Forum: Wirtschaft
Aufregung um Millionenverdienst: Das hat Merz nicht verdient
ULRICH HUFNAGEL /EPA-EFE /REX

Ein möglicher Bundeskanzler darf reich sein, selbstverständlich. Bedenklich ist etwas anderes: nämlich, womit und wie schnell jemand wie Friedrich Merz zu so viel Geld kommt.

Seite 10 von 29
patsm 23.11.2018, 15:28
90. Aber...

Ich stimme dem Beitrag grundsätzlich zu, aber ist es kein Problem der Finanzindustrie.
Jedes Unternehmen bemisst seine Preise wenig nach Wertschöpfung, sondern danach was er verlangen kann. Zudem gibt es massenweise Jobs, die sich nicht mit Wertschöpfung beschäftigen. Oder man nehme die Werbebranche und was ist mit Sportlern und Künstlern?
Das Größere Problem ist die zunehmende Unverhältnismäßigkeit in der Gehaltschere. Wer zahlt dem Sportler oder dem Aufsichtsrat sein Gehalt? Meist Leute, die selbst nicht dafür haften oder es bezahlen bzw oft sogar profitieren.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass Obergrenzen von Maximal Gehältern im Verhältnis zum Geringverdiener existieren müssen. Und zusätzlich die Haftung für Misswirtschaft massiv ausgeweitet werden muss, schließlich rechtfertigt soetwas tatsächlich einen Mehrverdienst.

Beitrag melden
jogola 23.11.2018, 15:29
91. Und das ist gut so

Zitat von curiosus_
Bei der deutschen Rentenanstalt gibt es (fast) kein Vermögen zu verwalten, wir haben ein Umlagesystem. Was reinkommt geht gleich wieder raus.
denn sonst würde das Vermögen vermutlich in italienischen Staatsanliehen stecken.

Beitrag melden
td66 23.11.2018, 15:30
92. Neid...

Spätestens, als ich den Absatz mit "nichts wirklich sinnvolles zu produzieren, sondern mit dem Geld zu hantieren, das andere erwirtschaftet haben", dachte ich sofort: "der ist zum Politiker geeignet". Denn dass sidn die typischen Umgansformen aller verantwortlichen Politiker, von Kommunen bis EU.

Also doch die tyische SPON -Clientel-Neiddebatte.

Um es allen nochmal deutlich zu machen. Die Menschen in nciht-staatlichen Unternehmen verdienen das, was sie verdienen. Sonst geht das Unternehmen den Bach runter. Ob Fussballstar bei Bayern München oder Kassiererein beim Aldi. Das Prinzip ist immer gleich. Menschen erzeugen Umsatz, an dem sie durch Entgelt beteilgit werden.

Beitrag melden
dr_strangelove 23.11.2018, 15:30
93. Wenn Friedrich Merz...

...Aufsichtsrat werden konnte, dann stand diese Option auch allen (!) anderen offen. Wenn dies alle die Option dann nicht genutzt haben, sollten sie sich allenfalls bei sich selbst beschweren. Wenn nun aber jemand kommt und behauptet, er habe die Option aus diesen und jenen, nicht von ihm oder ihr zu vertretenden Gründen nie gehabt, dann möge er/sie die Details vorbringen. Bis zur Analyse dieses erwarteten Vortrags bleibt die Debatte eine erbärmliche Neiddebatte.

Beitrag melden
s.l.bln 23.11.2018, 15:30
94. Klären Sie uns mal auf...

Zitat von khwherrsching
wie SPON-Kolumnisten immer wieder ihre Hauptaufgabe darin sehen, schier endlose Neiddebatten anzuzetteln und Gutverdienende an den Pranger zu stellen. Dass Merz vielen dieser Linken ein Dorn im Auge ist, ist nicht zu übersehen. Aber mit etwas Verstand und Augenmaß, Herr Fricke, finden sicher auch Sie etwas Positives in der Person Merz.
...wie das Positive so aussieht.
Etwa daß er dagegen gestimmt hat, daß Vergewaltigung in der Ehe strafbar wird, weil das die Ehe als Institution in Gefahr bringen würde (kein Scherz)?
Oder daß er findet, daß Hartz 4 um den Faktor drei zu hoch ist ?

