Forum: Wirtschaft
Aufruf von 50 Top-Europäern: "Gebt Griechenland mehr Zeit!"
DPA

Griechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.

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hallenbeck 30.05.2012, 08:53
70. genug Zeit gehabt

die Griechen haben genug Zeit gehabt, aber außer Betrügen/Lügen und an der Nase herumführen hab ich da noch keine sinnvollen Verbesserungen zum Guten gesehen.
Jeder ist selbst für die Konsequenzen seines Handelns verantwortlich, daher Griechenland bitte aus dem Euro kicken.

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bvoll 30.05.2012, 08:54
71. Schadlos durch die Krise mit mehr Zeit

Was haben ehemalige "Spitzenpolitiker" mit dem Hedgefondsmanager George Soros gemeinam? Möglicherweise die Interessen. Sie wollen alle nur ihre eigene Kohle in Sicherheit bringen und dafür brauchen sie mehr Zeit und das Geld der arglosen Bevölkerung.

Griechenland hat kein tragfähiges Geschäftsmodell, das ist das Problem. Im Falle der DDR braucht es wohl 30 Jahre bis die Wirtschaft dort funktioniert. Bei den Griechen wird es wohl nie dazu kommen.

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zeitmax 30.05.2012, 08:54
72. Nein - ihr habt es verbockt und deshalb

werden wir den Euro aufgeben!
Ihr hattet jede Chance, wider besseres Wissen der Euro-Mahner und -Gegner) habt ihr es auch mit gesetzwidrigen, ja kriminellen Maßnahmen nicht geschafft, euer Baby zu etablieren.
Jetzt sind andere dran - hoffentlich.

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Frankfurter87 30.05.2012, 08:55
73. Altersmilde

Zitat von sysop
Griechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.
Wenn ich mir so die Liste der Unterzeichner ansehe, handelt es sich zu grossen Teilen um Leute, die die moeglichen Konsequenzen eines immer weiteren Herauszoegerns der Insolvenz des Landes nicht mehr tragen muessen. Klar, mit etwas mehr Zeit wuerde Griechenland es sicher besser schaffen, Reformen durchzusetzen, Wachstum zu schaffen, etc. Nur kommen einem Zweifel, dass diese Mehr-Zeit auch wirklich dazu genutzt wuerde. Die ohnehin schleppenden Reformen in Griechenland wurden ja nach der Wahl vollkommen auf Eis gelegt; die bisher vorhandene Zeit wird also nicht genutzt. Warum sollte man glauben, dass noch mehr Zeit irgendwie helfen wuerde?

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Spessartplato 30.05.2012, 08:58
74. Die "Top-Europäer"

Zitat von Dan22
Wer sind denn alle? Diesen Schwachsinn kann man nicht mehr hören. Die einzigen die bis jetzt Opfer gebracht haben sind die kleinen Steuerzahler. Sparen ,sparen die nächsten 500 Jahre. Die sollen endlich mal die Unternehmer und Konzerne beteiligen. Die verdienen immer, egal wie der Euro steht.
...sind genau die, welche uns in die Schxxx geritten haben.

Difficile est satiram non scribere.....

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max_copernicus 30.05.2012, 08:59
75.

Zitat von tharimar
Also nochmal zur Eingangsfrage - wer hat wo und bei wem Schulden?
Auf Deutschland bezogen:
Ist doch nicht so schwer, im Wesentlichen geht es um die Ersparnisse und Sparguthaben / Lebensversicherungen der Bevölkerung.

Schreiben Sie die Schulden ruhig ab, dann sind leider auch die Lebensersparnisse der Nachkriegsgeneration weg.

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PK2011 30.05.2012, 09:00
76. Titel

Zitat von yael.schlichting
Als ich noch als "Profi" unterwegs war und es irgendein Feuer zu löschen gab, hab' ich meine Kunden immer ordentlich erschreckt: Ich hab' richtig massiv hingelangt, um ein Problem möglichst im allerersten Anlauf zu erschlagen! Katastrophen entstehen fast immer mit Ansage! Erst wird ein Bisserl gedoktert und man lügt sich ein bisserl in die Tasche, dann wird ein Bisserl mehr gedoktert, und während man seine Karten verspielt wächst sich ein Problem eben zur Katastrophe aus. Am Ende kann man nichts mehr reparieren sondern nur noch aufräumen. Wollen wir das? Frauen wie Christine Lagarde haben da durchaus recht und es ist leider eine unangenehme Eigenschaft mancher Profis, daß sie ein Problem beim Namen nennen. Für Griechenland gibt es einige kleine Rezepte, die es retten würden: - Radikale Kürzung der Staatsausgaben - Radikale Erhöhung der Staatseinnahmen Und im Euro müssen wir sie behalten, denn es gibt da noch ein paar Interessen, die weit über die finanziellen hinaus gehen! Da müssen alle Europäer zusammenhalten. Alle Europäischen Staaten sind für sich genommen zu klein, um am Weltmarkt erfolgreich zu sein. Daß die Deutsche Wirtschaft gut läuft, hat sie auch in diesen Tagen hauptsächlich der Europäischen Integration zu verdanken. Der Euro hat nicht nur das Geschäft vereinfacht, sondern er hat Deutschland zur Werkbank Europas gemacht. Dazu hat der radikale Sozialabbau in Deutschland einen weiteren wichtigen Beitrag geleistet. In Deutschland müssen wir uns daran gewöhnen, daß wir mehr und mehr Europäer sind und ich wünsche mir, daß unsere Politiker das auch deutlicher aussprechen. Das mag nicht jedem so gefallen, aber ich möchte an den Länderfinanzausgleich und Fälle wie das Saarland erinnern. Das Saarland ist doch notorisch pleite und trotzdem ziehen wir es durch. Wir tun das, weil die Optionen fehlen. Das Saarland gehört zu Deutschland wie Griechenland zu Europa gehört. Sie gehören einfach dazu! Das müssen wir schlucken und dann sollten wir mal nachdenken, wie wir das Leben der Griechen wieder ein Bisserl leichter machen können. Und die Griechen müssen uns Zeigen, daß sie nicht beabsichtigen, dauerhaft den Europäischen Partnern auf der Tasche zu liegen. Nachdem die Griechischen Regierungen über viele Jahre ihre Zahlen gefälscht haben, ist es eben auch Zeit für Vertrauensbildende Maßnahmen. Beide Seiten müssen es Zeigen: - Wir müssen aufhören, den Euro zur Disposition zu stellen - Die Griechen müssen anfangen es ernst zu meinen
Jaja, weil die und jenen einfach dazugehören hat der Rest Sozialabbau usw hinzunehmen und alles dran zu setzen, Werkbank zu spielen.

