Forum: Wirtschaft
Aufruf von Ökonomen: Schäuble empört sich über Kritik an Merkels Krisenpolitik
dapd

Die Kritik an der Krisenpolitik der Kanzlerin entfacht wütende Reaktionen. Finanzminister Schäuble zeigt sich empört über den Aufruf von rund 170 Ökonomen an die Bürger, sich gegen bestimmte Beschlüsse zu stellen. Die Kritik sei unverantwortlich, so der Minister, und verwirre die Öffentlichkeit.

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demo_kratie 06.07.2012, 14:00
250. optional

Herr Schäuble sollte mal das Interview von Herrn Weidmann in der Zeit lesen.
(Chef der Bundesbank und ehemaliger Berater von Frau Merkel)
Die 170 Ökonomen sind ja nun wirklich nicht blöd und Unwissend, das will ja Herr Schäuble nicht allen Ernstes behaupten.
Passt ihm und Frau Merkel sicher nicht in den Kram, aber hier geht es um Grundsätzliche Erwägungen, die in einer Demokratie offen und kontrovers diskutiert werden müssen.
Aber mit der Demokratie hat Frau Merkel es nicht immer so.

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mmt 06.07.2012, 14:01
251. Inhaltliche Mängel der Kritiker??

Davon lese ich hier immer wieder! Der Brief ist ein Protestaufruf an die Politik und die Bevölkerung! Eine weitreichende Abhandlung war nicht beabsichtigt, da eine breite Masse erreicht werden sollte.
Wir sollten daher nicht annehmen, dass 170 wirtschaftswissenschaftler unüberlegt eine protestbotschaft verfassen.
eine wissenschaftliche Abhandlung würde einen großteil der adressaten überfordern. in den schulen haben die meisten kaum etwas über ökonomie gehört. leider!

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peter234 06.07.2012, 14:01
252.

Das ist nicht das erste Mal, dass Ökonomen vor den Plänen der Politiker warnen. Schon vor der Einführung des Euros gab es einen Brief von 150 Ökonomen unterzeichnet, welcher vor den wirtschaftlichen Folgen dieses politischen Utopieprojekts warnten.

Schäuble und der Rest der Kohlregierung hat damals die Ökonomen ignoriert. Was es uns eingebrockt hat auf die Meinung Schäubles zu hören kann ja jeder derzeit live miterleben.

Man sollte vielleicht aus dem damaligen Fehler lernen.
Hören wir lieber auf die Ökonomen und nicht auf den weltfremden Politiker Schäuble.

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newidim 06.07.2012, 14:01
253. !!!

Zitat von sysop
Finanzminister Schäuble zeigt sich empört über den Aufruf von rund 170 Ökonomen an die Bürger, sich gegen bestimmte Beschlüsse zu stellen. Die Kritik sei unverantwortlich, so der Minister, und verwirre die Öffentlichkeit.
Um den Verwirrung der Öffentlichkeit entgegen zu treten, schließt BFM ein Vertrag mit Russland zur Unterbringung von 170 Ökonomen in der sibirischen Region icl. der Service-Leistungen der Landeskategorie.

Soweit sind wir angekommen, dass ein Aufruf zu den Bürgern diese Landes nur von der Bundesregierung beansprucht wird. Da wird mir der Wunsch Nach GG-Änderung von Herrn Schäuble klarer.

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kantundco 06.07.2012, 14:03
254. Weidmann wurde ernannt und nicht gewählt.

Zitat von dunnhaupt
Bundesbankpräsident Weidmann hat stets unbeeinflusst von der Politik die deutschen Interessen vertreten. Wenn er jetzt die protestierenden Ökonomen unterstützt, dann sollten wir ihm mehr trauen als den wetterwendischen Politikern, die dauernd ihr Fähnchen nach dem Winde drehen, weil es ihnen nur um Wiederwahl geht.
Und er wurde von der Bundeskanzlerin ausgesucht.
Jetzt wird er zu ihrem schlechten Gewissen.
Oder das ist Absicht, um sich gegen die dreisten Forderungen mit einer Stimme aus einer unabhängigen Organisation zu wehren.

Weidmann mischt sich eh nur minimal ein. Und bleibt höchst diplomatisch. Aber er muss nicht wiedergewählt werden. Deshalb kann man ihm durchaus zutrauen, dass er niemanden nach dem Munde redet. Wenngleich er auch nicht zu allem seine sicher fundierte Meinung sagt.

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liesalott 06.07.2012, 14:05
255.

Punkt 1: Der 172-er Brief ist schlecht formuliert. Man hat sich unnötig angreifbar gemacht, und der Inhalt ist wenig konstruktiv. Es sollten schon Empfehlungen her, wie mit dem Too Big To Fail-Problem umzugehen ist. Der Protest insgesamt war allerdings überfällig. Der Brief ist eine vertane Chance.