Ich bin gespannt.

Beitrag melden
charlybird 23.11.2018, 15:32
95. Klarer Kommentar, klare Meinung.

Schließ ich mich an. Natürlich wird dem ganzen Traderkonsortium hier natürlich die Einsicht fehlen, aber wenn man sich die Entwicklung der Realwirtschaften vieler Länder im Vergleich zur Finanzwirtschaft anschaut, bröckelt's schon bedenklich.
Man kann das in Ordnung finden und hoffen, dass es so weitergeht, aber eben auch aus Überzeugung dagegen sein.
Ich halte es jedenfalls für verwerflich, weil man Werte schafft, indem man oft andere vernichtet und letztlich darauf hofft, dass der Steuerzahler wieder die Löcher stopft, wenn der virtuelle Einsatz wieder einmal nicht durch reale Mittel gedeckt werden kann, was sowieso schon nicht mehr der Fall ist.

PS. Als CDU Boss gerne den Merz, als Kanzler aber bitte, bitte nicht.
Das wäre in der Tat eine Katastrophe.
Da hätte man noch einen Dealmaker.

Beitrag melden
ted.striker 23.11.2018, 15:33
96. Jetzt vergleichen sie aber Äpfel mit Birnen

Geht es Ihnen in diesem Beitrag darum, Vermögensverwalter zu verteufeln? Oder geht es darum, zu diskutieren, wie Herr Merz sein Geld verdient?
Zu dem ersten Punkt gebe ich Ihnen in gewisser Weise Recht- Spekulanten und Vermögensverwalter haben -ich nenne es mal- einen sehr überschaubaren Nutzen. Der Drang des Menschen, ohne Arbeit aus Geld mehr Geld zu machen, nimmt absurde Züge an, sie haben selber das Beispiel Bitcoin ins Spiel gebracht. Das kann man kritisieren. Vielleicht muss man es sogar kritisieren. In diesem Punkt bin ich völlig bei Ihnen.
Aber Herrn Merz dafür zu kritisieren, dass er u.a. bei BlackRock im Aufsichtsrat sitzt/saß? Ganz ehrlich, wenn mich jemand fragen würde, ich würde mich auch jederzeit in jeden Aufsichtsrat setzen, egal ob dieser einer Firma gehört, die volkswirtschaftlichen Nutzen hat oder nicht. Mit "anständiger" Arbeit wird man heutzutage nämlich nicht so schnell Millionär

Beitrag melden
temely 23.11.2018, 15:33
97. Geld kennt keine Moral,

Herr März hat doch Tag für Tag zugeschaut, wie die Algorithmen-Aktienhandel-Maschine das Geld Superreicher ins Unermessliche vermehrt. Daran wollte er natürlicherweise auch mitverdienen. Das Problem ist doch, dass diese Möglichkeiten ganz ungehindert genutzt werden können. Diese Goldesel sind einer kleinen Schicht an Superreichen vorbehalten! Finanziert von der Arbeit des Normalbürgers! Die Politik schaut zu.

Beitrag melden
c.marx 23.11.2018, 15:34
98. Der im Weißen Haus ...

... hat ja wohl alles geerbt. Zusätzlich dazu gingen seine Klitschen mehrmals Bankrott. Trotzdem ist er ihr Häuptling geworden.
Volkes Stimme ganz sehr unerfindlich sein.

Beitrag melden
De facto 23.11.2018, 15:34
99. Wer das Geld schöpft

Der Anfang liegt in der zusammenbruch des Systems von Bretton-Woods in den 70ern. Die Währungsordnung nach dem 2. Weltkrieg und der Goldstandard hat das Gelddrucken unmöglich gemacht. Erst danach haben die Zentralbanken das heutige Finanzwelt kreiert mit immer mehr FIAT Geld weil es auch den Politikern das Leben einfacher macht - leben auf Pump. Manchmal lohnt sich der Blick in den Spiegel.

Beitrag melden
Seite 10 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!