Was macht das für einen Sinn? Die Erträge, sofern überhaupt beim Mittelstand ankommend, gehen zur Unterstützung der "anderen" per Umverteilung drauf.
Denen hat man schliesslich die Arbeit weggenommen.

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The Captain 30.05.2012, 09:02
77.

Zitat von Trollvottel
Ich muss als Top Europäer auch sagen die Griechen müssen in jedem Fall im Euro bleiben. Aber Deutschland muss aussteigen.
Weiß ich nicht, ob die Rückkehr zur DM wirklich was bringt. Der deutsche Sonderweg bringt nichts - wenn, dann muss der Euro in zwei Zonen zerfallen - in den EuroNord und den EuroSüd.

Aber letztlich ist es müßig. Würden die ursprünglichen Regeln angewandt, müsste Griechenland austreten: weder hat es eine nennenswerte, effiziente Wirtschaft, noch kann es aus eigener Kraft den Haushalt unterhalten. Dadurch müssen Kredite aufgenommen werden, der Schuldenberg wächst.

Es gibt mE für Griechenland nur zwei echte Optionen:
- Staatsbankrott und Verbleib in der Eurozone
- Staatsbankrott und Austritt aus der Eurozone
Was anderes bleibt nicht. Der Schuldenberg wird NIE abgetragen werden - schon weil alle, die was haben, das Geld unangreifbar im Ausland geparkt haben. Die Reichen also zu enteignen und deren Vermögen zur Schuldentilgung zu verwenden, hat geringere Chancen als hier in Deutschland - hat Griechenland überhaupt so viel Volksvermögen, wie es Schulden hat? In Deutschland jedenfalls stehen rd. 5 Billionen Euro Vermögen 2 Billionen Staatsschulden gegenüber.

Ist auch egal.

Und "wieviel Zeit" soll den Griechen noch gegeben werden? Warum müssen wir Opfer bringen für die Schulden anderer? Dafür wurde die EU nicht gegründet, auch der Euro wurde nicht dafür geschaffen. Überhaupt: "Alle für einen, einer für alle" macht nur Sinn, wenn es irgendwann eine Besserung gibt: die ist in Griechenland aber nichtmal langfristig absehbar. Die Chance, dass Griechenland zum "Armen Mann" Europas wird, ist um einiges hundertfache höher, als die Möglichkeit, Griechenland sei in 10 Jahren wieder wirtschaftlich selbstständig.

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powerplayac 30.05.2012, 09:02
78. Die üblichen Verdächtigen spielen den Radikalen in GR in die Hände

Sehr schön! Die internationale Linke vereint im ökonomischen Unverstand. Zum einen sind die genannten (deutschen) Vertreter wiederholt als Samariter für Griechenland aufgefallen und zum anderen ist das Timing kurz vor der GR-Wahl perfekt, um der radikalen Linken die Wähler in die Arme zu treiben. Beweisen solche Exoten wie Bofinger oder bereits im Amt Ahnungslosen wie Eichel doch, daß sie erst zufrieden sind, wenn Deutschland auch pleite ist und Hyperinflation den "kleinen" Leuten hierzulande die Luft zum Atmen nehmen. Die genannten Herrschaften haben ein höheres Einkommen, sind also nicht betroffen. Kleine Petitesse: Eichel ist der Finanzminister, der den Maastrichter Vertrag beerdigt hat. Ich bin sehr für die aufkommende Apo. Wenn Frankreich einen Egomannen Holande und Griechenland diese Linksradikalen hochkommen lassen, dann möchte ich auch in Deutschland einen DEUTSCHEN Interessenvertreter haben und keine "Weltversteher".

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JK2106 30.05.2012, 09:03
79. ...übrigens

..ich fühle mich auch als TOP-Europäer, habe so ca. 60 Freunde und werde morgen mal Unterschriften sammeln, daß die Griechen ihre missliche Lage selbst lösen sollen. Schreiben Sie das auch.....

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