01.09.2017, 14:08
228. Sinn der Übung

das ist ja der Sinn, die unteren unteren 40% bekommen keine Lohnzuwächse, damit DE international alles schön platt machen kann und weiter umverteilt werden kann. Am Ende dann nach 50 Jahren Maloche Sozialhilfe und die Zukunft der nächsten Generation wird verheizt. Weiter so Frau Merkel. Dann fliegt euch die asoziale Marktwirtschaft bald um die Ohren.

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bockmist 29.04.2018, 10:26
229. Neiddebatte 12.1

Statistiken sind was Tolles. Man setzt Zahlen in die Welt, die als Grundlage weiterer "Tatsachen" dienen.
Fakt ist: Mit Arbeit wird man nicht reich (99%). Die Arbeitnehmer verkaufen ihre Lebenszeit und hoffen auf einen ruhigen Lebensabend. Nach 45 Jahren harter Arbeit folgt die Altersarmut. In unserem Hochsteuerland greift der Staat tief in die Tasche der Einkommensbezieher und das wird sich nicht ändern. Mir tun nur die Jungen leid:
Die wissen, dass sie ausgenommen werden und am Schluss keine Rente bekommen. Das erklärt auch, warum viele sich diesem System versagen. Die Steuerschraube zu drehen geht immer. Andere intelligente Lösungen scheitern am Lobbyismus. Traurig aber wahr...

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