Forum: Wirtschaft
Auflage für Hausbauer: EU will E-Auto-Steckdosenpflicht für Neubauten
DPA

Noch fehlt es an Elektroautos. Trotzdem will die EU-Kommission nach SPIEGEL-Informationen, dass demnächst jedes neue Gebäude mit einer Ladestation ausgestattet ist.

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quayle 15.10.2016, 11:17
20.

Zitat von bausa
was die EU und alles aufhalst.E-Mobilität ist nicht die Zukunft.Soviel Strom kann Deutschland gar nicht herstellen,das 40-50 Millionen PKW bedarfsgerecht vetsorgt werden.Das wird genaudo ein Chaos wie bei der Energiewende und der Dumme ist der Bürger.
"Soviel Strom kann Deutschland gar nicht herstellen"

Woher haben Sie denn diese Weisheit ?

Allein was die EE im Jahr 2015 an Stromerzeugung geleistet haben (>190 TWh) würde mehr als ausreichen um den gesamten Pkw-Fuhrpark Deutschlands (45 Mio Pkw) zu betreiben.

. . . und die Stromerzeugung aus EE steigt kontinuierlich an . . .

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motul 15.10.2016, 11:19
21. Ladestation contra Batterietausch

Die angegebenen Kosten für eine Schnellladestation sind wohl schlecht geschätzt oder falsch dargestellt.
Was brauche ich um KFZ Ladespannung zu erhalten -> einen Trafor, ein wenig Elektronik und für spezielle Batterien noch eine (Minimal-)Steuerung für Schnelladefunktiion usw... in den gebrauchten Stückzahlen dann für max. 2000€ feritg- und mit (ausreichend Marge) verkaufbar.
Warum große Häuser nur für jede 10. Wohnung, aber bei Einfamilienhäusern je eine Ladastation vorhanden sein soll ist auch nicht nachvollziehbar.

Wenn es eine Zukunft für Elektromobilität gibt, dann durch Batterietausch...
Wo der ganze Strom herkommen soll, damit alles was an Benzin, Diesel und Gasantrieben rein elektrisch funktionieren, sollte dann gleichzeitig bei der EU mit getrieben und definiert werden...

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romed 15.10.2016, 11:28
22. Ob das intelligent ist?

Zitat von ali.wie.brecht
In die Infrastruktur zu inverstieren ist sicherlich besser, als mit einer Kaufprämie die Listenpreise hoch zu halten. Es sollte aber die Nachrüstung von alten Garagen und Stellplätzen gefördert werden, damit Mieter auch Elektroautos kaufen können.
Was wenn die Automobilhersteller den Anschluss bzw. die komplette Ladetechnik ändert, dann müssen sozusagen alle dies wieder umbauen damit es EU konform ist!

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quayle 15.10.2016, 11:28
23.

Zitat von lazycat
Man merkt das die Eurokraten nicht wissen was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Dieser blinde Aktionismuss ist genau so dumm wie die zwangsweise Einführung der Quecksilber verseuchenden Stromsparlampen. Schade um das Geld was in Brüssel von unseren ausrangierten Politikern aus dem Fenster geworfen wird!
"Einführung der Quecksilber verseuchenden Stromsparlampen"

Brüssel hat keine Stromsparlampen eingeführt, sonder die veraltete Glühbirne sukzessive aus dem Markt genommen.

Diese wurde inzwischen fast flächendeckend durch die LED ersetzt. Und alle sind glücklich und sparen Strom dabei (auch und vor allem die Unternehmen).

Was war jetzt daran schlecht oder gar dumm ?

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LasseBela 15.10.2016, 11:28
24. Es ginge auch cleverer....

In Goßstädten sind Autobesitzer gern bereit 50-150€ für deinen festen Stellplatz zu zahlen. Man stelle sich vor ich bekomme beim Kauf eines E Mobils das Recht

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Susi Sorglos 15.10.2016, 11:29
25. Wäre es nicht sinnvoll ...

würden sie zunächst mal ein einheitliches Stecksystem für die Ladestationen festlegen ? Aktuell gibt es m.W. derzeit 5 verschiedene Stecker und allerlei Varianten in Sachen Spannung und Ladestrom. Erst wenn sie das geschafft haben, machen Pflichtladestationen sich begehrlich.