Punkt 2: Die 7er Truppe ist dennoch kein ernstzunehmendes Gegengewicht. Hüther ist ein Lobbyist, von Rürup gar nicht zu reden. Und Bofinger, of all people, ist der letzte, dem ich in Sachen Währungsunion irgendwas abnehmen würde. Ich kann mich heute noch an einen Vortrag Anfang der 90er erinnern, in dem er uns von blühenden Landschaften allüberall vorschwärmte, die die Währungsunion bringen würde. Gegenargumente wurden geflissentlich ignoriert. De Grauwe tutete ins selbe Horn. Diese Leute können einfach nicht zugeben und wollen nicht wahrhaben, sie haben sich geirrt.

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herr_grün 06.07.2012, 14:05
256. Schäuble

Zitat von sysop
Die Kritik an der Krisenpolitik der Kanzlerin entfacht wütende Reaktionen. Finanzminister Schäuble zeigt sich empört über den Aufruf von rund 170 Ökonomen an die Bürger, sich gegen bestimmte Beschlüsse zu stellen. Die Kritik sei unverantwortlich, so der Minister, und verwirre die Öffentlichkeit.
Und wieder einmal beweist Schäuble hier, was er von gelebter Demokratie hält. Und wieder einmal wird ihm das nicht das Ministeramt kosten, für das er auf das Grundgesetz vereidigt wurde. Darin steht u.a. in Art. 5: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern (...)"

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BeBeEli 06.07.2012, 14:06
257. Ja,ich geb's zu

Zitat von sysop
Die Kritik an der Krisenpolitik der Kanzlerin entfacht wütende Reaktionen. Finanzminister Schäuble zeigt sich empört über den Aufruf von rund 170 Ökonomen an die Bürger, sich gegen bestimmte Beschlüsse zu stellen. Die Kritik sei unverantwortlich, so der Minister, und verwirre die Öffentlichkeit.
Ich geb's zu,ich verstehe Politik nicht, ich bin ein blöder Staatsbürger und bitte das Wahlrecht abgeben zu dürfen. Politik sollten nur die machen, die lügen können und kein Gewissen haben.

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proflula 06.07.2012, 14:06
258. Verwirrt ist weniger die Öffentlichkeit...

...verwirrt waren Merkel, Schäuble und Co. in Brüssel.
Haben die überhaupt verstanden welchem Super-Gau für unser Land sie in Brüssel zugestimmt haben ? Ein einfaches "No" hätte gereicht um klare Kante zu zeigen. Warum ist das nicht erfolgt? Entweder ist Frau Merkel vor den neuen Abzock-Beschlüssen in Brüssel eingenickt oder sie nimmt den Ausverkauf Deutschlands billigend in Kauf. Die Pleite-Banken der Pleite-Länder haben jetzt de facto direkten Zugriff auf unsere Steuergelder. Von wegen Kontrolle, die hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert und dient auch jetzt nur als Feigenblatt. Wo war denn die Kontrolle bei der Aufnahme Griechenlands oder bei der Entwicklung des ganzen Euro-Desasters? Kontrolle/Bankenaufsicht? Wie naiv sind Merkel und Co. eigentlich? Tritt das ein, was die Ökonomen befürchten, wird es Deutschland das Genick brechen. Nichts wird bleiben wie es ist und war, z.B. zu DM-Zeiten.
Wer kann sich noch an alle roten Linien erinnern, welche die Bundesregierung in der Euro-Krise auf keinen Fall überschreiten wollte? Das „Solidaritätsverbot" das die Gründer des Lissabonvertrags im Artikel 125 aus gutem Grund wohl überlegt eingebaut haben, wurde von der Abzock-Politik einfach ignoriert. Eine Einladung für die südeuropäischen Euro-Abzocker mit der Devise: keine Steuern zahlen und rausholen was geht, auf Kosten des blöden braven deutschen Steuerzahlers.
Michel wach endlich auf!
Die Bürger Deutschlands werden ihrer Ersparnisse und damit ihrer Lebenszeit beraubt, da sie für das Geld, was sie für geleistete Arbeit bekommen haben, einen Teil ihrer Lebenszeit einsetzten.
Herr Sinn, bitte weiter so!

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turekat 06.07.2012, 14:07
259. Schäubles Klarstellung

Zitat von sysop
Schäuble wies energisch den Vorwurf zurück, mit der möglichen Öffnung des Rettungsschirms ESM für Bankenhilfen könnte Deutschland auch für Bankenschulden haften. "Im Kern geht es ja nicht darum, die Haftung zu vergemeinschaften, sondern eine gemeinsame Aufsicht in Europa zu schaffen", sagte er mit Blick auf die geplante europäische Bankenaufsicht, die Voraussetzung ist für mögliche Bankenhilfen über den ESM. Aus dem Rettungsschirm für Staaten sei mit Sicherheit nicht ein Rettungsschirm für Banken geworden.
Dies halte ich für eine entscheidende Klarstellung, die ich so interpretiere, dass marode ausländische Banken NICHT mit deutschen Steuergeldern gestützt werden. Ähnlich äußerte sich lt diesem Spiegelbericht jetzt auch die Kanzlerin. Das ist eine gute Nachricht!
Trotzdem wundert es mich, dass 170 Ökonomen dies wohl anders sehen.

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