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shardan 15.10.2016, 11:40
26. Grober Unfug.

Das ist schlicht und ergreifend grober Unfug. Zum einen nützt die Ladestation exakt gar nichts, wenn das Kabel in der Straße die Leistung nicht hergibt - das ist hierzulande nicht eben selten. Mein Arbeitgeber hatte eine öffentliche Ladestation beim Neubau fest eingeplant. Dann kam der Bescheid vom Versorger: Mit dem Zuführungskabel (Mitten in einem Industriegebiet!!!) nicht zu machen. Wir hätten eine komplette eigene Trafostation errichten müssen, incl Zuleitung vom Umspannwerk. Die Folge: Wir hätten bei wirtschaftlicher Kalkulation und einer Amortisation über 10 Jahre mehr als 2,50€ pro KWh kassieren müssen - eine Lachnummer. Daneben gilt immer noch, dass hinter dem Kabel in der Straße weitere Infrastruktur lauert, Umspannwerke usw. Heute veraltete Lader haben Anschlusswerte von 20 KW. Moderne Lader haben 50 KW, Teslalader haben 135 KW, in D sind Modelle mit 150 KW in der Mache. Diese Leistungen sind notwendig, wenn man Ladezeiten auch nur unter etliche Stunden drücken will. Was die EU-Kommission dann vollends verschweigt: Was ist mit Mietwohnungen, mit dem Bestand? Bei mir gibt es 5 Stellplätze für 24 Wohnungen - gebaut nach dem Krieg, als eben nicht jeder ein Auto hatte. Parken? Ja, auf der anderen Straßenseite. Laden? Eine Strippe aus dem Fenster im X-ten Stock und dann über die Straße.... schon klar, null Problemo. Schlicht nicht machbar. Worüber sich alle ausschweigen: Wer soll die Kosten der Infrastruktur bezahlen? Umspannstationen, Trafostationen, Verkabelung in den Straßen.. das ist ein Multi-Milliarden-Projekt, ohne das es niemals genug Ladestellen geben wird. So einige Randprobleme werden erst gar nicht erwähnt. Ein Beispiel: Autobahntankstellen. Bisher dauert ein Tankvorgang dort 5...10 Minuten, dann ist man wieder unterwegs. Selbst heutige Superlader brauchen fürs Laden Stunden. Nun stellen Sie sich eine Autobahntanke an einer viel befahrenen Strecke vor, bei der der Tank- bzw Ladevorgang statt 10 Minuten dann niedrig gerechnet zwei Stunden braucht.... Die Tankstelle wächst auf Kleinstadtgröße, inklusive eigenem Umspannwerk. Und sehr viel schneller laden geht jedenfalls derzeit nicht - das machen die Akkus nicht mit und es würde noch mehr Energiezufuhr notwendig machen. Dabei ist der wirtschaftliche Aspekt von langen Wartezeiten ebenso wenig berücksichtigt wie das Problem einer "Steckerlandschaft", bei der jede Marke ihre eigenen Ladestecker nebst eigener Steuerung verwendet - an Autobahntanken dann ein echtes Problem. Hier hat die Politik im Vorfeld schlicht versagt. Es gibt keine realen Normen für Ladeanschlüsse. Sinnvoller wäre es gewesen, von vornherein genormte Akkus zu verwenden. beim Tanken fährt man auf eine Bühne, der Akku wird seitlich oder nach unten entnommen und gegen einen geladenen Akku ausgetauscht. Der Zug dürfte allerdings für alle Zeiten abgefahren sein. Ob der Zug für hiesige Autobauer schon abgefahren ist, muss sich noch zeigen. Derzeit macht China vor, wie man Elektroautos baut. Traurig aber wahr: China ist der westlichen Welt da weit voraus. Unser politischer Protektionismus hat es so gewollt.

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LasseBela 15.10.2016, 11:44
27. Es ginge auch cleverer

Viele Autobesitzer zahlen gern 50-150€ mtl. Für einen Dtellplatz, um nicht jeden Abend durchs Viertel zu kreisen. Man stelle sich vor, beim Kauf eines E Auto erhalte ich das Recht auf einen festen Standplatz. Um den zu bekommen, bin ich verpflichtet mit einem Ökostromanbieter einen Vertrag für die Stellung der Ladesäule an dem Platz abzuschließen. Ich bekomme Auto und Stellplatz und bin happy, der Autoverkäufer bekommt ein unschlagbares Argument und der Stromanbieter einen Festkunden mit Miete und Verbrauchsumsatz und ist bereit zu investieren. Und wenn zu viele das in einer Straße wollen gibt es in vertretbarem Umkreis an geeigneter Stelle kleine Stromparkhäuser mit mehreren Ebenen und Fahrstuhl (die gibt's schon). Mit den heutigen Subventionen kann ich mir ein Auto kaufen, dass ich weder parken noch in der Nähe laden kann. Wechsel-Akkus als Alternative wären natürlich perfekt, der Zug ist dank Industrielobbyismus aber abgefahren...

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karl-felix 15.10.2016, 11:45
28. Na,ja

Zitat von helmut.alt
1)die am Nutzen vorbei geht und dem Hausbauer noch mehr Kosten aufhalst. Das Elektromobil wird sich auch in Zukunft nicht durchsetzen, 2) weil die Handhabung viel zu viele Nachteile aufweist 3)und weil umweltfreundlicher Strom in dem Ausmaß nicht zur Verfügung steht. Hat man eigentlich schon darüber nachgedacht wie E-Mobilstrom besteuert werden soll? 4) Der Staat wird doch nicht auf die bisherige Spritsteuer verzichten. Wahrscheinlich wird man diese Steuer dann dem Stromverbraucher in exorbitanter Größe aufhalsen.
1) Wenn es mir aber die wöchentlichen 100 Euro an Spritkosten erspart, lässt sich drüber reden .

2) welche ? Batteriewechsel lässt sich automatisieren . Innerhalb von 30 Sekunden ist der frische Akku drin . Schon heute. In 20 Jahren könnte ich mir vorstellen auf Knopfdruck.

3) Na,ja schon heute können Sie von Ihrem Hausdach deutlich mehr Strom holen , als Sie im ganzen Jahr verbrauchen . Wenn dann noch grosse EE-Kraftwerke Strom speichern wollen sehe ich das ganz anders als Sie. Schon heute ist jede 3. kWh die Sie verbrauchen aus EE erzeugt, in 2050 sind es mindestens 80%. Schon heute wird der Strom oft zu Negativpreisen gehandelt/verschenkt.

4) Ach der Staat , das sind Sie und ich , der macht mir die geringste Sorge. Der ist erfinderisch. Der hat schon Fenstersteuern erhoben und neulich kam die Idee einer" Schlangesteh Steuer" auf wegen artfremder Nutzung von Gehwegen . Der kriegt das schon auf die Reihe. Und der will die E-Mobilität, egal was es kostet. Der holt sich sein Geld schon woanders- der steuert mit Steuern . Lesen Sie mal heute die Zeitung , welche Steuergeschenke für 10 Jahre rückwirkend den E-autofahrern gemacht werden . Der verteuert eher den Diesel, wetten ?=

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theodtiger 15.10.2016, 11:45
29. Rechtzeitig sinnvolles tun

Diese Initiative der EU-Kommission, die noch vielfach diskutiert und verbessert werden dürfte bevor sie von den Staaten und dem EU-Parlament angenommen wird, ist sinnvoll und rechtzeitig. Elektroautos brauchen nun mal Infrastruktur (sonst haben wir das Henne und Ei Problem) - und zwar europaweit einheitliche. Dies sowohl bei den Fahrzeugen wie auch bei den Beladeeinrichtungen. Häuser haben eine jahrzehntelange Lebensdauer und Nachrüsten ist immer teurer und oft nur sehr schwierig. Klima- und Umweltschutz erfordern Elektromobilität, wobei die heimischen Erneuerbaren Energien plus Speichertechnologien (auch mit Wasserstoff) als Basis zur Stromerzeugung dienen. Geopolitisch bietet dies Unabhängigkeit von Exporteuren wie Russland, Saudi-Arabien und einigen anderen Ländern, deren Politik nicht unbedingt durch unsere Energieausgaben gefördert werden sollte. Vieles ist miteinander verzahnt und oft nur europäisch zu lösen. Zudem sollte unser Export vorteil durch eine funktionierende Elektromobilität in Europa nicht vergessen werden. Es muss allerdings rechtzeitig angefangen werden, wofür diese Initiative ein Beispiel ist.

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